neuro 02|2018

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Doz. Dr. Elisabeth Fertl, Präsidentin der ÖGN

Editorial

  • Editorial
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Dieses Heft von neurologisch ist dem Themenfeld Palliativmedizin in der Neurologie
    gewidmet. Dankenswerterweise hat sich Prof. Kapeller dieses Themas nicht nur als Herausgeber, sondern auch in der Ärzteausbildungsordnung und auf wissenschaftlicher Ebene angenommen.
    Palliativmedizinisches Denken und ...Weiterlesen ...

Focus: Neuropalliation

  • Vorwort
    Liebe Leserin! Lieber Leser!
    Diese Ausgabe von neurologisch widmet sich der wichtigen Rolle der Palliativmedizin bei neurologischen Krankheiten. Die bedeutsamen palliativen Konzepte sind in der Neurologie krankheitsspezifisch und – abhängig von den Erkrankungen – von durchaus unterschiedlicher Dauer. Beispielsweise kurz ...Weiterlesen ...
  • Neuropalliation und die ÖGN

    Notwendigkeit für Neurologie, sich mehr in die Prinzipien der Palliativmedizin zu vertiefen.

    In Österreich wird dies u. a. durch die Verankerung des Faches Neurologie in der neu geschaffenen „Spezialisierung in Palliativmedizin“ angestrebt (praktische Umsetzung in Arbeit).

    Es wird zu einem deutlichen Anstieg der neurologischen PatientInnen, die der Palliativmedizin bedürfen, kommen; nicht zuletzt aufgrund der Zunahme der Demenz-PatientInnen.

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  • Palliation in der Onkologie

    Palliative Care ist als Therapiezieländerung zu verstehen.

    Ziel einer palliativen Betreuung ist eine Lebensverlängerung und die Förderung von Wohlbefinden im Zuge einer schwerwiegenden Erkrankung.

    Eine solche Betreuung kann bei entsprechender Indikation auch begleitend zu einer antineoplastischen Behandlung erfolgen.

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  • Neuropalliation – „der interdisziplinäre Ansatz“

    Es gibt 322 spezialisierte Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Erwachsene in Österreich.

    Bei der Auswahl der therapeutischen Mittel stehen immer die Zumutbarkeit und die Angemessenheit für den Patienten/die Patientin im Fokus.

    Palliativmedizinische Behandlung ist immer vorausschauend und symptompräventiv.

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  • Umsetzung der „palliative care“

    2004 wurde in Österreich das Konzept der „Abgestuften Hospiz- und Palliativbetreuung“ etabliert.

    Bei rund 10 % der neurologischen PatientInnen besteht Bedarf für eine palliativmedizinische Versorgung.

    Das vorausschauende Planen der Betreuung und Therapie („advance care planning“) ist insbesondere im palliativen Bereich essenziell.

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  • Palliative Betreuung zuhause

    Betreuungssituation zuhause durch pflegende Angehörige erfordert vorausschauende Planung und engmaschige Betreuung durch mobile Palliativ- und Hospizteams.

    Mögliche Zwischenfälle sollten besprochen und ein Notfallplan erstellt werden (inkl. Bereitstellung von Notfallmedikamenten).

    Mit Hilfe „persönlicher AssistentInnen“ können auch schwierige Betreuungssituationen zuhause mit gut eingeschulten Laien gemeistert werden.

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  • Die Rolle der Palliative Nurse

    Die Palliative Nurse

    … forciert eine konstruktive und zielorientierte interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne des Patienten/der Patientin.

    … ist eine wichtige Vertrauensperson für die PatientInnen und deren Angehörigen im Betreuungs­prozess.

    … unterstützt die Betroffenen dabei, diesen Lebensabschnitt mit dem größtmöglichen individuellen Freiraum zu gestalten.

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  • Patientenverfügung

    Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung, mit der ein Patient/eine Patientin eine medizinische Behandlung ablehnt.

    Diese Erklärung wird dann wirksam, wenn der Patient/die Patientin im Zeitpunkt der Behandlung nicht einsichts-, urteils- oder äußerungsfähig ist.

    Das ärztliche Beratungsgespräch spielt bei der Errichtung einer Patientenverfügung eine wichtige Rolle.

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  • Palliativmedizin in der Neuroonkologie

    Bei der Neuropalliation von HirntumorpatientInnen sind andere Aspekte wesentlich als bei anderen onkologischen und neurologischen Erkrankungen.

