UIM 01|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

UIM 01|2012 Themenheft Pneumologie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

Innere Medizin Aktuell

  • Die Angst der Ärzte und Patienten

    Dr. Lothar Fiedler, Obmann der Fachgruppe Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer, über begründete und weniger begründete Sorgen zu ELGA.

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  • Ärzteschaft und Sozialversicherung – Gemeinsame Zukunft?

    Im Juni 2010 kulminierten die Spannungen zwischen ÖÄK und der bundesweiten Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) in einem vertragslosen Zustand. Das hatte Österreich über 40 Jahre nicht erlebt. Jetzt geht man gemeinsam neue Wege.

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  • Wiener Gesundheitspreis für muttersprachliche Diabetesschulung

    Das am Wiener Wilhelminenspital laufende Projekt „Muttersprachliche Diabetesschulung türkischer PatientInnen mit Gestationsdiabetes und Diabetes mellitus Typ II“ wurde mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien 2011 ausgezeichnet.

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  • Update zum ÖGIM-Vorstand – Prof. Watzke neuer ÖGIM-Präsident

    Im Rahmen der ÖGIM-Jahrestagung im September 2011 wurde der neue Vorstand der ÖGIM gewählt. Dabei musste, entsprechend den Statuten der ÖGIM, in erste Linie ein neuer Präsident gewählt werden, wodurch mit dem Beginn des Jahres 2012 eine neue Ära eingeleitet wird.

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  • Erfolgreiche Kooperation von ÖGIM und FOMF

    Vom 30. 11. bis 4. 12. 2011 fand zum 8. Mal die Fortbildungsver anstaltung „Innere Medizin Update – Refresher“ des Forums für medizi nische Fortbildung (FOMF) in der Aula der Wissenschaften in Wien statt – erstmalig in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM), wodurch die ohnehin hohe Qualität weiter gesteigert werden konnte.

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Focus: Infektiologie

  • Editorial zum Focus Infektiologie
    Hygiene und C. difficile
    Seit 70 Jahren verfügen wir über Antiinfektiva, um bakterielle Infektionskrankheiten, da – runter „Killer-Diagnosen“ wie Endokarditis oder Pneumokokkensepsis, die in der präantibiotischen Ära mit 100 % Sterblichkeit einhergingen, zu in der Mehrzahl der Fälle „überlebbaren“ Erkrankungen ...Weiterlesen ...
  • Update Händehygiene – Wie kommt das Händedesinfektionsmittel auf die Hand?

    Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Prävention von Infektionen im Gesundheitswesen. Allerdings verhindern organisatorische und strukturelle Probleme oft eine adäquate Händedesinfektion. Ebenso wichtig wie die Frage, wann, wie und womit die Hände desinfiziert werden sollten, ist die Applikationsart des Händedesinfektionsmittels.

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  • Schutzkleidung – notwendig in der Praxis?

    Angesichts steigender Inzidenz nosokomialer Infektionen und Antibiotikaresistenzen sind Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionskette in medizinischen Versorgungseinrichtungen mehr denn je von elementarer Bedeutung. Schutzkleidung stellt in diesem Zusammenhang eine unumgängliche und meist gut etablierte Maßnahme zur Aufrechterhaltung hygienischer Standards dar. Doch es gibt auch Gefahren, die bei unüberlegtem Gebrauch zu gegenteiliger Wirkung führen und zu deren Vermeidung grundlegende exemplarische Betrachtung notwendig erscheinen.

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  • 1 Jahr Hygiene-Verordnung der Österreichischen Ärztekammer – Implikationen für den niedergelassenen Bereich

    Vor einem Jahr, am 1. Jänner 2011, trat die von der Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer beschlossene „Verordnung der Österreichischen Ärztekammer über die hygienischen Anforderungen von Ordinationsstätten und Gruppenpraxen (Hygiene-VO 2010)“ in Kraft.1 Ziel der Hygiene-VO ist der Schutz von Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten, Ordinationspersonal und beteiligten Dritten vor Ansteckung mit Infektionskrankheiten in Ordinationen.

