Kongress-Highlights

Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft (ÖGSF) 2021

23.12.2021

Ungewöhnliche Ursachen und Erscheinungsbilder des Schlaganfalls: Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten der ÖGSF, Univ.-Prof. Wolfgang Serles (AKH...

ECTRIMS 2021: verbesserte Lebensqualität für MS-Betroffene

23.12.2021

Eigentlich war geplant gewesen, dass der ECTRIMS-Kongress 2021 in Wien stattfinden sollte. Doch aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie wurde beschlossen, den gesamten Kongress erneut virtuell abzuhalten. 200 Vortragende – Wissenschafter*innen, Neurolog*innen, Kliniker*innen und For­scher*innen aus der ganzen Welt – berichteten über die...

Natalizumab in der Therapie der Multiplen Sklerose

23.12.2021

Erfahrungen aus einer Real-Life-Kohorte über 15 Jahre Hintergrund: Natalizumab (NTZ) ist seit 2006 als Therapie der hochaktiven, schubhaft-remittierenden...

Langzeitwirksamkeit von Natalizumab

23.12.2021

Langzeitergebnis und Prädiktoren der langfristigen Krankheitsaktivität bei mit Natalizumab (NTZ) behandelten Patient*innen mit Multipler Sklerose (MS) – reale Daten aus dem Österreichischen MS-Therapie-Register (ÖMSTR) Hintergrund und Ziel: Das Ziel unserer Analyse war, erstens die Langzeitwirksamkeit von NTZ (≥ 7 Jahre) zu evaluieren und...

Liquor cerebrospinalis bei Multipler Sklerose

Neue Erkenntnisse aus der Routinediagnostik

23.12.2021

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. In der Diagnostik kommt neben der Magnetresonanztomografie (MRT) insbesondere der Untersuchung des Liquor cerebrospinalis ein hoher Stellenwert zu, denn dieser spiegelt aufgrund der anatomischen Nähe häufig die pathologischen Prozesse im zentralen...

Serum-Neurofilament und Altern

23.12.2021

Eine Studie über den Einfluss unterschiedlicher Marker auf die Neurofilament-Konzentration bei gesunden älteren Personen Hintergrund: Neurofilament Light...

Die CSFViennOCTiMS-Studie

23.12.2021

Zusammenhang zwischen Liquorparametern, Neurofilamenten und Netzhautschichtdicken bei Multipler Sklerose – Studie über die Assoziation zwischen...

Periphere Hämolyseparameter bei Multipler Sklerose

23.12.2021

Die Bildung von Eisenringen ist nicht signifikant assoziiert mit peripheren Hämolyseparametern bei Multipler Sklerose – Studie über die Assoziation zwischen peripheren Hämolyseparametern und der Bildung von Eisenringen bei Patient*innen mit Multipler Sklerose Hintergrund: Eisenbeladene Mikrogliazellen und Makrophagen können mittels MRT in der...

Netzhautausdünnung bei Multipler Sklerose

23.12.2021

Der Vitamin-D-Spiegel steht nicht in Zusammenhang mit Netzhautausdünnung bei Multipler Sklerose – Studie über die Assoziation zwischen Vitamin-D-Spiegel...

Multiple Sklerose: Vorhersage zukünftiger Krankheitsaktivität

23.12.2021

Freie Leichtketten im Liquor ermöglichen frühe Risikoeinschätzung bei Multipler Sklerose Hintergrund: Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die mit dem Risiko einer körperlichen und kognitiven Beeinträchtigung einhergeht. Mittlerweile stehen verschiedene krankheitsmodifizierende...

Kachel Blutbildparameteranalyse

Blutbildparameteranalyse bei pädiatrischen MOG-Antikörper-assoziierten Erkrankungen

23.12.2021

Hintergrund: MOG-Antikörper-assoziierte Erkrankungen (MOGAD) sind eine Gruppe erworbener demyelinisierender Syndrome des zentralen Nervensystems. Dabei binden...

Der VIPRiMS-Score

23.12.2021

Quantifizierung des Risikos der Reaktivierung einer Multiplen Sklerose in der Schwangerschaft und nach der Geburt Hintergrund: Die Multiple Sklerose (MS) betrifft primär Frauen im gebärfähigen Alter. Als erfreuliche Folge der Verbesserungen in Prognose und Therapie in den letzten Jahrzehnten kann sich ein Kinderwunsch auch für Frauen mit MS...

Optikusneuritis und Remissionsvorhersage

23.12.2021

Reduktion retinaler Schichtdicken nach Optikusneuritis als Prädiktor der Remission künftiger Schübe bei schubförmiger Multipler Sklerose Hintergrund: Die Remission von Schüben ist ein wichtiger Faktor für die kurz- und langfristige Prognose bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) und hängt vom Grad der irreversiblen neuroaxonalen...

Humorale Immunantwort auf SARS-CoV-2-Impfstoffe bei Multipler Sklerose und gesunden Kontrollpersonen

23.12.2021

Eine österreichische prospektive multizentrische Kohortenstudie Hintergrund: Als Resultat einer bisher nie dagewesenen weltweiten wissenschaftlichen Anstrengung wurden 2021 mehrere Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus entwickelt, die tatsächlich den „game changer“ in der Pandemie-Bekämpfung darstellen. Sämtliche in Österreich verfügbaren...

Humorale Immunantwort nach COVID-19 bei Multipler Sklerose

23.12.2021

Eine österreichweite Studie Hintergrund: Die SARS-CoV-2-/COVID-19-Pandemie hält die Welt unverändert in Atem. Die Pandemiebekämpfungsmaßnahmen beruhen unter anderem wesentlich auf der Annahme, dass Genesene eine Immunität gegen das SARS-CoV-2-Virus aufweisen. Patient*innen mit Multipler Sklerose werden häufig mit ins Immunsystem eingreifenden,...

Riechschwelle als Prädiktor von Therapieansprechen bei schubförmiger Multipler Sklerose

23.12.2021

Ausgezeichnet mit dem Young Investigator Award ECTRIMS 2021 Hintergrund: Einschränkungen der Riechfunktion bei Multipler Sklerose (MS) wurden in den letzten Jahren zunehmend berichtet, wobei die Prävalenz abhängig von verschiedenen Testmethoden und Patient*inn­en­kollektiven zwischen 30 % und 75 % lag. Es wurde bereits gezeigt, dass eine...

Der Timed 25-Foot Walk

23.12.2021

Eine sinnvolle Ergänzung zum EDSS-Wert bei Multipler Sklerose Hintergrund: Die Gangbeeinträchtigung ist eines der häufigsten und am stärksten einschränkenden Defizite für Personen mit Multipler Sklerose (PmMS). Häufig treten bereits am Beginn der Erkrankung erste Beeinträchtigungen auf, die sich über die Zeit verschlechtern. Um...

Morphologische Korrelate von Fatigue bei Patient*innen mit Multipler Sklerose

23.12.2021

Hintergrund: Neben kognitiven Veränderungen, depressiven und Angstsymptomen zählt auch die Fatigue zu den so genannten „versteckten Symptomen“ bei...

Kachel Veränderung MS

Mikroglia: Phänotypische Veränderungen in der Multiplen Sklerose

Dr. Tobias Zrzavy, PhD, 23.12.2021

Mikroglia sind die im zentralen Nervensystem (ZNS) ansässigen Phagozyten und werden durch lokale Selbsterneuerung über die gesamte Lebensspanne erhalten....

DGN-Kongress 2021 | Neuroinfektionen unter Immunsuppression: Woran ist zu denken?

Prim. Univ.-Prof. Dr. Johann Sellner MBA FAAN FANA FEAN, 23.12.2021

Einleitung Infektionen des zentralen Nervensystems (ZNS) sind weiterhin mit einer hohen Sterblichkeitsrate und erheblichen Langzeitsfolgen verbunden. Um die Prognose zu verbessern, sind ein frühzeitiges Erkennen von Anzeichen der Erkrankung und die darauffolgende Einleitung von zielgerichteten Behandlungsmaßnahmen sowie eine Vigilanz für das...

EAN-Kongress 2021

19.10.2021

Die Zahlen rund um den EAN-Kongress 2021 sind beeindruckend. 323 Sessions fanden statt, bei denen über 11.000 Teilnehmer*in­nen aus 130 Ländern dabei waren. 1.657 Abstracts wurden eingereicht, 1.236 davon wurden akzeptiert. 56 virtuelle Ausstellungen gesponsert von 23 Industriepartnern und 23 NPOS fanden ebenfalls statt. Wir haben im Folgenden einige...

Fatigue, Schlaf und Lichttherapie bei Multipler Sklerose

19.10.2021

Hintergrund Fatigue zählt zu den häufigsten Symptomen bei Multiple Sklerose (MS) und ist auch oft jenes, welches die Patient*innen im Alltag stark einschränkt.1 Bisher verfügbare medikamentöse Behandlungsansätze wirken laut aktuellen Erkenntnissen nicht signifikant besser als Placebo, gehen aber häufig mit unerwünschten Nebenwirkungen...

Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN)

23.7.2021

Die Jahrestagung der AAN gehört zu den weltweit führenden Neurologie-Veranstaltungen und bietet den Raum, um mehr über wissenschaftliche Durchbrüche und modernste Therapeutika zu erfahren. Beim AAN 2021 wurden mehr als 2.000 wissenschaftliche Abstracts in mehreren Formaten angeboten, dazu 7 Plenarsitzungen mit führenden Neuro­log*innen sowie mehr...

Management der Arm-Spastizität mit Botulinumtoxin A

23.7.2021

Dieser Artikel beruht auf der Posterpräsentation von Jacinto et al. bei der AAN 2021.1 Hintergrund Während die Richtlinien zur Behandlung von spastischen Armparesen sowie die Produktbeschreibungen der zugelassenen Botulinumtoxin- A-Produkte darauf hinweisen, dass die Behandlung mit Botulinumtoxin A (BoNT-A) nicht häufiger als alle 12 Wochen...

ATH434 für die Behandlung der Multisystematrophie

23.7.2021

Hintergrund Die Multisystematrophie (MSA) ist pathologisch durch die Aggregation von α-Synuclein in Oligodendrogliazellen sowie durch eine selektive Neurodegeneration, Gliose und erhöhte Eisenkonzentration in subkortikalen motorischen Kernen einschließlich der Substantia nigra (SN) gekennzeichnet. ATH434 (früher PBT434) ist eine hirngängige...

Fortgeschrittene Multiple Sklerose: Neurofilament-Leichtketten im Serum (sNfL) korrelieren mit verringertem Volumen der grauen Hirnsubstanz

23.7.2021

Hintergrund Bei Personen mit Multipler Sklerose („Persons with MS“, kurz: pwMS) konnten pathologische Veränderungen der grauen Hirnsubstanz mit physischen sowie kognitiven Be­einträchtigungen in Verbindung gebracht werden.1–3 Erhöhte Serumkonzentrationen von intrazellulären neuronalen Proteinen, den Neuro­filament-Leichtketten (sNfL) im...

cc_Tobias-M.-Eckrich

Highlights von der ESO-WSO Virtual Conference 2020

26.3.2021

I. Endovaskuläre Schlaganfalltherapie RACECAT-Studie Bei der vorgestellten RACECAT-Studie wurde untersucht, ob ein direkter Transport in ein endovaskuläres...

Schlaganfall und Palliativmedizin

26.3.2021

Konzepte der Palliativmedizin wurden in den letzten Jahren bei zahlreichen neurologischen Krankheitsbildern integriert. Besonders bei Motor-Neuron-Erkrankungen (ALS) und neuroonkologischen Erkrankungen (z. B. Gliome) haben sich bereits robuste Konzepte etabliert. Schlaganfälle wurden in den letzten Jahren sehr erfolgreich im Sinn der Prophylaxe,...

DGN 2020: Neurologie und technologische Innovationen

11.12.2020

Bei dem 93. Kongress der DGN wurden über 300 Vorträge als Webcasts zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde ein Liveprogramm auf drei bzw. vier parallelen Kanälen gesendet. Ein besonderes Highlight des Kongresses: Jeden Abend diskutierten neurologische Top-Expert*innen die wichtigsten Inhalte des Tages. Kaum ein anderes medizinisches Fach hat...

DGN 2020: Hyperaktives Delir nach Subarachnoidalblutung

11.12.2020

Hintergrund: Die Subarachnoidalblutung (SAB) ist nach wie vor mit einer großen Anzahl an Komplikationen assoziiert und ist häufig für den Verlust...

Intravenöse Immunglobuline für die Behandlung der viralen Enzephalitis

11.12.2020

Einführung Bis zu 50 % der Enzephalitiden mit bekannter Ursache werden durch virale Pathogene verursacht.1 Nur für eine kleine Gruppe viraler Enzephalitiden liegen spezifische Therapeutika vor – z. B. Aciclovir für die Herpes-simplex-Enzephalitis. Meistens bestehen jedoch nur supportive Therapieoptionen. Patient*innen mit einem kongenitalen,...