    Bereits von Beginn der Erkrankung an sollten palliative Aspekte in der Betreuung berücksichtigt werden, nicht erst nach Beendigung sämtlicher Antitumortherapien.

    Die Qualität der Palliativmedizin bei PatientInnen mit malignen Gliomen hängt in erster Linie von supportiven Therapiemaßnahmen ab.

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  • ALS: Palliative Betreuung von Anfang an

    Bei ALS stehen Maßnahmen zur Linderung der zunehmenden Atemnot sowie Behandlung von Schluckproblemen und Hustenschwäche im Fokus.

    Bei fortgeschrittener Einschränkung der Kommunikation durch Anarthrie und Lähmung der Hände können computerunterstützte Systeme wie etwa die Augensteuerung eingesetzt werden.

    Der Unterstützung der Familie bzw. des Partners/der Partnerin kommt ebenfalls große Bedeutung zu.

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  • Intensivmedizin meets Palliativmedizin

    In der neurologischen Intensivmedizin kann es durch unberechenbare Dynamiken und Komplikationen zum Bedarf an palliativmedizinischen Maßnahmen im Sinne einer effektiven Symptomkontrolle ohne Aussicht auf Genesung kommen.

    Bei diesen PatientInnen sind entsprechende Therapiezieländerungen erforderlich, um einen bereits in Gang gekommenen Sterbeprozess nicht künstlich zu verlängern.

    Umgekehrt helfen auch intensivmedizinische Behandlungen und minimal-invasive Eingriffe die Lebensqualität von PalliativpatientInnen zu verbessern.

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  • Demenz und palliative Aspekte

    Eine fortgeschrittene Demenz ist eine terminale, todbringende Erkrankung.

    Es ist ein Betreuungs- und Pflegekontinuum, das von einem palliativen Zugang mit akzeptierbaren lebensverlängernden Maßnahmen bis hin zu einem reinen Symptommanagement reicht, erforderlich.

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  • Psychiatrie in der Palliativmedizin

    Viele PalliativpatientInnen entwickeln psychische Symptome bzw. Störungen oder weisen eine psychiatrische Vorgeschichte auf.

    Diese müssen im Sinne einer „Palliative Care Psychiatrie“ adäquat diagnostiziert und behandelt werden.

    Sowohl für Menschen mit psychischen Erkrankungen wie auch für Menschen ohne psychische Erkrankungen geht es nicht nur um ein „gutes Leben“, sondern auch um ein „gutes Sterben“.

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  • Schmerztherapie bei PalliativpatientInnen

    Schmerztherapie erfordert ein interdisziplinäres Management, das sich um körperliche, psychische, soziale und seelische Probleme der PatientInnen kümmert.

    Eine optimale palliative Versorgung versucht, sowohl die bekannten Probleme zu lösen als auch neuaufgetretene Probleme zu identifizieren und die Behandlungskonzepte anzupassen.

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Neurologie in Österreich

  • Gegenüberstellung DLB und PDD
    Die Demenz mit Lewy-Körpern (DLB) und die Parkinson-Demenz (PDD), die viele klinische, neurochemische und morphologische Gemeinsamkeiten aufweisen, sind nach DSM-5 zwei eigene Entitäten innerhalb der „major“ neurokognitiven Störungen. Trotz klinischer Überlappungen gründet sich ihre Diagnose auf einer willkürlichen Unterscheidung des ...Weiterlesen ...
  • Eine oligodendroglioneurale Synukleinopathie
    Die Multisystematrophie (MSA) ist eine seltene, tödliche neurodegenerative Erkrankung mit Beginn im Erwachsenenalter und unbekannter Ätiologie. Sie ist klinisch gekennzeichnet durch eine variable Kombination von Parkinsonismus, zerebellaren, autonomen und motorischen Funktionsstörungen.
    MSA ist eine α-Synukleinopathie mit spezifischer glioneuraler Degeneration, die ...Weiterlesen ...

Kongress-Highlights

Autonome Störungen

  • Autonome Dysfunktion – welche neuen Erkenntnisse gibt es?
    Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems sind multidisziplinäre Probleme und tangieren die Neurologie ebenso wie das kardiovaskuläre, gastroenterologische oder urologische System. Trotz dieser großen Bandbreite ist die Diagnose der autonomen Dysfunktion im Verhältnis zu ihrer Häufigkeit in der klinischen Praxis immer noch ...Weiterlesen ...

