SO 01|2021

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

Focus: Die stille Digitalisierung in der Onkologie

  • Aufwand und Chancen – Digitalisierung in der Praxis
    Wenn man von Digitalisierung in der Onkologie spricht, denkt man meist an Big-Data-Analysis von NGS-Daten, KI-unterstützte Bildverarbeitung oder digitale Diagnose- und Therapiealgorithmen. So spannend diese Entwicklungen auch sind, gibt es zahlreiche andere konkrete Möglichkeiten der Digitalisierung in der Onkologie, die ...Weiterlesen ...
  • Smart Data anstelle von Big Data – Erfolgskriterien für Krebsregister

    Ein gut geplantes, krankenhausübergreifendes Krebsregister mit einer leistungsfähigen Tumordatenbank kann, je nach Ausbaustufe der Datensammlung, mehrere Zwecke erfüllen.

    Digitale Tumorboards eignen sich ausgezeichnet als Ausgangspunkt für ein Krebsregister.

    Es braucht sehr spezifische Ressourcen, viel Zeit und Geduld, um ein Krebsregister zu etablieren.

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  • Das neue Normal in der onkologischen Fortbildung

    Zeit nehmen, um die richtigen Onlinetools zu finden.

    Kleinere Veranstaltungen als Testläufe nutzen.

    Die Zukunft gehört Onlineangeboten und Hybridveranstaltungen.

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  • Die digitale Kommunikation zwischen Patienten und Behandlerteam

    Digitale Kommunikationstechniken fördern durch die aktive Einbindung von Patienten in ihre Gesundheitsversorgung die Therapie-Adhärenz und ermöglichen zudem, die Behandlung kosteneffizient und personalisiert zu gestalten.

    Patient-Reported Outcomes (PRO) erfassen strukturiert den subjektiven Gesundheitszustand der Patienten und können optimal in digitale Patientenportale integriert werden. So können ortsunabhängig Daten erfasst oder andere individualisierte Funktionen gesteuert werden, wie z. B. die Bereitstellung abgestimmter Informationen, Selbstmanagement-Ratschläge oder Terminvereinbarungen.

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  • Videodolmetschen in der Klinik

    Telemedizinische Innovationen gibt es nicht erst seit der Coronapandemie. Den professionellen Austausch mit Patienten, die nicht Deutsch sprechen, gewährleisten spezialisierte Dolmetscher. Ein Weg, diese Dienstleistung schnell und breit gefächert zur Verfügung zu stellen, bietet der Dolmetscherdienst per Video. Was vor Jahren als Pilotprojekt begann, ist nun Teil der klinischen Routine, wie Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum Linz, im Gespräch mit Spectrum Onkologie erläutert.

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  • Die digitale Fieberkurve auf der Palliativstation

    Vier Chancen der Digitalisierung:

    „Symptomkurve“ statt Fieberkurve

    Multiprofessionalität – alle Daten für alle Berufe

    Spezifische Dokumentation

    Auswertbarkeit

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Immunonkologie

  • Beendigung der Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren

    Es existieren keine allgemeingültigen evidenzbasierten Empfehlungen, wann bzw. ob Immuntherapie abgesetzt werden kann.

    Je nach Tumorentität und Ansprechmuster ist eine Behandlung bis zu zwei Jahren oder bis zur Progression eine valide Option auf Basis der jeweiligen Studiendesigns.

    Das Auftreten einer höhergradigen immunassoziierten Nebenwirkung (irAE) muss nicht zwingend zum Absetzen der Immuntherapie führen. Eine Reexposition muss jedoch sorgfältig evaluiert werden und die Risiken müssen mit dem Patienten abgewogen werden.

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Kongress

  • ASH 2020 Virtual | Highlights zu aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen

    Bispezifische Antikörper als neues, effizientes Therapeutikum beim aggressiven B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom.

    Smarter Einbau von Checkpoint-Inhibition in die Erstlinie beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphom.

    ZNS-Prophylaxe mit HD-MTX kritisch hinterfragen.

