neuro 03|2021

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, MSc, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 3/21
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Mit jedem quartalweisen Schreiben des Editorials für neurologisch habe ich aufs (nicht wirkliche, aber stets repetitive) Neue mein Aha-Erlebnis, wie rasant die vergangenen drei Monate erneut vergangen sind. Der Schein trügt, dass dies Ausdruck eines Mikrohauchs ...Weiterlesen ...

Kongresstermine

  • Kongresstermine 2021

    Alle internationalen und nationalen Neurologie-Kongresse im Überblick. Bei Klick auf das „iCal“ Icon, das bei Mous-Over der jeweiligen Veranstaltung einblendet, können Sie diese automatisch in Ihren Kalender übertragen

    Weiterlesen ...

Focus: Schwindel: Multidisziplinäre Perspektiven

  • Liebe Leserinnen und Leser!
    Sie halten nun eine neue druckfrische Ausgabe des ÖGN-Publikationsorganes neurologisch in Händen, das von uns im Auftrag der Chefredaktion als Themenheft SCHWINDEL konzipiert wurde. Wir dürfen Ihnen kurz die Entstehungsgeschichte dieses Themenheftes nahebringen.
    Bei einem Besuch des ÖGN-Vorstandes im Bundesministerium ...Weiterlesen ...
  • Schwindelsyndrome und Nystagmus

    Die meisten Schwindelsyndrome lassen sich nach sorgfältiger Anamnese und körperlicher Untersuchung diagnostisch korrekt einordnen.

    Sind apparative Zusatzuntersuchungen beim Leitsymptom Schwindel erforderlich, stehen die Videookulografie (VOG) mit dem Video-Kopfimpulstest und der kalorischen Prüfung im Vordergrund; selten notwendig sind die vestibulär evozierten myogenen Potenziale (VEMP) zur Untersuchung der Otolithenfunktion sowie die Posturografie.

    Die Therapie der verschiedenen Schwindelformen umfasst medikamentöse, physikalische, psychotherapeutische und selten operative Maßnahmen. Dabei kommen folgende Pharmakagruppen zum Einsatz: Antivertiginosa, -konvulsiva, -depressiva, -phlogistika, -menière, -migränosa, Aminopyridine sowie Acetyl-DL-Leucin („Acht As“).

    Weiterlesen ...
  • Schwindel als Leitsymptom des akuten Schlaganfalls in der hinteren Zirkulation

    Die diagnostische Zuordnung des akuten Schwindels zu einer peripher-vestibulären oder zentralen Störung erfolgt in erster Linie mittels gezielter Anamnese und durch die situationsadäquate klinisch-neurologische Untersuchung.

    Schwindel ist bei gleichzeitigem Auftreten weiterer neurologischer Ausfälle sehr häufig das Leitsymptom bei Ischämien der hinteren Zirkulation.

    Für die Differenzierung zwischen peripher-vestibulärem und zentralem Schwindel sind Anamnese und gezielter Neurostatus essenziell.

    Weiterlesen ...
  • Erstellung einer interdisziplinären „Standard Operating Procedure“

    Das Spannungsfeld Patient*innensicherheit versus medizinischer Aufwand für das Leitsymptom „akuter Schwindel“ stellt für ein Krankenhaus eine enorme interdisziplinäre Herausforderung dar.

    Ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der SOP-Schwindel-Abklärung im Jänner 2021 in der Klink Landstraße wurden reduzierte Reibungsflächen und eine verbesserte Zusammenarbeit registriert.

    Die Notwendigkeit der fachlichen Weiterbildung der beteiligten Ärzt*innen und die Beobachtung der wissenschaftlichen Fortschritte auf diesem Arbeitsgebiet bleibt bestehen, um eventuelle Adaptierungen an der SOP pro futuro vorzunehmen.

    Weiterlesen ...
  • Schwindel aus Sicht des*der HNO-Arztes*Ärztin

    Inzidenz und Prävalenzdaten des peripher-vestibulären Schwindels im deutschsprachigen Raum variieren zwischen 20 und 30 % je nach Diagnose und Altersgruppe.

    Die gezielte Diagnostik ist von hoher Bedeutung.

    Primäre Aufgabe des*der Erstbegutachters*Erstbegutachterin ist es, harmlose Erkrankungen von potenziell gefährlichen abzugrenzen.

    Weiterlesen ...
  • Psychiatrische/psychosomatische Ursachen von Schwindel

    Schwindel ist ein sehr häufiges Symptom psychiatrischer Erkrankungen.

    Bei vielen Menschen drücken sich so psychische Symptome wie Angst, Verunsicherung und Kontrollverlust aus.

    So ist es nicht verwunderlich, dass Schwindel insbesondere bei Angst-, Panik- und posttraumatischen Belastungsstörungen auftritt, aber er kann auch ein Symptom im Rahmen von Depressionen und somatoformen oder dissoziativen Erkrankungen sein.

    Weiterlesen ...
  • Kardiologische Erkrankungen und Schwindel

    Schwindel ist ein häufiges Symptom kardialer Erkrankungen, da zirkulatorische Störungen die Durchblutung der peripheren und zentralen Gleichgewichtsorgane kompromittieren können.

    Die häufigsten Ursachen von kardiogenem Schwindel sind Herzrhythmusstörungen, eine Herzinsuffizienz und eine degenerative Aortenklappenstenose.

    Weiterlesen ...
  • Schwindel und Autoimmunerkrankungen

    Schwindel kann zusammen mit anderen audiovestibulären Symptomen die erste Manifestation einer Autoimmunerkrankung darstellen.

    Die genaue Ursache autoimmun-assoziierter Innenohrerkrankungen ist bis heute nicht vollständig geklärt.

