UIM 04|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Kreijs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

UIM 04|2012 Themenheft Gastroenterologie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

Seite der Gesellschaft

Innere Medizin Aktuell

  • „Welches System wollen wir?“

    Dr. Lothar Fiedler, Obmann der Fachgruppe Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer, über die Weichenstellungen nach den Kammerwahlen. Setzen die Ärzte auf den Schwerpunkt Spitäler, wird das möglicherweise das gesamte Versorgungssystem in diese Richtung lenken.

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  • Ärztliche Kunst

    War die ärztliche Kunst über Jahrtausende unantastbar, so finden doch heute selbsternannte Gesundheitsökonomen, von Landeshauptleuten eingesetzte Patientenanwälte, Profit-gesteuerte Experten und zahlreiche andere Halbwissende Gründe, daran zu kratzen.

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Focus: Kardiologie

Kardiologie

Angiologie

  • SERIE pAVK: Supraaortale arterielle Verschlusskrankheit – Aggressiv medikamentös behandeln, um Prognose zu verbessern

    Die Atherosklerose kann man in jedem arteriellen Gefäßbezirk antreffen. Dabei ist die koronare Herzkrankheit diesbezüglich die am häufigsten symptomatische Ausprägungsform der Atherosklerose. Unter dem Begriff der supraaortalen arteriellen Verschlusskrankheit (AVK) summiert man atherosklerotische Veränderungen an den Ästen des Arcus aortae.

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  • SERIE Venöse Thromboembolie: Behandlung der akuten Venenthrombose – Sind neue Antithrombotika schon eine Alternative?

    Kontext: Die neuen oralen Antikoagulantien wurden als Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten entwickelt, da sie im Gegensatz zu diesen eine gut vorhersagbare Dosis-Wirkungs-Beziehung haben und nicht mit Gerinnungstests überwacht werden müssen. ihre Hauptindikationen sind demnach Erkrankungen, bei denen eine Langzeitantikoagulation erforderlich ist. Rezent erhielten zwei Vertreter dieser neuen Substanzen, Pradaxa® (Dabigatran-Etexilat) und Xarelto® (Rivaroxaban), ihre Zulassung für die Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern. Pradaxa® ist ein direkter und selektiver Thrombininhibitor, wohingegen Xarelto® direkt und selektiv die Wirkung von Faktor Xa im Gerinnungssystem hemmt.

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Rheumatologie

Hämatologie und Hämostaseologie

Onkologie

  • Klassische Radiologie am Scheideweg – Innovationen in der onkologischen Bildgebung

    KONTEXT: Die klinische Onkologie erwartet sich von der radiologischen Bildgebung – sowohl für die Auswahl moderner therapeutischer Methoden als auch für das Therapiemonitoring – detaillierte Informationen über Tumorlokalisation, Tumorgröße, Metastasierung und Mitbeteiligung von kritischen anatomischen Strukturen. im klinischen Alltag werden die meisten Fragestellungen durch konventionelle morphologische Bildgebungstechniken wie Ultraschall (Us), Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) beantwortet. Gerade diese Bildgebungstechniken haben eine Entwicklung mit immer rascher wachsender räumlicher Auflösung und schnelleren Akquisitionszeiten erlebt. es wurde aber auch klar, dass räumliche Auflösung nicht alles bedeutet, sondern dass die Darstellung von funktionellen Vorgängen auf zellulärer und molekulare ebene eine wichtige Rolle in der onkologischen Bildgebung spielt.

