Rubrik: Schlaganfall

  • Schlaganfall ist eine neurologische Erkrankung

    Galt Schlaganfall seit 1955 im Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD) als Herz-Kreislauf-Erkrankung, brachte die von der WHO am 18. 6. 2018 vorgestellte neue, elfte Version der ICD einen Paradigmenwechsel: die Neuklassifikation von Schlaganfall als neurologische Erkrankung. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Grisold vom Ludwig Boltzmann Institute for Experimental und Clinical Traumatology, Wien, bezeichnet diese Änderung als „epochalen Erfolg, den die Weltföderation für Neurologie (WFN) zu verzeichnen hat“.* Die ICD-11 soll am 1. 1. 2022 in Kraft treten.

    Weiterlesen ...
  • Ischämische Schlaganfälle in der hinteren Strombahn

    Ungefähr ein Fünftel aller ischämischen Schlaganfälle sind in der hinteren Strombahn, im hinteren Zirkulationskreislauf lokalisiert: Das betrifft infratentoriell den Hirnstamm und das Kleinhirn und supratentoriell den Okzipitallappen – entsprechend dem vertebrobasilären Versorgungsgebiet (inkl. Arteriae cerebri posteriores).1, 2

    Weiterlesen ...
  • Thrombektomie im Zeitfenster nach 6 Stunden

    „Schlaganfall: Zeitfenster größer als angenommen“ titelte Der Standard online am 1. Februar 2018, nachdem zuvor auf der International Stroke Conference in Los Angeles die Ergebnisse der randomisierten DEFUSE-3-Studie veröffentlicht wurden. In DEFUSE 3 zeigte sich ein deutlich besseres funktionelles Ergebnis…

    Weiterlesen ...
  • Ergebnisse des Österreichischen Stroke-Unit-Registers 2017

    Im Jahr 2017 wurden 4 wichtige Arbeiten aus dem Österreichischen Stroke-Unit-Register (ASUR – Austrian Stroke Unit Registry) veröffentlicht. Diese werden Ihnen im Folgenden vorgestellt.

    Weiterlesen ...
  • Schlaganfallregister in Österreich soll Abläufe verbessern

    Seit dem Jahr 2003 werden an einer steigenden Zahl österreichischer Stroke Units schlaganfallrelevante Daten in einem überregionalen Register dokumentiert. Derzeit sind 38 Stroke Units in Österreich aktiv daran beteiligt.

    Weiterlesen ...
  • Hier einige Auswertungen des Schlaganfall-Registers von 2013 bis 2016

    2013 Bisher ca. 97.000 Fällen eingegeben Standardauswertungen des Schlaganfall-Registers zeigen, dass z. B. der direkte Zutransport (versus über ein anderes Krankenhaus) im Jahresverlauf (Abb. 1) und der Anteil der PatientInnen mit einer Door-to-Needle-Time bis 30 Minuten stetig zunehmen (Abb. 2)….

    Weiterlesen ...
  • Ergebnisse des Österreichischen Stroke-Unit-Registers 2016

    Im Jahr 2016 wurden vier wichtige Arbeiten aus dem Österreichischen Stroke-Unit-Register (ASUR – Austrian Stroke Unit Registry) veröffentlicht und eine Arbeit zur Publikation angenommen. Das Register wird zunehmend international beachtet. Erstmals wurden Daten auch in eine internationale Kooperation eingebracht. Mit Zustimmung des österreichischen Bundesministerium für Gesundheit und Frauen haben wir 2017 die Möglichkeit, das SU-Register anzupassen (Reduktion der einzugebenden Daten um ca. 30 %; Ergänzung wichtiger Aspekte). Das Stroke-Unit-(SU-)Register soll im LKF-System verankert werden, und es sollen – mit vereinfachtem Datensatz – alle Schlaganfall-PatientInnen in Österreich im LKF-System näher charakterisiert werden.

    Weiterlesen ...
  • Embolektomie: Umsetzung des neuen Therapiestandards in Österreich

    Alle zuständigen europäischen Gesellschaften empfehlen die rasche Umsetzung der Embolektomie. Bundesländerübergreifende Regelungen werden in Österreich zu implementieren sein.

