SO 05|2020

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • „They tried to make me go to rehab …“ … Amy Winehouse, Rehab
    … und immer mehr onkologische Patienten sagen im Gegensatz zu Amy Winehouse „Ja“ zum Angebot zumindest einer spezifischen onkologischen Rehabilitation, respektive fragen von sich aus aktiv danach. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der spezialisierten Zentren zeigt hierbei nicht nur objektiv messbar eine ...Weiterlesen ...

Focus: Onkologische Rehabilitation

  • Vorwort zum Focusthema
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Onkologische Erkrankungen betreffen unsere Patienten in allen Aspekten ihres beruflichen und privaten Lebens. Häufig sehr einschränkende Symptome, Funktionsstörungen und -defizite sind u. a. auch Folgen und Nebenwirkungen von für das Überleben notwendigen onkologischen Therapien und ...Weiterlesen ...
  • Onkologische Rehabilitation – Mittel zur Wiedereingliederung und Teilhabe

    Onkologische Rehabilitation

    stellt die logische Fortsetzung der so erfolgreichen modernen Krebsbehandlung dar,

    stützt sich auf die Säulen Information, Diätologie und Ernährungstherapie, Psychoonkologie und Physikalische Medizin und Rehabilitation (u. a. Medizinische Trainingstherapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Applikation physikalischer Modalitäten etc.),

    erleichtert die Wiedereingliederung und verbessert damit die soziale und berufliche Teilhabe (Arbeitsfähigkeit und Return to work).

    Weiterlesen ...
  • Patient Reported Outcome Measurements in der onkologischen Rehabilitation

    Patient Reported Outcome Measurements (PROMs)

    unterstützen die Arzt-Patienten-Kommunikation und fokussieren das Gespräch auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität,

    unterstützen (integriert in den Rehabilitationsablauf) die Therapieplanung und Qualitätskontrolle,

    belegen die Reduktion von psychischer Belastung und somatischen Symptomen sowie die Verbesserung von Lebensqualität und subjektiver Arbeitsfähigkeit durch die onkologische Rehabilitation.

    Weiterlesen ...
  • Bewegung und Sport in der onkologischen Rehabilitation

    Fachgesellschaften sind sich einig, dass Inaktivität bei Krebserkrankungen möglichst vermieden werden soll.

    Basisempfehlung sind 150 Minuten moderates oder 75 Minuten intensives Ausdauertraining pro Woche, 2–3 Einheiten Krafttraining pro Woche und Gleichgewichtsübungen an Trainingstagen.

    Sport und Bewegung verbessern Fatigue, Lymphödem, Schmerz, Depression, Angst, Gedächtnisleistung, Lebensqualität, tumorspezifische Mortalität und allgemeines Überleben.

    Angepasst gesteigertes Krafttraining reduziert und verhindert das Auftreten von Armlymphödemen.

    Weiterlesen ...
  • Bewegungstherapie bei hämato-onkologischen Patienten

    Die Indikationen für „Bewegung/körperliche Aktivität als Medikament“ sind bei hämato-onkologischen Patienten zahlreich und am besten untersucht zu Symptomkontrolle und Nebenwirkungsmanagement.

    Die Konsistenz der Datenlage im Hinblick auf einen Antitumoreffekt von körperlicher Aktivität lässt auf ein vielversprechendes Medikament hoffen, der Effekt und die Effektgröße müssen in Phase-2/3-Studien überprüft werden.

    Weiterlesen ...
  • Psychoonkologie in der onkologischen Rehabilitation

    Multidisziplinäre stationäre Krebsrehabilitation kann wesentlich zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie zur Reduktion der psychischen Belastung bei Überlebenden von Krebserkrankungen beitragen.

    Als Wirkfaktoren psychoonkologischer Behandlung lassen sich – neben den persönlichen Einzelgesprächen – die gemeinsame Zielformulierung, Psychoedukation sowie Entspannungstechniken nennen.

    Ressourcenarbeit sowie Aufbau positiver Aktivitäten können das subjektive Wohlbefinden steigern und gleichzeitig die erlebte Schmerzwahrnehmung bei Betroffenen senken.

    Weiterlesen ...
  • fit2work bei onkologischen Erkrankungen

    EU-weite Studien zeigen, dass Menschen mit onkologischen Erkrankungen mit gesundheitlicher Unterstützung und Anpassungen am Arbeitsplatz trotz ihrer Erkrankung wieder arbeiten können.

    Arbeitsfähigkeit ist die Voraussetzung für produktive Arbeit – auch onkologisch kranke Menschen können bei passenden Rahmenbedingungen hohe Arbeitsfähigkeit erreichen.

    fit2work berät einzelne Kranke zu bestmöglicher Gesundung. Darüber hinaus begleitet fit2work auch Unternehmen aller Größen und Branchen, um Arbeitsplätze für erkrankte Mitarbeiter zu adaptieren und individuelle Unterstützungsleistungen zur Wiedereingliederung von onkologisch Erkrankten zu ermöglichen.

    Weiterlesen ...
  • Wiedereingliederung und onkologische Rehabilitation

    Für die österreichischen Kleinbetriebe braucht es mehr arbeitsmedizinische Unterstützung zur Wiedereingliederung nach langem Krankenstand und bei chronischen Erkrankungen.

    Kombilohnmodelle sind wichtig für gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitnehmer und müssen weiterentwickelt werden.

    Die Möglichkeiten und Auswirkungen von Homeoffice und Teilzeitmodellen für Betroffene und Unternehmen sollten beforscht werden.

    Weiterlesen ...

Kongress

Panorama

  • DPD-Testung vor dem Einsatz 5-FU-hältiger Chemotherapie

    5FU-haltige Arzneimittel sind häufig eingesetzte Zytostatika, die bei einem Teil der Patienten schwere Nebenwirkungen auslösen können. Eine Ursache dafür ist der genetisch bedingte Mangel des für den Abbau von 5-FU verantwortlichen Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD).

    Vor dem Hintergrund, dass bis zu 9% der Patienten europäischer Herkunft eine DPD-Genvariante tragen, die zu einer verminderten Enzymaktivität führt, und ca. 0,5% einen vollständigen Enzymmangel aufweisen, empfiehlt die EMA, alle Patienten vor einer Therapie mit FU-haltigen Arzneimitteln auf einen DPD-Mangel zu testen.

    Patienten sollen auf die vier häufigsten, genetischen Varianten getestet werden. Das Ergebnis der Testung ist prädiktiv für die Durchführung der geplanten Chemotherapie und damit obligater Bestandteil der personalisierten Therapieplanung.

    Weiterlesen ...

Translationelle Onkologie

50 Jahre OeGHO

  • Wiener Schule der Gerinnung
    Die außerordentliche Reputation, die die Hämatologie am AKH Wien heute genießt, ist im Rückblick zuallererst ein Verdienst von Professor Erwin Deutsch. Er war der erste und führende Hämostaseologe im deutschsprachigen Raum und hat in der Nachkriegszeit Marcumar eingeführt. Wir hatten ...Weiterlesen ...