PbtO2-Sondenlokalisation bei intrazerebralen Blutungen

11.12.2020

Hintergrund/Ziel: Die Messung des Sauerstoffpartialdrucks im Hirnparenchym (PbtO2) gibt Einblick in die Hirnpathophysiologie nach einer intrazerebralen Blutung (ICB). Um die Messwerte korrekt zu interpretieren, wird die Integration der Sondenlokalisation empfohlen. Bis dato ist über die Bedeutung der PbtO2-Sondenlokalisation bei Patient*innen mit einer...

Antigenspezifische Liquor-Banden bei Neuroborreliose

11.12.2020

Hintergrund: Im Liquor auftretende oligoklonale Banden (OKB) stellen einen häufigen Befund in chronischen oder postakuten entzündlichen Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS) dar. Eine Infektion mit Borrelien kann zu einer Mitbeteiligung des ZNS führen. Ein häufiger Labor-Befund einer solchen Neuroborreliose (NB) sind OKB im...

Früh einsetzende Demenz

11.12.2020

Hintergrund: Rund 1 % aller Alzheimer-Demenzen (AD) und 5 % aller frontotemporalen Demenzen (FTD) werden durch hochpenetrante Genmutationen verursacht und führen in weiterer Folge zu einer früh einsetzenden Demenz (vor dem 65. Lebensjahr). Obwohl die früh einsetzenden Demenzen (Early Onset Dementia, EOD) als genetisch bedingt angesehen werden, weist...

Neue Therapiekonzepte für mehr Lebensqualität

11.12.2020

Die Zahl der Parkinsonpatient*innen hat sich weltweit in den vergangenen 30 Jahren fast verdreifacht. Waren 1990 ca. 2,5 Millionen Menschen an Morbus Parkinson erkrankt, lag die Zahl der Parkinsonpatient*innen laut Schätzung der WHO im Jahr 2016 bei sechs bis sieben Millionen. Parkinson ist somit nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste...

World Brain Day (WBD) 2020: „Let’s move together to end Parkinson’s disease“

11.12.2020

Die Einführung des WBD wurde während des WFN-Weltkongresses 2013 in Wien beschlossen und entwickelt. Die Idee dabei ist, ein neurologisches Thema pro Jahr in den Vordergrund zu rücken, möglichst mit einer anderen wissenschaftlichen Gesellschaft. So soll einerseits ein bestimmtes Krankheitsbild betont werden, andererseits will man so auch lokalen...

ACTRIMS/ECTRIMS 2020 wurde „MSVirtual2020“

11.12.2020

Auf der virtuellen Konferenz MSVirtual2020 präsentierten Wissenschafter*innen, Neurolog*innen, Kliniker*innen und Forscher*in­nen von Weltrang aus der ganzen Welt die neuesten Forschungsergebnisse, Ergebnisse klinischer Studien sowie technologische und diagnostische Fortschritte im Bereich der Multiplen Sklerose (MS). Der Kongress stellte aufkommende...

Der VIAADISC-Score

11.12.2020

Hintergrund: Im Verlauf der Multiplen Sklerose (MS) nimmt die Entzündungsaktivität – und analog dazu die Effektivität der sämtlich antiinflammatorisch wirkenden krankheitsmodifizierenden Intervalltherapien (DMT) – mit zunehmendem Alter ab, während DMT-assoziierte Risiken gleichzeitig zunehmen. Längere Stabilitätsphasen können Patient*innen...

Multimodale MRT des Gehirns

11.12.2020

Hintergrund: Eine der Herausforderungen bei der Erforschung von Multipler Sklerose (MS) besteht darin, den Beeinträchtigungsgrad vorherzusagen. Während konventionelle MRT-Parameter wie Läsionslast und globale Atrophie für die Diagnose von MS von wesentlicher Bedeutung sind, ist ihr prognostischer Wert eher gering. Angesichts der Komplexität der...

Multiple Sklerose: Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und physische Beeinträchtigungen

11.12.2020

Hintergrund: Neben physischen Beeinträchtigungen zeigen ungefähr 40–70 % aller Patient*innen mit Multipler Sklerose (PmMS) Defizite in kognitiven Bereichen wie der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (IPS, „information processing speed“), exekutiven Funktionen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und visuell-räumlichen Fähigkeiten. Vor allem...

Sehr seltene Nebenwirkung: Neutropenie

11.12.2020

Hintergrund: Ocrelizumab ist ein humanisierter monoklonaler Anti-CD20-Antikörper, der für die Behandlung der hochaktiven schubhaft-remittierenden und primär progredienten Multiplen Sklerose (MS) zugelassen ist. Vor der Zulassung von Ocrelizumab wurde der chimäre Anti-CD20-Antikörper Rituximab teilweise off-label für die Behandlung der MS...

Erhöhte Eisenablagerungen im Gehirn

11.12.2020

Hintergrund: Bei verschiedenen chronischen neurologischen Erkrankungen, wie z. B. der Alzheimer-Krankheit (AD) und Multipler Sklerose (MS), wurden erhöhte Eisenablagerungen im Gehirn beschrieben. Rezente Publikationen konnten bereits zeigen, dass vermehrte Eisenakkumulation hauptsächlich in den Basalganglien auftritt. Es ist derzeit allerdings noch...

sNfL korrelieren mit reduziertem Volumen der grauen Substanz

11.12.2020

Fortgeschrittene Multiple Sklerose Hintergrund: Bei Personen mit Multipler Sklerose (pwMS) konnten pathologische Veränderungen der grauen Hirnsubstanz mit physischen sowie kognitiven Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht werden.1, 2 Erhöhte Konzentrationen von intrazellulären neuronalen Proteinen im Serum, den Neurofilament-Leichtketten...

Störung der Sexualfunktion in Menschen mit Multipler Sklerose

11.12.2020

Studienfrage: Gibt es unabhängige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Sexualfunktionsstörung (SFS) bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS)? Hintergrund: Störungen der Sexualfunktion sind ein häufiges, aber unterrepräsentiertes Symptom bei Patient*innen mit Multipler Sklerose. Prävalenzzahlen werden, je nach Studienpopulation, mit 40–80...

Das neurologische Spektrum der COVID-19-Erkrankung

12.11.2020

Hintergrund Wir leben im Moment inmitten einer Pandemie, hervorgerufen durch das Coronavirus SARS-CoV-2 („severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“). Nach dem Ausbruch der Erkrankung im Dezember 2019 in der Provinz Hubei in China wurden die ersten Fälle in Österreich am 25. Februar in Innsbruck diagnostiziert. Seither beobachten wir nach...

Serologische und Liquor-Biomarker

12.11.2020

In der neurologischen Biomarkerforschung hat es in den letzten Jahren maßgebliche Fortschritte gegeben, die vor allem durch verbesserte Analysetechniken bedingt sind. Nach wie vor spielt die Analyse von Biomarkern im Liquor cerebrospinalis (Cerebrospinal Fluid – CSF) bei neurologischen Erkrankungen eine zentrale Rolle. Für die klinische...

Stroke – organization of care

12.11.2020

In Österreich wurde bereits 1997 mit Etablierung der LKF-Krankenhaus-Abrechnung dem prozesshaften Verlauf des Schlaganfall-Managements Rechnung getragen, ebenso gibt es mit 38 Stroke Units und mehreren regionalen Interventionszentren ein dichtes stationäres Versorgungsnetz. Auch der Bereich der Schlaganfall-Rehabilitation ist national gut ausgebaut,...

Induktion von Neuroplastizität nach Schlaganfall

12.11.2020

Neben dem frühzeitigen Beginn rehabilitativer Maßnahmen gilt es vor allem die erforderlichen hohen Schwellenwerte an Intensität und Frequenz der Trainingsprogramme zu erreichen, die notwendig sind, um klinisch relevante Verbesserungen erzielbar zu machen. Die derzeit in rehabilitativen Settings verabreichten „Dosierungen“ an Reha-Therapie liegen...

Multimodales Neuromonitoring und Outcome

12.11.2020

In diesem Artikel wird die aktuelle Evidenzlage für verschiedene Monitoringverfahren, die in der neurologischen Intensivmedizin angewendet werden, zusammengefasst. Obwohl die meisten Studien bei Patient*innen mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) durchgeführt wurden, werden diese Daten im Alltag auch für andere Patient*innenpopulationen herangezogen. Diese...

Status epilepticus – Herausforderungen in Diagnostik und Therapie

12.11.2020

Der Status epilepticus (SE) stellt einen der häufigsten neurologischen Notfälle dar und ist mit erhöhter Morbidität und Mortalität vergesellschaftet.1 In Österreich liegt die Inzidenz des SE bei 36,1 pro 100.000 Einwohner*innen pro Jahr, wobei sich diese bei Menschen über 60 Jahre auf 79,9 pro 100.000 pro Jahr verdoppelt.2 In mehr als der Hälfte...

Geändertes Spektrum der entzündlichen ZNS-Erkrankungen

12.11.2020

Die zunehmende Globalisierung betrifft alle Lebensbereiche der Menschen. Es werden nicht nur Informationen „superschnell“ über die ganze Erde verteilt, auch Waren kommen oft in weniger als einem Tag, auf jeden Fall in deutlich kürzerer Zeit als die üblichen Inkubationszeiten von bekannten Infektionskrankheiten betragen, von einem Kontinent auf...

Juridische und medizinethische Herausforderungen

12.11.2020

Lange Zeit war es das Dogma der Intensivmedizin, alle lebenserhaltenden Maßnahmen bis zum Tod fortzuführen.1, 2 Die Grunderkrankung der Patient*innen, die Prognose dieser Erkrankung und das Rehabilitationspotenzial wurden hier nicht oder nur wenig in therapeutische Entscheidungen miteinbezogen. Auch das aktive Erfragen des Patient*innenwillens durch...

Immunmediierte Epilepsien – moderne Behandlungsstrategien

12.11.2020

Im Folgenden sollen die immunmediierten Epilepsien im engeren Sinne – nämlich solche, die im Rahmen von Autoimmunenzephalitiden (AIE) auftreten – besprochen werden. Zur Sprache kommen grundlegende Therapieprinzipien und Eskalationsmöglichkeiten der Immuntherapie genauso wie antikonvulsive Behandlungsmöglichkeiten. Letztere beinhalten sowohl...

Genetik der Demenzen

12.11.2020

Genetischer Hintergrund Bei den meisten komplexen Erkrankungen wird das individuelle Risiko für die Entwicklung der Krankheit durch eine Kombination vererbter (genetischer) und nichtvererbter (Umwelt-)Faktoren bestimmt. Allgemein wird angenommen, dass ein wesentlicher Teil des individuellen Risikos für die Entwicklung einer AD – und mehr noch...

Individualisierte Stammzelltherapien oder allogene extrazelluläre Vesikel „off the shelf“?

12.11.2020

Lebende Zellen setzen in jedem Organismus heterogene, mit bioaktiven Stoffen beladene extrazelluläre Vesikel (EV) zum Zwecke der interzellulären Kommunikation frei.1 Diese biologische Bedeutung der vesikulären Signalwege zwischen Zellen – in Pflanzen wie in Tieren, bei Eukaryoten und Prokaryoten – ist erst seit 2007 bekannt.2 In...

Gentherapie bei spinaler Muskelatrophie (SMA)

12.11.2020

Das SMN2-Gen ist bis auf eine C>T-Substitution auf Exon 7 mit dem SMN1-Gen identisch. Diese Substitution führt allerdings dazu, dass mehrheitlich ein verkürztes, nichtfunktionsfähiges Protein produziert wird und nur in ca. 10–15% ein funktionsfähiges SMN-Protein. Die Tabelle beschreibt die Hauptmerkmale der verschiedenen SMA-Formen, die im...

6. EAN-Kongress 2020

1.10.2020

Die EAN stellte die Online-Teilnahme am virtuellen Kongress kostenlos zur Verfügung, um so zusammen mit den Industriepartnern einen Beitrag zur Abschwächung der Folgen der Pandemie zu leisten und allen Interessierten – unabhängig vom Stand ihrer Karriere – den Zugang zu ermöglichen. Bereits geleistete Gebühren für den geplanten Kongress in...

Krankheitsmodifizierende Therapien bei Multisystematrophie

1.10.2020

Die Multisystematrophie (MSA) ist eine neurodegenerative Erkrankung aus dem Kreis der atypischen Parkinson-Syndrome und zeichnet sich durch einen rasch progredienten Verlauf aus.1 Typischerweise gehen die motorischen Symptome der MSA (hypokinetisch-rigides Syndrom bei MSA-P und Ataxie-Symptomatik bei MSA-C) mit einer autonomen Dysfunktion einher, welche...

Vektor-übertragene ZNS-Infektionen – die afrikanische Perspektive

1.10.2020

Wenn in Zeiten einer virusbedingten Pandemie die Gesundheitspolitik richtigerweise das Vorbereitet-Sein als wichtigste gesundheitspolitische Maßnahme fordert, dann trifft genau dieses Vorbereitet-Sein jedes einzelnen Arztes*jeder einzelnen Ärztin auf jede*n einzelne*n Patienten*Patientin unabhängig von einer akuten Gesundheitskrise zu. Sterblichkeit...