     

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  • Clostridium-difficile-Infektion, antibiotikaassoziierte Diarrhö/Colitis – Nosokomiale Last

    Clostridium-difficile-assoziierte Erkrankungen (CDAD/CDI) haben seit 2005 weltweit ihr Erscheinungsbild durch aggressivere klinische Verläufe und durch ein epidemisches Übertragungsverhalten sowie dadurch bedingte Ausbruchssituationen anhaltend geändert. Es ist deshalb nicht untertrieben, von einer Clostridium-difficile-Pandemie zu sprechen. Dahinter stecken weltweit neue, besser als früher charakterisierbare Bakterienstämme, die sich ausbreiten und in Institutionen in Nordamerika und Europa Ausbrüche, aber auch Community-assoziierte Infektionen verursachen. Davon war und ist auch Österreich betroffen. Behandlungsstrategien, Hygiene- und andere Präventivmaßnahmen müssen weiter angepasst werden.

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Kardiologie

  • ESC-Guidelines – Welche Antiplättchentherapie für welchen NSTEMI-Patienten?

    In den aktuellen ESC-Guidelines für das Management des NSTEMI haben die P2Y12-Rezeptorantagonisten Prasugrel und Ticagrelor dem etablierten Clopidogrel den Rang abgelaufen.

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  • Neues Grazer Forschungszentrum für Herzinsuffizienz

    Ziel des LBI.HF ist es, durch ein besseres Verständnis der Pathomechanismen der Herzinsuffizienz neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln und im Endeffekt zu einer verbesserten Früh – erkennung, Therapie und Prävention der Herzinsuffizienz zu gelangen. Hierfür haben sich ein Forscher-Team um Herrn Prof. Dr. Pieske, Direktor des neuen LBI.HF und Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie am LKH/Uniklinikum Graz, sowie mehrere Forschungspartner des LBI.HF zusammengeschlossen.

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  • Consensus-Meeting der AG Herzinsuffizienz 2012 – Diabetes und koronare Herzerkrankungen

    Kontext: Ein Thema der diesjährigen Tagung der AG Herzinsuffizienz war kardiovaskulären Erkrankungen von Diabetikern gewidmet und wurde im Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Martin Clodi diskutiert.* Ein Hintergrund besteht darin, dass zwei Drittel aller Todesfälle von Typ-2-Diabetikern auf kardiovaskuläre Erkrankungen wie KHK, Insult und PAVK zurückgehen, dass beide Erkrankungen zusammenhängen und mehr als die Hälfte der Patienten, die einer elektiven oder akuten Koronarangiographie unterzogen werden, Störungen im Glukosestoffwechsel aufweisen oder bereits Diabetiker sind. Der Vortrag beinhaltete Fragen zur medikamentösen Therapie, zu Zielwerten und zu besseren Risikomarkern, mit denen Diabetespatienten bereits im Frühstadium, noch vor der Manifestation einer koronaren Herzerkrankung, einer adäquaten Therapie zugeführt werden können.

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Angiologie

Hämatologie und Hämostaseologie

  • Hepatitis C: Thrombozytopenie – Hemmschuh der antiviralen Therapie

    Thrombozytopenie gilt als die häufigste hämatologische Komplikation bei chronischen Lebererkrankungen.1, 2 Die in einem 2011 publizierten Review erhobene Prävalenz einer Thrombozytopenie bei HCV-Patienten rangierte zwischen 0,16 und 45,4 %. Bei mehr als der Hälfte der 27 eingeschlossenen Studien wurde die Prävalenz mit _ 24 % angegeben.3 Mit der Einführung der Thrombopoetin-Rezeptoragonisten haben sich bei der primären Immunthrombozytopenie (ITP) die Behandlungsstrategien bereits erweitert. Neue Indikationen für Thrombopoetin-Rezeptoragonisten werden zurzeit in klinischen Studien untersucht, wie zum Beispiel Eltrombopag bei Hepatitis-C-assoziierter Thrombozytopenie.

