SO 03|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinksi, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • Anstatt eines Editorials
    … möchte ich Ihnen heute kommentarlos einen Auszug aus einem Vortrag von Ian Tannock bei der gemeinsamen Jahrestagung der deutschen, schweizerischen und österreichischen Gesellschaften für Hämato- Onkologie bringen. In seinen Ausführungen in der Sitzung „Kosten neuer Medikamente“ zum Thema „What ...Weiterlesen ...

Focus: Hepatobiliäre Karzinome

  • Focus: Hepatobiliäre Karzinome – Vorwort
    Sehr geehrte KollegInnen!
    Der Focus dieser Ausgabe ist den primären hepatobiliären Karzinomen als in Österreich noch relativ seltenen Tumorentitäten gewidmet. Betrachtet man jedoch die PatientInnen mit chronischen Lebererkrankungen als die relevante Risikogruppe vor allem für das hepatozelluläre Karzinom, so stellt ...Weiterlesen ...
  • Die Ambulanz für das hepatozelluläre Karzinom im AKH Wien: State of the Art -Therapie und Zentrum innovativer Therapieentwicklung

    Die Ambulanz für hepatozelluläre Karzinome (auch HCC-Ambulanz bzw. Hepatom-Ambulanz genannt) ist eine Spezialambulanz, die im Bereich der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie bereits vor einigen Jahren errichtet wurde. Sie befindet sich im Ambulanzbereich der Abteilung auf der Leitstelle 7i. Sie steht für alle Anfragen im Zusammenhang mit der Diagnosestellung, der Befundinterpretation, der Therapieplanung und Therapiedurchführung für alle Patienten mit primären Lebertumoren zur Verfügung. In erster Linie handelt es sich dabei um Patienten mit hepatozellulären Karzinomen, darüber hinaus aber auch um Patienten mit cholangiozellulärem Karzinom sowie um die gesamte Palette der Differenzialdiagnosen von Raumforderungen der Leber.

     

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  • Überwachung der Risikogruppen und Diagnose des HCC

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist eine der häufigsten Todesursachen bei Patienten mit Leberzirrhose. Die Zahl steigt in letzter Zeit deutlich an, v. a. durch die sich häufenden Fälle von Hepatitis-C-Zirrhose. Deshalb ist es wichtig, Risikopatienten herauszufiltern und laufend zu über – wachen. Dieser Beitrag soll Risikogruppen definieren und Maßnahmen zur Überwachung zeigen. Zudem soll die Diagnostik des HCC dargestellt werden.

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  • Was ist relevant für die klinische Praxis? – Histopathologische Klassifikation des hepatozellulären und cholangiozellulären Karzinoms

    Eine genaue Charakterisierung von Tumoren des hepatobiliären Systems unter Berücksichtigung prognostischer/prädiktiver morphologischer, phänotypischer und molekularer Marker könnte in klinischen Studien zu einer Verfeinerung der Stratifizierung und letztlich zur Individualisierung der Therapie beitragen. Histopathologische Charakteristika und ihre praktische Relevanz werden im Folgenden für das hepatozelluläre und cholangiozelluläre Karzinom dargestellt.

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  • Stadiengerechte Therapie des hepatozellulären Karzinoms

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist weltweit eines der häufigsten Malignome, wobei geografische Unterschiede beobachtet werden. Bemerkenswerterweise nimmt das HCC vor allem in der westlichen Welt zu, obwohl es in unseren Breiten im Vergleich zu anderen malignen Erkrankungen selten ist. In Mitteleuropa liegt die Inzidenz bei etwa 2–8 pro 100.000 Einwohner und Jahr. Wie eine rezente Studie zeigte, ist hinsichtlich Mortalität gerade in Österreich eine deutliche Zunahme vor allem bei Männern zu beobachten.

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  • Hepatozelluläres Karzinom – Resektion und Transplantation

    KONTEXT: Die potenziell kurative Therapieoption des hepatozellulären Karzinoms (HCC) unterscheidet zwischen der Resektion des Tumors unter Belassen der zumeist zugrunde liegenden zirrhotischen Leber und der Transplantation, die den Tumor einschließlich der erkrankten Leber entfernt und durch eine Spenderleber ersetzt. Obwohl die Indikationen für die eine bzw. die andere Therapieoption oft miteinander vermischt werden, gibt es Richtlinien, die in diesem Artikel erläutert werden. Unter interdisziplinärer Observanz der Risikopatienten kommt der chirurgischen Therapieoption zunehmende Bedeutung zu, da ein größerer Prozentsatz an Patienten in einem frühen Tumorstadium diagnostiziert wird.

