SO 05|2021

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

AKTUELL für Sie!

  • Highlights vom WCLC 2021 – World Conference on Lung Cancer, 8.–14. 9. – Worldwide Virtual Event

    KONTEXT: Der Weltlungenkrebskongress war leider auch heuer ein virtuelles Er­eignis, lieber wäre man vor Ort gewesen, um sich zu treffen und auszutauschen. Auf der anderen Seite gewöhnen wir uns zunehmend an den Informationsfluss über virtuelle, webbasierte Formate. Gemeinsam mit OÄ Dr. Romana Wass und Primarius Dr. Markus Rauter haben wir klinisch interessante Daten vom WCLC 2021 für Sie zusammengefasst.

    Kurzberichte und ein Videostatement wurden bereits über den congress x-press Newsletter ausgesendet. An dieser Stelle fassen wir die Schwerpunkte zusammen. Generell zeichnet sich die „World Conference on Lung Cancer“ durch vertiefte und klinisch interessante Fragestellungen aus, welche die zumeist bekannten großen Studien mit entsprechenden Subgruppenauswertungen ergänzen. In diesem Sin­ne hoffen wir, dass wir Sie auf neue Entwicklungen aufmerksam machen und Ih­nen aktuelle Fortschritte näherbringen können.

    Weiterlesen ...

Editorial

  • „Blood is thicker than water …“
    Die komplexe Interaktion zwischen Tumorerkrankungen und dem Gerinnungssystem mit der dadurch erhöhten Rate an thromboembolischen Ereignissen bei Malignompatienten ist ein seit langem bekanntes Phänomen und Gegenstand intensiver Forschung. Das Interesse an hämostaseologischen Phänomenen wurde in jüngster Zeit auch wieder durch ...Weiterlesen ...

Focus: Tumor und Thrombose

  • Krebs, Gerinnung, Thrombosen und Antikoagulation: Ein Jahrzehnt der Wissensexplosion und neuer klinischer Entwicklungen
    Eine enge Wechselbeziehung zwischen dem Gerinnungssystem, Thrombosen und Krebs wurde vor mehr als 150 Jahren erstmals beschrieben. Doch im vergangenen Jahrzehnt kam es zu einer explosionsartigen Zunahme von neuen Erkenntnissen zu diesem Thema, und viele neue klinische Entwicklungen tragen zum ...Weiterlesen ...
  • Krebsassoziierte venöse Thromboembolie

    PatientInnen mit Krebserkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE).

    Risikofaktoren für die krebsassoziierte VTE beinhalten zugrundeliegende PatientInnen-Charakteristika, spezifische Faktoren der Tumorerkrankung sowie antineoplastische Therapien.

    Thromboembolische Komplikationen unter einer Krebserkrankung führen zu einer erhöhten Mortalität und Morbidität.

    Weiterlesen ...
  • Krebs und arterielle Thromboembolien – ein Update

    Arterielle Thromboembolien (Schlaganfall, Herzinfarkt, systemische Embolie) treten bei ungefähr 2 % der Patient*innen im ersten Jahr nach Krebsdiagnose auf.

    Das gehäufte Auftreten lässt einen kausalen Zusammenhang zwischen Krebs bzw. Krebstherapeutika und arteriellen Thromboembolien vermuten.

    Individualisierte Behandlungsstrategien für Tumorpatient*innen zur Prävention und Früherkennung kardiovaskulärer Erkrankungen werden benötigt.

    Weiterlesen ...
  • Primäre Thromboseprophylaxe in der Onkologie und Hämatologie

    Durch die Durchführung einer medikamentösen Prophylaxe in einem selektionierten Patientenkollektiv kann die Rate von tumorassoziierten thromboembolischen Komplikationen unter Berücksichtigung des Blutungsrisikos signifikant gesenkt werden.

    Der Nachweis der Reduktion der Mortalität durch eine adäquate Thromboembolie-Prophylaxe ist jedoch noch ausständig.

    Weiterlesen ...
  • Therapie der krebsassoziierten venösen Thromboembolie

    In randomisiert-kontrollierten Studien zeigten die direkten oralen Antikoagulantien (DOAKs) Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban im Vergleich zu niedermolekularem Heparin (NMH) eine vergleichbare Wirksamkeit in der Therapie der krebsassoziierten venösen Thromboembolie.

    Unter den DOAKs Edoxaban und Rivaroxaban wurde im Vergleich zu NMH ein erhöhtes Blutungsrisiko bei Patienten mit gastrointestinalen Tumoren beobachtet, insbesondere bei aktiven intraluminalen Tumorformationen, sodass bei diesen Patienten weiterhin bevorzugt NMH eingesetzt werden sollen.

    Bei krebsassoziierter VTE wird eine Antikoagulation für (3–)6 Monate empfohlen bzw. soll bei aktiver Krebserkrankung eine andauernde Antikoagulation durchgeführt werden.

    Weiterlesen ...
  • Pharmakologisches Profil von Antikoagulantien und ihr Interaktionspotenzial mit Krebstherapien

    Die Anwendung direkter Antikoagulantien bei Krebspatienten ist aufgrund großer interindividueller Unterschiede in der Pharmakokinetik komplex.

    Die Krebserkrankung selbst, aber auch Arzneimittelinteraktionen und die Compliance der Patienten können den Therapieerfolg beeinflussen.