    Weiterlesen ...
  • Schlaganfallversorgungsmodelle: eine multiprofessionelle Herausforderung

    Weltweit ereignen sich 17 Millionen Schlaganfälle pro Jahr. Die hohe Prävalenz von 6 Millionen Betroffenen alleine in den USA und 8,3 Millionen in Europa sowie die von der WHO vorliegenden Daten zur steigenden Krankheitslast („The Global Burden of Disease“) von schlaganfallbedingten Behinderungen (disability-adjusted life years: 38 Millionen 1990, bis zu 61 Millionen im Jahr 2020) unterstreichen die medizinische und soziale Bedeutung des Schlaganfalls.1

    Weiterlesen ...
  • Ergebnisse des Österreichischen Stroke-Unit-Registers 2015

    Im Jahr 2015 wurden drei wichtige Arbeiten aus dem Österreichischen Stroke-Unit-Register (ASUR – Austrian Stroke Unit Registry) publiziert bzw. zur Publikation angenommen. In diesem Register, das zunehmend international beachtet wird, sind mehr als 100.000 PatientInnen mit TIA/Schlaganfall dokumentiert.

    Weiterlesen ...
  • Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft 2016

    Bereits zum 19. Mal findet vom 21. bis 23. Jänner 2016 die Jahrestagung der österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft statt, veranstaltet diesmal von der Donauuniversität Krems, Niederösterreich. Michael Brainin und Willfried Lang haben ein äußerst hochkarätiges wissenschaftliches Programm zusammengestellt.

    Weiterlesen ...
  • Global Burden of Disease Study 2013 – Mortalitätstrends 1990–2013

    Trotz sinkender Tendenz sind ischämische Herzerkrankungen und Schlaganfall die beiden Haupttodesursachen in Österreich, die Mortalität durch Alzheimer nimmt zu.

    Weiterlesen ...
  • Laufende Auswertungen des Österreichischen Schlaganfall-Registers 2014

    Eine wichtige Aktivität der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF) ist die Entwicklung des Stroke-Unit-Netzwerks. Die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse des Österreichischen Schlaganfall-Registers (ÖSG), die Präsentation der Ergebnisse bei den Tagungen der Gesellschaft und die gemeinsame Diskussion haben dabei eine besondere Bedeutung. In der Ausgabe 2/14 von neurologisch wurde über die Ergebnisse der Publikationen des Jahres 2013 berichtet. Im Folgenden soll über die laufenden Auswertungen berichtet werden. Jede Stroke-Unit, die Daten in das Register eingibt, kann eine wissenschaftliche Auswertung beantragen. Alle Auswertungen werden von DI Leonhard Seyfang statistisch betreut.

    Weiterlesen ...
  • 18. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft, 22.–24. Jänner 2015, Feldkirch

    Im Jänner 2014 wurde am Institut für Akutneurologie und Schlaganfall (IANS) des Akademischen Lehrkrankenhauses Feldkirch die erste Stroke Unit Vorarlbergs eröffnet. Damit verfügt nun auch das westlichste Bundesland über eine zentrale Anlaufstelle für die Akutversorgung von SchlaganfallpatientInnen. Grund genug, die traditionelle Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF) zum ersten Mal in der Geschichte in Vorarlberg zu veranstalten. Im Namen der Gesellschaft und des lokalen Organisationsteams dürfen wir Sie dazu ganz herzlich einladen!

    Weiterlesen ...
  • Wissenschaftliche Auswertungen des österreichischen Schlaganfall-Registers 2013

    Bisher wurden über 100.000 SchlaganfallpatientInnen aus den 35 Stroke Units im österreichischen Schlaganfall-Register dokumentiert: Eine solche Datenbank ermöglicht detaillierte Analysen zur Schlaganfallversorgung. 2013 erschienen 6 Publikationen in internationalen Zeitschriften.

    Weiterlesen ...
  • Fibrinogen als Marker für das Einblutungsrisiko

    Matosevic et al. von der Universitätsklink Innsbruck untersuchten den Verlauf des Fibrinogenspiegels in den ersten Stunden nach Thrombolyse und einen möglichen Zusammenhang mit symptomatischen Einblutungen. PatientInnen mit symptomatischer Einblutung nach Thrombolyse wiesen einen signifikant höheren Abfall des Fibrinogenspiegels in den…

    Weiterlesen ...
  • Faktor Zeit bei der Thrombolysetherapie

    In dieser Registerstudie der American Stroke Association wurden Daten von über 58.000 thrombolysierten PatientInnen ausgewertet. In der gepoolten Analyse der randomisierten Studien hatte sich ja schon eine Zeitabhängigkeit des Risiko-Nutzen-Verhältnisses der Thrombolyse bei Schlaganfall klar gezeigt. Diesen Zusammenhang konnte diese…

