GA 02|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter

Zum Geleit

  • Geleit 2/2012: Zur Zukunft der gynäkologischen Onkologie

    Wenn wir uns Gedanken über die Zukunft der gynäkologischen Onkologie machen, stellt sich vorab die Frage, welche Faktoren diese Zukunft beeinflussen. Zu den wichtigsten Einflussgrößen zählen in diesem Kontext die demografische Entwicklung und die eingeschränkten finanziellen Ressourcen.

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Editorial

  • Editorial 2/2012: Die Onkologika sind nicht das Kostenproblem

    In der Werteskala der Bevölkerung nimmt das österreichische Gesundheitssystem einen hervorragenden Stellenwert ein. Allerdings, es ist auch nicht gerade billig: So betrug der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP (Bruttoinlandsprodukt) 1995 etwa 9,5 %, im Jahre 2008 lag er bei 10,5 %, 2009 wurde er mit über 11 % errechnet; dieser Wert liegt erheblich über dem OECD-Schnitt von 9,6 % (Abb. 1).

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Seite des BÖG

  • HPV-Impfung – Ein trauriges Kapitel, allerdings nur in Österreich

    Anlässlich des österreichischen Impftages 2012 war ich gefordert, einen Vortrag zum Thema „HPV und Migrantinnen“ vorzubereiten. Ein fast schon zynischer Titel, als ob wir in Österreich schon so weit wären, uns Gedanken zu Details einer flächendeckenden Immunisierung der weiblichen Population machen zu können, obwohl die Diskussion eines Kostenersatzes noch nicht geführt wird.

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Focus: AGO-Jahrestagung 2012

  • Tumoranämie – Therapeutischer Stellenwert von intravenösem Eisen

    Um die 30–50 % der Tumorpatienten haben eine Anämie, die zu einer eingeschränkten Lebensqualität und erhöhten Morbidität führt sowie die Prognose verschlechtert.

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  • HPV-Infektionen – Therapie von Zervixkarzinom- Vorstufen mit Imiquimod

    Die zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) stellt eine relativ häufige Präkanzerose des Zervixkarzinoms dar, die vorwiegend Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren betrifft. Die CIN wird – ebenso wie das Zervixkarzinom – typischerweise durch eine persistierende Infektion mit Hochrisiko- Typen des humanen Papillomavirus (HPV) verursacht.

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  • Genderspezifische Aspekte von Übelkeit und Erbrechen
    Erst seit kurzer Zeit gilt der Faktor „weibliches Geschlecht“ als besonders starker unabhängiger Risikofaktor für das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen unter Chemotherapie. Neben dem weiblichen Geschlecht sind v. a. noch weitere unabhängige Risikofaktoren für Übelkeit und Erbrechen identifiziert worden, ...Weiterlesen ...
  • HPV-Diagnostik – Aktueller Stand zur Testung von viruskodierter mRNA für die HPV-Onkogene E6 und E7

    Der molekulare Nachweis von humanen Papillomviren hat im Screening auf das Zervixkarzinom und seine Vorstufen eine höhere Sensitivität als das zytologische Screening durch klassischen Pap-Abstrich gezeigt. Aufgrund der hohen Infektionsprävalenz ist die Spezifität für die Entdeckung von tatsächlicher Erkrankung durch DNA-Nachweis aber niedriger als beim zytologischen Screening. Dies hängt mit der Präsenz hoher Konzentrationen an produzierten Viruspartikeln bereits in harmlosen produktiven Läsionen oder dem möglichen Nachweis von „Deposit“ von Virus-DNA des Partners zusammen, die aber keine aktive Infektion oder hochgradige Läsion repräsentiert. Der Nachweis von viruskodierter mRNA ist eine Möglichkeit, eine aktive Infektion und anhand der Expressionsstärke auch hochgradige Infektionen darzustellen. Hierdurch wird die Spezifität des Nukleinsäurenachweises deutlich verbessert und übersteigt diejenige des DNA-Nachweises.