    Durch multidisziplinäre Zusammenarbeit werden nicht nur Arzneimittelinteraktionen vermieden, sondern auch die Compliance mit Hilfe von Patientenschulungen optimiert.

    Weiterlesen ...
  • Vorhofflimmerarrhythmie in der Onkologie

    Zusammenhänge zwischen Tumorerkrankung und Vorhofflimmerarrhythmie (VHFA) dürften durch Sympathikusaktivierung im Rahmen tumorchirurgischer Eingriffe, durch Chemotherapeutika mit kardiotoxischer Wirkung oder durch eine immunologische Komponente (chronische Inflammation) begünstigt sein.

    Das Vorhandensein einer VHFA ist bei Tumorpatienten mit einem schlechteren Outcome vergesellschaftet.

    Zur Verhinderung von Insulten sind Antikoagulanzien (VKAs oder NOAKs) indiziert; Heparin wirkt oft unzureichend.

    Weiterlesen ...
  • Thrombopenie und Thrombosen – seltene, aber schwere Folgen durch COVID-19-Vakzine

    Die Vakzin-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) ist durch eine Blutgerinnungsstörung, die zum Auftreten von Thrombosen führen kann, gekennzeichnet; es kann zu einer Verbrauchskoagulopathie mit erniedrigtem Fibrinogen und stark erhöhtem D-Dimer kommen.

    Die VITT-Differentialdiagnosen sind überschaubar, ein Algorithmus kann zur Diagnosesicherung herangezogen werden.

    Weiterlesen ...

Immunonkologie

  • Neurologische Nebenwirkungen von immunonkologischen Therapien

    Moderne immunonkologische Therapien können ein breites Spektrum an neurologischen Komplikationen hervorrufen.

    Immuncheckpoint-Inhibitoren führen häufiger zu peripher-neurologischen Nebenwirkungen, wohingegen Komplikationen von CAR-T-Zellen und BiTE-Antikörpern ausschließlich das zentrale Nervensystem betreffen.

    Therapieentscheidungen sollten interdisziplinär getroffen werden, wobei eine Unterbrechung bzw. Umstellung der onkologischen Therapie sowie eine immunmodulatorische Medikation erfolgen sollen.

    Weiterlesen ...

Kongress

Palliativmedizin

  • Schmerzmanagement im palliativen Setting

    Anamnese und Schmerzerhebung bilden zusammen mit kritisch indizierten ergänzenden Untersuchungen die Basis, um ein an das multimodale Schmerzkonzept angelehntes interdisziplinäres und multiprofessionelles Schmerzmanagement zu planen und durchzuführen.

    Die regelmäßige Anpassung des Vorgehens an die aktuelle Krankheitssituation und die zu erwartende Restlebenszeit ist zwingend notwendig.

    Mit der S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung konnte für viele Aspekte der Therapie eine wichtige Anleitung verfasst werden.

    Weiterlesen ...

Panorama

  • Startschuss für das Projekt „Brustkrebs-Forum“

    Eine Webinar-Reihe, die durch eine Kooperation zwischen der österreichischen Bundesregierung und der Medizinischen Universität Wien ins Leben gerufen wurde, soll mehr Bewusstsein und Aufklärung zum Thema schaffen.

    In 12 Modulen mit kostenloser Teilnahme sprechen österreichische Top-Experten über verschiedene Themen mit Schwerpunkt Vorsorge, Diagnose und Behandlung.

    Weiterlesen ...
  • Gendefekt verkürzt Überleben und sollte gezielt behandelt werden

    Eine Amplifikation oder klonale Mutation von ALK verschlechtert die Prognose von Kindern mit einem Hochrisiko-Neuroblastom.

    In zukünftigen Studien sollte daher ein ALK-Inhibitor am Beginn der Behandlung dieser Gruppe stehen.

    Weiterlesen ...
  • Palliative Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen Pankreaskarzinom

    Gemcitabin/nab-Paclitaxel und FOLFIRINOX haben vergleichbare Effektivität in der palliativen Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms.

    Die Therapieentscheidung sollte individuell unter Berücksichtigung des Nebenwirkungsprofils, vorliegender Komorbiditäten, dem BRCA-Keimbahn-Mutationsstatus sowie möglicher Zweitlinientherapieoptionen erfolgen.

    Ein prospektives multizentrisches Pankreaskarzinomregister ist in Planung.

    Weiterlesen ...
  • Promotion Karzinome des Ösophagus oder des gastroösophagealen Übergangs

Artikel

  • Aktuelle Studien zu COVID-19 in der Hämato-Onkologie

    Während die gesunde Bevölkerung insgesamt eine zufriedenstellende Immunantwort zeigt, ist ein wesentlicher Anteil an Patienten mit hämatologischer Grunderkrankung trotz Impfung nicht immunkompetent.

    Aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie kam es zu Verzögerungen bei der Krebs-Diagnose und -Behandlung.

    Patienten mit onkologischer Grunderkrankung und COVID-19 weisen eine höhere Mortalität und einen schwereren COVID-19-Verlauf mit längerer Krankheitsdauer auf.

    Klinische Charakteristika und Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf konnten definiert werden.

    Hinsichtlich Thrombosefällen während einer Coronavirus-Erkrankung ergab eine Studie, dass manche Patienten trotz antithrombotischer Prophylaxe eine Thrombose entwickelten.

    Weiterlesen ...