UIM 01|2019

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 01|2019 Themenheft Rheumatologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

Editorial

  • Kardiologie – die letzten 20 Jahre
    Der Focus dieser Ausgabe widmet sich den wichtigsten kardiologischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre. Sie werden über Fortschritte in der interventionellen koronaren Revaskularisation und Verhütung der Stent-Thrombose informiert (S. 16); ebenso über die interventionelle und chirurgische Therapie von Aortenklappenerkrankungen und ...Weiterlesen ...

Aktuell

  • Fortbildungsnachweis 2019: Stichtag: 1. September

    Alle Ärzte, die bis einschließlich 31. 8. 2016 mit einer Berechtigung zur selbstständigen Berufsausübung als approbierter Arzt, Arzt für Allgemeinmedizin oder Facharzt in die Ärzteliste der Österreichischen Ärztekammer eingetragen waren und am 1. 9. 2019 eingetragen sind, sind zum Fortbildungsnachweis verpflichtet.

    Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Seite des niedergelassenen Internisten

  • Vorwärts – mit Volldampf zurück?

    Im Gesundheitsministerium wird offenbar an einer Novellierung des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes gearbeitet. „Das kann sehr leicht eine Verschlechterung für die Ärzte bedeuten“, sagt Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

    Weiterlesen ...

Alles was Recht ist!

Angiologie

  • Die MARINER-Studie

    Die verlängerte Thromboseprophylaxe mit Rivaroxaban führte bei Patienten mit medizinischen Akuterkrankungen gegenüber Placebo zu keiner Reduktion von symptoma­tischen VTE oder VTE-assoziierten Todesfällen.

    Die Inzidenz von lebensbedrohlichen Blutungen war insgesamt gering.

    Eine Hochrisikoprophylaxe mit niedermolekularem Heparin bei Patienten mit medizinischen Akuterkrankungen sollte gemäß den aktuell gültigen Richtlinien im stationären Bereich durchgeführt werden.

    Weiterlesen ...

Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Knochen und bariatrische Chirurgie – Langzeitergebnisse

    Bariatrische Chirurgie bei morbider Adipositas hat positive Auswirkungen auf Diabetes und das kardiovaskuläre Risiko, jedoch gegenteilige Effekte auf das Organsystem Knochen.

    Es kommt rasch und anhaltend zu einer Erhöhung des Knochenstoffwechsels und zu einer Veränderung der Knochendichte/Mikroarchitektur mit einer möglichen Erhöhung des individuellen Frakturrisikos.

    Maßnahmen zur Verbesserung der Knochengesundheit sollten daher bei jedem Patienten prä- und postoperativ routinemäßig in Erwägung gezogen werden.

    Weiterlesen ...

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsmedizin im Wandel der Zeit

    Ernährungsmedizin ist ein integrales Element ärztlicher Tätigkeit in fast allen Fächern der Medizin; aktuelles ernährungsmedizinisches Wissen ist essenziell.

    Interdisziplinären Ansätzen in Prävention und Therapie unter ernährungsmedizinisch qualifizierter ärztlicher Führung kommt im Patientenmanagement eine immer größer werdende Bedeutung zu.

    Weiterlesen ...

Focus: Kardiologie

  • Was kann die Stentimplantation heute?

    Im Interview: Univ.-Prof. Dr. Franz Weidinger, 2. Medizinische Abteilung mit Kardiologie und internistischer Intensivmedizin, Krankenanstalt Rudolfstiftung, Wien.

    Wichtige Entwicklungen der letzten 20 Jahre im Bereich der Stentimplantation: – von Bare-Metal- zu Drug-eluting-Stents – vom transfemoralen zum transradialen Zugang – geringere Restenose und Stentthromboserate.

    Weiterlesen ...
  • Herzklappenerkrankungen: Die Aortenklappe aus Sicht des Herzchirurgen

    Die technischen Möglichkeiten zur Behandlung der Aortenklappe haben in denletzten 20 Jahren exponentiell zugenommen.

    Das volle Spektrum kann in Zentren mit Hybrid-OP und Erfahrung mit der Ross-OP und dezellularisierten Homografts angeboten werden.

    Weiterlesen ...
  • Herzklappenerkrankungen: Die Aortenklappe aus Sicht des interventionellen Kardiologen

    Der Transkatheter-Aortenklappenersatz (TAVI) bei älteren und Hochrisikopatienten mit Aortenstenose ist etabliert und sehr häufig die Methode der Wahl.

