UIM 03|2018

UIM 03|2018 Themenheft Kardiologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

20. Jubiläumskongress der Kardiologie in Innsbruck

Editorial

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    im Namen des Organisationskomitees darf ich mich neuerlich für Ihre Teilnahme und Ihr Interesse am 20. Jubiläums-Kardiologie-Kongress in Innsbruck bedanken! Es war wiederum unsere klare Absicht, die gelebte Kooperation zwischen niedergelassenem Bereich und der Zentrumsmedizin darzustellen. In den durchgeführten 8 ...Weiterlesen ...

Kardiologie

  • Interdisziplinäres Herzinsuffizienz-Zentrum Tirol

    Die akute Herzinsuffizienz ist eine häufige, teure und mit einer hohen Mortalität behaftete Erkrankung.

    Eine Verbesserung der Versorgung ist durch die Einrichtung von strukturierten Versorgungseinheiten und Behandlungsabläufen möglich, ähnlich wie für das akute Koronarsyndrom.

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  • Das rechte Herz – die große Herausforderung

    Eine rechtsventrikuläre Dysfunktion wird am besten echokardiografisch diagnostiziert, bestimmt wesentlich die Prognose einer Herzinsuffizienz und beeinflusst Sekundärorganschäden der Niere und Leber.

    Eine konsequente Behandlung von Risikofaktoren und eine leitliniengerechte Herzinsuffizienztherapie vermindern die Progression.

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  • Stabile KHK: welche präinvasive Diagnostik wann?

    Als präinvasive Diagnostik bei stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) werden sämtliche diagnostische Schritte vor der Koronarangiografie („Herzkatheter‟) bezeichnet.

    Vor Durchführung eines Herzkatheters sollte genau überlegt werden, ob und welche nicht- invasive Untersuchung für die weitere Planung der Therapiestrategie des individuellen Patienten hilfreich ist.

    Dazu sind sowohl die genaue Anamnese, die Befunde und die Konstitution des Patienten in Betracht zu ziehen wie auch die Kenntnis der Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden erforderlich.

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  • Patienten mit Bradykardie

    Bei Verdacht auf Bradykardie ist eine passende Form der EKG-Dokumentation zu wählen. Reversible Ursachen sind auszuschließen bzw. zu behandeln.

    Indikation zur Schrittmacher-(SM-)Therapie: Bei einem Sinusknotensyndrom ist eine eindeutige Symptom-Bradykardie-Korrelation oder eine Pause > 6 Sekunden für eine SM-Implantation gefordert. Infrahisäre AV-Blockierungen sind – egal ob symptomatisch oder asymptomatisch – eine klare SM-Indikation.

    Die Antikoagulation betreffend ist zu beachten: orale Antikoagulation und SM-Implantation → kein Heparinbridging.

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  • Perkutane Koronarintervention vs. Placebo bei stabiler Angina Pectoris

    Die Verringerung der Symptomlast bei Patienten mit stabiler Angina Pectoris ist das erklärte Ziel der perkutanen Koronarintervention (PCI). Zahlreiche Beobachtungen aus der Praxis zeigten, dass dieses Ziel mit dem Eingriff scheinbar auch erreicht wird.

    Anders die aktuelle ORBITA-Studie: Hinsichtlich der symptomatischen Wirkung – gemessen an der Verbesserung der körperlichen Belastungsfähigkeit – konnte kein signifikanter Unterschied zwischen echter PCI und PCI-Simulation nachgewiesen werden.

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  • Indikation zur Koronarangiografie nach Reanimation

    Herz-Kreislauf-Stillstände sind auch ohne Nachweis von ST-Strecken-Hebungen im EKG häufig auf eine koronare Perfusionsstörung zurückzuführen.

    Die Indikation zur invasiven Koronarangiografie reanimierter Patienten sollte deshalb bei Fehlen signifikanter Komorbiditäten und offensichtlich nichtkardialer Ursachen sehr großzügig gestellt werden.

    Die akute Durchführung einer Koronarangiografie ist mit einer Verbesserung der Mortalität und des neurologischen Outcomes assoziiert.

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  • Behandlung von Aortenklappen-Erkrankungen

    Die Behandlung der Aortenstenose soll nur in Herzklappenzentren mit Chirurgie, interventioneller Kardiologie und ausreichender Bildgebungskompetenz durchgeführt werden.

