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Erscheinungsdatum:
23.12.2011

Herausgeber:
Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski


Editorial

„We dance round in a circle and suppose, but the secret sits in the middle and knows..." (Robert Frost)

M. Raderer 23.12.2011

Willkommen im Jahr 2012 – Sie halten das erste Heft dieses Jahres mit dem Fokus „Tumorstammzellforschung“ in der Hand. Wenngleich der Kalender der Maya für den 21. 12. 2012 das Ende der Welt voraussagt, so arbeiten wir hinter den Kulissen bereits daran, am 22. 12. 2012 quasi als Lektüre zur „Aftershow-Party“ eine Ausgabe von SPECTRUM Onkologie herauszubringen. Ob allerdings bis dahin schon alle...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Tumorstammzellforschung: Wenige sind mehr …

H. Karlic 23.12.2011

"Stammzellen“ haben etwas Zwielichtiges an sich: Einerseits sind sie die Basis für die Entwicklung aller mehrzelligen Lebewesen und die Quelle der Regeneration unseres Organismus, andererseits werden Stammzellen auch für die Entstehung und Persistenz maligner Erkrankungen verantwortlich gemacht. Bei der Betrachtung von in vitro kultivierten Tumorzellen, die jahrzehntelang nach dem Tod einer Patientin...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Paradigmenwechsel von der Klonalität zur Tumorstammzelle?

H. Karlic 23.12.2011

KONTEXT: Die Identifizierung und Charakterisierung von Tumorstammzellen ermöglicht effizientere Therapien für eine zunehmende Zahl von Krebserkrankungen und Leukämien. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es aber notwendig, festzustellen, welche Tumoren dem Stammzellmodell folgen und wo dieses Konzept insofern modifiziert werden muss, als zusätzliche Modelle wie jenes der klonalen Evolution einbezogen werden....

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Was unterscheidet die Tumorstammzelle von der normalen Stammzelle?

A. Schulenburg 23.12.2011

Seit wenigen Jahren hat sich das Konzept der Tumorstammzellen etabliert. Über ihre Eigenschaften kann man viel von den normalen Stammzellen lernen. Zusätzlich ist es wichtig, Unterschiede zwischen beiden Arten von Stammzellen aufzuzeigen, um diese gegebenenfalls therapeutisch auszunutzen.

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Neue Konzepte in der Krebsforschung - Welche Alternativen gibt es zum Stammzellmodell?

G. Hamilton 23.12.2011

KONTEXT: Die Fortschritte der Krebsforschung erfolgen durch die Etablierung neuer Ideen und Konzepte, wie zum Beispiel der Entdeckung der Onkogene, Etablierung der Immuntherapie, Entdeckung der Multidrugresistenz, Tumortherapie durch Inhibition der Neoangiogenese, Induktion der Apoptose als Zelltodmechanismus der Tumorzellen und der zielgerichteten Therapie gegen Wachstumsrezeptoren und Kinasen. Die...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

„Unsterblichkeit“ von Tumorstammzellen?

H. Karlic et al. 23.12.2011

KONTEXT: Das Potenzial der langfristigen Selbsterneuerung (stem cell self renewal) gilt als eines der wichtigsten Charakteristika von Tumorstammzellen (cancer stem cells, CSC), aber auch von langfristig „in vitro“ kultivierten Tumorzellen, die keinen „klassischen“ Stammzell-Phänotyp (mehr) aufweisen. Eines der extremsten Beispiele für die „Unsterblichkeit“ beziehungsweise die scheinbar unbegrenzte...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Entstehung von Tumorstammzellen: Bedeutung von Umweltfaktoren, Ernährung, DNA-Reparatur-Enzymen und Epigenetik

O. Switzeny et al. 23.12.2011

Zellen unseres Körpers sind ständig in Kontakt mit Einflüssen, die DNA-schädigend wirken. UV-Strahlung, ionisierende Strahlung, Entzündungsprozesse, Krankheitserreger, Umweltgifte und Stress im weitesten Sinne rufen DNA-Schäden hervor. Zellen haben hierfür ein enormes Register an Enzymen hervorgebracht, die diese Schäden beheben und somit einer dauerhaften Mutation entgegenwirken.

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Tumorpromotor oder Tumorsuppressor? - Bedeutung der Sirtuine in der Prävention und Pathogenese von Krebserkrankungen

S. Völter-Mahlknecht et al. 23.12.2011

KONTEXT: Basierend auf der Tatsache, dass sowohl die Expression als auch die Aktivität von Sirtuinen bei manchen Krebserkrankungen hoch- und bei anderen herunterreguliert sein können, wird derzeit noch kontrovers diskutiert, ob Sirtuine die Entstehung und Progression von Krebserkrankungen supprimieren oder eher fördern. Deshalb ist momentan noch völlig unklar, in welchem Umfang und unter welchen besonderen...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Knochen und Stammzelle

F. Varga 23.12.2011

Die beiden Gegenspieler im Knochen sind die knochenaufbauenden Zellen, die Osteoblasten,  und die knochenabbauenden Zellen, die Osteoklasten. Die Ersteren differenzieren aus mesenchymalen  Stammzellen (MSC), während die Osteoklasten aus hämatopoetischen Stammzellen (HSC) entstehen.  Beide Stammzelltypen werden in der Stammzellnische (SCN) gefunden und beeinflussen einander  bei der Differenzierung.