3-Länder-Tagung Kopfschmerz in Wien

20.3.2020

Die alle zwei Jahre stattfindende Dreiländertagung der Österreichischen Kopfschmerz Gesellschaft (ÖKSG), der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKS) und der Schweizer Kopfweh-Gesellschaft (SKG) fand 2020 vom 27. bis zum 28. Februar in Wien statt. Die Ausrichtung dieser Tagung durch drei deutschsprachige Gesellschaften, deren...

Pathophysiologie der Migräne

20.3.2020

Prof. Dr. Arne May vom Institut für Systemische Neurowissenschaften in Hamburg betonte die Wichtigkeit von bildgebenden Studien des Gehirns bei MigränepatientInnen, da letztlich nur beim Menschen die sichere Diagnose einer Migräne gestellt werden kann. Es gibt eine Vielzahl von bildgebenden Methoden wie etwa voxelbasierte Morphometrie zur Erfassung...

MOH-Charakteristika über 30 Jahre

20.3.2020

Der Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (Medication Overuse Headache, MOH) ist nach Migräne und Spannungskopfschmerz mit einer Prävalenz von 2 % die dritthäufigste Kopfschmerzform, wird aber allerdings als sekundärer Kopfschmerz klassifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass jede zur Akuttherapie von Kopfschmerzen eingesetzte Substanz bei zu...

Gelingende Kommunikation mit Menschen mit neurologischen Erkrankungen

20.3.2020

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen und eine der Voraussetzungen für gelingende Beziehungen, für zwischenmenschliche Interaktion und Kooperation. Gerade in der Medizin ist Kommunikation zur Erhebung der Anamnese sowie zum Erkennen von Bedürfnissen und Wünschen kranker Menschen von zentraler Bedeutung. Eine hochgradig eingeschränkte...

ECTRIMS 2019 in Stockholm

17.12.2019

Über 9.300 TeilnehmerInnen aus 100 Ländern nahmen dieses Jahr am ECTRIMS teil. Forschende, Neurologinnen und Neurologen sowie an Multipler Sklerose interessierte MedizinerInnen sämtlicher Fachrichtungen erfuhren die neuesten Entwicklungen aus allen Bereichen der Multiplen Sklerose: Behandlung, Genetik, Pathologie, Erscheinung, Immunologie und...

MS: Langzeitverlauf kognitiver Beeinträchtigung und assoziierte MRT-Parameter

17.12.2019

Hintergrund und Ziel: Laut aktuellen Studien leiden um die 40–70 % aller PatientInnen mit Multipler Sklerose (MS) an kognitiven Beeinträchtigungen, wie z. B. reduzierter Verarbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnisproblemen oder Konzentrationsstörungen. Trotz dieser hohen Anzahl an Betroffenen existieren bis dato nur wenige Langzeitstudien, welche den...

ECTRIMS | MEsenchymal-StEm-Cells-for-Multiple-Sclerosis-(MESEMS-)Studie

17.12.2019

Hintergrund: Mesenchymale Stromazellen (MSC) befinden sich beim Menschen in mehr als einem Dutzend Geweben und Organen, unter anderem im Knochenmark, Fettgewebe und Nabelschnurblut. Die für MSC in präklinischen Studien nachgewiesenen immunmodulatorischen, remyelinisierenden und neuroprotektiven Eigenschaften könnten auch in der Behandlung der...

ECTRIMS | JC-Virus-Konversionsraten bei 100 PatientInnen mit RRMS

17.12.2019

Hintergrund: Die Analyse des JCV-Antikörper- Index (JCV-AI) ist eine Routinemaßnahme für PatientInnen, die mit Natalizumab (NTZ) behandelt werden.1 Diese Maßnahme dient der Risikostratifizierung für die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML), die unter dieser Therapie auftreten kann. Einzelfälle einer PML sind auch unter anderen...

Personalisierung verändert Neurologie

17.12.2019

Wurde die Neurologie früher als rein diagnostisches Fach betrachtet, ist es nun spannend mitzuerleben, wie viel sich durch die zunehmende Personalisierung verändert hat. Chronische Krankheitsbilder, wie z. B. Multiple Sklerose oder Myasthenia gravis, können durch das Verständnis der molekularen Prozesse gezielt therapiert und in ihrer Progression...

EAN-Kongress 2019

26.9.2019

Schwerpunktthema autonome Erkrankungen Erkrankungen des autonomen Nervensystems sind häufig. Expertise in diesem Bereich ist entscheidend, da oftmals mittels einfacher therapeutischer Schritte der Leidensdruck der PatientInnen reduziert werden kann. Die Relevanz autonomer Erkrankungen spiegelte sich auch beim 5. Kongress der European Academy of...

Aktuelles aus der Epilepsie – Kongresshighlights

26.9.2019

Einige der vielen Highlights des Kongresses waren unter anderem: Das „Presidential Symposium“ – Motto „Predicting the future of epilepsy“ Prof. Laura Jehi (Cleveland University) sprach über den Einsatz von Algorithmen in der Behandlung von PatientInnen mit Epilepsie. Gegenwärtig stehen für Entscheidungsfindungen im klinischen Alltag mit...

Highlights ESOC 2019

26.9.2019

Wie zuletzt bei der ESOC 2018 setzte sich der Trend in Richtung komplexer Behandlungsalgorithmen in der Akuttherapie fort. Erneut stand die auf ein größeres PatientInnenkollektiv ausgeweitete, auf ausgedehnter Bildgebung basierende und individualisierte Akuttherapie im Mittelpunkt. Einen zweiten Schwerpunkt bildeten die intrazerebralen Blutungen und...

AAN 2019 | Highlights aus dem Bereich Multiple Sklerose

25.6.2019

Weiters wurde in zwei Studien nachgewiesen, dass Läsionen mit dem zentralen Venenzeichen im 3-Tesla-MRT hochspezifisch und moderat sensitiv zwischen MS-Läsionen und MS-Mimics differenzieren können. Fokus auf Nebenwirkungen Ein weiterer wichtiger Aspekt der klinischen Session beschäftigte sich mit Nebenwirkungen verschiedener MS-Behandlungen....

Österreichische Poster am ESOC 2019

25.6.2019

Prädiktion von In-Stent-Restenosen nach Karotisstenting: Bedeutung des Thrombozytenvolumens

25.6.2019

Fragestellung: In-Stent-Restenosen sind die wichtigste Komplikation nach Stenttherapie von Karotisstenosen. Das mittlere Thrombozytenvolumen (mean platelet volume, MPV) ist ein Indikator für die Thrombozytenaktivität und könnte daher ein Risikofaktor für eine rasch fortschreitende Atherosklerose sein. In diesem Zusammenhang konnte eine rezent im...

Einfluss der periinterventionellen Hämodynamik bei Thrombektomie

25.6.2019

Ziel: Wir untersuchten den Einfluss der periinterventionellen Hämodynamik auf den funktionellen Outcome von SchlaganfallpatientInnen, welche mit mechanischer Thrombektomie unter Allgemeinanästhesie behandelt wurden. Methoden: Wir analysierten alle PatientInnen ≥18 Jahre, welche zwischen Jänner 2011 und Juni 2016 an unserem Zentrum aufgrund eines...

Proteinsignatur rezidivierender spontaner Halsgefäßdissektionen

25.6.2019

Einleitung: Spontane Dissektionen der Halsgefäße (sCeAD) sind eine der häufigsten Ursachen für ischämische Schlaganfälle bei jungen Erwachsenen. Die hohe Inzidenz von sCeAD im Rahmen von monogenetischen Bindegewebserkrankungen wie Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom lässt einen pathogenetischen Stellenwert der strukturellen Anteile des...

Neue Biomarker für die Prädiktion kardiovaskulärer Ereignisse

25.6.2019

Hintergrund: Dickkopf-1 und Sclerostin sind lösliche Glykoproteine, die in experimentellen Studien mit Atherosklerose und Gefäßmineralisation in Verbindung gebracht wurden. Das Ziel unserer Studie war, den Zusammenhang zwischen den im Blut gemessenen Konzentrationen dieser Glykoproteine und dem Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen in der...

Colloquium-Konferenz | Update seltene neurologische Erkrankungen

25.6.2019

Jede individuelle seltene Erkrankung ist für sich genommen selten (Definition: Prävalenz kleiner als 1 : 2000), aber zusammengenommen sind seltene Erkrankungen häufig und daher von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Es wird geschätzt, dass weltweit circa 300 Millionen Menschen an einer seltenen Erkrankung leiden, was rund 5 % der Weltbevölkerung...

Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft: Von Akuttherapie bis Sekundärprävention

12.3.2019

Kongressbericht der 22. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft in Innsbruck (17.–19. Jänner 2019) Im bereits zum neunten Mal durchgeführten, hervorragend besuchten Pflege- und TherapeutInnensymposium wurde eine breite Palette von Themen abgedeckt. Das Konzept der ambulanten und stationären Schlaganfallversorgung in Tirol,...

ECE 2018 | 13. Europäische Kongress für Epileptologie

19.12.2018

Eine entscheidende Veränderung in der Epileptologie ist, dass der epileptische Anfall mittlerweile als Symptom betrachtet wird und nicht als Krankheit per se, da man erkannt hat, dass viele Hirnerkrankungen epileptische Anfälle hervorrufen. Dabei unterscheidet man akut symptomatische Anfälle oder provozierte Anfälle von spontanen oder...

ECE 2018 | Young Epilepsy Section erobert den ECE im Sturm

19.12.2018

Wir stellen uns vor Die Young Epilepsy Section (YES) ist eine internationale Initiative junger Epileptologinnen und Epileptologen und offiziell etablierte Sektion der ILAE (Internationale Liga gegen Epilepsie). Sie hat sich dieses Jahr mit dem Ziel formiert, die Involvierung junger Neurologinnen und Neurologen sowie Epileptologinnen und Epileptologen...

Neurowoche 2018

19.12.2018

Der größte interdisziplinäre neuromedizinische Kongress Europas findet alle vier Jahre statt und vereint den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sowie die Jahrestagungen der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP) und der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN). Internationale Expertinnen und...

DGN/Neurowoche 2018 | Herpes Zoster – problematische Manifestationen

19.12.2018

Die Erstmanifestation der Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) sind bekanntermaßen die Windpocken. Nach dieser generalisierten Infektion wird das Virus nicht aus dem Körper eliminiert, sondern verbleibt im Sinne einer viralen Latenz in den Kernen der Hirnnerven, den dorsalen Spinalganglien und den autonomen Ganglien. Bei vielen Menschen...

DGN/Neurowoche 2018 | Angeborene Immunität und Thrombose

19.12.2018

Die traditionelle Auffassung von Thrombose ist die Polymerisierung von Fibrinogen gefolgt von Fibrin Cross-linking und konsekutiver Thrombozytenaktivierung als die letzte Stufe einer regulierten und gut definierten Kaskade der Aktivierung von Gerinnungsfaktoren. Eine modernere Sichtweise von Thrombose beruht auf einem Konzept, dass die zellulären...

DGN/Neurowoche 2018 | Schwangerschaft und Multiple Sklerose

19.12.2018

Hintergrund und Studienziel: Die Multiple Sklerose (MS) betrifft vorwiegend Frauen im gebärfähigen Alter. Eine Schwangerschaft bei Frauen mit MS ist nach wie vor ein kontroversielles Thema, zu dem standardisierte Empfehlungen für Management und Therapie fehlen. Die Hauptdiskussionspunkte in der Planung von Schwangerschaften bei Frauen mit MS...

ECTRIMS 2018 | Lebensbedrohliche Nebenwirkungen durch ultrahochdosiertes Vitamin-D

19.12.2018

Hintergrund: Vitamin D wird bereits seit Langem mit der Pathogenese der Multiplen Sklerose (MS) in Verbindung gebracht.1 Neueste Studienergebnisse konnten auch bestätigen, dass PatientInnen mit MS niedrigere Vitamin-D-Spiegel aufweisen, eine Anhebung des Spiegels durch Supplementierung mit Cholecalciferol ist bei diesen PatientInnen sicherlich...

ECTRIMS 2018: Berlin im Zeichen der MS

19.12.2018

Im City Cube Berlin trafen sich Forschende, Neurologinnen und Neurologen sowie an Multipler Sklerose interessierte MedizinerInnen sämtlicher Fachrichtungen. Rund 9.400 TeilnehmerInnen nahmen dieses Jahr am ECTRIMS teil und besuchten die 260 Vorträge. Insgesamt wurden 1.975 Studien und 1.500 Poster zu den neuesten Entwicklungen aus den Bereichen...

ECTRIMS 2018 | Real-Life-Anwendung von oralen DMDs

19.12.2018

Hintergrund: Die Wirksamkeit von Fingolimod, Dimethylfumarat (DMF) und Teriflunomid für die Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose wurde in klinischen, randomisierten Studien nachgewiesen. Diese Studien spiegeln jedoch nicht den klinischen Alltag im Sinne von Real-Life-Situationen wider. Eben solche Daten können über das österreichische...