    Chirurgische oder katheterbasierte Behandlung?
    – niedriges Risiko → chirurgischer Klappenersatz
    – hohes Risiko→ Chirurgie oder TAVI
    – inoperable Patienten mit nachweislichem Benefit→ TAVI

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  • Mitralklappe: Neues aus den ESC/EACTS-Guidelines 2017

    Das „Heart Team‟ wird erstmals in den ESC/EACTS-Guidelines eingeführt und definiert sowie ein „Heart Valve Center‟ als Referenzzentrum gefordert.

    Die Operationsempfehlung bei asymptomatischer Mitralinsuffizienz wird auf Klasse IIa („should be considered‟) hochgestuft.

    Eine interventionelle Edge-to-Edge-Plastik für inoperable Patienten und solche mit Höchstrisiko wird bedingt empfohlen (Klasse IIb; „may be considered‟).

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  • Die lange vergessene Trikuspidalklappe

    Die Beurteilung der Trikuspidalklappeninsuffizienz (TI) beschränkt sich nicht ausschließlich auf das Ausmaß der Insuffizienz, sondern zieht Ringdilatation und Koaptationsstörung der Segel mit ein.

    Was den Zeitpunkt der Operation betrifft, gilt: je früher, desto besser.

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  • Die Pulmonalklappe im Blickpunkt

    Primäre hämodynamisch relevante Pulmonalklappenvitien bei Erwachsenen sind sehr selten. Meist sind sie angeboren und manifestierensich klinisch schon im Kindesalter.

    Die Therapie der Wahl bei Pulmonalklappenstenosen ist die Ballondilatation, bei Pulmonalklappeninsuffizienz oder kombinierten Vitien die perkutane Klappenimplantation. Dies gilt auch für degenerierte Homografts in Pulmonal-klappenposition bei Zustand nach Ross-Operation wegen Aortenklappenstenose.

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  • Venöse Thromboembolie

    Die venöse Thromboembolie (VTE) ist die dritthäufigste kardiovaskuläre Todesursache.u Für die Behandlung der VTE sollten heutzutage bevorzugt direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) verwendet werden.

    HOKUSAI VTE Cancer zeigt erstmals die Nichtunterlegenheit eines DOAK gegenüber der Standardtherapie mit niedermolekularem Heparin in der Behandlung der tumorassoziierten VTE.

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  • Lysetherapie – Indikationen bei Pulmonalembolie

    Bei einer Pulmonalembolie mit Schock oder Hypotonie (= Hochrisikogruppe) sollte unmittelbar eine Reperfusion, in den meisten Fällen mittels systemischer Lysetherapie, durchgeführt werden.

    Für Patienten mit intermediär hohem Risiko stehen heute systemische und kathetergesteuerte Lysetherapien mit reduzierter Dosis zur Verfügung, deren zu erwartender Benefit sorgfältig gegen das Blutungsrisiko abgewogen werden muss.

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  • KHK – eine „Vaskulitis“-Erkrankung

    Atherosklerose ist eine inflammatorische Erkrankung.

    Canakinumab ist der erste antiinflammatorische Antikörper, der eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten nach Myokardinfarkt bewirken konnte.

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  • Management von septischen kardiologischen Patienten

    Die Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, hervorgerufen durch eine fehlregulierte Wirtsantwort auf eine Infektion.

    Das Herz zeigt häufig eine reversible septische myokardiale Dysfunktion. Vorbeste­hende Herzerkrankungen verstärken die Folgen dieser Funktionsstörung.

    Eine koronare Herzerkrankung kann z. B. zu einem regionalen Sauerstoffdefizit beitragen, eine Herzinsuffizienz oder Klappenerkrankungen können raschzu einem Mischbild eines kardiogenen und septischen Schocks führen.

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  • Promotion Apixaban (Eliquis®) – Orale Antikoagulation: Alter, Multimorbidität und Polymedikation

    Viele Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern, die eine orale Antikoagulation benötigen, sind älter, polymorbid und/oder stehen unter Polymedikation. Dennoch können sie von einer Therapie mit Apixaban im Vergleich zu Warfarin profitieren.

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  • Device-Infektionen

    Cardiac-implantable-electronic-Device-(CIED-)Infektionen sind potenziell lebens­bedrohliche Komplikationen, die den Patienten lange hospitalisieren und sehr hohe Kosten verursachen.

    Die Beachtung relevanter Risikofaktoren und die Umsetzung scheinbar einfacher Maßnahmen senkt das perioperative Risiko für Infektionen nach Herzschrittmacher- oder Defibrillator-Implantationen deutlich.

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