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  • ROCKET AF und ATLAS ACS 2-TIMI 51 – Neuer oraler direkter Faktor-Xa-Antagonist bei kardiologischen Erkrankungen

    Kontext: Zwei Studien über die Anwendung von Rivaroxaban in kardiologischen Indi – kationen wurden im Jahr 2011 und 2012 im „New England Journal of Medicine“ publiziert.1, 2 In der ROCKET-AF-Studie zeigte sich in der Indikation nicht-valvuläres Vorhofflimmern mit der 1-mal täglichen Gabe von 20 mg Rivaroxaban eine ähnliche Wirksamkeit wie mit einem Vitamin- K-Antagonisten (VKA). Bezüglich Sicherheit konnte Rivaroxaban die intrakraniellen Blutungen um 33 % signifikant senken, die Gesamtblutungsrate war vergleichbar mit der bei VKA. In der ATLAS-ACS-2-TIMI-51-Studie konnte bei akutem Koronarsyndrom (AKS) mit einer niedrigeren 2-mal täglichen Gabe von Rivaroxaban eine additive Wirksamkeit zur Standardtherapie gezeigt werden. Mit einer Dosierung von 2 x 2,5 mg konnte sogar eine Reduktion der Gesamtmortalität erreicht werden. Allerdings war diese vermehrte Wirksamkeit im Vergleich zu einer Standardtherapie mit einer erhöhten Blutungsneigung wie z. B. einer erhöhten intrakraniellen Blutungsrate vergesellschaftet.

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Rheumatologie

  • Lupus erythematodes – Umwelt und Autoimmunerkrankungen

    Autoimmunerkrankungen entstehen aufgrund genetischer, immunologischer, hormoneller und umweltbedingter Faktoren. Infektionen spielen dabei eine Hauptrolle, ebenso kommt es nach Kontakt mit bestimmten organischen Lösungsmitteln und Medikamenten sowie UV-Licht zu einer erhöhten Autoantikörper-Produktion. Rauchen ist ein viel diskutierter Aggravationsfaktor bei Lupus erythematodes (LE).

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  • Krankheitsmonitoring bei der chronischen Polyarthritis

    Kontext: Die chronische Polyarthritis (cP) ist eine systemische entzündliche Erkrankung mit Beteiligung multipler Organe und besonderer Bevorzugung der Gelenke, die durch starke Schmerzen und letztendlich durch zunehmende Gelenkszerstörung charakterisiert ist. Dies resultiert meist auch in einer signifikanten Behinderung im Alltag und kann zu einer bleibenden Invalidität führen. Das Ziel mit der heute zur Verfügung stehenden großen Anzahl von Medikamenten ist die Remission der Erkrankung, also ein Zustand, in dem weder für den Arzt noch für den Patienten eine Krankheitsaktivität erkennbar ist. Dieses komplexe Krankheitsgeschehen muss auch entsprechend dokumentiert werden, um die weiteren therapeutischen Schritte begründen und auch deren Erfolg nachweisen zu können. Je engmaschiger die Kontrollen durchgeführt werden, desto besser ist auch das Ergebnis für den Patienten.1

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Onkologie

  • Klinische Highlights zur Brustkrebstherapie

    Kontext: Für diesen Highlight-Bericht wurde 3 klinisch relevante Präsentationen am SABCS 2011 ausgewählt und von Univ.-Prof. Dr. Günther Steger kommentiert: Die Studie 12 der ABCSG, die nunmehr einen Überlebensvorteil bei jenen prämenopausalen Patientinnen darstellen konnte, die zusätzlich zur endokrinen Therapie das Bisphosphonat Zoledronsäure erhielten; die CLEOPATRA-Studie, die mit dem HER2-Dimerisierungshemmer Pertuzumab den bislang größten Erfolg einer First-Line-Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms erreichen konnte; und die BOLERO-2-Studie, eine Landmark-Studie, in der es erstmals mit dem mTORInhibitor Everolimus gelungen ist, die Wirkung der endokrinen Therapie in klinisch relevanter Weise zu steigen, indem die Östrogenrezeptor-Aktivierung über einen alternativen Signalweg (PI3K-AKT-mTOR-Pathway) unterbunden wird.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Operative Behandlung des Morbus Crohn – Minimal invasiv und konventionell im Vergleich

    Beim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung bei ungeklärter Ätiologie.  Familiäre Häufungen, Infekte im Kindesalter, Ernährung und auch eine psychische Komponente sollen dabei eine  Rolle spielen. Die Erstdiagnose wird zumeist in den 3. Dekade gestellt, ein 2. Peak findet sich zwischen dem  60. und 70. Lebensjahr.