    TAVI wird auch für Patienten mit mittlerem und niedrigem Risiko weiter an Bedeutung gewinnen.

    Weiterlesen ...
  • Herzklappenerkrankungen: Die Mitralklappe aus Sicht des Herzchirurgen

    Die Mitralklappenchirurgie ist sicher und effektiv, minimalinvasive Operationen sind etabliert.

    Die aktuellen Guidelines empfehlen, neben symptomatischen auch asymptomatische Patienten operativ zu behandeln.

    Weiterlesen ...
  • Herzklappenerkrankungen: Die Mitralklappe aus Sicht des interventionellen Kardiologen

    Großangelegte multizentrische Studien unterstreichen den Stellenwert des MitraClips® als sichere Interventionstechnik bei Patienten mit funktioneller MI sowie bei primärer MI und hohem Operationsrisiko.

    Eine symptomatische Verbesserung der Patienten durch den MitraClip® wurde in allen Studien gezeigt, bezüglich der prognostischen Verbesserung ist die Datenlage derzeit kontroversiell.

    Derzeit laufende Studien sollen Klarheit bezüglich der genauen Indikation für eine MitraClip®-Intervention schaffen.

    Weiterlesen ...
  • Device-Therapie in der Rhythmologie

    Die technischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre in der Device-Therapie bei Herz­rhythmuspatienten haben sich positiv auf Lebensqualität, Hospitalisierungsrate und Mortalitätsrate ausgewirkt.

    Das Therapiespektrum umfasst, neben der Herzschrittmachertherapie und dem implantierten Defibrillator, die kardiale Resynchronisationstherapie und neuere Therapieformen wie die kardiale Kontraktilitätsmodulation und den tragbaren Kardioverter-Defibrillator.

    Weiterlesen ...
  • Kardiale Bildgebung

    In den letzten 20 Jahren stand eine zunehmende Fusionierung des gesamten Bildgebungsspektrums zum multimodalen Imaging im Vordergrund.

    Durch das Aufkommen von Strain, MRT sowie 3D-Modalitäten rückt die myokardiale Gewebscharakterisierung in den Fokus der modernen kardialen Bildgebung.

    Weiterlesen ...
  • Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion

    Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion (HFpEF) ist eine häufige Ursache für Zeichen und Symptome von Herzinsuffizienz.

    Zahlreiche kardiale und nichtkardiale Risikofaktoren können zur Entstehung der HFpEF beitragen.

    Derzeit gibt es keine zugelassene medikamentöse Therapie für HFpEF. Die Behandlung stützt sich auf

    • ausreichende Diurese
    • Behandlung der Begleiterkrankungen
    • Ausdauertraining und Gewichtsreduktion.
    Weiterlesen ...

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Highlights „The Liver Meeting“

    Inhaltliche Kongressschwerpunkte: nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) und Hepatitis B.
    – NAFLD/NASH: mehrere Substanzen in Phase-II; neuer Ansatzpunkt bei NASH: Thyroid- Hormonrezeptor-β.
    – Hepatitis B: Neuere Therapieansätze zielen auf verschiedene Punkte im Lebenszyklus des Hepatitis-B-Virus ab.

    Hepatitis C: interessante Daten zur Organtransplantation von HCV-positiven Organen in HCV-negative Empfänger.

    Hepatitis D: Der subkutan zu applizierende NTCP-Rezeptorblocker Myrcludex B in Kombination mit pegyliertem Interferon könnte der erste erfolgreiche Therapieansatz werden.

    Weiterlesen ...
  • Indikationen und Kontraindikationen zur Lebertransplantation

    Die Lebertransplantation hat sich von einer Reservetherapie für Patienten, bei denen alle anderen Behandlungsmaßnahmen versagt haben oder nicht anwendbar sind, zu einer Standardbehandlung entwickelt.

    Damit verbunden ist eine stetige Verfeinerung der Indikationen.

    Weiterlesen ...

Geriatrie

  • ESC/ESH-Guidelines: Hypertonie im Alter

    Die neuen ESC/ESH-Guidelines geben eine Fülle von konkreten Empfehlungen für die Therapie einer arteriellen Hypertonie bei alten Menschen.

    Eine antihypertensive Therapie sollte bei > 65-Jährigen ab 140 mmHg, bei > 80-Jährigen ab 160 mmHg systolisch eingeleitet werden. Der angestrebte Zielbereich liegt bei allen > 65 Jahren bei 130–139/70–80 mmHg.

