SO 04|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski

Focus: Multiples Myelom

  • Aktuelle Behandlungsstrategien bei Patienten mit multiplem Myelom

    KONTEXT: Beim multiplen Myelom wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen. So können wir heute davon ausgehen, dass praktisch alle Patienten mit dieser Erkrankung ein prämalignes Vorstadium, nämlich ein MGUS (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz) durchlaufen, bevor es zur Manifestation des multiplen Myeloms kommt. Darüber hinaus haben Analysen des gesamten Genoms gezeigt, dass im Durchschnitt bei einem Patienten 35 aminosäurenmodifizierende Mutationen und mehr als 20 Translokationen zu finden sind. Weiters wurde Cereblon als wichtige Bindungsstelle für IMiD (immunmodulierende Substanzen) identifiziert und damit ein Schlüsselprotein für die Wirksamkeit von Lenalidomid und Thalidomid gefunden. Die neuen bildgebenden Verfahren wie PET oder PET/CT ermöglichen nicht nur den exakten Nachweis von extramedullären Plasmozytomen, sondern können auch für die Beurteilung des Ansprechens und der Prognose herangezogen werden. Durch die Einführung der neuen Substanzen Thalidomid, Bortezomib und Lenalidomid wurden neue Optionen für die Behandlung eröffnet, die im Folgenden kurz aufgezeigt werden sollen.

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  • Neue Applikationsform des Proteasomeninhibitors Bortezomib – Reduktion der therapiebedingten peripheren Neuropathien

    Interview mit Univ.-Prof. Dr. Johannes Drach, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Onkologie, Programmdirektor Multiples Myelom und maligne Lymphome, über Hintergründe und persönliche Erfahrungen im Umgang mit Bortezomib als subkutane Applikationsform bei Myelompatienten.

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  • Die Sicht des Nephrologen – Behandlung von Myelompatienten mit Niereninsuffizienz

    Anhand eines Fallberichts mit anschließender Diskussion sollen spezielle Aspekte der Myelomniere aus nephrologischer Sicht beleuchtet werden.

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  • Chirurgische Behandlung von Knochenmanifestationen bei Patienten mit multiplem Myelom

    Patienten mit multiplem Myelom erleiden in über 50 % pathologische Knochenfrakturen im Verlauf ihrer Erkrankung. Während die Behandlung des multiplen Myeloms in erster Linie aus Chemotherapie, immunmodulatorischen Substanzen und Strahlentherapie besteht, sind operative Eingriffe zur Erhaltung der Mobilität und zur Behandlung therapieresistenter Schmerzen erforderlich.

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  • Multiples Myelom – Supportive Therapien und Nebenwirkungsmanagement

    KONTEXT: Das multiple Myelom ist im Wesentlichen eine Erkrankung des fortgeschrittenen Alters, median ist ein Patient bei Diagnosestellung 70 Jahre alt. Bedingt dadurch leiden die Patienten unter einer Reihe von Komorbiditäten; der Einsatz von neuen Substanzen wie Bortezomib oder immunmodulatorischen Substanzen wie Thalidomid und Lenalidomid haben die Lebenserwartung dieser Patienten in den letzten Jahren deutlich erhöht. Um die Lebensqualität der Myelompatienten nicht einzuschränken, gilt es ein effektives Nebenwirkungsmanagement dieser neuen Substanzen durchzuführen bzw. ausreichende supportive Maßnahmen einzuleiten. Im Folgenden bieten österreichische Experten auf dem Gebiet der Myelomtherapie zu diesen Fragestellungen ihres täglichen Einsatzgebietes einen Einblick.

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  • Proteomik – Was werden Proteomanalysen in Zukunft therapeutisch bringen?

    Proteomik ist die Erforschung der Proteinzusammensetzung von biologischen Proben und somit wichtiger Bestandteil moderner Grundlagenforschung. Eine für jeden Patienten maßgeschneiderte, individualisierte Therapie soll in Zukunft eine wesentlich verbesserte Behandlung von Tumorpatienten ermöglichen. Die Erfassung der individuellen Ausprägung von Dispositionen und pathophysiologischen Zuständen mittels Serumdiagnostik, entwickelt aus systematischen Proteomanalysen, kann eine solche individualisierte Therapie möglich machen.

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Kongress

Palliativmedizin

Panorama

  • Apeiron und St. Anna Kinderkrebsforschung gegen das pädiatrische Neuroblastom – Der Immuntherapie zum Durchbruch verhelfen

    Das privat finanzierte Biotech-Unternehmen Apeiron entwickelt schwerpunktmäßig biologische/ immunologische Therapien und Begleittherapien gegen Krebs. Aktuell führt Apeiron 4 klinische Projekte bis Phase III sowie eine Reihe präklinischer Projekte. Mit zwei Therapieprojekten setzt das Unternehmen den Fokus auf das Hochrisikoneuroblastom. Beide Therapieoptionen, die in unterschiedlichen Stadien der Erkrankung zum Einsatz kommen, basieren auf dem monoklonalen Antikörper 14.18. Die Details dazu erläutert der CEO von Apeiron, Dr. Hans Loibner, der als einer der versiertesten Biotech-Manager gilt, und federführend an der Entwicklung von Krebsimpfstoffen und Anti-Tumor-Antikörpern (Sandoz/Novartis; Igeneon) beteiligt war, im Gespräch mit SPECTRUM ONKOLOGIE.

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  • Chemotherapie und Nanopartikel-Technologie – Hochselektive Applikation aus dem Labor

    Der Erfolg einer Chemotherapie hängt davon ab, dass die aktive Substanz an die Tumorzelle geliefert wird, was schwieriger ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Nanotechnologische Prinzipien haben auf diesem Gebiet einen Durchbruch ermöglicht.

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  • Konsensuelle Empfehlungen zum Krankheitsmanagement
    Der vorliegende Consensus der European Gastrointestinal Lymphoma Study Group ist das Destillat eines über 3 Jahre laufenden Prozesses mit dem Ziel, ein einheitliches Vorgehen für Patienten mit MALT-Lymphomen des Magens außerhalb klinischer Studien zu ermöglichen. An diesem europäischen Consensus Paper ...Weiterlesen ...