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  • Onkologische Highlights vom Europäischen Radiologenkongress

    KONTEXT: Krebs ist seit 2010 die führende Todesursache weltweit und Krebspatienten sind eine der größten Patientengruppen in der Radiologie, wenn nicht die größte überhaupt. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen hat es am Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology, ECR 2012) erstmals auch ein Subkomitee für die Planung von Themen der onkologischen Bildgebung gegeben. Der ECR, der größte Radiologie-Kongress in Europa, findet jedes Jahr Anfang März im Wiener Austria Center statt. Schon in den Vorjahren wurden über 20.000 TeilnehmerInnen gezählt, mit einer Erweiterung des Programms konnte diese Zahl heuer noch übertroffen werden.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Reflux als mögliche Hustenursache

    Chronischer Husten (Husten > 8 Wochen) kann durch verschiedene Erkrankungen wie Atemwegs-, kardiale, neurologische, gastroösophageale Erkrankungen und Medikamente verursacht werden. Reflux ist mit Husten assoziiert, die genauen Mechanismen und demzufolge erforderlichen Therapiekonzepte sind noch wenig verstanden und Gegenstand laufender Studien.

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  • EASL 2012 – Hochpotente Substanz versus „superindividualisiert“ – Therapie der Hepatitis C als Kongress-Highlight

    Auch in diesem Jahr wurden gerade bei der Hepatitis C viele neue Daten erwartet. Das besondere Interesse gilt hier, neben den ersten Daten aus einer breiten Anwendung von Boceprevir und Telaprevir, der Interferon-freien Therapie sowie den HCV-Proteasehemmern der zweiten Generation, die voraussichtlich schon in wenigen Jahren zur Verfügung stehen werden.

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Nephrologie

  • Lebendspenderregister – Strukturierte Nachbetreuung und Nachbeobachtung von Organspendern

    KONTEXT: Die Anzahl der Patienten, die einer Nierenersatztherapie bedürfen, steigt weltweit kontinuierlich an. in Österreich werden derzeit über 8.000 Patienten mit Dialyse oder nach einer erfolgreichen Nierentransplantation behandelt (Erhebungen Österreichisches Dialyse- und Transplantationsregister). die Nierentransplantation ist die erfolgreichste und kostengünstigste Form der Nierenersatztherapie. die transplantierten Organe stammen zum Großteil von verstorbenen. zwischen Patienten mit Nierenersatztherapie, die zur Transplantation gemeldet sind und der Verfügbarkeit von Organen besteht ein dauerndes Missverhältnis. in den letzten Jahren ist in Österreich eine zunehmende Bereitschaft zur Lebendspende zu erkennen. die Langzeitergebnisse dieser Transplantationsform sind deutlich besser als nach der Transplantation von Organen verstorbener Spenderinnen und Spender.

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Infektiologie

  • ECCMID 2012 – Neues Problemfeld: multiresistente Gramnegative

    Zentrale Themenbereiche des größten europäischen Kongresses zum Thema mikrobiologische Diagnostik und antiinfektive Therapie (European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases, ECCMID) mit besonderem Interesse für den klinisch tätigen Infektiologen waren heuer wieder die neu aufgetretenen, vielfach resistenten gramnegativen Erreger.

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Schmerzmedizin

Palliativmedizin

  • Senkung der Kostenspirale in der Krebsbehandlung – Und die Frage: Welchen Beitrag kann die Palliativmedizin leisten?

    Wir alle wünschen uns anhaltende Gesundheit und den Zugang zu Therapien jeder Art, um diese solange als möglich zu erhalten. In der Onkologie geht hier neben der klassischen Form der Chemotherapie der Trend zusehends in Richtung speziellerer zielorientierter Verfahren. Diese Medikamente scheinen zwar weniger gravierende Nebenwirkungen hervorzurufen als herkömmliche Zytostatika, verursachen aber hohe Kosten, wie sie bislang vor allem durch klassische Kombinationschemotherapien sowohl bei kurativen als auch palliativen Therapieansätzen und insbesondere durch die Behandlung der dabei auftretenden Toxizitäten entstanden.