    Weiterlesen ...
  • Konservative Therapie besser als Stentimplantation

    Die SAMMPRIS-Studie verglich bekanntlich die intensive konservative Behandlung symptomatischer intrakranieller Gefäßstenosen mit der Stentimplantation. Die Studie war aufgrund von Sicherheitsbedenken vorzeitig abgebrochen worden, weil signifikant mehr PatientInnen in der Stentgruppe den primären Endpunkt Tod oder Schlaganfall erreicht hatten. Nun liegt…

    Weiterlesen ...
  • Stroke-Unit-Betreiber-Treffen 2013

    Dieses Jahr fand zum 14. Mal das jährliche Stroke-Unit-Betreiber-Treffen in Wien statt. Rund 60 schlaganfall­interessierte Neurologinnen und Neurologen aus allen österreichischen Stroke Units kamen, um aktuelle Entwicklungen aus dem Schlaganfallsektor und Relevantes für die Praxis zu diskutieren.

    Weiterlesen ...
  • Therapie und Prophylaxe des Schlaganfalls – ein Update 2013

    Durch den Film „Amour“ von Michael Haneke, der dieser Tage mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist der Schlaganfall medial in den Mittelpunkt gerückt und hat in der Bevölkerung sehr viel Aufmerksamkeit erfahren. Die Häufigkeit des Schlaganfalls und die damit verbundenen Folgen für Betroffene und Kosten für das Gesundheitssystem werden über die nächsten Jahrzehnte beträchtlich ansteigen, basierend auf den demo­grafischen Entwicklungen (Alterspyramide) und der Zunahme von Übergewicht und Diabetes. Eine effiziente Weiterentwicklung der Schlaganfallakuttherapie und -prävention ist entscheidend, um diesem Trend entgegenzuwirken.

    Weiterlesen ...
  • Aktuelles zum Schlaganfall


    Die kommende Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft (ÖGSF) vom 24.–26. 1. 2013 in Graz wird einige Themen aufgreifen, die aktuell auch in den Journals ihren Niederschlag finden. Dazu gehören die Therapie des akuten Schlaganfalls und als besonderer Schwerpunkt der Schlaganfall in jüngerem Lebensalter.

    Weiterlesen ...
  • Das Training zukünftiger interventioneller Neuroradiologen: die europäische Ausbildungscharta

    Das Europäische Trainingscurriculum der UEMS* soll eine einheitliche und umfassende Ausbildung zum/zur interventionellen Neuroradiologen/Neuroradiologin gewährleisten. Die Ausbildung ist für alle medizinischen Fachrichtungen offen.

    Weiterlesen ...
  • European Stroke Science Workshop 2011

    Im Dezember 2011 veranstaltete die European Stroke Organisation (ESO) in Garmisch-Partenkirchen erstmals einen Stroke Science Workshop. Die rund 100 TeilnehmerInnen erlebten dabei ein äußerst spannendes wissenschaftliches Programm. Die Intention der Veranstalter war es, Top News aus der aktuellen Schlaganfallforschung mit breiter Diskussionsmöglichkeit zu vermitteln.Organisiert und zusammengestellt wurde das Programm von einem Komitee der ESO, das von Heinrich Mattle aus Bern geleitet wurde und dem weiters Michael Brainin, Angel Chamorro, Werner Hacke, Michael Hennerici und Didier Leys angehörten.

    Weiterlesen ...
  • Ergebnisse des 12. Stroke-Unit-Betreibertreffens 2011

    Schlaganfall-Register: Am 18. November fand im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien das 12. Stroke-Unit-Betreibertreffen statt. Dabei wurden von Mag. Gollmer (Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen, BIQG) die Ergebnisse des gemeinsamen Schlaganfall-Registers berichtet: Mit über 70.000 konsekutiv dokumentierten Schlaganfall-PatientInnen handelt es…

    Weiterlesen ...
  • Endovaskuläres Schlaganfallmanagement

    Wozu endovaskulär intervenieren? Die endovaskuläre Schlaganfallbehandlung ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass die Rekanalisationspotenz intravenöser Thrombolyse dann an ihre Grenzen stößt, wenn es sich um proximal gelegene und/oder langstreckige Gefäßverschlüsse handelt. Die akute Schlaganfalltherapie mittels intravenöser rTPA-Applikation gilt dabei…

    Weiterlesen ...
  • Funktionelle elektrische Stimulation

    Im Juni 2010 startete das Zentrum für Klinische Neurowissenschaften an der Donau- Universität Krems eine Serie von „Krems-Konferenzen“, bei denen aktuelle Themen der Neurorehabilitation, die für die interdisziplinäre Praxis und Forschung relevant sind, behandelt werden. Hervorstechendes Merkmal der Krems-Konferenzen ist…

    Weiterlesen ...