ECTRIMS 2018 | MS: höhere periventrikuläre Läsionslast durch Nikotinkonsum

19.12.2018

Hintergrund: Rauchen ist bei PatientInnen mit Multipler Sklerose (MS) mit einer höheren Läsionslast sowie mit einem höheren Behinderungsgrad assoziiert. Der genaue Pathomechanismus ist derzeit allerdings nicht bekannt. Ziel: Im Rahmen dieser Studie untersuchten wir, ob Rauchen einen Einfluss auf die Läsionslast sowie die sogenannte „normal...

ECTRIMS 2018 | Validierung von Testsystemen für die MOG-Antikörperbestimmung

19.12.2018

Einleitung: Antikörper gegen das Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein (MOG) sind mit einem breiten Spektrum von entzündlich entmarkenden Erkrankungen des Zentralnervensystems wie Aquaporin-4-seronegativer Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung, isolierter Optikusneuritis und Myelitis, akuter disseminierter Enzephalomyelitis, aber nur selten mit...

Systematische Lysetherapie bei Tandemokklusionen

8.10.2018

Hintergrund Der gleichzeitige Verschluss der A. carotis interna (ICA) kann bei bis zu 25 % der PatientInnen mit akutem ischämischem Infarkt im Stromgebiet der A. cerebri media (MCA) nachgewiesen werden.1–3 Der akute Verschluss der ACI ist in bis zu 50 % der Fälle mit einem proximalen Verschluss der MCA assoziiert. Der Verlauf in dieser...

Der 15. International Congress on Neuromuscular Diseases

4.10.2018

Dieses nur alle zwei Jahre stattfindende Highlight der weltweiten neuromuskulären Kongressszene konnte dieses Jahr dank der Bemühungen und des Einsatzes von Prof. Grisold trotz der hohen Konkurrenz nach Wien geholt und äußerst erfolgreich über die Bühne gebracht werden. So war die heurige Veranstaltung mit 1.400 TeilnehmerInnen und 350...

Highlights vom EAN 2018

3.10.2018

Österreichischer EAN-Präsident Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie in Graz, ist neuer Präsident der European Academy of Neurology. Nach 4 Jahren im Amt übergab Prof. Dr. Dr. h. c. Günther Deuschl die Präsidentschaft an seinen österreichischen Kollegen. Neurologen und Neurologinnen fordern bessere...

neurologisch hat Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas, den neuen Präsidenten der European Academy of Neurology, zum Gespräch gebeten.

3.10.2018

neurologisch: Was möchten Sie in den kommenden Jahren als Präsident der EAN bewegen? Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas: In den vergangenen 4 Jahren, in denen ich ja bereits als Vizepräsident und als President elect im EAN-Board mitgearbeitet habe, wurde bereits sehr viel in die Wege geleitet und umgesetzt. Unter anderem haben wir den Kongress neu...

Highlights von der ESO-Conference 2018 in Göteborg

3.10.2018

I. Endovaskuläre Schlaganfalltherapie Bei der vorgestellten AURORA-Studie handelt es sich um eine Metaanalyse der gepoolten PatientInnendaten aller randomisierten, kontrollierten Studien, die die Wirksamkeit einer endovaskulären Thrombektomie bei ischämischem Schlaganfall nach 6 Stunden im Vergleich zu „best medical treatment“ untersuchten. Es...

Österreichische Poster am ESOC 2018

3.10.2018

Einfluss klinischer und demografischer Charakteristika auf die i. v. Thrombolyse

3.10.2018

Hintergrund: Die intravenöse Thrombolyse ist eine etablierte Therapie des akut-ischämischen Schlaganfalles, und die Anwendung der i. v. Thrombolyse zeigt einen deutlichen Anstieg über die letzten Jahre. Das Ziel unsere Studie war, den Einfluss verschiedener klinischer und demografischer Charakteristika auf die i. v. Lyserate sowie Änderungen dieser...

Dreifach-Kombination von tDCS, Cerebrolysin® und aufgabenspezifischem Training

3.10.2018

Hintergrund und Ziele Für Schlaganfall-PatientInnen ist die motorische Beeinträchtigung eine der Hauptursachen für Behinderungen bei Alltagsaktivitäten. Insbesondere für die Arm- und Handmotorik ist die funktionelle Wiederherstellung immer noch sehr eingeschränkt. Über die Regeln der proportionalen Verbesserung lässt sich aus der initialen...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Visualisierung vaskulärer Leukenzephalopathie

26.6.2018

Einleitung Etwa ein Fünftel aller Schlaganfälle ist auf eine vaskuläre Leukenzephalopathie zurückzuführen und können ursächlich für Behinderung im Alter, Demenzen und Bewegungsstörungen sein. Die Computertomografie (CT) und vor allem die Kernspinresonanztomografie (MRT) stellen den Goldstandard in der Diagnosestellung einer...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Zeittrends bei den intrazerebralen Blutungen

26.6.2018

Methoden: Die Daten von PatientInnen (2008–2016) wurden aus dem prospektiven Österreichischen Stroke-Unit-Register analysiert. Charakteristika wie Alter, Risikofaktoren, Grad der prämorbiden Behinderung („premorbid modified Rankin Score“, pmRS), Schlaganfallschweregrad bei Aufnahme (NIHSS), Komplikationen, Therapien und deren Veränderungen im...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Time is Brain - Fallberichte von 3 exemplarischen Fällen

26.6.2018

Hintergrund: Der akute ischämische Schlaganfall verursacht durch einen proximalen Gefäßverschluss (LVO) hat ohne schnelle Versorgung eine schlechte Prognose, so dass eine rasche Reperfusion der verschlossenen Arterie das vorrangige therapeutische Ziel ist. Wir präsentieren drei Fallberichte mit sehr schneller intra- und extramuraler Versorgung, die...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Vorläufige Ergebnisse der TRUST-CT-Studie

26.6.2018

Hintergrund: I. v. Thrombolyse (IVT) ist bis jetzt bei PatientInnen mit unklarem Zeitfester (UOS) und/oder bei Wake-up Stroke (WUS) kontraindiziert, da hierfür die Evidenz fehlt. Die meisten Zentren, die IVT als Off-Label-Indikation verwenden, nutzen MRT, um die geeigneten PatientInnen zu selektionieren. Leider ist in vielen kleineren Zentren ein MR...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Frühe Thrombolyse von Schlaganfällen

26.6.2018

Studienziel: Suche nach Prädiktoren und potenziell optimierbaren Faktoren, die mit der frühen (< 90 Minuten) Thrombolyse des akuten ischämischen Schlaganfalls assoziiert sind. Methoden: Datenanalyse von thrombolysierten PatientInnen, die im Österreichischen Stroke-Unit-Register zwischen 2003 und September 2017 erfasst wurden. Der funktionelle...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Saunieren und Schlaganfallrisiko

26.6.2018

Hintergrund: Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass häufiges Saunieren mit einem niedrigeren Risiko für tödliche HerzKreislauf-Erkrankungen, Hypertonie und Gefäßsteifigkeit verbunden ist. In der vorliegenden Untersuchung erforschten wir den Zusammenhang zwischen Saunieren und dem Risiko, einen Schlaganfall zu entwickeln. Methodik: Wir...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Erhöhter ACM-„Mean Blood Flow Velocity Index“

26.6.2018

Fragestellung: In kürzlich veröffentlichten Ultraschallstudien wurde eine erhöhte mittlere Blutflussgeschwindigkeit („Mean blood flow velocity“) in der Arteria cerebri media (ACM) mit dem Auftreten intrazerebraler Blutungen (IZB) nach erfolgreicher mechanischer Thrombektomie des akuten Großgefäß­verschlusses der vorderen Zirkulation...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Bedeutung laborchemischer Biomarker

26.6.2018

Fragestellung: Kardioembolische Schlaganfälle erfordern aufgrund ihres hohen Rezidivrisikos eine dauerhafte Sekundärprophylaxe mittels oraler Antikoagulantion. Laborchemische Biomarker könnten Hinweise auf eine kardioembolische Schlaganfallätiologie geben und unterstützend in der Auswahl komplexer diagnostischer Methoden sein. Diese Studie sollte...

Österreichische Poster am ESOC 2018: PatientInnen mit spontanen Halsgefäßdissektionen

26.6.2018

Einleitung: Spontane Dissektionen der Halsgefäße (sCAD) sind eine der häufigsten Ursachen für ischämische Schlaganfälle bei jungen Erwachsenen. Lokale Symptome, die durch die lokale Ausdehnung des dissezierten Gefäßes und die folgende Bedrängung des umliegenden Gewebes ausgelöst werden, entstehen typischerweise früher als ein mögliches...

Österreichische Poster am ESOC 2018: Akademisierung therapeutischer Gesundheitsberufe

26.6.2018

Hintergrund: Das Department für klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donau-Universität Krems bietet seit 2002 die interdisziplinären Lehrgänge Neurorehabilitation und Neurorehabilitationsforschung an, die sich speziell an Angehörige der Gesundheitsberufe im deutschsprachigen Raum richten. Neben der Verbesserung fachlicher...

Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft

12.3.2018

Während der Westen von Österreich im Schnee versank, machte es der strahlend blaue Himmel in Klagenfurt den BesucherInnen nicht gerade leicht, sich in das Lakeside-Kongresszentrum zurückzuziehen. Auch dieses Jahr war dem Kongress ein Pflege- und TherapeutInnen-Symposium vorgeschaltet, in dem eindrücklich vor Augen geführt wurde, welch hohen...

ÖPG-Jahrestagung 2017

20.12.2017

Impulsivität und Entscheidungsfindung Hintergrund und Ziel: Dopaminagonisten werden nach wie vor zur Therapie des Restless-Legs-Syndroms (RLS) eingesetzt, können jedoch Impulskontrollstörungen verursachen sowie das Lernverhalten ändern.1, 2 Es ist unklar, weshalb einige RLS-PatientInnen diese Komplikationen entwickeln und andere nicht. Ziel dieser...

Highlights vom DGN-Kongress 2017

20.12.2017

Der jährliche DGN-Kongress ist das zentrale Wissenschafts-, Fortbildungs- und Diskussionsforum der neurologischen Medizin in Deutschland. Die Veranstaltung liefert neue Impulse für die Diagnose, Therapie und Erforschung neurologischer Erkrankungen und bietet mit der DGN-Fortbildungsakademie ein umfassendes Update über das gesamte Spektrum der...

Rückblick auf den WCN 2017

20.12.2017

Der 23. WCN wurde gemeinsam mit der Japanischen Gesellschaft für Neurologie (Japanese Society of Neurology, JSN) organisiert. Mit 8.400 Delegierten konnte die bisher höchste Zahl an TeilnehmerInnen bei einem WCN verzeichnet werden. Der WCN findet in zweijährigen Abständen statt und rotiert von einem Kontinent zum anderen. Die WFN veranstaltet...

Ein Blick über das Mittelmeer

10.10.2017

Die World Federation of Neurology (WFN) hat sich das Ziel gesetzt, die Neurologie weltweit zu unterstützen. Leider gibt es noch viele Länder, vor allem in Afrika, aber auch in manchen Staaten Asiens und Südamerikas, in denen die neurologische Versorgung mangelhaft ist. Umso mehr kann die gemeinsame Konferenz der neu gegründeten Afrikanischen...

Highlights vom EAN 2017

10.10.2017

Am EAN-Kongress wurde die gesamte Bandbreite neurologischer Erkrankungen diskutiert, darunter Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Demenz, Schlaganfall, Epilepsie, Par­kinson und Multiple Sklerose. Dazu EAN-Präsident Prof. Günther Deuschl: „Tatsächlich entwickelt sich kaum ein anderes Fachgebiet derartig rasant. Das ist auch angesichts der steigenden...

Highlights von der ESO-Conference 2017 in Prag

10.10.2017

I. Endovaskuläre Schlaganfalltherapie DAWN-Studie In der DAWN-Studie wurde in 50 Zentren weltweit (30 in den USA/20 international) untersucht, ob eine endovaskuläre Schlaganfalltherapie (EVT) zusätzlich zu einer medikamentösen Standardtherapie im Zeitfenster von 6–24 Stunden oder bei Wake-up-Stroke einer alleinigen medikamentösen...

Bildgebung bei Rückenschmerzen: Sinn oder Unsinn?

2.5.2017

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Kapeller PRO Die Zuweisung zur Bildgebung bei Rückenschmerzen befindet sich heute in starker Diskrepanz zwischen Indikationsstellung, Forderungshaltung der PatientInnen und zur Verfügung stehenden Ressourcen. Bei der Abklärung von Rückenschmerz spielt die Bildgebung – vor allem die MRT – eine entscheidende...

Die neuen Multiple-Sklerose-Therapien: Hat sich dadurch etwas verbessert?

2.5.2017

Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas PRO In den letzten Jahren wurden Medikamente mit neuen Wirkmechanismen zugelassen, und die Anwendung bestehender Präparate wurde modifiziert. Die tägliche Praxis belegt, dass diese Neuerungen Verbesserungen in der Therapie der MS-PatientInnen zur Folge hatten und haben. Das Zeitalter wirksamer Medikamente zur...