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Pneumologie

  • Ernährung der pneumologischen Rehabilitation – Bilanzierung und Ausgleich von Defiziten

    Die Aufgabe der Ernährung ist die Versorgung des Organismus mit Stoffen zur Synthese körpereigener Strukturen, die im Wesentlichen aus Proteinen bestehen, und Stoffen für spezielle Funktionen, wie z. B. Vitaminen, und mit Energie für die Syntheseprozesse und für Funktionen, wie Muskelkontraktion oder Ionenpumpen. Optimal ist eine Ernährung dann, wenn die im Stoffwechsel umgesetzte Energie und die ausgeschiedenen Stoffe angemessen ersetzt werden und Struktur und Funktionen auf gutem Niveau erhalten werden können.

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Themenheft: Beleidigte Leber?

  • Editorial

    Lebererkrankungen stellen klinisch und ätiologisch eine komplexe Gruppe akuter und chronischer Erkrankungen dar, die in Pathophysiologie, Verlauf und Therapie immer besser zu erfassen sind.

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  • Fettleber: Risikofaktor metabolisches Syndrom – Neue Antidiabetika, Gallensäure-Derivate und Kernrezeptor-Liganden bieten Therapie-Perspektiven

    Die Einschätzung der klinischen Relevanz und therapeutischer Konsequenzen der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLE/NAFLD) unterliegt gewissen Schwankungen, weshalb ihre Implikationen sowohl hinsichtlich Morbidität als auch Mortalität lange Zeit unterschätzt wurden. Der Begriff selbst umfasst ein breites Krankheitsspektrum, welches von der „einfachen“ Fettleber, über die Steatohepatitis (NASH), die Zirrhose bis hin zum hepatozellulären Karzinom (HCC) reicht (Abb. 1). Auf Grund der engen Assoziation zu Diabetes mellitus Typ 2 (DM 2) und Adipositas wird häufig von der „hepatischen Manifestation des metabolischen Syndroms“ gesprochen. Diese Rolle im gesamtinternistischen Formenkreis verleiht der Suche nach neuen prognostischen Markern und Therapieansätzen eine gesteigerte Relevanz.

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  • Interferonfreie Therapie der chronischen Hepatitis C – Gesucht wird: einfach, kurz und nebenwirkungsarm

    KONTEXT: Die antivirale Therapie der chronischen Hepatitis C (HCV) macht rasante Fortschritte. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Virusreplikation durch direkt wirksame antivirale Substanzen (DAA) zu hemmen (Abb.). Kaum sind die Proteaseinhibitoren der 1. Generation (Telaprevir [Incivo®]; Boceprevir [Victrelis®]) in Osterreich zugelassen und in der gelben Box, schon sind diese Therapien eigentlich veraltet. Sie wirken nur in Kombination mit pegyliertem Interferon (pegIFN) und Ribavirin (RBV). Somit sind die Patienten den gleichen Nebenwirkungen ausgesetzt wie jene, die eine Kombination aus pegIFN/RBV erhalten. Das bedeutet, dass insbesondere Patienten, die die antivirale Therapie am notwendigsten brauchen – nämlich Patienten mit fortgeschrittener Zirrhose – die Tripletherapie nur sehr schlecht vertragen. In Osterreich starben sogar 2 der 41 ausgewerteten mit einer Tripeltherapie behandelten Patienten an den Folgen der Interferontherapie. Somit ist die große Hoffnung und eine wichtiger medizinischer Bedarf, dass es bald interferonfreie Therapien geben wird, die von allen Patienten gut vertragen werden und extrem effektiv sind.

