GA 06|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter

Zum Geleit

  • Kassenpatienten versus Privatversicherte – Eine Milliarde Euro nur für mehr Komfort?

    Die Aufregung war groß, als der VKI in seiner Zeitschrift „Konsument“ Ungleichbehandlungen zwischen „normalen“ Patienten und Patienten mit Zusatzversicherungen bei Operationen feststellte. Bundesminister Stöger nannte solches eine „Sauerei“ und verwies auf die geplante Reform des Krankenanstaltengesetzes im kommenden Jahr, das die Krankenanstalten verpflichten soll, ein Wartezeiten-Management einzuführen, indem durch standardisierte medizinische Kriterien die Terminreihung für Patienten, die auf Operationen warten, transparent und daher nachvollziehbar wird.

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Editorial

  • Was unsere Patientinnen wollen

    „Länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit“

    Tatsächlich wollen unsere Patientinnen (und ihre Angehörigen) eigentlich das Gleiche wie wir auch, nämlich länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit. Für diesen Wunsch gibt es viele Synonyme wie z. B. „älter werden und jung bleiben“ oder wissenschaftlich korrekt „disability free life expectancy“; darunter ist das Verhältnis zwischen Gesamtlebenserwartung und gesunden Lebensjahren zu verstehen, also die Lebensspanne, die ein Mensch ohne Behinderungen verbringt. Und da schaut es für Österreich nicht wirklich gut aus!

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Seite des BÖG

  • Ein unmoralisches Angebot

    Zusatzvereinbarung zum SVA-Honorarvertrag

    Kennen Sie diesen Filmklassiker? Robert Redford spielt einen Milliardär, der einem Paar, das in finanzielle Not geraten ist, eine Million Dollar für eine Liebesnacht bietet. Dieser Deal wird zwischen allen Beteiligten vertraglich abgesichert, doch dann kommen die unerwarteten Ereignisse, denn bei Vertragsabschluss ist sich keiner der Tragweite solcher Vereinbarungen bewusst.

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Gynäkologische Onkologie

Gynäkologie & Geburtshilfe

Frauengesundheit

  • Labordiagnostik bei Osteoporose

    Zur Abklärung von Risikofaktoren und Therapieüberwachung

    Im Österreichischen Osteoporosebericht 2007 wird geschätzt, dass in Österreich 740.000 über 50-Jährige von Osteoporose betroffen sind. Das wären jede 3. Frau und jeder 6. Mann. Mit Hilfe der Labordiagnostik kann die Osteoporose zwar nicht diagnostiziert werden. Es können aber Risikofaktoren für die Entstehung einer Osteoporose erfasst und die Therapie der Osteoporose mit einfachen und kostengünstigen Laborwerten überwacht werden.

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  • Östrogene zur primären Prävention der Osteoporose

    Hormonersatztherapie in der Menopause

    Bei Östrogenmangelzuständen können in jedem Alter osteoporotische Frakturen auftreten, allerdings ist insbesondere postmenopausal mit einem deutlichen Ansteigen einerseits von Frakturen im Bereich der Wirbelkörper und andererseits nicht-vertebraler Frakturen, so vor allem von Hüftfrakturen zu rechnen. Diese haben naturgemäß nachhaltige Folgen auf die Lebensqualität, in schwereren Fällen besteht Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. Jede bereits erlittene Fraktur erhöht überdies das Risiko für weitere Frakturen.

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  • Schwangerschaftsassoziierte Osteoporose

    Vor allem im letzten Trimenon und postpartal daran denken

    Die schwangerschaftsassoziierte Osteoporose (SAO) stellt eine Sonderform der Osteoporose dar. In der Literatur wird ein Wert von 0,4 auf 100.000 Schwangerschaften für die transiente regionale Osteoporose angegeben. Bezüglich der tatsächlichen Prävalenz gibt es kaum konklusive Daten. Insbesondere im 3. Trimester der Schwangerschaft ist die Differenzialdiagnose bei Auftreten von muskuloskelettalen Schmerzen im Bereich des Rückens und des Lumbosakralbereichs, aber auch im Bereich der Hüftgelenke schwierig.

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  • Kleines Impflexikon – Teil 8: Erreger kennen keine Grenzen

    Impfmaßnahmen haben in Europa zu ganz wesentlichen gesundheitlichen Verbesserungen geführt, vor allem für Kinder. So ist beispielsweise weltweit zwischen den Jahren 2000 und 2008 die Zahl der Poliofälle um 99% und die von Masern-Mortalität um 78% zurückgegangen. Hohe Mobilität und der Rückgang der Akzeptanz von Impfungen gefährden nun diesen Erfolg. Epidemische Masernausbrüche, in erster Linie in Frankreich, Deutschland und Bulgarien (auch in Österreich waren heuer schon 34 Fälle zu registrieren) und insbesondere das Wiederauftreten von Polio unterstreichen diese Gefahr.

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