Bewegungsstörungen

  • Strukturelles MRT der HWS in zervikaler Dystonie
    Hintergrund
    Die klinische Präsentation der zervikalen Dystonie ist sehr heterogen, was die Art und Ausprägung der Fehlhaltung und zusätzliche klinische Symptome wie Tremor oder Schmerzen betrifft. Auch das Ansprechen auf Botulinumtoxin-Injektionen und deren effektive Dosis variiert individuell. Es ist derzeit ...Weiterlesen ...

Epilepsie

Multiple Sklerose

  • Aktuelle Kriterien zur Diagnose und Differenzialdiagnose

    Die aktuellste Revision der McDonald-Kriterien aus 2017 wertet den Stellenwert der Liquordiagnostik wieder auf. Weiters können in der Beurteilung von räumlicher und zeitlicher Dissemination nun sowohl symptomatische als auch asymptomatische MRT-Läsionen gewertet werden.

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Neurogeriatrie

Neuroimaging

  • Klinische Wertigkeit in der Differenzialdiagnose und Prognose
    Das Interesse an zerebralen Mikroblutungen im Hinblick auf ihr diagnostisches Potenzial und als Krankheitsprädiktor hat, gemessen an der Anzahl der Publikationen mit insgesamt bislang 1.500 wissenschaftlichen Beiträgen, allein 300 davon in den letzten zwei Jahren, stark zugenommen. Die 2018 im ...Weiterlesen ...

Neurointensiv

Neuroonkologie

  • Neuroonkologie: Neues zur bildgebenden Diagnostik

    Die Beurteilung des Therapieansprechens mittels „Standard“-MRT-Bildgebung wird durch zunehmend komplexer werdende multimodale Therapien vor immer neue Herausforderungen gestellt. Daher ist eine Weiterentwicklung der Bildgebung erforderlich.

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Neurorehabilitation

  • Nichtinvasive Hirnstimulation
    Einführung
    Die Wiederherstellung sensomotorischer, neuropsychologischer und kognitiver Funktionen nach einem Schlaganfall (SA) ist heute zumeist noch unbefriedigend. Zugleich nimmt die Schlaganfall-Häufigkeit sowie die Zahl derjenigen, die ein solches Ereignis überleben und somit große Hoffnungen in die Rehabilitationsbehandlung setzen, zu. Nichtinvasive ...Weiterlesen ...
  • Interaktion mit Angehörigen in der Neuro­rehabilitation bei erworbener Hirnschädigung

    Die Angehörigen von neurologischen PatientInnen sind in bedeutendem Ausmaß körperlichem und psychischem Stress ausgesetzt. Im Folgenden wird auf die besonderen Herausforderungen für Angehörige von Betroffenen mit erworbener Hirnstörung eingegangen sowie in erster Linie auf Erfahrungen in der Rehabilitation nach Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma.

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Psychosomatik

Schlafstörungen

  • Erkennung von RBD mittels Fragebögen: Geht das?

    Soeben ist ein neuer Artikel in Movement Disorders erschienen: The REM Sleep Behavior Disorder Screening Questionnaire is not Valid in De Novo Parkinsons’s Disease.1 Diesen Artikel möchten wir zum Anlass nehmen, die verschiedenen zur Verfügung stehenden Fragebögen zum Screening für REM-Schlaf-Verhaltensstörung vorzustellen und ihre Bedeutung kritisch zu beleuchten.

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Schlaganfall

  • Thrombektomie im Zeitfenster nach 6 Stunden
    „Schlaganfall: Zeitfenster größer als angenommen“ titelte Der Standard online am 1. Februar 2018, nachdem zuvor auf der International Stroke Conference in Los Angeles die Ergebnisse der randomisierten DEFUSE-3-Studie veröffentlicht wurden. In DEFUSE 3 zeigte sich ein deutlich besseres funktionelles Ergebnis ...Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

  • Akuttherapie der Migräne

    Migräne weist eine 1-Jahres-Prävalenz von 10–18 % auf und gehört zu den belastendsten Erkrankungen weltweit1, 2. Das Management der Migräne umfasst einerseits die Therapie der akuten Attacken und andererseits die Prophylaxe bei einer Attackenfrequenz von mindestens drei Attacken pro Monat oder besonders lang andauernden Attacken3.

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