52. Jahrestagung der ÖGNC | Neurochirurgische Therapie im Wandel der Zeit

2.5.2017

Über 70 Jahre sind mittlerweile vergangen: von den Anfängen im neurochirurgischen Lazarett über die erste selbstständige österreichische neurochirurgische Abteilung in Bad Ischl, die Übersiedlung 1968 an das Wagner-Jauregg-Krankenhaus in Linz/Niedernhart bis hin zur heutigen Universitätsklinik für Neurochirurgie. Im Rahmen der Tagung 2016 bot...

20. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft

17.3.2017

Insgesamt war die Tagung von hoher Qualität. Über 300 TeilnehmerInnen waren vor Ort. Das Publikum zeigte sich hoch motiviert und hielt zu einem Großteil bis zum Ende der Tagung durch – und das trotz idealen Skiwetters. Pflege- und Therapeutensymposium Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft wurde nunmehr bereits...

International Meeting on Environment and Health

17.3.2017

Unter den Auspizien der WFN Applied Research Group on Environmental Neurology fand von 30. 11. bis 2. 12. 2016 ein Symposium zum Thema Umwelt und Neurologie statt. Der erste Teil der Tagung fand im Haus des Europäischen Rates statt, die weiteren Tage in der Universität von Straßburg. Die Themen waren breit gestreut und reichten von generellen...

89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN): Schwachstellen in DOAK-untersuchenden Studien

15.12.2016

In den DOAK-untersuchenden Studien war unter anderem die Qualität der Vitamin-K-Antagonisten-(VKA)Einstellung mit 57–68 % Zeit im therapeutischen Bereich (TTR) deutlich schlechter als im klinischen Alltag in Deutschland, wo die TTR 75–82 % beträgt.1, 2 Das INR-Selbstmonitoring führt zu einer TTR von < 80 %.3 Eine Ursache der schlechten...

Die Highlights des ECTRIMS 2016

15.12.2016

Aufgrund einiger Parallelsitzungen und der Fülle der Posterbeiträge, inklusive e-Poster, kann hier nur ein kleiner Teil der ECTRIMS-Highlights dargestellt werden. Die folgende Auswahl resultiert natürlich auch aus einer subjektiven Einschätzung und soll keine allgemeine Bewertung darstellen. Plenarvortrag von Xavier Montalbán: Neue...

EANO Mannheim 2016

15.12.2016

Zum ersten Mal werden zusätzlich zur histologischen Beurteilung molekulargenetische Parameter zur Definierung der verschiedenen Tumorentitäten herangezogen. Das soll nicht nur zu einer verbesserten diagnostischen Genauigkeit, sondern auch in Zukunft zu einer besseren Aussage zur Prognose und dem Ansprechen auf eine Therapieform führen. Es ist...

Aufruf der World Stroke Organization zum „Weltschlaganfalltag 2016“: ein Blick auf die Fakten – Schlaganfall ist behandelbar

14.10.2016

Wenn das WSO-Thema 2016 lautet: „Schlaganfall ist behandelbar“, so wird auf drei spezifische Interventionen hingewiesen, die den Outcome dramatisch verbessern können. Drei spezifische Säulen Am Beginn der Interventionen steht das Erkennen des Schlaganfalls und seiner Symptome. Mit einer Behandlung an einer Stroke Unit können die Chancen für...

EAN 2016 | Präsidentensymposium und die neuen Ehrenvorträge

14.10.2016

Die Preisträger werden von den Mitgliedern des Vorstandes der EAN sowie allen Komitees und den Chairs der Scientific Panels nominiert. Die Auswahl wird vom Vorstand und dem Programm-Komitee getroffen. Diese Ehrenvorträge sind die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der EAN, sie werden auf dem jährlich stattfindenden Kongress während der...

EAN 2016 | Relevante Daten zur Multiplen Sklerose

14.10.2016

Ocrelizumab Prof. Xavier Montalban, Barcelona, präsentierte die Ergebnisse von Ocrelizumab-Studien, sowohl die ORATORIO bei PPMS als auch OPERA I und II bei RRMS. Leider wurden die Daten der Subgruppenanalysen nicht im Detail präsentiert, obwohl auf der Zusammenfassungsfolie stand, dass bei dieser Studie keine Wirksamkeitsunterschiede zwischen...

Update in Movement Disorders

14.10.2016

Essenzieller Tremor: Professor Dr. Günther Deuschl, Kiel, brachte eine Übersicht über den essenziellen Tremor (ET), dessen Klassifikation von 1998 derzeit überarbeitet wird. Beispielsweise wird das Kriterium, dass kein Ruhetremor vorhanden ist, wegfallen. Nach aktueller Datenlage tritt in > 50 % ein Intentionstremor auf, ein Ruhetremor in 15 bis...

European Stroke Organisation Conference 2016 – die Highlights

8.7.2016

Mehr als 200 Abstract-Präsentationen und über 1.000 Posterpräsentationen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. So wie im letzten Jahr war der Kongress auf wissenschaftlichem Topniveau, das sich wieder in einigen Präsentationen von New England Journal of Medicine Papers zeigte. Die Schwerpunkte waren einerseits der Thrombektomie und...

Highlights der 19. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft

4.3.2016

Gleich zu Beginn fesselte ESO-Präsidentin Valeria Caso das Auditorium mit einem impulsgebenden Vortrag über Frauen und Schlaganafall, in dem sie zeigte, wie sehr Frauen auch in Schlaganfallstudien unterrepräsentiert sind und wie sehr es noch an frauenspezifischer Forschung fehlt. Akutmanagement: Dan Hanley aus Baltimore ist der gegenwärtige wohl...

Weltkongress für Neurologie (WCN) 2015, Santiago de Chile

20.12.2015

Es gab zahlreiche Treffen verschiedener Komitees, von denen der Council of Delegates das Wichtigste ist. Dabei wurde die Position des Generalsekretärs/der Generalsekretärin und Kassiers/Kassierin getrennt und als neuer Kassier Prof. Stark aus Australien und für eine weitere Trustee-Position Prof. Freedman aus Kanada gewählt. In der Abstimmung für...

Kongress der American Neurological Society (ANA 2015)

20.12.2015

Das von der ANA herausgegebene Journal sind die „Annals of Neurology“ mit einem Impact Factor von mehr als 9. Die ANA präsentiert sich als wissenschaftliche Gesellschaft mit sehr strengen Kriterien. Weder in den Programmen noch in den Poster- und Vortragsräumen fanden sich Hinweise für Werbung oder Unterstützung durch die Pharmaindustrie. Alle...

Jahrestagung der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft 2015

20.12.2015

Die Jahrestagung 2015 der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) fand von 15. bis 17. Oktober in Wien unter der Kongressleitung von Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff statt. Auch diesmal konnten renommierte österreichische und ausländische ReferentInnen gewonnen werden. Die Hauptthemen beschäftigten sich mit: neuen ätiologischen Aspekten der...

ECTRIMS 2015 - Personalisierte Medizin: Prognose, Prädiktion und Therapiemonitoring

20.12.2015

Als wichtige Beiträge zur Entwicklung eines Algorithmus zur individuellen Prognoseeinschätzung und maßgeschneiderten Therapie wurden einige prognostisch relevante Parameter präsentiert. Die Forschungsgruppe aus Barcelona zeigte ein Risikomodell, das aus der prospektiven Analyse einer Kohorte von 1.059 PatientInnen mit klinisch isoliertem Syndrom...

ECTRIMS 2015 - Stammzelltherapie bei Multipler Sklerose im Fokus

20.12.2015

Das therapeutische Spektrum an Optionen zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise erweitert. Eine durchdachte sequenzielle Anwendung dieser krankheitsmodifizierenden Therapien und ein stärker individualisiertes Behandlungskonzept könnten den Krankheitsverlauf besser in Griff bekommen. Weiterhin gibt es...

DGN 2015 – aus Sicht der klinisch tätigen Neurologin

20.12.2015

Seit 1998 nehme ich regelmäßig an den Kongressen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie teil, seit 2002 arbeite ich als niedergelassene Neurologin. Schwerpunktmäßig besuche ich die Fortbildungsakademie, wobei ich regelmäßig die Kurse aktuelle Neurologie, den Therapiekurs, den Schwindelkurs sowie Videoseminare besuche und an Fallbeschreibungen...

1st Congress of the European Academy of Neurology in Berlin

12.11.2015

Das Interesse am 1. EAN-Kongress war groß, um die 6.500 KongressteilnehmerInnen aus über 100 Ländern besuchten die Spreemetropole und konnten aus einem umfassenden, abwechslungsreichen Programm bestehend aus praktisch-klinischen Vorträgen (u. a. 25 Teaching Courses, 23 Workshops) und wissenschaftlichen Symposien inklusive mehr als 1.500...

ESOC – European Stroke Organisation Conference Glasgow 2015

16.7.2015

Ganz voran und in aller Munde waren natürlich die herausragenden endovaskulären Schlaganfalltherapiestudien MR-CLEAN, SWIFT-PRIME, THRACE und REVASCAT, mit überzeugend positiven Ergebnissen für die endovaskuläre Thrombektomie (>> siehe). Es gab wohl kaum eine Diskussionsgruppe in den Foyers und Ausstellungsräumen, in denen es nicht um den...

Annual Meeting der American Academy of Neurology 2015 – Neues zur Multiplen Sklerose

16.7.2015

Nachdem an den ersten beiden Tagen vor allem Teaching Courses das Programm prägten, gab es den ersten Höhepunkt im Rahmen der jährlich stattfindenden Neurobowl. Bei der Neurobowl treten zwei bis drei Teams, deren Mitglieder Neurologen und Neurologinnen aus Kanada und den USA sind, in einem Wettkampf gegeneinander an, um knifflige Fragen aus dem...

Multiple Sklerose und Dermatologie

16.7.2015

Im ersten Vortrag von OA Dr. Michael Guger, Abteilung für Neurologie und Psychiatrie, AKH Linz, wurden die dermatologischen Aspekte in der Multiplen Sklerose (MS) eruiert. Zu Beginn wurden immunologische Gemeinsamkeiten mit dem Fach Dermatologie erörtert. Im Fokus standen dabei slan dendritische Zellen, die vorwiegend IL-12, IL-6, IL-23, TNF-α und...

AD/PD™ 2015 − Alzheimer’s & Parkinson’s Diseases Congress

16.7.2015

Präsentiert wurden auf dieser AD/PD™ 2015 die neuesten Technologien zur Beeinflussung der Immunantwort, um neurologische Erkrankungen zu beeinflussen, sowie neue molekulare Techniken und Biomarker. Neue Einsicht in die Krankheitsmechanismen betreffen vor allem die Ausbreitung der missgefalteten Proteine, Alpha-Synuklein bei Parkinson und Tau-Protein...

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation (OeGNR), Graz

11.3.2015

Bei der offiziellen Eröffnung des wissenschaftlichen Programmes betonte OeGNR Präsident Univ.-Prof. Dr. Walter Oder den hohen Stellenwert der Neurorehabilitation sowohl auf Ebene des betroffenen Individuums als auch gesellschaftlich und gesundheitsökonomisch, unterstrich die Leistungen und gut entwickelten Strukturen der Neurorehabilitation in...

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Epileptologie

11.3.2015

Epilepsiechirurgie: Prof. Dr. C. E. Elger, Direktor der epileptologischen Universitätsklinik Bonn, eröffnete diese Plenarsitzung mit einem Vortrag über die KandidatInnenauswahl. Wie Elgar darlegte und mit Fakten untermauerte, sollten PatientInnen eher früher im Krankheitsverlauf und häufiger für eine prächirurgische Abklärung überwiesen werden....

Einfluss von Angst auf die Lebensqualität bei EpilepsiepatientInnen

11.3.2015

A. Leibetseder1, B. Haider1, N. Agrawal2, H.R. Cock2, S. Gür-Ozmen2, T.J. von Oertzen1, 2 1 Neurologische Abteilung, Landesnervenklnik Wagner-Jauregg, Linz 2 Dept. of Clinical Sciences, St. George’s University of London, London, UK Es ist bekannt, dass bis zu 60 % der EpilepsiepatientInnen komorbide an einer psychiatrischen Erkrankung leiden,...

Therapieansprechen und Nebenwirkungen einer Add-on-Therapie mit Perampanel

11.3.2015

A. Rohracher1, J. Dobesberger1, J. Höfler1, D.P. Huber1, G. Kalss1, M. Leitinger1, 2, E. Trinka1, 2 1 Universitätsklinik für Neurologie, Christian-Doppler-Klinik, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg 2 Zentrum für kognitive Neurowissenschaften, Salzburg Perampanel (PER) ist ein nichtkompetitiver AMPA-Rezeptor Antagonist, der...