    Bei sehr alten geriatrischen Patienten ist die Verträglichkeit der Therapie besonders zu berücksichtigen. Aber auch im Alter von > 80 Jahren soll die antihypertensive Therapie nicht alleine aufgrund des Alters abgesetzt werden.

    Weiterlesen ...

Hämatologie und Onkologie

  • Biobank für Erwachsene mit primärer Immunthrombozytopenie: Jährlich etwa 240 Neuerkrankungen in Österreich

    Aufgrund der Seltenheit der primären Immunthrombozytopenie gibt es derzeit kaum Daten zu den Charakteristika österreichischer ITP-Patienten und zur Behandlungspraxis in Österreich.

    Die ITP-Biobank hat das Ziel, Patienten mit primärer Immunthrombozytopenie zu erfassen und zu charakterisieren und mögliche prädiktive Faktoren für den Krankheitsverlauf und das Therapieansprechen zu identifizieren.

    Die Verknüpfung klinischer Patientendaten mit Patientenproben im Rahmen einer Biobank stellt eine wichtige Ressource für wissenschaftliche Projekte dar.

    Weiterlesen ...

Infektiologie

Nephrologie

  • Myelom und paraproteinassoziierte Erkrankungen aus nephrologischer Sicht

    Bis zu 50 % der Leichtkettenerkrankungen werden durch Nephrologen erstdiagnostiziert.

    Die nichtmalignen Erkrankungen aus dem Formenkreis einer Monoclonal Gammopathy of renal Significance (MGRS) stellen eine Behandlungsindikation dar. „Kill the clone!“

    Eine Nierentransplantation sollte bei multiplem Myelom nach Erreichen einerRemission mit gutem PFS erwogen werden, bei MGRS nach Eradikation des Paraproteins.

    Weiterlesen ...

Onkologie

  • Immuntherapie beim triple-negativen Mammakarzinom

    Der PD-L1-Antikörper Atezolizumab erzielt einen klinisch relevanten Überlebens-vorteil beim triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) um 10 Monate (IMpassion130-Studie).

    Wie immer wirft eine Studie mehr Fragen auf, als sie beantworten kann.

    Ist das PD-L1-Staining in der Routine des TNBC angekommen? Gibt es bessere Biomarker für das Ansprechen auf die Therapie? Gibt es aus Sicht der Immunogenität bessere Chemotherapie-Kombinationspartner? Letztlich stellt sich auch die Frage nach Unterschieden zwischen Checkpointinhibitoren.

    Weiterlesen ...

Palliativmedizin

  • Bewusster und freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit

    Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit unterscheidet sich von allen anderen Formen des Therapieverzichts und ebenso in aller Deutlichkeit vom assistierten Suizid.

    Die medizinische und pflegerische Versorgung dieser Patienten stellt keine Hilfe zur Selbsttötung dar, sie ist vielmehr Teil der ärztlichen und pflegerischen Betreuung im Rahmen des Sterbeprozesses.

    Weiterlesen ...

Pneumologie

Rheumatologie

  • Das Mikrobiom, Probiotika und rheumatoide Arthritis

    Das Mikrobiom interagiert mit dem Immunsystem über Produktion kurzkettigerFettsäuren.u Butyrat wirkt sich günstig auf die Immuntoleranz aus, Acetat stimuliert bei proinflamma­torischem Zytokinmilieu hauptsächlich die entzündliche Immunreaktion.

    Bei der rheumatoiden Arthritis beobachtet man eine Verschiebung des Mikrobioms hin zu Acetatproduzenten.

    Mit Probiotika kann man eine Ansiedelung von butyratproduzierenden Bakterien erreichen.

    Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

  • Notwendigkeiten und Grenzen der Manuellen Medizin

    Beschwerdeursachen sind nicht immer durch organische Defizite wie Destruktion oder Inflammation erklärbar.

    Funktionelle reversible segmentale Dysfunktionen in der Wechselwirkung zu inneren Organen erfordern differenzialdiagnostische Abklärung – z. B. „Thorakodynie“.

    Die Manuelle Medizin differenziert Beschwerdebilder hinsichtlich ihrer Ursache organisch, funktionell oder beides.

    Weiterlesen ...

Themenheft: Rheumatologie

  • Sehr geehrte Fortbildung genießende Leserinnen und Leser!