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Etablierte Konzepte und zukünftiges Potenzial - Die gesunde Stammzelle in der Therapie

M. Pfeilstöcker et al. 23.12.2011

KONTEXT: 1959 erfolgte die erste erfolgreiche Stammzelltransplantation. Die hämatopoetische Stammzelltransplantation war die erste Stammzelltherapie überhaupt, sie war die erste Immuntherapie für bösartige Erkrankungen sowie ein erstes Beispiel für individualisierte Krebstherapie, also der Beginn einer immer aktueller werdenden „personalisierten Medizin“ (Jenq und van den Brink, 2010). Indikation war eine...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Dosisreduzierte Konditionierung, Nabelschnurblut, extrakorporale Photopherese bei GVHD - Neue Konzepte der Stammzelltransplantation

H. Greinix 23.12.2011

KONTEXT: Die allogene Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation stellt eine etablierte kurative Therapieoption für ausgewählte Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen dar. In den vergangenen Jahren wurde Knochenmark in hohem Ausmaß durch Blutstammzellen als Stammzellquelle ersetzt. Dosisreduzierte Konditionierungsregime erlauben die erfolgreiche Therapie älterer und multimorbider...

Focus: Stammzellenforschung in der Onkologie

Möglichkeiten und Grenzen - Integrierte, biopsychosoziale Versorgung von KrebspatientInnen durch intensivierte hausärztliche Betreuung

W. Spiegel et al. 23.12.2011

KONTEXT: Der von uns empfohlene Ansatz zur integrierten Versorgung von Krebspatienten strebt nach einer Balance zwischen erreichbarer Lebensqualität, optimaler onkologischer Therapie bzw. Palliation und Aufrechterhaltung der familiären und sozialen Integration. Diese Balance muss für und mit jedem Krebspatienten immer wieder aufs Neue gesucht werden. Voraussetzung ist ein kompetenter und über den Zustand des...

Translationelle Onkologie

Zwischen Präklinik und Klinik - Neue therapeutische Strategien beim Melanom

C. Höller et al. 23.12.2011

Das Melanom, der häufigste metastasierende Tumor der Haut, stellt im Stadium der Fernmetastasierung eine große therapeutische Herausforderung dar. Durch rezente Erfolge mit dem B-raf-Inhibitor Vemurafenib (Zelboraf®) und dem immunaktivierenden Antikörper Ipilimumab (Yervoy®) gibt es erstmals zwei Therapeutika, die einen Überlebensvorteil in dieser Patientengruppe zeigen konnten. Trotz dieser ermutigenden Daten...

Translationelle Onkologie

Individuelle Dosisanpassung in der Tumortherapie

S. Hausmann et al. 23.12.2011

Obwohl in den letzten Jahren im Bereich der Tumortherapie viele interessante neue Arzneistoffe entwickelt wurden, war die Mortalität bei vielen Krebserkrankungen in den vergangenen Jahren gleich bleibend hoch. Dies hat sich auch durch die so genannten „Targeted Therapies“ bislang nicht wesentlich geändert. In diesem Artikel soll gezeigt werden, dass nicht nur durch Innovationen Verbesserungen in...

Palliativmedizin

Teil I, Patientenverfügung - Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht im Vergleich

M. Kletecka-Pulker 23.12.2011

KONTEXT: Im Arzt-Patienten-Verhältnis spielen rechtliche Regelungen eine wichtige Rolle: Zu den wichtigsten Bestimmungen gehören jene über die Einwilligung in die Heilbehandlung. Mehrere Gesetze (z. B. ABGB, Patientenverfügungsgesetz) enthalten Regelungen über die Einwilligung in medizinische Behandlungen. Patienten werden zunehmend mündiger und nutzen die rechtlichen Möglichkeiten zur Selbstbestimmung, da...

Panorama

Bendamustin beim „aggressiven Lymphom“

M. Fiegl 23.12.2011

Bendamustin, meist in Kombination mit Rituximab verabreicht, ist mittlerweile eine zugelassene Standardtherapie bei indolentem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL). Es gibt aber bereits einige klinische Daten zum Einsatz bei aggressiven NHL, wobei hier wiederum zwischen dem diffus-großzelligen B-Zell-NHL (DLBCL) und dem Mantelzell-Lymphom (MCL) zu unterscheiden ist. Seitens des Autors wurde der Versuch unternommen, die...

Panorama

Antiemetische Therapie - Update 2011 der ASCO-Guidelines

23.12.2011

Unter Berücksichtigung neuer klinischer Informationen wurden die Empfehlungen der ASCO zur Prävention von Erbrechen und Übelkeit unter Chemotherapie (Chemotherapy-induced Nausea and Vomiting – CINV) bzw. Radiotherapie (RINV) 2011 zum zweiten Mal aktualisiert.

Panorama

Klinischer Alltag: Leitliniengerecht und patientenorientiert - Versorgungsrealität der medikamentösen Therapie beim Nierenzellkarzinom

R. Zigeuner 13.12.2011

Rund 10 neue Nierenzellkarzinom-Patienten wurden 2011 an der Universitätsklinik für Urologie in Graz betreut. Als sehr compliant bezeichnet Univ.-Prof. Dr. Richard Zigeuner die ambulant betreuten Patienten mit metastasiertem Nierenzelltumor (mRCC). Heilbar ist das mRCC nicht, aber mit den zur Verfügung stehenden Medikamenten steht den betreuenden Ärzten ein Portfolio an wirksamen Substanzen zur Verfügung. Im...

 



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