Intravenöse Ketamintherapie bei refraktärem Status epilepticus

11.3.2015

J. Höfler, A. Zerbs, J. Dobesberger, G. Pilz, M. Leitinger, H. Novak, E. Trinka Universitätsklinik für Neurologie, Christian-Doppler-Klinik, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg Der therapierefraktäre Status epilepticus (RSE) stellt eine therapeutische Herausforderung dar und ist definiert als Status epilepticus (SE), der trotz...

rCBF-SPECT – die Wahl des richtigen Tracers für optimalen Kontrast

11.3.2015

K. Böck1, A. Dunzinger2, S. Kern2, R. Pichler2, T.J. von Oertzen1 1 Abteilung für Neurologie, Landesnervenklinik Wagner-Jauregg, Linz 2 Institut für Nuklearmedizin, Landesnervenklinik Wagner-Jauregg, Linz Die Bedeutung des iktalen und des interiktalen SPECT in der Diagnostik der Temporallappenepilepsie ebenso wie der nichtläsionalen...

Prognoseeinschätzung bei Status epilepticus

11.3.2015

M. Leitinger, Y. Höller, G. Kalss, A. Rohracher, H.F. Novak, J. Höfler, J. Dobesberger, G. Kuchukhidze, E. Trinka Universitätsklinik für Neurologie, Christian-Doppler-Klinik, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg Der Status epilepticus (SE) stellt ein potenziell lebensbedrohliches Zustandsbild dar. Das Management dieser...

Altersbezogene retrospektive Analyse der Spiegelbestimmungen von Levetiracetam an der LNK Wagner-Jauregg aus den Jahren 2012–2013

11.3.2015

G. Traxler1, C. Kubasta2, G. Friesenecker1, T.J. von Oertzen1 1 Neurologische Abteilung, Landesnervenklinik Wagner-Jauregg, Linz 2 Institut für Labordiagnostik, Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Hintergrund: Das Labor der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg ist als Referenzzentrum zur Spiegelbestimmung von Antikonvulsiva etabliert. Pro Jahr...

Transsylvische Amygdalohippokampektomie bei mesialer Schläfen­lappenepilepsie – epileptologische Ergebnisse im Langzeitverlauf

11.3.2015

M. Ortler1, G. Walser2, T. Benke2, M. Wagner3, E. Donnemiller4, H. Maier5, E. Trinka2, 6, G. Bauer2, I. Unterberger2 Universitätskliniken für 1 Neurochirurgie, 2 Neurologie, 3 Neuroradiologie, 4 Nuklearmedizin, 5 Institut für Pathologie, alle Medizinische Universität Innsbruck, und 6 Universitätsklinik für Neurologie, Paracelsus Medizinische...

Highlights der Neurowoche 2014

18.12.2014

Den ersten Festvortrag bei der Eröffnungsveranstaltung hielt Prof. Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, Deutschland. Raffelhüschen ist Experte für die deutschen Sozial- und Rentensysteme und war in die Rürup-Kommission berufen, die Änderungsvorschläge für das deutsche...

Jahrestagung der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) 2014

18.12.2014

Die diesjährige Jahrestagung der ÖPG fand vom 16. bis 18. Oktober in Baden statt und war sehr gut besucht. Die Hauptthemen waren Biomarker der Parkinson-Krankheit, Kognition und Verhalten bei Parkinson-Syndromen und die nichtmedikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit – ergänzt durch Praxisseminare zu den Themen „Der verwirrte/psychotische...

1st Joint Congress of European Neurology 2014

20.10.2014

Extrapyramidale Störungen Den extrapyramidalen Störungen wurde am Joint Congress of Neurology ein besonderer Stellenwert eingeräumt. In den Vorträgen wurde ein Einblick in neue diagnostische und therapeutische Entwicklungen im Bereich extrapyramidaler Störungen geboten. Positiv hervorzuheben ist auch die Ausgewogenheit der Vorträge zu...

Highlights der XIX. RIMS Conference

20.10.2014

Trainingstherapie bei MS ist effizient und sicher: Empfehlungen U. Dalgas, Dänemark, stellte die Ergebnisse eines rezenten systematischen Reviews von insgesamt 26 Studien mit über 1295 PatientInnen vor. Entgegen der häufig verbreiteten Meinung wurde die Sicherheit von Trainingstherapie bei Multipler Sklerose (MS) eindeutig nachgewiesen. Die absolute...

3rd International Conference and Course on Neuromuscular Ultrasound 2014

20.10.2014

Aus- und Fortbildung Im Rahmen des Basic Course erfolgte eine Einführung in die Funktionsweise von Ultraschall und MRT, ein Überblick über neurophysiologische Untersuchungen und die Möglichkeiten der Diagnosefindung über Kombination von physiologischen und morphologischen Befunden. Im Advanced Course wurde zunächst das für die Diagnostik...

23th European Stroke Conference

17.7.2014

ENOS-Studie: In der täglichen Routine befassen wir uns immer wieder mit der Fragestellung, ob eine vorbestehende Therapie mit Antihypertensiva in der Akutphase des ischämischen Schlaganfalls fortgesetzt oder gestoppt werden sollte. Die ENOS-Studie untersuchte einerseits genau diese Fragestellung, andererseits, ob die Applikation von transdermalem...

1st Joint Congress of European Neurology 2014

17.7.2014

Bei den oralen Präsentationen zur Multiplen Sklerose und assoziierten Erkrankungen ist besonders erwähnenswert, dass österreichische ErstautorInnen in einer hohen Dichte vertreten waren. So wurde von der Arbeitsgruppe von Prof. Deisenhammer und Harald Hegen, Innsbruck, über die Prädiktion des Therapieansprechens auf Interferon-β mithilfe...

Role of Antagomirs in Epileptogenesis

22.5.2014

There is a need, therefore, to understand the molecular mechanisms which underlie gene expression changes during epileptogenesis. Following transcription, there are sev­eral additional steps prior to the eventual translation of a coding mRNA transcript into a protein. MicroRNAs have been recently discovered, small, non-coding RNA molecules which are...

Epilepsien: Mechanismen der Pharmakoresistenz – neue Aspekte

22.5.2014

Die Tatsache, dass die Pharmakoresistenz nach aktuellem Kenntnisstand eine multifaktorielle Grundlage hat, stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Durch die gegenseitige Beeinflussung verschiedener Faktoren ist es schwierig, einen kausalen Zusammenhang zwischen spezifischen erkrankungsassozierten Veränderungen und der Pharmakoresponse...

Neue Trends in der epilepsiechirurgischen Behandlung

22.5.2014

Eine epilepsiechirurgisch therapeutische Herausforderung ist die Behandlung tief gelegener epileptogener Zonen (z. B. bei hypothalamischem Hamartom), multiregionaler oder diffuser epileptogener Zonen (z. B. fokale kortikale Dysplasien Typ 1a) oder von PatientInnen mit einer epileptogenen Zone nahe an bzw. im eloquenten, d. h. funktionstragenden Kortex....

Morbus Parkinson – Zeit für eine Neudefinition?

22.5.2014

Seit der Beschreibung durch James Parkinson vor fast 200 Jahren wird die Diagnose einer Parkinson-Krankheit klinisch durch den Nachweis charakteristischer motorischer Kardinalsymptome definiert. Die am häufigsten benutzten klinischen Kriterien (Queen Square Brain Bank Criteria) erfordern für die Diagnose eines Parkinson-Syndroms das Vorhandensein von...

Neuroimaging bei Parkinson-Syndromen

22.5.2014

Die Diagnose des Morbus Parkinson fußt primär auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Die Abgrenzung von milden Bewegungsstörungen bei ansonsten gesunden älteren Personen, bei PatientInnen mit orthopädischen, rheumatischen, psychiatrischen oder auch bestimmten neuromuskulären Erkrankungen (Tab. 1), von medikamenteninduzierten und vaskulären...

Bildgebende Verfahren in der Schwangerschaft

22.5.2014

Neben der Wahl der Methode (CCT mit ionisierender Strahlung vs. MRT mit starkem Magnetfeld) mit/ohne Kontrastmittel sind bei der Indikationsstellung zur Bildgebung die Risiken für die schwangere Frau bzw. den Embryo und Fetus gegeneinander abzuwägen. Insbesondere muss eine Balance zwischen den üblichen Standards in Diagnose (und Therapie) und einer...

Medikamentöse Therapie des M. Parkinson

22.5.2014

Therapieoptionen beim frühen M. Parkinson Grundsätzliches Ziel der Ersteinstellung ist es, ein Präparat oder eine Kombination an Medikamenten zu finden, die bei der betreffenden Patientin/beim betreffenden Patienten eine Besserung der Beschwerden erzielen, die der aktuellen individuellen Lebenssituation entspricht, ohne störende Nebenwirkungen zu...

Schwangerschaft und neuroimmunologische Erkrankungen – am Beispiel MS

22.5.2014

Historische Ansichten, dass eine Schwangerschaft die MS verschlechtere und daher vermieden (oder gar abgebrochen) werden sollte, wurden über die letzten Jahrzehnte in zahlreichen Studien nicht nur widerlegt, sondern das Gegenteil zugunsten von MS-Patientinnen mit Kinderwunsch bewiesen (Tab. 1). Die entsprechende Beratung, dass keiner Frau von ihrem...

Schlaganfallprophylaxe mit NOAK – eine kritische Betrachtung

22.5.2014

Stroke Units – zentrale Rolle bei Klärung der Schlaganfal­l­ätiologie Eine der wichtigsten Aufgaben von Stroke Units und von Neurologinnen und Neurologen ist die pathogenetische Zuordnung des Schlaganfalls. Bei etwa 30 % der ischämischen Schlaganfälle ist eine kardiogene Thromboembolie, bei 25 % eine arteriosklerotische Makroangiopathie, bei...

Schlaganfall – neue Entwicklungen im Akutmanagement

22.5.2014

Allgemeine Therapie Stroke Units: Die Behandlung des akuten Schlaganfalls auf einer Schlaganfallspezialeinheit – Stroke Unit – verringert unabhängig vom Alter, Geschlecht oder Schweregrad die Mortalität und Behinderung von SchlaganfallpatientInnen. Die meisten Studien wurden bei PatientInnen mit ischämischem Schlaganfall durchgeführt....

Funktionelle elektrische Stimulation als komplementäre Therapiemethode in der Neurorehabilitation

22.5.2014

Die funktionelle elektrische Stimulation wird ausschließlich bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Upper Motor Neuron Disease) appliziert. Angewandt wird die FES bei zentral bedingter Vorfußheberschwäche nach Schlaganfall, nach Hirnblutung, bei Multipler Sklerose, nach Schädel-Hirn-Trauma und bei traumatischen Querschnittsyndromen. Die...

Palliative care and neurology

22.5.2014

Most people with a progressive neurological disease will die from this disease – although the time from diagnosis to death may vary greatly – from 2 to 3 years, on average, for amyotrophic lateral sclerosis (ALS) to over 10 years or longer for multiple sclerosis. There is therefore an important role for palliative care, which the World Health...

Projekt an der neurologischen Ambulanz des SMZ Süd: Ambulante Betreuung von onkologischen PatientInnen

22.5.2014

Im Rahmen der bisherigen Betreuung der HirntumorpatientInnen war aufgefallen, dass neben dem medizinischen Handlungsbedarf zahlreiche Aspekte der Pflege, der Betreuung und auch soziale Aspekte wichtig sind. Aus diesem Grunde wurde gemeinsam mit der Pflegedirektion unter Einbindung des Entlassungsmanagements des Kaiser-Franz-Josef-Spitals (Frau...

Personalisierte Medizin in der Multiplen Sklerose – noch ein weiter Weg?

17.3.2014

Neben dem Erkenntniszugewinn stand das 21. Meeting der Europäischen Charcot Foundation auch im Zeichen des Generationenwechsels im Vorstand. Es war dies das erste Charcot-Symposium, welches von Prof. G. Comi aus Mailand als neuem Präsidenten der Charcot Foundation geleitet wurde. Erfreulicherweise nahm der Past-Präsident und Begründer der Charcot...

17. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF)

17.3.2014

Pflegesymposium Wie auch in den letzten Jahren fand parallel zur ÖGSF-Jahrestagung ein Pflegesymposium statt. Dies unterstreicht im Besonderen das enge Ineinandergreifen der ärztlichen und pflegerischen Berufsgruppen, ohne die eine optimale Schlaganfallversorgung nicht denkbar wäre. Das Vortragsspektrum umfasste Themenbereiche wie Kommunikation mit...

Highlights vom 29. ECTRIMS-Kongress, Kopenhagen, 2013

20.12.2013

Frühtherapie Spezielles Interesse richtete sich auf den sehr frühen Verlauf der MS. Die Diagnose (definitive) MS ist in einem hohen Prozentsatz schon bei einem ersten demyelinisierenden klinischen Ereignis möglich, wenn eine differenzierte MRT-Diagnostik herangezogen wird (revidierte diagnostische Kriterien nach McDonald, 2010). Ein früher...