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  • AASLD-Jahrestagung – Aktuelle Daten zu neuen antiviralen Substanzen

    Bei der Jahrestagung 2011 der AASLD (American Association for the Study of Liver Diseases) wurden ca. 2.300 Abstracts präsentiert. Dabei standen neue Entwicklungen auf dem Gebiet der chronischen Hepatitis C im Vordergrund. Thema des Postgraduate Course war die Leberzirrhose. Die im folgenden dargestellten „Highlights“ erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und spiegeln die persönliche Meinung des Autors wider.

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Nephrologie

  • "Osteoporose" bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion – Diagnose und Therapie

    Was bei schwer niereninsuffizienten Patienten klinisch wie eine Osteoporose erscheint, muss keine sein. Bei fortgeschrittener CKD hat die differenzialdiagnostische Abklärung einer erniedrigten Knochendichte bzw. einer Fragilitätsfraktur einen besonderen Stellenwert, da die renale Osteodystrophie ein anderes therapeu – tisches Vorgehen erfordert als eine Osteoporose. Der Weg zur korrekten Diagnose ist jedoch ein schwieriger und erfordert oft eine Knochenbiopsie.

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Infektiologie

  • Editorial zum Focus Infektiologie
    Hygiene und C. difficile
    Seit 70 Jahren verfügen wir über Antiinfektiva, um bakterielle Infektionskrankheiten, da – runter „Killer-Diagnosen“ wie Endokarditis oder Pneumokokkensepsis, die in der präantibiotischen Ära mit 100 % Sterblichkeit einhergingen, zu in der Mehrzahl der Fälle „überlebbaren“ Erkrankungen ...Weiterlesen ...
  • Update Händehygiene – Wie kommt das Händedesinfektionsmittel auf die Hand?

    Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Prävention von Infektionen im Gesundheitswesen. Allerdings verhindern organisatorische und strukturelle Probleme oft eine adäquate Händedesinfektion. Ebenso wichtig wie die Frage, wann, wie und womit die Hände desinfiziert werden sollten, ist die Applikationsart des Händedesinfektionsmittels.

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  • Schutzkleidung – notwendig in der Praxis?

    Angesichts steigender Inzidenz nosokomialer Infektionen und Antibiotikaresistenzen sind Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionskette in medizinischen Versorgungseinrichtungen mehr denn je von elementarer Bedeutung. Schutzkleidung stellt in diesem Zusammenhang eine unumgängliche und meist gut etablierte Maßnahme zur Aufrechterhaltung hygienischer Standards dar. Doch es gibt auch Gefahren, die bei unüberlegtem Gebrauch zu gegenteiliger Wirkung führen und zu deren Vermeidung grundlegende exemplarische Betrachtung notwendig erscheinen.

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  • 1 Jahr Hygiene-Verordnung der Österreichischen Ärztekammer – Implikationen für den niedergelassenen Bereich

    Vor einem Jahr, am 1. Jänner 2011, trat die von der Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer beschlossene „Verordnung der Österreichischen Ärztekammer über die hygienischen Anforderungen von Ordinationsstätten und Gruppenpraxen (Hygiene-VO 2010)“ in Kraft.1 Ziel der Hygiene-VO ist der Schutz von Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten, Ordinationspersonal und beteiligten Dritten vor Ansteckung mit Infektionskrankheiten in Ordinationen.

     

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  • Clostridium-difficile-Infektion, antibiotikaassoziierte Diarrhö/Colitis – Nosokomiale Last

    Clostridium-difficile-assoziierte Erkrankungen (CDAD/CDI) haben seit 2005 weltweit ihr Erscheinungsbild durch aggressivere klinische Verläufe und durch ein epidemisches Übertragungsverhalten sowie dadurch bedingte Ausbruchssituationen anhaltend geändert. Es ist deshalb nicht untertrieben, von einer Clostridium-difficile-Pandemie zu sprechen. Dahinter stecken weltweit neue, besser als früher charakterisierbare Bakterienstämme, die sich ausbreiten und in Institutionen in Nordamerika und Europa Ausbrüche, aber auch Community-assoziierte Infektionen verursachen. Davon war und ist auch Österreich betroffen. Behandlungsstrategien, Hygiene- und andere Präventivmaßnahmen müssen weiter angepasst werden.

