neuro 04|2019

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, FRCP, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial
    Liebe Leserinnen und Leser,
    ich freue mich, Ihnen die 4. Ausgabe von neurologisch im ereignisreichen Jahr 2019 vorzustellen, die dem Schwerpunktthema Neuropsychosomatik gewidmet ist. Dieses Thema ist für niedergelassene, aber auch für die in Ausbildung befindlichen und in den Notfallambulanzen ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Wien wird 2020 Welthauptstadt der Schlaganfall-Forschung

    Durch Schlaganfälle entstehen in Österreich pro Jahr 1,1 Milliarden Euro an Kosten. Rund die Hälfte davon sind Behandlungskosten. Die andere Hälfte entsteht durch Arbeitsunfähigkeit, Invalidität und Pflege. „Optimale Schlaganfallversorgung kann diese Folgekosten deutlich reduzieren“, betont Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka (Uniklinikum Salzburg), Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN), auf einer Pressekonferenz zum Welt-Schlaganfall-Tag 2019 am 29. Oktober.

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  • Der ÖGN Journal Club

    Die Website der ÖGN bietet mit dem Journal Club eine moderne und strukturierte Plattform, die die große Dynamik der österreichischen Neurologie zeigt. Speziell für junge Neurologinnen und Neurologen ist dies eine gute Möglichkeit, um sich nicht nur zu informieren, sondern auch aktiv zu präsentieren.

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Focus: Neuropsychosomatik

  • Vorwort zum Schwerpunktthema Neuropsychomatik
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Psychosomatik untersucht die Bedeutung psychischer Vorgänge für Entstehung und Verlauf von Krankheiten. Funktionelle Krankheiten sind dadurch definiert, dass sie keine organische Ursache erkennen lassen. Auch wenn die Definition der Psychosomatik enger gefasst scheint als die der ...Weiterlesen ...
  • FMS – Diagnostik, Therapie und Prognose

    Für eine vollständige Diagnostik ist die Abklärung des Vorliegens von psychiatrischen Begleiterkrankungen notwendig.

    Die Anwendung von Physiotherapie erfordert eine Einbindung der TherapeutInnen in ein multiprofessionelles Team sowie eine Schulung im Umgang mit dieser PatientInnengruppe und spezifische Techniken.

    Ist eine Psychotherapie erforderlich, kommen entweder die kognitive Verhaltenstherapie mit Fokus auf dysfunktionale Gedanken und kognitive Restrukturierung von Verhalten oder die psychodynamische Psychotherapie mit Fokus auf Emotion, inneren Konflikt und interpersonelle Dysfunktion zum Einsatz.

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  • Neurobiologische Grundlagen funktioneller neurologischer Störungen

    Im Zentrum der Theorien zu FNS steht die Frage nach der Schnittstelle zwischen emotionalen und sensomotorischen Vorgängen im Gehirn.

    Es ist davon auszugehen, dass sich der Mechanismus der Symptomentstehung bei PatientInnen mit FNS klar von bewusster Simulation unterscheidet.

    In Ansätzen, die einem umfassenden biopsychosozialen Modell von FNS am nächsten kommen, werden FNS als Resultat biologischer Vulnerabilität interpretiert.

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  • Behandlungskonzepte in der Neuro-Psychosomatik

    Laut einer rezenten Übersichtsarbeit wird Psychotherapie als primäre Therapie von Konversions­störungen im Erwachsenenalter empfohlen.

    Bei Dystonie-PatientInnen können körpertherapeutische Behandlungsmaßnahmen, aber auch Biofeedback-Verfahren zu einer Verbesserung der wahrgenommenen Symptome führen.

    Bei PatientInnen mit dissoziativen Anfällen sind eine authentische Anerkennung des subjektiven Leidens und eine reflektive Haltung in Bezug auf negativ gefärbte Gegenübertragungsreaktionen wichtig.