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  • Konservative Therapie des Endometriumkarzinoms – Kontext nicht abgeschlossene Familienplanung
    Das Endometriumkarzinom ist der häufigste maligne gynäkologische Tumor in den westlichen Industrieländern. Die Standardbehandlung des Endometriumkarzinoms besteht in einer Hysterektomie plus bilateraler Adnexexstirpation und je nach Risikoevaluierung mit oder ohne pelviner und periaortaler Lymphadenektomie.
    In den letzten Jahren werden in ...Weiterlesen ...
  • Zwei AGO-Studien zur palliative Chemotherapie beim fortgeschrittenen, platinresistenten Ovarialkarzinom

    Bei Patientinnen mit platinrefraktärem bzw. platinresistentem Rezidiv wurden 2 Phase-II-Studien untersucht: wöchentliches Irinotecan + Docetaxel bzw. liposomales Doxorubicin ± Gemcitabin + prophylaktisch G-CSF.

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  • Ovarialkarzinom – Aktuelle Perspektiven in der antiangiogenen Therapie

    Im komplexen Prozess der Tumorangiogenese stellt die Blockade des Tie-2-Rezeptors ein neues Wirkprinzip dar. Derzeit wird der Peptibody AMG-386 bei Ovarialkarzinom evaluiert, mit ersten vielversprechenden Daten.

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  • Antiangiogenese durch BIBF 1120
    BIBF 1120 (Vargatef™) ist ein neuer 3-fach wirkender Angiokinase-Inhibitor, der drei Wachstumsrezeptoren gleichzeitig hemmt:

    den Vascular Endothelial Growth Factor Receptor (VEGFR)
    den Platelet-derived Growth Factor Receptor (PDGFR)
    den Fibroblasten Growth Factor Receptor (FGFR)

    Alle 3 Faktoren sind kritisch ...Weiterlesen ...
  • Axilladissektion bei metastatisch besiedelten Wächterlymphknoten – immer notwendig?

    Aufgrund aktueller Daten der ACOSOG-Z0011- Studie zum Nutzen der Entfernung der Achsellymphknoten bei positiven Wächterlymphknoten bei Brustkrebs hat die Österreichischer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) und die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) am 30. 9. 2011 in Innsbruck ein Konsensusmeeting organisiert, um Behandlungsempfehlungen zu erarbeiten.

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  • Was ist die WAAGO?
    Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) hat 1999 den Wissenschaftlichen Ausschuss der AGO (WAAGO) gegründet, um GynäkologInnen verschiedenster gynäkologischer Abteilungen in den Aufgabenbereich gynäkologische Onkologie zu integrieren und zu motivieren, an nationalen und internationalen Studien teilzunehmen. Die WAAGO befasst sich seither ...Weiterlesen ...
  • Interview: Wertheim-Preis 2012 für den Vater der HPV-Impfung

    Wenn es nach 10 Jahren Wertheim-Preis einen würdigen Kandidaten für die von der AGO alljährlich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Jahrestagung veliehene Auszeichnung für Verdienste in der gynäkologischen Onkologie gibt, dann ist es Professor Harald zur Hausen.

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  • Vorwort zum Focus AGO-Jahrestagung 2012: „Krebs bei der Frau“

    Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG, die seit Jahren regelmäßig in Salzburg stattfindet, richtet sich an alle ÄrztInnen, die an der Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von gynäkologischen Krebserkrankungen einschließlich Brustkrebs interessiert sind.

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Gynäkologische Onkologie

  • Was wissen SchülerInnen im impfrelevanten Alter über HPV?

    Die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ist die häufigste sexuell übertragbare Virus-Infektion. 15–30 % aller 15- bis- 25-Jährigen sind aktuell infiziert, 1 % aller Jugendlichen leidet unter HPV-assoziierten Genitalwarzen. Humane Papillomviren sind für 99,7 % aller Zervixkarzinome verantwortlich und für 3,7 % aller weiblichen Krebsfälle. Dennoch besteht entsprechend zahlreicher Studien in der Bevölkerung ein sehr niedriger Wissensstand zu diesem Thema.

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  • HPV-Impfung zur Zervixkarzinom-Prävention

    Wir haben die Möglichkeit und nutzen sie nicht: In Österreich gibt es als letztem europäischen Land keine Kostenerstattung für die HPV-Impfprophylaxe. Wir sind deshalb auch trauriges und abgeschlagenes Schlusslicht bei  den Durchimpfungsraten. Die OEGGG wiederholte deshalb anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2012 ihre Forderung nach einer staatlich finanzierten HPV-Impfung.