ECTRIMS 2013 – radiologisch isoliertes Syndrom

20.12.2013

Der vermehrte klinische Einsatz der zerebralen Magnetresonanztomographie (MRT) hat auch einen Zuwachs an inzidentellen Befunden mit sich gebracht. So kommt es vor, dass dem Neurologen/der Neurologin bislang asymptomatische PatientInnen mit einer kranialen MRT vorgestellt werden, deren Befunde mit einer Multiplen Sklerose (MS) vereinbar sind1. Erfüllen...

Jahrestagung der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft 2013

20.12.2013

Dieses Jahr fand von 7. bis 9. Oktober die Jahrestagung der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft in Bad Ischl statt. Hauptthemen waren: Das Spätstadium der Parkinson-Krankheit, Update Therapie, Aktualisierung des Themas Bewegungsstörungen sowie Pathogenese und experimentelle kausale Therapien der Parkinson-Syndrome. Ergänzt wurde das Programm...

Kipptischbasiertes Vorscreening pathologischer nächtlicher Blutdruckprofile bei Morbus Parkinson und Multisystematrophie: Implikationen für die Praxis

20.12.2013

Alessandra Fanciulli MD1, 2, Stefano Strano MD3, Jean-Pierre Ndayisaba MSc2, Georg Goebel PhD4, Laura Giofrè MD3, Massimiliano Rizzo MD3, Carlo Colosimo MD5, Carlo Caltagirone MD6, Werner Poewe MD2, Gregor K. Wenning MD PhD MSc2*, Francesco E. Pontieri MD1, 7* 1 Department of Neuroscience, Mental Health and Sensory Organs, „Sapienza” University of...

Veränderungen in der zerebellären Inhibition bei PatientInnen mit fokaler Hand-Dystonie – eine TMS-Studie

20.12.2013

Dietrich Haubenberger1, 2, Sandra Beck1, 3, Gottfried Kranz1, 2, Georg Kranz4, Bernhard Voller1, 2, Anke Karabanov1, 5, Mark Hallett1 1 Human Motor Control Section, National Institutes of Neurological Disorders and Stroke, National Institutes of Health, Bethesda, MD, USA 2 Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Wien 3...

23. Jahrestagung der European Neurological Society (ENS) 2013

11.10.2013

Zweifelsohne stand die geplante Fusion der ENS mit der European Federation of Neurological Societies (EFNS) zur European Academy of Neurology (EAN) im Mittelpunkt der Tagung. 2014 wird es in Istanbul den ersten gemeinsamen Kongress geben (Joint Congress of European Neurology), bei welchem auch die Weichen für die EAN gestellt werden sollen und ein...

ENS 2013: MS - Einblick in Effektivität und Nebenwirkungsspektrum neuer oraler Therapien

11.10.2013

Während mit Natalizumab und Fingolimod hocheffektive Therapie­optionen bereits zugelassen sind, wurden weitere Therapeutika und insbesondere weitere oral anwendbare Substanzen in Phase-III-Studien untersucht und rücken in der Folge in greifbare Nähe. Im Folgenden wird eine Auswahl an klinischen Studien zu den neueren oralen Therapien...

PNS Biennial Meeting of the Peripheral Nerve Society 2013

11.10.2013

Die Peripheral Nerve Society (PNS) ist eine internationale Gesellschaft, die sich der Erforschung von Ursachen, Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des peripheren Nervensystems widmet. Alle 2 Jahre werden internationale Kongresse organisiert mit dem Ziel, die aktuellsten Ergebnisse sowohl der klinischen Praxis als auch der Grundlagenforschung...

Highlights der XXII. European Stroke Conference, 2013

9.7.2013

Blutdrucksenkung: Lange erwartet wurden die Ergebnisse der INTERACT-2-Studie, die rasche Blutdrucksenkung < 140 mmHg mit < 180 mmHg systolisch an 2.839 ProbandInnen mit akuter intrazerebraler Blutung verglichen hat. Der absolute Blutdruckunterschied zwischen beiden Gruppen betrug 14 mmHg. Das funktionelle Ergebnis nach 90 Tagen (mRS 0–2 als...

AAN 2013: Update zur Natalizumab-assoziierten progressiven multifokalen Leukenzephalopathie

9.7.2013

Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine schwere, durch das JC-Virus (JCV) verursachte opportunistische Infektion des zentralen...

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation 2012

9.7.2013

Diagnostik schwerer chronischer Bewusstseinsstörungen Einen besonderen Schwerpunkt der Tagung bildete die Diagnostik und Prognostik von PatientInnen nach Hirnschädigung, etwa durch Schädel-Hirn-Trauma oder zerebrale Hypoxie mit in Folge schweren chronischen Bewusstseinsstörungen wie dem apallischen Syndrom (AS) und dem minimalen Bewusstseinszustand...

Highlights des Charcot-Meetings 2012

16.4.2013

In Session 1 wurde auf die veränderten Risiken für die Entstehung einer Multiplen Sklerose (MS) eingegangen. Dabei wurde von M. Pugliatti aus Sardinien hervorgehoben, dass die Inzidenz dieser Erkrankung, insbesondere bei Frauen, im Zunehmen begriffen ist. Weiters ist das Alter zu Beginn der Erkrankung ebenso steigend. Mögliche Hypothesen für diese...

16. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF)

16.4.2013

Parallel zu ärztlicher Fortbildung und dem wissenschaftlichen Programm wurde auch wieder ein Pflegesymposium organisiert, das über 120 an der Betreuung von...

Jahrestagung der Österreichischen Parkinson Gesellschaft 2012


14.12.2012

Das Programm gliederte sich in drei Hauptthemen: Atypische Parkinsonsyndrome (PSP, CBD, MSA, dazu Neuroimaging mit den AutorInnen W. Pirker, G. Wenning und C. Scherfler), Bewegungsstörungen bei systemischen Erkrankungen (autoimmunvermittelte Bewegungsstörungen sowie bei metabolischen und zerebrovaskulären Erkrankungen; S. Bösch, R....

Subjektives Ansprechen unterschiedlicher Tremorsyndrome auf Alkohol – ein Unterscheidungsmerkmal?


14.12.2012

Bei 50–70 % der PatientInnen mit essenziellem Tremor wird eine Tremorreduktion durch Alkohol vermutet. Nur wenige Studien haben bisher den Effekt von Alkohol auf essenziellen Tremor und Parkinson-Tremor untersucht. Bisher liegen keine Daten zur Wirkung von Alkohol auf andere Tremorsyndrome vor. Dennoch gilt eine Besserung des Tremors nach...

Quantifizierung von Extremitäten-Dysmetrie mittels digitaler Spiralenanalyse – eine Validierungsstudie


14.12.2012

Extremitäten-Dysmetrie stellt eine relevante Ursache für die Beeinträchtigung der Handfunktion im Rahmen von Aktivitäten des täglichen Lebens bei PatientInnen mit Ataxien dar. Die digitale Spiralenanalyse stellt eine objektive, günstige und klinisch relevante Methode zur Quantifizierung von Tremor dar (http://www.neuroglyphics.org). Das Ziel der...

Dopamintransporterverteilung bei PatientInnen mit der zerebellären Variante der Multisystematrophie. Eine voxelbasierte [123I]β-CIT-SPECT-Analyse


14.12.2012

Bei PatientInnen mit der zerebellären Variante der Multisystematrophie (MSA-C) konnte mittels Region-of-Interest(ROI)-Analyse und [123I]β-CIT-SPECT eine verminderte striatale Dopamintransporterverfügbarkeit im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen nachgewiesen werden. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die Dopamintransporterverteilung bei...

European Huntington’s Disease Network Plenary Meeting 2012, Stockholm


14.12.2012

In der ersten „plenary session“ sprach Prof. Michael Hayden aus Vancouver, Kanada, über die Häufigkeit der Huntington-Erkrankung. Bezugnehmend auf die steigende Inzidenz lautete der Titel „Frequency of Huntington disease – greater than you think“. In einer rezenten Untersuchung von Hayden lag die Prävalenz der Huntington-Erkrankung in...

DGN 2012: Parkinson und andere extrapyramidale bzw. neurodegenerative Erkrankungen


14.12.2012

Parkinson und Gilles de la Tourette THS bei Parkinson: Die tiefe Hirnstimulation (THS) ist mittlerweile ein etabliertes Therapieverfahren bei Parkinson, Dystonie und Tremor, das weltweit bereits bei über 100.000 PatientInnen angewendet wurde. Andrea Kühn (Berlin; V339) berichtete über Studien zur Wirkungsweise dieser Methode. Von den implantierten...

EFNS 2012: Aktuelles zu Neuroinfektionen und autoimmunen Enzephalitiden


14.12.2012

ZNS-Infektionen – mögliche Reisemitbringsel und Infektionen mit weltweiter Relevanz In seinem Vortrag über reiseassoziierte Neuroinfektionen wies E. Schmutzhard, Innsbruck, darauf hin, dass tropische Erkrankungen inzwischen nicht mehr auf geographisch definierte Risikogebiete beschränkt sind. An dieser zunehmenden Ausbreitung sogar bis nach Europa...

EFNS-Kongress 2012
: Schwerpunkt autonomes Nervensystem 


14.12.2012

Im Hauptthema „Autonomic disorders in neurological diseases“ wurde das weite Spektrum des autonomen Nervensystems und seiner Erkrankungen ausführlich dargestellt. 
ANS und Schlaganfall: Wie Prof. Max J. Hilz, Deutschland, in seinem Vortrag zum autonomen Nervensystem (ANS) und Schlaganfall ausführte, hat die Northern Manhattan Stroke Study...

Kongress-Highlights ECTRIMS 2012


14.12.2012

Therapieansätze bei chronisch-progredienter Verlaufsform der MS Unter den Präsentationen zur MS-Therapie waren präliminäre Berichte über eine mögliche...

23rd Symposium on ALS/MND 2012, Chicago


14.12.2012

Die internationale MND-Gesellschaft spannt in ihren Kongressen den Bogen von der Grundlagenforschung zur Therapie inklusive wichtiger Aspekte der multidisziplinären PatientInnenbetreuung. Dementsprechend war das Programm für den gesamten Kongress zweigeteilt, einerseits mit Referaten zur Grundlagenforschung und andererseits zu klinischen,...

ESC 2012: 21st European Stroke Conference, Lissabon

28.9.2012

Den renommierten Johann-Jakob-Wepfer-Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der klinischen Schlaganfallforschung erhielt dieses Jahr der amerikanische Neurologe und Professor aus Harvard, Boston, Louis R. Caplan. In seinem Vortrag „The Intracranial Vertebral Artery: A Neglected Species“ erörterte Professor Caplan die Bedeutung und...

Highlights vom Movement-Disorders-Kongress 2012 in Dublin

28.9.2012

Rolle der Genetik im Verständnis der Pathogenese des M. Parkinson Im Bereich „basic research“ wurden neue genetische Daten und neue Erkenntnisse zur...

ENS 2012: 21. Kongress der European Neurological Society, Prag

28.9.2012

Multiple Sklerose Nach heutigem Wissen ist ein Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen für den Ausbruch der multiplen Sklerose und insbesondere für die Zunahme von Inzidenz und Prävalenz der Erkrankung in den letzten Jahrzehnten verantwortlich. Zu den möglichen Umweltfaktoren werden erworbene Infektionen, vor allem...

European Charcot Foundation 2011 – Personalisierte Behandlung bei multipler Sklerose

29.6.2012

Im Eröffnungsvortrag befasste sich Prof. Montalban aus Barcelona mit den Schwierigkeiten, aufgrund der sehr heterogenen Krankheitsverläufe und der z. T. auch noch unklaren Pathogenese ein individualisiertes Therapieregime zu entwickeln. Die anschließenden Vorträge behandelten vor allem die Frage nach den individuellen Krankheitsverläufen. Dabei...

64. Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) 2012 – Aktuelles zur Nervenregeneration

29.6.2012

Prof. Hoke beschrieb in seinem Vortrag „The long denervated stump“ anhand von Nervenverletzungen die Formen und Möglichkeiten der Nervenregeneration. Bei länger bestehender Denervation, insbesondere bei Nervendurchtrennungen, ist die Aussicht auf Reinnervation nur gering. Das Einwachsen von Axonen erreicht bei proximalen Nervenverletzungen fast...

ÖGN 2012: Editorial

27.4.2012

Die vorliegende Ausgabe von neurologisch präsentiert Kurzzusammenfassungen ausgewählter Vorträge zu den Hauptthemen der 10. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, die von 14.–17. März 2012 in Graz stattfand. Ein Themenschwerpunkt unserer Jubiläumstagung widmete sich dem alternden Gehirn, wobei auf die Grauzone...

ÖGN 2012: Strukturelles MR bei normalem Altern und bei Alzheimer-Erkrankung: Weiße und schwarze Flecken

27.4.2012

Häufigkeit von WML und MB Die Abbildungen 1 und 2 zeigen die unterschiedlichen Typen von WML und MB. In Tabelle 1 werden die Unterschiede in der Frequenz der Läsionen zwischen normalem Altern und Alzheimer-PatientInnen dargestellt. Die meisten AutorInnen berichten über ein größeres Volumen von periventrikulären und subkortikalen...