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  • ASH 2020 Virtual | Neues bei akuter myeloischer Leukämie und myelodysplastischem Syndrom

    AML: Venetoclax in Kombination mit Azacitidin ist neuer Therapiestandard bei älteren Patienten sowie interessanter Partner bei künftigen Kombinationstherapien. Die Immuntherapie mit Magrolimab ist vielversprechend in der Erstlinientherapie.

    MDS: Bei transfusionspflichtigen Patienten sind Langzeit-Phase-II-Daten zu Imetelstat vielversprechend. Für Hochrisikopatienten befinden sich neue Substanzen in Erprobung mit der Zielsetzung, den Standard Azacitidin-Monotherapie zu ergänzen oder zu ersetzen.

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  • ASH 2020 Virtual | Neue Trends in der Stammzelltransplantation

    Auch bei den Mismatch-Spendern für Patienten, die einer ethnischen Minorität angehören, überzeugt Post-Transplant-Cyclophosphamid (PT-Cy) als Immunsuppression.

    Älteren, fitten Patienten mit high-risk MDS und passendem Spender sollte eine allogene SZT nicht vorenthalten werden.

    Eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) kann bei ALL-Patienten in erster Komplettremission mit MRD-Negativität zu vergleichbaren Ergebnissen führen wie die allogene SZT.

    Ruxolitinib als Zweitlinienbehandlung bei steroid-refraktären oder -abhängigen Patienten mit chronischer GvHD überzeugt mit gutem Ansprechen.

    Die Rolle der ASCT in der Erstlinienbehandlung des multiplen Myeloms bestätigt sich beim ASH 2020.

    Der Ernährungszustand und das Mikrobiom sollten neben den Komorbiditäten prä-Transplant berücksichtigt werden.

    Lebenslange Nachsorge für Kinder und Jugendliche nach einer allogenen SZT ist essentiell.

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  • ASH 2020 Virtual | Therapie im Rezidiv – die Highlights

    CANDOR-Studie mit Daratumumab zeigte beeindruckende Effektivitätsdaten auch bei Lenalidomid-refraktären Patienten.

    Im Update der IKEMA-Studie mit Isatuximab ist das mediane PFS nach knapp 21 Monaten noch nicht erreicht, auch Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion profitieren.

    APOLLO-Studie mit Daratumumab subkutan: Die Studie unterstreicht klar den Vorteil der Kombination mit Pomalidomid bei Lenalidomid-vorbehandelten Patienten.

    Kombinationstherapien mit neuen Substanzen versprechen hohe Wirksamkeit.

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  • ASH 2020 Virtual | „Klassiker“ und neue Optionen bei chronischer lymphatischer Leukämie

    CLL-„Klassiker“

    CAPTIVATE-Studie: 1st-line-Therapie, Ibrutinib + Venetoclax, Update

    CLARITY-Studie: r/r Setting, Ibrutinib + Venetoclax, Update

    CLL14-Studie: 1st-line-Therapie, Obinutuzumab + Venetoclax, neue Daten

    MURANO-Studie: r/r Setting, Rituximab + Venetoclax, 5-Jahres-Ergebnisse

    Neue Substanzen bei CLL

    BRUIN-Studie: r/r Setting, LOXO-305, frühe Daten

    UNITIY-Studie (U2): r/r Setting und 1st-line-Therapie, Umbralisib + Ublituximab

    TRANSCEND-CLL-004-Studie: r/r Setting, CAR-T-Zelltherapie mit Liso-cel

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  • Highlights vom SABCS 2020

    Abemaciclib bleibt der einzige CDK4/6-Inhibitor mit positiven Daten in der adjuvanten Situation des Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms.

    Der Ki67-Response nach kurzer neoadjuvanter Hormontherapie könnte von Relevanz sein.

    Bei triple-positiven Patientinnen mit sehr hohem Risiko sollte Neratinib als „extended“ adjuvante Therapie angeboten werden.