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  • Ist eine Umstellung von nicht-steroidalen Aromatasehemmern eine Option?

    Die endokrine Therapie stellt eine zentrale Säule in der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms dar. Die Effektivität dieser Therapieform ist bei gleichzeitig relativ geringen unerwünschten Wirkungen enorm. Verschiedene Substanzen, Kombinationen und Sequenzen kommen im Rahmen der endokrinen Therapie zum Einsatz.

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  • Einsatz von liposomalem Doxorubicin in der Therapie des Ovarialkarzinoms

    Durch Probleme in der Produktion von pegyliertem liposomalem Doxorubicin kann derzeit ein längerer Lieferstopp nicht ausgeschlossen werden. Da es Bedarf für Anthrazykline in der Therapie des Ovarialkarzinoms gibt, liegt als Alternative der Einsatz von nicht-pegyliertem liposomalen Doxorubicin nahe, für den jedoch keine gesicherte Datengrundlage existiert.

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  • Tumorboards – rechtliche Aspekte

    Die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachdisziplinen hat zweifellos großen Einfluss auf die Ergebnisqualität und damit auf die Heilungschancen von Krebspatienten. Um diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zu intensivieren, haben sich so genannte Tumorboards etabliert. In diesem Kontext stellen sich allerdings zwei Fragen: Welche rechtliche Verankerung haben tumorboards und welche rechtliche Qualität kommt den Entscheidungen von Tumorboards zu?

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  • Tumortherapie bei älteren PatientInnen

    Altern ist ein physiologischer Prozess, der mit einer Reihe von intraindividuellen Veränderungen verbunden ist. Bei Initiierung einer onkologischen Therapie bei älteren PatientInnen ist vor allem auch zu berücksichtigen, dass Komorbiditäten mit höherem Lebensalter zunehmen und eine verkürzte Lebenserwartung den therapeutischen Benefit insofern schmälern kann, als PatientInnen oftmals nicht an, sondern mit der Tumorerkrankung sterben.

     

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Ernährung in der Schwangerschaft – Praxisnahe Empfehlungen

    Eine bewusste Ernährung ist der Schlüssel zu einer unbeschwerten Schwangerschaft und eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Mutter und ihr gesundes Neugeborenes. Die Versorgung mit Energie und Nährstoffen für das Wachstum und die Entwicklung des Kindes ist zu gewährleisten, um eine mütterliche Unterversorgung zu vermeiden. Ungünstige  Ernährungsbedingungen während der Schwangerschaft haben Auswirkungen bis ins  Erwachsenenalter des Kindes.1

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  • Hypothyreose und unerfüllter Kinderwunsch

    Funktionsstörungen der Schilddrüse bedrohen auch die weiblichen Fertilität. Selbst eine beginnende Schilddrüsenunterfunktion ohne klinische Hypothyreose-Symptomatik kann einem unerfüllten Kinderwunsch als kausaler Faktor zugrunde liegen.

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  • Nicht-hormonelle Therapie bei Scheidentrockenheit

    Die vaginale Trockenheit ist ein weit verbreitetes Problem, das unterschiedliche Ursachen haben kann, wobei insbesondere in der Menopause nicht selten starke Beschwerden auftreten.

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  • Hormontherapie, Adipositas und Brustkrebsrisiko

    Nach Ausfall der reproduktiven Ovarialfunktion können aus dem Östrogendefizit Störungen des vegetativen und zentralen Nervensystems resultieren, weiters kann es zu verschiedenen Stoffwechselveränderungen mit möglichen Folgeerkrankungen wie postmenopausaler Osteoporose, Diabetes mellitus Typ 2, kardiovaskulären Erkrankungen sowie Morbus Alzheimer kommen.

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  • Sexualhormone und Thromboserisiko

    Kombinierte Ovulationshemmer (OH) können auf verschiedene Weise die prokoagulatorische und fibrinolytische Aktivität der Gefäßwand beeinflussen. In erster Linie verändert  Ethinylestradiol (EE) aufgrund seiner ausgeprägten hepatischen Wirkung dosis- und zeitabhängig die Produktion verschiedener Gerinnungs- und Fibrinolysefaktoren.

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Frauengesundheit