    Wie schon seit Jahren trafen sich ausgewählte Rheumaspezialisten zu einer universitären Fortbildung für Niedergelassene in Wien. In angenehmem Rahmen und unter dem wissenschaftlichen Vorsitz von Daniel Aletaha und Winfried Graninger veranstaltete die Firma MEDahead das „Rheuma Kollegium – von der…

    Weiterlesen ...
  • Rheumatologie als Teil des Netzwerks

    Den vielen Patienten mit muskuloskelettalen Beschwerden stehen relativ wenige Rheumatologen gegenüber. Allgemeinmediziner und Spezialisten anderer Fachrichtungen müssen daher entscheiden, wen sie wie dringend zur Rheumatologie zuweisen.

    Zwei Modellversuche für einen raschen, niederschwelligen Zugang zum Rheumatologen:

    • Akutbegutachtungsambulanz an der klinischen Abteilung für Rheumatologie am Wiener AKH
    • dezentrale Akutsprechstunden, getragen von niedergelassenen Fachärzten für Innere Medizin und Rheumatologie in Oberösterreich.
    Weiterlesen ...
  • Wer braucht medizinische Register?

    Die 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) führt zu einer hohen Sensibilisierung im Umgang mit persönlichen Daten.

    Die Anzahl medizinischer Register in Österreich ist gering. Alternativ werden populationsbasierte, pseudonymisierte Datensets genutzt, um eine sinnvolle undeffiziente Gesundheitsversorgung zu unterstützen.

    Weiterlesen ...
  • Psoriasis-Arthritis: Domänen, Krankheitsaktivitätsbestimmung und Scores

    Die Psoriasisarthritis (PsA) ist eine heterogene Erkrankung, die vorwiegend Haut und Gelenke, jedoch auch die Enthesen und die Wirbelsäule betreffen kann.

    Die Krankheitsaktivitätsmessung der PsA, mit Erfassung aller für den Patienten wichtigen Domänen, ist der Grundpfeiler für die Etablierung suffizienter Therapiestrategien.

    Weiterlesen ...
  • Empfehlungen zum Therapiemanagement

    Zur Behandlung der Psoriasisarthritis (PsA) steht eine Vielzahl synthetischer und biologischer Medikamente mit teils übergreifendem Wirkungsprofil zur Verfügung.

    Das gut etablierte Therapiekonzept des Treat-to-target führt zu einem intensivierten und effizienten Einsatz dieser Medikamente.

    Weiterlesen ...
  • Polymyalgie und Arteriitis

    Die Polymyalgia rheumatica wird klinisch in Verbindung mit erhöhten Entzündungs­werten diagnostiziert, der Ultraschall ist vor allem zur Abgrenzung von Differenzialdiagnosen hilfreich.

    In der Frühdiagnostik der Riesenzellarteriitis (RZA) nimmt der Ultraschall mit Nachweis des „Halo“-Zeichens einen hohen Stellenwert ein.

    Die Zulassung von Tocilizumab stellt einen Meilenstein in der Behandlung der RZA dar, auch wenn der Einsatz und die Dauer der Therapie noch nicht vollständig geklärt sind.

    Weiterlesen ...
  • Ziel bei Gicht: Purin in den Urin

    Ein erhöhter Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) ist der wichtigste Risikofaktor für Gicht; wenngleich nur wenige Patienten mit Hyperurikämie auch wirklich eine Gichtarthritis bekommen.

    Bekannte Auslöser für eine Gichtkrise sind direktes Trauma, schwere, die Akutphase stark auslösende Krankheiten, Dehydration und Azidose etc.

    Neben medikamentöser Harnsäuresenkung werden eine diätetische Beratung und regelmäßige Bewegung empfohlen.

    Weiterlesen ...
  • Bessere Aussichten bei Lupus

    Bei der Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) sollten Kortikosteroide weitestgehend vermieden werden; Hydroxychloroquin ist bei entsprechender Dosierung und Kontrollen sicher.

    Verbesserte Studiendesigns und neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie des SLE lassen auf neue Therapieoptionen in den nächsten Jahren hoffen.

    Weiterlesen ...
  • Biosimilars in der Rheumatologie

    Die Liste der Biosimilars in der Rheumatologie wächst stetig; insbesondere für rheumatolo­gische Therapien, die schon länger am Markt sind, wie z. B. TNF-Blocker.

    Studiendaten und klinische Erfahrungen zeigen:

    • Original und Biosimilar können als gleichwertige Erstverordnungsalternativen betrachtet werden.
    • Die Umstellung vom Original auf ein Biosimilar (Switch) hat keinen klinisch relevanten Einfluss auf Wirkung und Verträglichkeit.
    Weiterlesen ...