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Schmerzmedizin

  • Unzählige Schmerzgene pflastern langen Weg zur Gentherapie

    Maßgeschneiderte Schmerztherapie.

    Kontext: Im Grunde genommen sind in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte in der Schmerztherapie erfolgt. Dennoch sind auf Grund individueller Unterschiede hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkung weitere Verbesserungen notwendig. Ziel vieler Überlegungen und Studien ist es, bessere maßgeschneiderte Therapien über individuell besser wirksame Schmerzmittel zu entwickeln. Schließlich wäre es auch von Vorteil, mittels Genscreening zu identifizieren, wer für welche Therapie am besten geeignet ist. Durch moderne Methoden der Genomsequenzierung wird versucht, die Bedeutung einzelner ausgetauschter Basen im Erbgut aufzudecken, um es therapeutisch nutzen zu können. Genomische Varianten mit einem möglichen Einfluss auf die Schmerzentstehung, Schmerzverarbeitung und Analgesie, wie von (Opioid-)Rezeptoren, Ionenkanälen, Transportern sowie metabolisierenden Enzymen, werden diskutiert. Der Stellenwert bzw. die Umsetzbarkeit dieser maßgeschneiderten Therapie mittels Genanalysen stellt Inhalt dieses Beitrags dar.

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Palliativmedizin

  • End of Life – Best of Care

    „Vom richtigen Zeitpunkt – Palliative Care“, unter diesem Leitgedanken fand heuer zum dritten Mal der Österreichische interdisziplinäre Palliativkongress statt. Die Vortragssitzungen wurden in Zusammenarbeit mit Hospiz Österreich, der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie & Gerontologie, der Österreichischen Schmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin durchgeführt. Die Veranstaltung zählte 248 Teilnehmer.

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  • Startpunkt: Tumordiagnose – Integration von Palliative Care in der Onkologie

    Care of the Dying, Terminal Care, Hospice, Hospice Care, End of Life Care oder Supportive Care: Die Bezeichnungen für die Behandlung palliativer Patienten unterliegen ständig Änderungen. In „Palliative Medicine“ 2003 drückte Derek Doyle es so aus: Sobald eine neue Station aufgemacht wird, wird eine neue Beschreibung erfunden, auch weil niemand mit alten Definitionen zufrieden ist. 2009 beschrieb Nada Fadul in „Cancer“, dass Onkologen signifikant früher an eine Ambulanz für Supportive Care als an eine für Palliative Care zuweisen, da Patienten und Ärzte den Ausdruck Supportive Care aufgrund der neutraleren Wahrnehmung bevorzugen. Wann aber soll nun ein Palliativteam vom Onkologen hinzugezogen werden?

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  • Hilfreiche Nähe – heilsame Distanz

    Ausgewählte psychologische Aspekte der Betreuung Sterbender.

    Die Themen Tod und Sterben sind nach wie vor Tabuthemen, über die kaum öffentlich gesprochen wird. Ist man damit konfrontiert, findet man sich augenblicklich affiziert, und eigene damit assoziierte Schemen, Ideen, Werthaltungen und Erfahrungen werden unbewusst und automatisch aktiviert. Diese gilt es in der Arbeit mit Sterbenden zu erkennen und von den Realitäten der Patienten abzugrenzen, da man sonst Gefahr laufen kann, Wesentliches zu übersehen.