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  • Kurative und palliative interventionelle Therapien

    Die interventionell-radiologischen Therapiemöglichkeiten spielen eine entscheidende Rolle im multimodalen Behandlungskonzept des hepatozellulären Karzinoms (HCC). Im Folgenden wird näher auf die bereits etablierten Techniken und Indikationen sowie auf zukünftige Entwicklungen der verschiedenen interventionellen Therapien eingegangen.

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  • HCC-relevante Targets – Medikamentöse Therapie des hepatozellulären Karzinoms

    Die medikamentöse Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) hat in den letzten Jahren mit der Einführung des Multikinaseinhibitors Sorafenib (Nexavar®), basierend auf den positiven Ergebnissen zweier großer randomisierter klinischer Studien, einen großen Aufschwung genommen. Andere ziel gerichtete Therapien versprechen in Zukunft laufende Verbesserungen. Die in der Vergangenheit angewandten medikamentösen Therapien wie Chemotherapie oder hormonelle Therapie konnten keinen eindeutigen Überlebensvorteil zeigen.

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  • Abnahme extrahepatischer und Zunahme intrahepatischer CCC-Formen – Epidemiologie des cholangiozellulären Karzinoms in Österreich

    Das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) ist nach dem hepatozellulären Karzinom (HCC) der zweithäufigste primäre Lebertumor weltweit. Zum cholangiozellulären Karzinom zählen Tumoren, die von den kleinen intrahepatischen Gallengängen (intrahepatisches CCC) bzw. von den großen extrahepatischen Gallengängen (extrahepatisches CCC) ausgehen (Abb. 1). Extrahepatische CCC, die im Hilus-Bereich an der Bifurkation des großen rechten und linken Gallengangs auftreten, werden international wie national oft Klatskin-Tumoren genannt.

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  • Patientenselektion, Einschätzung der Resektabilität, Operationsstrategie – Chirurgische Therapieoptionen beim cholangiozellulären Karzinom

    Kontext: Cholangiozelluläre Karzinome (CCC) entstehen aus dem Epithel der intra- bzw. extrahepatalen Gallengänge. Intrahepatische CCC präsentieren sich meist als solitäre oder multiple Raumforderungen, deren Abgrenzung zu anderen Lebertumoren, insbesondere Metastasen, bildgebend schwierig sein kann. Extrahepatische CCC werden in proximale/perihiläre (Klatskin-Tumor) und distale CCC unterteilt und werden meist durch schmerzlosen Ikterus symptomatisch. Die vollständige Tumorresektion ist die einzige kurative Therapieoption bei CCC jeder Lokalisation. Die Resektabilität reicht von 10–30% beim perihilären bis zu 90% beim distalen CCC. Nach R0-Resektion erreichen die 5-Jahres-Überlebensraten maximal 26–67%, während bei nichtresektabler Erkrankung lediglich ein medianes Überleben von 6–12 Monaten erreicht werden kann1. Eine Verbesserung wird durch die Anwendung multimodaler Therapiestrategien erhoff

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  • Interventionell-endoskopische Therapie des Gallengangskarzinoms

    Gallengangskarzinome sind seltene Tumoren (< 2% aller Malignome), zeigen jedoch eine steigende Inzidenz bei nach wie vor deutlich eingeschränkter Prognose. Neben der klassischen hepatobiliären onkologischen Chirurgie kann speziell die interventionelle Endoskopie in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in der Technik sowie neue Therapiemodalitäten vorweisen.

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  • Hepatobiliäre Karzinome: Medikamentöse Therapie des cholangiozellulären Karzinoms

    Kontext: Das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) zählt mit 0,5–1% aller Neoplasien zu den seltenen malignen Erkrankungen. Die Karzinome der Gallengänge werden in intra- und extrahepatische Gallengangskarzinome unterteilt, wobei die Inzidenz der intrahepatischen cholangiozellulären Karzinome in Österreich in den letzten Jahren sowohl bei Männern als auch bei Frauen zugenommen, die der extrahepatischen hingegen abgenommen hat. Das Gallenblasenkarzinom nimmt eine Sonderstellung ein. Das extrahepatische cholangiozelluläre Karzinom kann man weiters in das perihiläre bzw. den Klatskin-Tumor (entsteht in der Bifurkation des Ductus hepaticus) und in das distale CCC unterteilen. Risikofaktoren für das Gallenblasenkarzinom stellen die Cholezystolithiasis, die Porzellangallenblase, Gallenblasenpolypen, Adipositas sowie chronischer Salmonellenbefall dar; für das CCC gelten die primär sklerosierende Cholangitis, Colitis ulcerosa, das Caroli-Syndrom sowie chronischer Befall der Gallengänge mit Parasiten als Risikofaktoren.

