SO 02|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski

Focus: Update Kolon- und Rektumkarzinom

  • Internistisch-onkologische Therapie des kolorektalen Karzinoms
    Dank 1.) der Verfügbarkeit neuer, wirksamerer Substanzen inklusive Oxaliplatin, Irinotecan, der oralen 5-FUProdrugs Capecitabin und Uracil/Tegafur sowie der monoklonalen Antikörper Bevacizumab, Cetuximab und Panitumumab sowie 2.) der nunmehrigen Kenntnis prognostisch und therapeutisch relevanter Biomarker und 3.) dank des heute etablierten ...Weiterlesen ...
  • Standards in den Stadien II, III und künftige Entwicklungen – Adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms

    Eine adjuvante Chemotherapie beim Kolorektalkarzinom verlängert das krankheitsfreie Überleben wie auch das Gesamtüberleben signifikant. In klinischen Studien wird derzeit die zusätzliche Gabe von monoklonalen Antikörpern zur Standardtherapie überprüft. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Identifikation und Etablierung von prognostischen und prädiktiven Markern als Grundlage für die individualisierte Therapie. Nachfolgend werden die Therapieoptionen des Kolonkarzinoms im Stadium III und II, die Behandlungsmöglichkeiten älterer Patienten sowie künftige Entwicklungen im adjuvanten Setting zusammengefasst.

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  • Chemotherapie, VEGF- und EGFR-gerichtete Therapien – Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms

    Kolorektale Karzinome (CRC) sind die zweithäufigsten soliden Tumoren bei Menschen beiden Geschlechts und sind für etwa 10 % der Todesfälle durch Krebserkrankungen in der westlichen Welt verantwortlich. In Österreich erkranken jährlich über 5.000 Patienten an einem kolorektalen Karzinom. 20–25 % der Patienten sind bei Diagnosestellung bereits in einem metastasierten Stadium. Der häufigste Metastasierungsort ist die Leber. Ein kleinerer Teil der Patienten (15 %) kann auch im metastasierten Stadium in kurativer Absicht behandelt werden. Für den überwiegenden Großteil der Patienten (85 %) bleibt der Therapieansatz palliativ mit dem Ziel der Lebenszeit- und Lebensqualitätsverbesserung.

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  • Neoadjuvante und operative Therapie bei Lebermetastasen

    Durch Screeningmaßnahmen und neue Therapiemöglichkeiten ist in den letzten beiden Jahrzehnten in Österreich die Mortalität beim kolorektalen Karzinom (CRC) von 1,9 % auf 1,2 % gesunken. Dennoch werden 4.500 bis 5.000 neue Patienten mit der Diagnose CRC entdeckt, das sind 13 % aller Krebsneuerkrankungen. Nach der Statistik Austria liegt das Kolonkarzinom bei Männern nach dem Prostata- und Lungenkarzinom an dritter Stelle, bei Frauen nach dem Mamakarzinom an zweiter Stelle.

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  • Nichtinvasives, gut akzeptiertes Therapieverfahren mit hoher Lokalkontrollrate – Stereotaktische Strahlentherapie in der Behandlung von kolorektalen Lebermetastasen

    KONTEXT: In den letzten zwei Jahrzehnten wurden für Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen multimodale Therapiekonzepte entwickelt, so dass eine metastasierte Erkrankung des Kolonkarzinoms mittlerweile zu einer chronischen Erkrankung geworden ist. Entsprechend der Anzahl und Lokalisation der Lebermetastasen sowie des allgemeinen Tumorstatus des Patienten wird individuell im Rahmen von interdisziplinären Tumorboards entschieden, mit welchem therapeutischen Verfahren der Patient behandelt wird. Diese Therapieoptionen umfassen chirurgische Interventionen, systemische Behandlungen, interventionelle Verfahren wie Chemoembolisation, Thermoablation, SIRT (selektive interne Strahlentherapie) und strahlentherapeutische Maßnahmen wie Ganzleberbestrahlung, perkutane stereotaktischen Radiotherapien und „High Dose Rate“-Brachytherapien (HDR). Alle Verfahren stehen für sich allein, werden jedoch vielfach in Kombination eingesetzt.

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  • Perioperative Therapie des Rektumkarzinoms

    Das Ziel einer effizienten Tumorbehandlung ist es, das Risiko eines residuellen Tumors möglichst gering zu halten (dieses sollte bei kurativer Behandlungsintention unter 5 % liegen). Die Früh- und Spätmorbidität durch die gewählte Behandlungsstrategie sollte so gering wie möglich sein. Ein vor rangiges spezielles Ziel bei der Therapie des Rektumkarzinoms ist die Erhaltung einer guten Sphinkterfunktion bei einer möglichst großen Anzahl der behandelten Patienten.

     

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  • K-ras und Mikrosatelliteninstabilität: Ursache, Nachweis, Bedeutung und Konsequenz

    In den letzten Jahren konnte nachgewiesen werden, dass Mutationen des K-ras-Gens bzw. des Mismatch-Repair-Systems einerseits Einfluss auf die Wirksamkeit von bestimmten Therapeutika und andererseits prognostische Relevanz haben können. Daher sollte heutzutage ein pathohistologischer Tumorbefund neben den klassischen morphologischen Parametern auch das Ergebnis einer entsprechenden molekularpathologischen Untersuchung enthalten. Dies betrifft beim Kolorektalkarzinom sowohl den K-ras-Mutationsstatus als auch Untersuchungen auf eine mögliche Mikrosatelliteninstabilität (MSI).

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Kongress

Palliativmedizin

Panorama

  • Grundlagen, Ablauf, Evidenz und die aktuelle Situation in Österreich Onkologische Rehabilitation

    Rehabilitation setzt sich zum Ziel, Menschen nach einer schwerwiegenden Erkrankung oder Verletzung wieder möglichst weitgehend in das berufliche und soziale Umfeld einzugliedern. Das ist bei einigen Erkrankungen, wie Apoplexie und Myokardinfarkt, schon gut etabliert, und der medizinische und volkswirtschaftliche Nutzen ist durch Studienergebnisse relativ gut abgesichert. Obwohl in deutlich geringerem Ausmaß, gibt es auch für PatientInnen mit malignen Erkrankungen zunehmend Evidenz, dass die Lebensqualität und der Verlauf der Erkrankung durch Rehabilitation positiv beeinflusst werden kann.

     

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Psychoonkologie

  • Überbringen schlechter Nachrichten

    „Eine schlechte Nachricht kann man nicht gut überbringen, sondern nur sofort.“

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  • Die Identifikation neuer Targets in der CML

    Die Identifikation und das zunehmend detailliertere Verständnis tumorspezifischer Signalwege haben wirkungsvolle und zugleich nebenwirkungsarme gezielte Therapieansätze ermöglicht. Das sicher erfolgreichste Beispiel dafür ist die CML, die durch die Blockade des konstitutiv aktiven Fusionsproteins BCR-ABL1 durch Imatinib und durch Zweite-Generation-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) wie Nilotinib und Dasatinib hoch effizient behandelt werden kann. Jedoch kann trotz dieses Quantensprungs in der Behandlung der CML mit diesem Konzept nach bisherigem Kenntnisstand keine dauerhafte Heilung erzielt werden.

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