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  • Psychogene nichtepileptische Anfälle (PNEA)

    u Definition PNEA: paroxysmale, zeitlich limitierte Verhaltensänderung mit abruptem Beginn mit motorischen, sensorischen, autonomen und kognitiven Symptomen.

    Bei rund 10 % der PatientInnen liegen PNEA und epileptische Anfälle vor; diese Koinzidenz findet sich gehäuft bei EpilepsiepatientInnen mit Intelligenzminderung.

    Goldstandard für die Diagnostik von PNEA ist die Erfassung von Anfallsereignissen im Video-EEG-Monitoring.

    Bislang existieren keine Leitlinien hinsichtlich der Therapie von PNEA. Psychotherapie gilt als Methode der Wahl.

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  • PPPD: Eine bekannte Krankheit in neuem Gewand

    Bei der Überlegung der therapeutischen Maßnahmen sollte man sich die Zuordnung des PPPD zu den funktionellen, somatoformen, psychosomatischen Störungen vor Augen führen.

    Der wichtigste Schritt in der Therapie ist die klare Mitteilung der Diagnose an die PatientInnen und die Erarbeitung eines von Arzt/Ärztin und Patient/Patientin akzeptierten, psychosomatischen, Krankheitskonzeptes.

    Es kommen multimodale Therapien, d. h. die Bearbeitung des Symptoms „Schwindel“ aus verschiedenen Therapierichtungen, zum Einsatz. Dazu gehören u. a. körperorientierte Verfahren wie Entspannungs- oder Atemtherapie und Biofeedback, Psychoedukation, Gesundheitstraining, therapeutisches Schreiben, Musiktherapie sowie komplexere psychotherapeutische Verfahren.

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  • Funktionelle Bewegungsstörungen – eine Herausforderung im klinischen Alltag
    Einleitung
    Funktionelle Bewegungsstörungen gehören zum Spektrum der funktionellen neurologischen Störungen, die zu den häufigsten Erkrankungen im klinischen Alltag zählen. Funktionelle Bewegungsstörungen sind definiert als klinische Syndrome, die durch abnormale – vom Betroffenen als unwillkürlich wahrgenommene – Bewegungen gekennzeichnet sind, die ...Weiterlesen ...

Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Update „Myositis-spezifische Antikörper“
    Entzündliche Myopathien bzw. idiopathische inflammatorische Myopathien (IIM) sind seltene Autoimmunerkrankungen vor allem des Erwachsenenalters mit einer geschätzten jährlichen Inzidenz von 1/1.000.000 (Svensson 2017). Die klassische Einteilung unterschied die Polymyositis (PM) von der Dermatomyositis (DM) und der Einschlusskörpermyositis (IBM), basierend auf ...Weiterlesen ...

Neuropalliation

  • Ischämischer Schlaganfall – Frühzeitige palliativmedizinische Integration
    Trotz sich ständig verbessernder Therapiemöglichkeiten und einer flächendeckenden Versorgung mit Stroke Units stellt der Schlaganfall in Österreich die zweithäufigste Todesursache dar. 15 % der Betroffenen bleiben pflegebedürfig.1 Eine Integration in palliativmedizinische Konzepte wird empfohlen2, wissenschaftliche Studien existieren jedoch kaum.
    Methode: ...Weiterlesen ...

Neurorehabilitation

Schlafstörungen

Schmerzmedizin

  • Neue Entwicklungen in der Kopfschmerztherapie
    In den letzten Jahren wurden neue pharmakologische Migränetherapien entwickelt, welche auf pathophysiologischen Erkenntnissen beruhen und einen gezielten Therapieansatz ermöglichen. Auch beim Clusterkopfschmerz gibt es eine neue pharmakologische Therapiemöglichkeit, die bei uns aber noch nicht zugelassen ist.
    Migräneprophylaxe: CGRP-mAk
    Im vorigen ...Weiterlesen ...