Demenz

Lewy-Körperchen-Demenz

23.7.2021

Erstsymptome einer Lewy-Körperchen-Demenz können einerseits neuropsychiatrischer Natur – wie Depression, Angststörung, Apathie oder eine wahnhafte Störung – sein, andererseits können auch neuropsychologische Einschränkungen der kognitiven Leistungen mit Benennstörungen und visuell-räumlichen Störungen sowie Probleme der Exekutivfunktionen...

Typische und atypische Alzheimer-Erkrankung: klinische Präsentation

26.3.2021

Die typische Form der AE beginnt mit einer progredienten Neugedächtnisstörung, zu der später andere kognitive Defizite und Verhaltensauffälligkeiten hinzukommen. Die häufigsten atypischen (sogenannte nichtmnestische oder fokale) Formen betreffen von Beginn an die Sprache (logopenische Aphasie, logPPA), die visuell-räumliche Verarbeitung...

Bildgebung in der Abklärung kognitiver Störungen und Demenzen

1.10.2020

Neurodegenerative Erkrankungen mit kognitiven Störungen spielen im neurologischen Krankengut mit zunehmendem Anteil Älterer in der Bevölkerung eine immer größere Rolle. Mit immer genaueren Untersuchungsmethoden lassen sich zunehmend mehr molekularbiologische Ursachen mit spezifischen klinischen Verläufen in Einklang bringen. Die wichtigsten...

Eisenablagerungen bei der Alzheimer-Erkrankung

19.6.2020

Eisen wird hauptsächlich in Form von Ferritin im Gehirn gespeichert und ist für die normale Funktion des Gehirns unverzichtbar, da es als Co-Faktor für eine Vielzahl von Enzymen an einer großen Anzahl von biologischen Funktionen im Gehirn beteiligt ist.1 Während bisherige Studien ausschließlich histologische Untersuchungen des Endstadiums der...

Biologische Subtypen der Alzheimer-Erkrankung

20.3.2020

Die Alzheimer-Demenz ist eine hinsichtlich des Alters zu Erkrankungsbeginn, des genetischen Risikos und der Vererbbarkeit, der klinischen Ausprägung sowie einer Reihe von Biomarkern eine heterogene Erkrankung. In der klinischen Diagnostik spielen Biomarker wie strukturelle (MRI) und funktionelle Bildgebung (PET), Liquor-Tests auf Gesamt-Tau,...

Demenz: zeitgerechte Diagnose wichtig

17.12.2019

Die erste Kremser Demenzkonferenz an der Donau-Universität Krems wurde von Univ.- Prof. Dr. Stefanie Auer, Leiterin des Zentrums für Demenzstudien, Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber, Vizerektorin für Forschung, und Univ.- Prof. Dr. Michael Brainin, Leiter des Departments für klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin, eröffnet. Zudem...

Keine Geschlechtergerechtigkeit in der Demenz

26.9.2019

Prävalenz und Inzidenz Demenzielle Erkrankungen entwickeln sich zunehmend zu dem drängendsten Thema in der Versorgung von Menschen mit neurologischen Krankheiten. Denn obwohl in den letzten zehn Jahren die Inzidenz der Erkrankungen in industrialisierten Ländern zumindest nicht anzusteigen scheint, führt doch die höhere Lebenserwartung zu einer...

Genetik der frontotemporalen Demenzen

3.10.2018

Einleitung Die frontotemporale Demenz (FTD) ist die häufigste Form der frontotemporalen Lobärdegeneration (FTLD), welche ein Spektrum von neurodegenerativen Erkrankungen umfasst, die durch die fortschreitende Atrophie von Nervenzellen der Großhirnrinde im Bereich des Stirnlappens und/oder des vorderen Teils des Schläfenlappens definiert sind. FTD...

30. Jahrestagung der ÖAG: Salzburg 20. bis 21.Okt. 2017

10.10.2017

Demenzerkrankungen betreffen überwiegend Menschen jenseits des 60. Lebensjahres. In Anbetracht der zunehmenden Lebenserwartung stellen diese Erkrankungen in den nächsten Jahrzehnten eine gesellschaftliche Herausforderung dar – besonders in ärztlicher, pflegender und betreuender Hinsicht. Derzeit leben mehr als 120.000 Demenzkranke in Österreich....

Die zerebrale Amyloidangiopathie

17.3.2017

Die zerebrale Amyloidangiopathie (ZAA) wird in der Pathologie häufig, in der Klinik aber nur selten diagnostiziert. Die Erkrankung hat vor allem bei älteren PatientInnen hohe klinische Relevanz. Meist präsentiert sie sich als rezidivierende Schlaganfallerkrankung mit demenzieller Entwicklung. Sie erfordert Wissen über die Differenzialdiagnose...

Die Bedeutung der astroglialen Taupathologie bei älteren Menschen (ARTAG): eine neue Perspektive

15.12.2016

Neurodegenerative Erkrankungen sind durch progressiven Nervenzellverlust und Ablagerung fehlgefalteter Proteine in verschiedenen Zellen charakterisiert. Eines der wichtigsten Proteine ist Tau. Krankheiten mit überwiegender Tauablagerung werden als Tauopathien bezeichnet.1 Es wurde bereits früher beschrieben, dass bei Tauopathien sich nicht nur...

Frontotemporale Demenz

14.10.2016

Terminologie Für kaum eine andere neurodegenerative Erkrankungsgruppe hat sich – seit der Erstbeschreibung eines Patienten mit progres­siven Sprachstörungen und linkstemporaler Atrophie durch Arnold Pick (1892) und Identifizierung der später als „Pick bodies“ benannten argyrophilen Einschlüsse durch Alois Alzheimer (1911) – das Wissen um...