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  • WCLC 2020 | Neues vom Weltkongress für Lungenkrebs

    Zielgerichtete Therapie
    Zahlreiche neue Substanzen, viele davon mit einem innovativen Wirkmechanismus, erweitern die Behandlungsmöglichkeiten mit zielgerichteter Therapie. So ist Sotorasib ein First-in-Class-Inhibitor gegen KRAS-G12C. Mobocertinib (TAK-788) ist gegen die EGFR-Exon20-Insertion wirksam und hat in den USA bereits eine Breakthrough-Therapy-Designation erhalten. Amivantamab ist ein bispezifischer EGFR-MET-gerichteter Antikörper mit Aktivität gegen verschiedene EGFR-Varianten. Patritumab-Deruxtecan ist ein HER3-gerichtetes Antikörper-Zytostatikum-Konjugat, und last not least ist Trastuzumab-Deruxtecan bei HER2-Mutation und -Überexpression wirksam.

    Immuntherapie
    Immuntherapie ist nach wie vor das Mainstay in der Behandlung von Lungenkrebs und bietet Chancen auf Langzeiterfolge. Ein Follow-up der Keynote-189-Studie bestätigt Pembrolizumab als Goldstandard. Im Stadium III wird aktuell die Machbarkeit einer Therapieintensivierung überprüft. Erste Ergebnisse zur Immuntherapie liegen auch im neoadjuvanten Setting vor.

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  • Promotion Venetoclax (Venclyxto® ) in der CLL-Zweitlinientherapie
  • Promotion Ramucirumab (Cyramza® ) – Patienten mit GI-Tumoren und ungünstiger Prognose
  • Promotion Durvalumab nach Radiochemotherapie beim NSCLC im Stadium III

Palliativmedizin

  • Vorstellung der Serie Palliativmedizin: Impeccable Palliative Care
    Liebe Leserinnen und Leser des Spectrum Onkologie,
    die Palliativmedizin ist durch ihren patientenzentrierten Fokus auf Symptomkontrolle eine medizinisch höchst interessante und vielseitige Disziplin. Darüber hinaus beinhaltet sie auch psychosoziale, spirituelle sowie humanistische Komponenten und lässt auf diese Weise ein umfassendes ...Weiterlesen ...
  • Verbot der Suizidbeihilfe als verfassungswidrig aufgehoben

    Das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs, dass das Verbot der Suizidbeihilfe verfassungswidrig ist, stellt die Autonomie in den Vordergrund. Man hat Recht auf Selbstgestaltung des Lebens, Recht das Leben in Würde zu beenden.

    Allerdings erwartet man sich vom Gesetzgeber eine Definition, wer zu der Gruppe gehört, die ein Recht auf Suizidbeihilfe hat.

    Autonomie heißt, der Betroffene kann, wenn er krank ist, seine letzte Lebensphase gestalten, indem er anhand einer Patientenverfügung Behandlungen ablehnt.

    Die Österreichische Palliativgesellschaft fordert die rasche Umsetzung und Verankerung eines individuellen Rechts auf Palliativversorgung durch geeignete rechtliche Instrumente.

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COVID-19

  • COVID-19-Schutzimpfung: Stellungnahmen der OeGHO/DGHO sowie der Österreichischen Krebshilfe

    Ausdrücklich weist die OeGHO darauf hin,

    dass weder eine Krebserkrankung noch eine systemische Krebstherapie Kontraindikationen gegen eine Schutzimpfung darstellen.

    dass das Prinzip der patientenbezogenen, partizipativen Entscheidungsfindung auch bei der Schutzimpfung in Zeiten einer Pandemie gilt.

    Seitens der Österreichischen Krebshilfe wird festgehalten,

    dass Patienten, die innerhalb der letzten 6 Monate eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder Therapie mit Biologika erhalten haben, und Krebspatienten im metastasierten Stadium unabhängig von einer Therapie das Anrecht haben, die COVID-Impfung zum frühestmöglichen Zeitpunkt – also jetzt – zu erhalten.

     

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  • Umfrage bei Patienten mit multiplem Myelom: Hohe COVID-19-Impfbereitschaft

    Infektionen zählen zu den häufigsten nicht Myelom-bedingten Todesursachen.

    Der impfbereiten, überwiegenden Mehrheit der Myelom-Patienten wird neben den Standard-Impfempfehlungen auch zur Impfung mit COVID-Vakzinen geraten.