    Lange Zeit wurde angenommen, dass lediglich der endolymphatische Sack als lokales Immunsystem für das gesamte Innenohr dient, doch neueste Studien haben Zellen des Immunsystems in anderen Innenohrstrukturen wie der Cochlea und dem Labyrinth nachgewiesen.

    Weiterlesen ...
  • Schwindel in der Elektivambulanz und Ordination: ein narrativer Leitfaden

    Bei der Anamnese kann der Satz „Erzählen Sie bitte nicht, was Ihre Ärzt*innen gesagt haben, sondern wie Sie selbst den Schwindel erleben.“ viel Zeit ersparen.

    Von Bedeutung ist, ob es sich um einen Dauerschwindel oder einen episodischen (synonym attacken- oder anfallsartigen) Schwindel handelt.

    Je länger die Anamnese, je häufiger die Attacken und je besser das Befinden und die Gleichgewichtsfunktionen im Intervall, desto weniger wahrscheinlich sind strukturelle Störungen wie Raumforderung, vaskuläre Leukenzephalopathie, M. Menière, bilaterale Vestibulopathie etc.

    Weiterlesen ...
  • Schwindel in der Zentralen Notaufnahme (ZNA)

    Etwa 5% aller Patient*innen suchen interdisziplinär geführte Notaufnahmen aufgrund des Leitsymptoms „Schwindel“ auf.

    Die Zuordnung des Leitsymptoms „Schwindel“ im Sinne einer patient*innenzentrierten Abklärung erfordert den Blick über Fächergrenzen hinweg.

    Basis jeder klinischen Medizin ist die Durchführung einer strukturierten Anamnese.

    Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung inkl. neurologischer Tests (HINTS –„Head Impulse“, „Nystagmus“, „Test of Skew“).

    Weiterlesen ...

Neurologie in Österreich

  • Pallidumdegenerationen und verwandte Erkrankungen: ein Update
    Neurodegenerative Erkrankungen mit vorwiegendem Befall des Globus pallidus, seiner efferenten und afferenten Relais sowie verwandter Neuronensysteme sind selten. Sie umfassen eine Vielfalt familiärer und sporadischer, fortschreitender Bewegungsstörungen, die sich klinisch als Choreoathetose, Parkinsonismus, Akinese oder Myoklonien manifestieren und häufig mit ...Weiterlesen ...
  • Lewy-Körper-Erkrankungen: Bedeutung der zerebralen Amyloid-angiopathie und anderer Komorbiditäten
    Lewy-Körper-Demenz (DLB) und Parkinson-Demenz (PDD) sind zwei neurokognitive Erkrankungen unklarer Ätiologie aus dem Kreis der a-Synukleinopathien. Beide Phänotypen zeigen weitgehende klinische und pathologische Überschneidungen; sie werden klinisch lediglich nach der Entwicklung der Demenz gegenüber dem Parkinsonismus unterschieden. Ihre Morphologie ist ...Weiterlesen ...
  • Neuropathologische Erfassung des Alzheimer-Spektrums

    Die Alzheimer-Krankheit (AK), weltweit die häufigste Form der Demenz, klassischerweise als eine klinisch-pathologische Einheit definiert, ist eine heterogene Erkrankung mit verschiedenen pathobiologischen Subtypen, die als Alzheimer-Kontinuum bezeichnet werden.

    Weiterlesen ...

Kongress-Highlights

  • EAN-Kongress 2021

    Von 19. bis 22. Juni 2021 fand der 7. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) statt. Die virtuell stattfindende Veranstaltung widmete sich der Präzisionsmedizin auf dem Gebiet der Neurologie. Neue diagnostische Errungenschaften wurden präsentiert und diskutiert. Wir stellen in dieser Ausgabe einige Poster bzw. Abstracts vor.

    Weiterlesen ...
  • Fatigue, Schlaf und Lichttherapie bei Multipler Sklerose
    Hintergrund
    Fatigue zählt zu den häufigsten Symptomen bei Multiple Sklerose (MS) und ist auch oft jenes, welches die Patient*innen im Alltag stark einschränkt.1 Bisher verfügbare medikamentöse Behandlungsansätze wirken laut aktuellen Erkenntnissen nicht signifikant besser als Placebo, gehen aber häufig mit ...Weiterlesen ...

Neurologie Aktuell

Autonome Störungen

Multiple Sklerose

  • Neuropsychologie bei Multipler Sklerose

    Der Fokus der Neuropsychologie liegt vor allem auf den sogenannten „verborgenen“ Symptomen der Multiplen Sklerose, wie kognitiver Beeinträchtigung, Fatigue oder Depression. Diese treten sehr häufig im Rahmen der Erkrankung auf und beeinflussen sowohl die Lebensqualität, soziale Aktivitäten als auch die Berufsfähigkeit und Compliance der Patient*innen.

    Weiterlesen ...

Neuromuskuläre Erkrankungen

Neuroonkologie

  • Hirntumorassoziierte Epilepsie
    Einleitung

    Epileptische Anfälle treten häufig symptomatisch zu Hirntumoren auf (hirntumorassoziierte Epilepsie). Betroffen sind dabei Patient*innen sowohl mit hirneigenen Tumoren als auch mit Hirnmetastasen. Meist ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer hirntumorassoziierten Epilepsie invers korrelierend mit dem Malignitätsgrad des Tumors. ...Weiterlesen ...

Psychosomatik

  • Psychogenic Illness

    Even though the vast majority of symptoms without a clear medical explanation are psychosomatic in origin, patients are commonly given a medical diagnosis and receive medical treatments.

    Weiterlesen ...

Schlafstörungen

Schlaganfall

Schmerzmedizin