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Pneumologie

Themenheft: Pneumologie: neue Therapien, neue Trends

  • Editorial zur Pneumologiebeilage

    Therapiezukunft: früher, individueller, kausaler Neue Therapien und Trends bei wichtigen pneumologischen Erkrankungen sind die thematische Klammer der vorliegenden Pneumologie- Beilage des UNIVERSUM INNERE MEDIZIN. Die ausgewählten Beiträge besitzen dabei zum einen eine gewisse Repräsentativität für das Fallspektrum in der pneumologischen…

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  • Neue Therapiestrategien bei Asthma bronchiale – Kausale Entzündungsmechanismen im Fokus

    Asthma bronchiale ist ein multifaktorielles Syndrom, das von endogenen Faktoren und Umweltfaktoren verursacht wird. Somit dürften für die Entstehung der Erkrankung genetische Einflüsse und die Beziehung zwischen Genetik und Umwelt eine determinierende Rolle spielen. Der Erkrankung liegt eine komplexe Entzündungsreaktion zugrunde, jedoch kann angenommen werden, dass zusätzlich die anfallsartig auftretende Bronchokonstriktion die Entstehung von irreversiblen Umbauprozessen auslösen kann (Grange C.L., NEJM 2011).

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  • Allergie und Atemwege – Allergische Rhinitis und Asthma bronchiale

    Die allergische Rhinokonjunktivitis betrifft ein Fünftel unserer Bevölkerung, wobei bereits 20 % der Schulkinder an Allergien leiden. Asthma bronchiale findet sich bei bis zu 10 % der Bevölkerung, Tendenz ebenfalls steigend. Allergien sind die häufigsten Auslöser von Asthma bronchiale.

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  • Medikamentöse Therapie der stabilen COPD – Aktualisierte GOLD-Empfehlungen* und neue Trends

    In den nun rezent 2011 aktualisierten internationalen GOLD-Empfehlungen (Global Initiative for Obstructive Lung Disease) erfolgt die Entscheidung für eine der aktuell verfügbaren medikamentösen Optionen auf Basis eines überarbeiteten Assessment-Schemas. Mit der vorgeschlagenen Zusammenschau von Lungenfunktions – einschränkung, Symptomschwere und des Exazerbationsrisiko wurde versucht, eine rationalere Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer medikamentösen Strategie zu schaffen, als sie die bisherige Fokussierung auf den FEV1-Wert darstellte, der isoliert betrachtet der Komplexität der Erkrankung nicht gerecht wird.

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  • Update zum Lungenkarzinom – Neues zu Diagnostik und Therapie aus 2011

    Obwohl in der personalisierten Therapie Erfolge erzielt werden konnten, müssen unsere Anstrengungen in Bezug auf Prävention und Frühdiagnostik forciert werden.

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  • PAH-Therapie im Umbruch – Was versprechen die neuen pharmakologischen Strategien?

    Bis zum Anfang der 1990er-Jahre standen lediglich Kalziumantagonisten und die Lungentransplantation als Option zur Therapie der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH)  zur Verfügung. Die Überlebensrate nach einem Jahr und nach drei Jahren betrug 68 % respektive 48 %.1

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  • Die idiopathische pulmonale Fibrose – Neue Richtlinien für Diagnose und Management

    Die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) ist der Hauptvertreter in der Gruppe der idiopathischen interstitiellen Pneumonie (IIP) – einer heterogenen Gruppe von Lungenerkrankungen, die durch Fibrose und Inflammation unterschiedlichen Grades charakterisiert sind – und die am schwierigsten zu diagnostizierende und zu behandelnde Lungenfibrose. Die Diagnose erfordert eine intensive interdisziplinäre Kooperation von Experten der Pneumologie, Radiologie und Pathologie in spezialisierten Zentren.

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  • Inhalative Antibiotikatherapie bei Nicht-CF-Bronchiektasien

    Bronchiektasien (gr. bronkhos: Luftröhre, gr. ectasis: Ausdehnung) bezeichnen pathologisch erweiterte Abschnitte des Bronchialbaumes und stellen ein pathomorphologisches Substrat mit Neigung zu bakterieller Kolonisation bzw. Infektion dar. Die rezidivierenden Infektionen und daraus resultierende chronische Infiltration mit Entzündungszellen amplifizieren das lokale entzündliche Milieu. Antibiotika können den zugrunde liegenden Circulus vitiosus von Infektion, Entzündung und Schädigung der Atemwege als zentralen pathophysiologischen Mechanismus durchbrechen.

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