    Ergebnisse einer rezenten Umfrage des Wilhelminenkrebsforschungsinstituts: Patienten mit multiplem Myelom weisen eine deutlich höhere Impfbereitschaft gegen COVID-19 auf als die Normalbevölkerung.

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  • COVID-19 in der Hämatologie

    COVID-19 kann bei schwerer Grunderkrankung (AML, DLBCL) zu erheblichen Änderungen in der Standardbehandlung führen.

    Die Mortalität hämatologischer Patienten mit COVID-19 ist mit etwa 30 % hoch.

    AB0-Blutgruppe und Rhesusfaktor (D-Antigen) haben keinen Einfluss auf den COVID-Verlauf.

    Rekonvaleszentenplasma kann im Einzelfall wirksam sein und die Viruslast senken, aber nicht dauerhaft, und hat keinen positiven Effekt auf die Mortalität.

    Thrombosen treten bei hospitalisierten COVID-19-Patienten häufiger auf und gehen mit einer höheren Mortalität einher. Antikoagulation in prophylaktischer und therapeutischer Dosis senkt das Mortalitätsrisiko.

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Panorama

  • Real-Life – CAR-T-Zellen in Deutschland

    Im Mai 2020 waren in Deutschland (82 Millionen Einwohner) 26 Zentren für die CAR-T-Zelltherapie zertifiziert. In Österreich (8,8 Millionen Einwohner) gibt es sechs zertifizierte Zentren.

    Im europäischen Vergleich hat Deutschland die meisten CAR-T-Zellzentren. Allerdings liegt die Zahl der in den zugelassenen Indikationen tatsächlich behandelten Patienten z. T. noch unter den Erwartungen.

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  • Update in GI Oncology 20. November 2020

    Vorsitz: Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Gerald Prager, Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Armin Gerger, Prim. Priv.-Doz. Dr. Thomas Winder, PhD

     
    Am 20. 11. 2020 fand das zweite „Pick it or kick it“-Symposium statt – aufgrund der Restriktionen im ...Weiterlesen ...
  • EANO-ESMO Clinical Practice Guidelines – Management neurologischer und vaskulärer Komplikationen bei Hirntumoren

    Neues Referenzwerk zur Diagnose und Therapie häufiger Beschwerdebilder von Patienten mit primären Hirntumoren und ZNS-Metastasen.

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  • „Gerade onkologische Patienten brauchen uns jetzt – und wir sind da“

    Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Jost wurde im Oktober letzten Jahres als Professor für Onkologie an die Medizinische Universität Graz berufen und wechselte damit vom Klinikum rechts der Isar der TU München nach Graz. Universitäre Schwerpunkte liegen in den Bereichen „Molekulare Tumortherapie“ und „Bronchialkarzinom“. Philipp Jost wurde 1973 in Oxford, Vereinigtes Königreich, geboren und studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, am Imperial College London sowie an der Technischen Universität München, wo er im Jahr 2003 promovierte. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn u. a. ans Walter and Eliza Hall Institute in Melbourne, Australien, bevor er an die TU München zurückkehrte und zuletzt das Zentrum für personalisierte Onkologie am Comprehensive Cancer Center am Klinikum rechts der Isar leitete.

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  • Promotion Hazard Ratio: Wichtiges Tool zur Beurteilung der Wirksamkeit von Medikamenten

Translationelle Onkologie

  • Potentieller pharmakogenetischer Marker bei Polycythaemia vera

    Eine Kombination aus hereditären exonischen Varianten im IFNL4-Gen prognostiziert das molekulare Ansprechen auf IFNα-basierte Therapien bei Polycythaemia vera.

    Die gezielte molekulargenetische Feststellung der bei den einzelnen Patienten vorliegenden IFNL4-Polymorphismen kann zur Optimierung der Therapie beitragen.

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Studienkoordination

  • Kommunikation und Terminologie in der klinischen Prüfung

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    Alles klar?

    Das Verständnis der spezifischen Terminologie, die in klinischen Studien verwendet wird, ermöglicht eine bessere Kommunikation und erleichtert die Arbeit.

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