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Kongress

Palliativmedizin

Panorama

  • Grundlagen und klinische Aspekte der supportiven Ernährungstherapie – Die Rolle der Ernährung in der Hämato-Onkologie

    In der Hämato-Onkologie müssen häufig Patienten mit beträchtlichen Komorbiditäten durch Chemo – therapie, Strahlentherapie bzw. Biologicals belastet werden. Behandlungen von Infektionen, Blutungen, Stimulierung der Hämatopoese sowie Prävention bzw. Linderung von Übelkeit und Erbrechen, Schmerzen und der Fatigue sind unerlässlicher Bestandteil in der Supportivtherapie. Die Datenlage bezüglich Ernährung ist hinsichtlich randomisierter Studien geringer, und die Ernährungstherapie in der Hämato-Onkologie weniger etabliert.

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  • MALT-Lymphom des Magens – Konsensuelle Empfehlungen zum Krankheitsmanagement

    Extranodale Marginalzonen-B-Zell-Lymphome des Magens vom MALT-Typ sind selten, weshalb es keine prospektiven, randomisierten Studien in diesem Indikationsbereich gibt. Insofern können keine Richtlinien mit hohem Evidenzgrad erstellt werden, die EGILS-Gruppe (European Gastro-Intestinal Lymphoma Study) hat jedoch kürzlich Empfehlungen auf Basis der vorhandenen Daten publiziert.

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  • Im Wandel der Zeit – MRD-Monitoring der akuten lymphatischen Leukämie

    In Österreich wurde im Jahr 2008 bei 894 Menschen die Diagnose einer Leukämie gestellt (Quelle: Statistik Austria). Der Anteil der erwachsenen Patienten mit einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL) liegt bei 50 bis 75 Neuerkrankungen pro Jahr mit einem Inzidenzgipfel bei Adoleszenten und bei älteren Patienten (> 75 Jahre). Im Gegensatz zur kindlichen ALL beträgt das Überleben bei ALLPatienten im Alter zwischen 18 und 60 Jahren durchschnittlich nur 35 %. Die Prognose hängt im Wesentlichen vom Alter und auch vom Subtyp der akuten lymphatischen Leukämie und deren Behandlungsstrategien ab.

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  • Die Chancen bei Brustkrebs ganz einfach verbessern

    Ein strukturiertes Screening zur Früherkennung des Mammakarzinoms, die Betreuung von Hochrisikopatientinnen und die Behandlung von Mammakarzinompatientinnen in einem der zwölf zertifizierten Brustgesundheitszentren könnten die Chancen Betroffener sofort verbessern.

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Psychoonkologie

  • Überbringen schlechter Nachrichten

    „Menschen, die ihre Ausgangslage verstehen, sind in der Lage, trotz Krankheit (dem, was nicht mehr geht) dem Leben (dem, was noch möglich ist) Sinn und Gestalt zu geben“ (Aaron Antonovsky)

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Translationelle Onkologie

  • Risiko-Klassifikation im Zeitalter neuer Therapien Zytogenetik beim multiplen Myelom

    KONTEXT: Obwohl die klinische Manifestation des multiplen Myeloms (MM) homogen erscheint (Plasmazellvermehrung im Knochenmark, osteolytische Knochenläsionen, Paraprotein im Serum und/oder Harn), zeigen viele Beobachtungen, dass das MM durch heterogene Subtypen gekennzeichnet ist. Dies geht insbesondere auf die klinische Beobachtung zurück, dass die Erkrankung zwischen besonders aggressiven bzw. indolenten Verläufen variieren kann, was sich auch in einer Überlebenszeit von wenigen Monaten bis mehr als 10 Jahren widerspiegelt. Daher kommt der Erfassung prognostischer Subgruppen große Bedeutung zu, gerade durch die Verfügbarkeit neuer therapeutischer Möglichkeiten. Dabei zählen genetische Veränderungen zu den bedeutsamsten Prognosefaktoren beim MM.

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