Genetik der Alzheimer-Demenz

4.3.2016

Der große Anteil der Alzheimer-Demenz-PatientInnen mit einem Krankheitsbeginn nach dem 65. Lebensjahr (Late-onset-Alzheimer-Demenz, LOAD) präsentiert sich im Sinne einer genetisch komplexen Erkrankung. Die individuelle Neigung, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken, wird hier als Kombination von vererbten (genetischen) und nicht vererbten (Umwelt)...

Die neuen Diagnosekriterien der Alzheimer-Erkrankung

12.11.2015

Demenzen nehmen aufgrund der Altersentwicklung zu. Die AE ist die häufigste neurodegenerative Demenz (ca. 60 % aller Demenzen). Bisher gängige diagnostische Standardkriterien der AE (NINCDS-ADRDA1; DSM-III/IV 19872) basierten fast ausschließlich auf klinischer Syndromdiagnostik. Sowohl die Interrater-Übereinstimmung als auch die diagnostische...

Was tun bei „leichter kognitiver Störung“?

17.3.2014

Eine leichte kognitive Störung (LKS; Tab. 1) wird bei älteren Menschen häufig diagnostiziert. Der Begriff LKS wird oft im Kontext mit dem Vorstadium einer Alzheimer-Erkrankung (AE) verwendet, neuerdings aber auch für das kognitive Defizit bei anderen neurologischen (Parkinson-Demenz, LBD, vaskuläre Demenzen, Trauma) und psychiatrischen...

Kausale Therapieansätze gegen Alzheimer

11.10.2013

In der Pathogenese der AD spielt sowohl die extrazelluläre Akkumulation von Amyloid-beta (Aβ) (Abb.) als auch die intrazelluläre Akkumulation von abnorm phosphoryliertem Tau-Protein eine wichtige Rolle. An genetischen Risikofaktoren wurde bis jetzt neben den seltenen Fällen von familiärer AD das ApoE4-Allel des Apolipoprotein-Transporters...

Diagnostischer Stellenwert von Biomarkern und Bildgebung: Ist Demenz vorhersagbar?

9.7.2013

Die Demenzen gehören zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. Die Alzheimer-Krankheit zeigt eine fortschreitende Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit, im Spätstadium häufig assoziiert mit neuropsychiatrischen Verhaltensvarianten. Derzeit leiden weltweit etwa 30 Millionen Menschen an einem demenziellen Syndrom. Schätzungen zufolge...

Die Gedächtnisstörung älterer Menschen – ein diagnostischer Leitfaden

16.4.2013

Die Gedächtnisstörung (GS) ist ein typisches Problem älterer Menschen. Klagen über schlechtes Gedächtnis werden häufig nicht nur in der Gedächtnissprechstunde, sondern auch in der Facharztpraxis und im nichtmedizinischen Kontext geäußert. Eine neu aufgetretene episodische GS wird in allen Kriterien als Kernsymptom der Alzheimer-Erkrankung (AE)...

Nimmt die Inzidenz von Demenzen ab? – Trends in der Demenzinzidenz seit 1990 in der Rotterdam-Studie

29.6.2012

Neben genetischen Faktoren und Alter sind Blutdruck, Diabetes, Hyperlipidämie, Nikotin, Alkohol, Übergewicht, Schädelhirntrauma und schlechter Bildungs- sowie sozioökonomischer Status die wesentlichen Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenz. Eine eben veröffentlichte Untersuchung1 unter der Führung des Departments für Epidemiologie der...

Aricept® wird generisch - Ein Statement der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft zu möglichen Konsequenzen

1.10.2011

Die Wirksamkeit von Acetylcholinesterasehemmern wurde in multiplen placebokontrollierten Studien an vielen tausenden PatientInnen untersucht nachgewiesen. In Österreich sowie in anderen Ländern wird ein stadienabhängiges Erstattungsschema für Antidementivaverordnungen praktiziert. Die Erstverordnung und Therapiekontrolle erfolgt durch...

Der Effekt der AD-Risikofaktoren-Reduktion auf die Alzheimer-Prävalenz

1.10.2011

Die Alzheimer-Demenz (AD) ist eine progrediente neurodegenerative Hirnerkrankung, die im Verlauf zu kognitiven Defiziten und damit zum Verlust der Selbstständigkeit und letztlich zu Persönlichkeitsstörungen führt. Die Prävalenz steigt dramatisch an. Derzeit leiden weltweit etwa 34 Millionen Menschen an der Alzheimer-Erkrankung. Laut Prognosen...

EFNS-Richtlinien für die Diagnose und Therapie der Demenzen

2.9.2011

Demenzielle Syndrome nehmen mit steigendem Anteil betagter Menschen an Häufigkeit rasch zu und stellen ein wachsendes Problem der Altersmedizin dar. Die Diagnose der Alzheimer- Krankheit (AK) und deren Abgrenzung von anderen Demenzprozessen ist klinisch unter Anwendung moderner bildgebender Verfahren und Biomarker mit etwa 90 % Treffsicherheit...

Demenzprävention - Update

10.4.2011

Die Forschung zur Demenzprävention stützt sich zum überwiegenden Teil auf Beobachtungsstudien: Einige groß angelegte Vorsorgestudien laufen zurzeit oder sind bereits abgeschlossen. So wurde etwa die Hormonersatztherapie (HRT) umfassend untersucht; entgegen früheren Vermutungen spielt sie nach aktuellem Wissenstand keine Rolle in der...