ÖGN 2012: Altern, Kognition und zerebrale Reserve

27.4.2012

Hinweise aus der Neuropathologie: Den Ausgangspunkt für das Konzept der zerebralen Reserve bildet eine wiederkehrende Beobachtung in klinisch-pathologischen Untersuchungen: Zwischen 15 und 50 % derjenigen älteren Menschen, die bei der Autopsie die charakteristischen Merkmale der Alzheimer-Krankheit aufweisen, hatten zu Lebzeiten keine nennenswerten...

ÖGN 2012: Muskel, Muskelerkrankungen und Alter

27.4.2012

Sarkopenie Als Sarkopenie bezeichnet man das physiologische Altern des Muskeln, das durch eine Abnahme der Muskelmasse und der Muskelkraft unabhängig von anderen Begleiterkrankungen charakterisiert ist. Die Sarkopenie muss streng unterschieden werden von der Kachexie multimorbider alter PatientInnen. Physiologischerweise vermindert sich die...

ÖGN 2012: Demenz-Prodromi

27.4.2012

Um in der klinisch symptomfreien Periode zu intervenieren, ist der Nachweis biologischer Indikatoren (Marker) notwendig. Risikofaktoren wirken als Beschleuniger der neuropathologischen Veränderungen, durch deren Erkennung/Vermeidung der klinische Beginn der Alzheimer-Symptomatik um Jahre verzögert und die klinische Verlaufsprogression gemildert werden...

ÖGN 2012: Schlaganfall-Prodromi: Unterschätzen wir die Häufigkeit vaskulärer Hirnschäden?

27.4.2012

In ausgeprägterer Form sind „white matter lesions“ neben lakunären Infarkten und Mikroblutungen auch ein Teil jener morphologischen Veränderungen, die mit zerebralen Kleingefäßerkrankungen assoziiert werden. Derartige fleckförmige oder gar konfluierende Marklagerveränderungen haben dann Bedeutung als Ursache oder zumindest Risikofaktor für...

ÖGN 2012: Prodromi von Polyneuropathien

27.4.2012

Bei zahlreichen Polyneuropathien (PNP) wird der Begriff der „subklinischen“ Neuropathie verwendet, der zum Ausdruck bringt, dass der/die PatientIn zwar die Zeichen der PNP hat, aber noch subjektiv keine Symptome oder Einschränkungen aufweist. Die Hauptinstrumente zum Nachweis einer PNP sind die Anamnese, die klinische Untersuchung und die...

ÖGN 2012: Diagnostische Entwicklungen: Immunologische Marker

27.4.2012

Biomarker können verwendet werden, um das individuelle Risiko einer Erkrankung abzuschätzen, eine bestehende Erkrankung zu diagnostizieren, den Schweregrad einer Erkrankung zu charakterisieren, einen Therapieeffekt im Organismus zu quantifizieren, die Sicherheit einer Therapie zu beurteilen, PatientInnengruppen zu identifizieren, die nicht von einer...

ÖGN 2012: Diagnostische Entwicklungen: Genetik

27.4.2012

  Im Jahr 2008 wurde die Sequenz des Genoms von James Watson, der zusammen mit Francis Crick 1953 die Struktur der DNA beschrieb, in Nature veröffentlicht. Die DNA-Sequenz seines Genoms ist seither bis auf seinen APOE-Genotyp für jeden frei zugänglich. 1 Die Sequenzierung von Watsons Genom dauerte 4,5 Monate und kostete < 1,5 Millionen...

ÖGN 2012: Aktuelle Aspekte der Ernährungstherapie auf Stroke Units und Neurointensivstationen

27.4.2012

Patientinnen, deren Akutkrankheit die Aufnahme auf eine Stroke Unit oder Neurointensivstation erfordert, haben ein potenzielles Risiko für die Entwicklung bzw. Aggravierung einer Mangelernährung. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen insbesondere quantitative Bewusstseinsstörungen und fokalneurologische Defizite mit Herabsetzung bzw. Verlust der...

ÖGN 2012: Spezifische Diäten als Therapie neurologischer Erkrankungen

27.4.2012

Morbus Refsum Es handelt sich um eine extrem seltene Lipidstoffwechselerkrankung (Phytansäurespeicherkrankheit), die autosomal rezessiv vererbt wird. 1946 erfolgte die Erstbeschreibung durch Sigvald Refsum als „Heredopathia atactica polyneuritiformis“ bei einer norwegischen Familie mit der klinischen Trias von Retinitis pigmentosa, Polyneuropathie...

ÖGN 2012: Indikation zur Sondenernährung

27.4.2012

Was sagt die Evidenz? DGN Leitlinien1, Leitlinie „Ernährung in der Geriatrie“2: Eine Malnutrition, die bei 22 bis 35 % der PatientInnen in den ersten beiden Wochen nach Schlaganfall auftritt, stellt einen prädiktiven Faktor für ein schlechtes funktionelles Resultat dar und sollte daher vermieden werden.3, 4 Allerdings verbessert eine...

3. Tag der Epilepsie 2011, Linz

2.2.2012

Pharmakotherapie: In seinem Übersichtsvortrag über die Geschichte der Antikonvulsiva ging Prof. Dr. B. Steinhoff, Ärztlicher Direktor der Epilepsiezentrums Kehl-Kork, Deutschland, darauf ein, dass die zahlreichen neu zugelassenen Antikonvulsiva seit den 1990er-Jahren vor allem in puncto Verträglichkeit, aber auch Anfallskontrolle einen Fortschritt...

Highlights der 65. Jahrestagung der American Epilepsy Society 2011

2.2.2012

Wie in den vergangenen Jahren wurden eine imponierende Anzahl an Vorlesungen, Workshops und Kursen mit Ausbildungscharakter auf unterschiedlichem Level sowie zahlreiche Plattform- und Posterpräsentationen und sogenannte „Scientific Networking Hours“ für den wissenschaftlichen Informationsaustausch geboten. Spezielle Angebote inklusive...

ÖGSF: 15. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft 2012

2.2.2012

Juvenile Stroke Das wissenschaftliche Programm wurde mit der „Hans-Chiari-Gedenkvorlesung“ mit dem Thema „Juvenile Stroke“ eröffnet. Prof. Bo Norrving, Präsident der World Stroke Organization (WSO), umriss die diagnostischen Algorithmen und therapeutischen Möglichkeiten beim juvenilen Schlaganfall und präsentierte die ersten Ergebnisse der...

DGN 2011: Neues zum Cluster-Kopfschmerz

1.10.2011

CK scheint einigen epidemiologischen Studien zufolge so häufig zu sein wie die multiple Sklerose. Obwohl viele PatientInnen zufrieden stellend medikamentös eingestellt werden können, haben nach wie vor ca. 25 % der Betroffenen im Verlauf der Erkrankung Suizidgedanken, nicht wenige begehen tatsächlich Suizid. Obwohl die meisten Erkrankten...

5. gemeinsamer ECTRIMS-ACTRIMS-Kongress 2011, Amsterdam

1.10.2011

Der Kongress bot die Möglichkeit, sich in etwa 116 freien Vorträgen sowie 1000 wissenschaftlichen Postern und zusätzlich bei einer Vielzahl von Fortbildungskursen einen breiten Überblick über die aktuellen Entwicklungen bei der multiplen Sklerose zu verschaffen. Es fällt schwer, aus dem sehr breit gefächerten Programm Themenschwerpunkte...

DGN 2011: Aktuelles zum Thema „Multiple Sklerose“

1.10.2011

Kognition und MS Bei 54 PatientInnen mit schubförmiger MS wurde über eine neuropsychologische Tes - tung ein „kognitiver Score“ errechnet und mit Atrophie-Markern der zerebralen MRT korreliert. Der Corpus-callosum-Index (sagittale Schichten) könnte für künftige Therapiestudien wertvolle Informationen liefern. Ein computergesteuertes...

DGN 2011: Highlights zum Thema Parkinson und anderen neurodegenerativen Erkrankungen

1.10.2011

Molekulare Grundlagen und kausale Therapieansätze T. Outiero, Göttingen, berichtete über ein einfaches Modell zur Untersuchung und Beeinflussung der α-Synuclein-Pathologie in Hefezellen. Durch genetische Manipulation dieser Zellen, die zu vermehrter _-Synuclein-Expression führt, kommt es zu pathologischen Veränderungen mit der Bildung von...

15th International Congress of Parkinson’s Disease and Movement Disorders 2011

2.9.2011

Risikofaktoren und Epidemiologie bei M. Parkinson Genetik: Obwohl der M. Parkinson traditionell als nichtgenetische Krankheitsentität angesehen wird, wird immer klarer, dass es eine wesentliche genetische Komponente bei dieser Erkrankung gibt. In genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) haben die Genloci MAPT und SNCA konsistente Risikoassoziationen...

Die Glanzlichter der Nicht-Parkinson-Themen

2.9.2011

Mb. Huntington Die Huntington-Erkrankung wird autosomaldominant vererbt und durch eine CAG-Expansion im Huntingtin-Gen auf dem kurzen Arm von Chromosom 4 (Locus 4p16.3) verursacht. Bei gesunden Menschen wiederholt sich das Basentriplett CAG circa 9 bis 35 Mal. Eine CAG-Blockexpansion > 39 im Huntingtin- Gen bestätigt die Diagnose; bei einem Befund...

20. European Stroke Conference (ESC) in Hamburg

2.9.2011

Nach der Eröffnungszeremonie und einer imposanten Aufführung des weltbekannten Hamburger Balletts kam ESC-Gründer Michael Hennerici zu Wort und blickte auf die letzten 20 Jahre der Europäischen Schlaganfallforschung zurück. Im Anschluss wurde dem in Zell am See gebürtigen Österreicher Wolf- Dieter Heiss, Köln, der renommierte Wepfer Award für...

International Conference on Alzheimer's Disease (ICAD) 2011, Paris

2.9.2011

Neue Amyloid-β-Liganden und PET In der Alzheimer-Pathologie werden drei Vorgänge unterschieden: der Amyloid-Dysmetabolismus, der zur Plaqueformation führt, die Formation neurofibrillärer Bündel sowie letztlich der Verlust von Neuronen, Synapsen und Dendriten2. Ob diese qualitativ unterschiedlichen Pathologien gleichzeitig oder aufeinander folgend...

Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Schweizerischen und Österreichischen Liga gegen Epilepsie 2011

2.9.2011

Epigenetische Grundlagen fokaler und generalisierter Epilepsien Epigenetische Veränderungen entsprechen erblichen Veränderungen der Genfunktion, die nicht durch Änderungen der DNA-Sequenz gesteuert werden. Die Rolle epigenetischer Veränderungen in der Pathogenese verschiedener neuropsychiatrischer Erkrankungen wie Autismus, bipolarer Störungen,...

Epileptologie des Kindes- und Jugendalter

2.9.2011

Genetik schwerer frühkindlicher Epilepsien In der letzten Dekade konnte die Aufklärungsrate genetischer Ursachen schwerer frühkindlicher Epilepsien wesentlich verbessert werden. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete, wie von Dr. Köhler, Medizinisch Genetisches Zentrum München, referiert, die Micro-Array-CGH-Diagnostik. Diese hochauflösende...

11. Austrian Neuroscience Wintermeeting 2011

8.8.2011

Amyloidose: Die erste wissenschaftliche Sitzung war dem heterogenen Krankheitsbild der Amyloidose gewidmet. Prof. Grisold, Wien, gab einen Überblick über die neurologischen Grundlagen dieser Erkrankung, die in primäre und sekundäre sowie genetisch bedingte Amyloidose differenziert werden kann. Klinisch finden sich verschiedene Erscheinungsbilder wie...

European Charcot Foundation 2010: Neue Aspekte zu "alten Bekannten"

8.8.2011

Neben der Entwicklung neuer Therapieformen entstand in den letzten Jahren vor allem in Nordamerika und in den englischsprachigen Ländern eine zunehmende Fokussierung auf Umweltfaktoren bei multipler Sklerose, insbesondere auf den Einfluss von Vitamin-D-Mangel in der Pathogenese der MS und auf einen möglichen Therapieansatz durch...

63. Annual Meeting of the American Academy of Neurology 2011

8.8.2011

Im Rahmen von Seminaren über Schlaganfälle wurde im Zusammenhang mit der klinischen Forschung speziell auf Designfehler bei Studien im Sinne sogenannter Bias und Confounder eingegangen. Weiters erfolgte eine zusammenfassende Erklärung der einzelnen klinischen Studienphasen und ihrer Besonderheiten bis hin zur Medikamententestung. Der juvenile Stroke...

Gemeinsame Jahrestagung der ÖGSF und der Ungarischen Schlaganfall-Gesellschaft 2011

10.4.2011

Knowing is not enough, we have to apply; willing is not enough, we have to do (J.W. Goethe) „Meeting challenges in stroke care: a Canadian perspective“ war das Thema der Hans- Chiari-Vorlesung, gehalten von Prof. Antoine Hakim, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie in Ottawa und CEO des „Canadian Stroke Network“. In Kanada...