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  • Hepatitis C – neue Therapien werden einfacher

    Der gegenwärtige Standard der antiviralen Therapie von Hepatitis-C-Virus-Genotyp-1-Patienten besteht aus einer Dreifachkombination von Peginterferon α, Ribavirin und einem Proteaseinhibitor (Telaprevir [TPV], Boceprevir [BOC]). Neben der Restriktion für HCV-1-Patienten sind zusätzliche Nebenwirkungen (Hautausschläge, Anämie, Dysgeusie), die niedrige genetische Barriere mit der Gefahr der Entwicklung von Resistenzen, die hohe Anzahl der täglichen Tabletten (mit striktem Einnahmeschema), hohe Kosten sowie komplexe Therapiealgorithmen die Hauptprobleme der derzeitigen Tripletherapie. Die nächste Generation bzw. weitere Substanzklassen der direkt antiviral wirksamen Substanzen sind bereits in späten Phasen der klinischen Entwicklungen und werden diesbezüglich Verbesserungen bringen.

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  • Management der Leberzirrhose – Auf Prognose-limitierende Komplikationen Einfluss nehmen

    Ein sorgfältiges Management der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen kann – besonders als Überbrückung zur Lebertransplantation – die Prognose deutlich verbessern. Die folgende kurze Übersicht fokussiert auf die neuen Entwicklungen der letzten zwei Jahre.

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  • Portale Hypertension – Komplikationen frühzeitig verhindern

    Die portale Hypertension (PH), der Pfortaderhochdruck, kann grundsätzlich seine Ursache vor der Leber (prähepatische PH), in der Leber (intrahepatische PH) oder nach der Leber (posthepatische PH) haben. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ist die Ursache der portalen Hypertension eine Leberzirrhose und damit intrahepatisch. Die PH ist die Grundlage für die Entwicklung aller Komplikationen der Leberzirrhose mit Ausnahme des HCC. Sie führt zur Ausbildung von Varizen und unter Umständen in weiterer Folge zur Varizenblutung und zur Aszitesbildung. Sie ist Grundvoraussetzung für eine spontan bakterielle Peritonitis, welche wiederum eine häufige Ursache für das Auftreten eines hepatorenalen Syndroms ist. Auch die hepatische Enzephalopathie ist meist eine Folge der Kollateralisation des Pfortadergebiets infolge der portalen Hypertension.

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  • THEMENLBOCK Leberherd als Zufallsbefund

    Als Leberherd wird eine umschriebene strukturelle Auffälligkeit des Leberparenchyms bezeichnet, die in einem bildgebenden Verfahren wie CT, MRT oder Sonografie zu erkennen ist. Leberherde können bekanntlich gutartig (z. B. fokal-noduläre Hyperplasie, Adenom, Hämangiom, Zysten) oder bösartig (z. B. hepatozelluläres Karzinom,…

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  • Genetische Untersuchungen in der Hepatologie – Verschwimmende Grenzen zwischen prädiktiver genetischer Diagnostik und Erfassung von genetischen Risikofaktoren

    Die Diagnostik von Lebererkrankungen beruht traditionell auf einer klinisch-anamnestisch geleiteten Laboranalytik in Kombination mit bildgebenden Untersuchungen. Genetische Analysen haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, was Patienten und Ärzte vor neue Herausforderungen bei der Indikationsstellung und der Interpretation einer rasch wachsenden Zahl von Untersuchungen bzw. deren Ergebnissen stellt. Insbesondere verschwimmt zunehmend die Grenze zwischen prädiktiver genetischer Diagnostik und Erfassung von genetischen Risikofaktoren durch immer tiefere Einblicke in unseren genetischen Bauplan sowie rasante Fortschritte in der Sequenzierungs- und Genotypisierungstechnologie.

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  • THEMENBLOCK Nicht nur der Tumor bestimmt die Prognose

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) entsteht in der westlichen Welt in über 90 % der Fälle auf dem Boden einer Leberzirrhose. Das Risiko eines Leberzirrhotikers, an einem HCC zu erkranken, steigt mit der Dauer der Lebererkrankung und liegt laut internationaler Studien zwischen 2–4 % pro Jahr. neben der Hepatitis- B- und Hepatitis-C-assoziierten Leberzirrhose wurden zunehmend Arbeiten publiziert, die eine Assoziation zwischen HCC und der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung belegen.

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