neuro 03|2011

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 3/11
    Der Sommer ist kaum vorbei, und der Alltag hat uns schon wieder fest im Griff. Nichts mehr zu spüren von Urlaub und Erholung. Die europäische Finanzkrise schickt ihre Ausläufer auch bis in das österreichische Gesundheitswesen – leise, aber doch. Sparen ...Weiterlesen ...

Focus: Multiple Sklerose

  • Vorwort zum Schwerpunkt multiple Sklerose
    Multiple Sklerose: Stellenwert der symptomatischen Therapien, der neurologischen Rehabilitation und sozialmedizinische Konsequenzen
    Wir haben viel über die pathophysiologischen Abläufe, die zur multiplen Sklerose (MS) führen, gelernt. Seit Mitte der 1990er Jahre konnten die neu eingeführten immunmodulatorischen Medikamente vielen MS-Betroffenen erstmals ...Weiterlesen ...
  • Neuroplastizität bei multipler Sklerose

    Galt das Dogma der fehlenden Regenerations- und Reparaturkapazität von Neuronen lange Zeit als unumstößlich, unterstreichen neueste Befunde aus der bildgebenden neurologischen Forschung nun die Bedeutung der Neuroplastizität bei MS.

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  • Kommunikation mit MS-Patientinnen und -Patienten

    Kommunikation spielt in fast allen Bereichen unseres Lebens eine wichtige Rolle, und die enorme Bedeutung der „richtigen“ Kommunikation wird auch für den medizinischen Bereich zunehmend erkannt und berücksichtigt.

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  • Kognition und multiple Sklerose

    Obwohl schon Charcot im 19. Jahrhundert in seiner ersten Krankenbeschreibung der multiplen Sklerose psychologische Begleiterscheinungen dokumentierte, begannen systematische Untersuchungen zu kognitiven Defiziten bei MS erst Mitte des letzten Jahrhunderts. Mittlerweile wurde eine Vielzahl von Studien publiziert, die neben motorischen Defiziten auch kognitive Beeinträchtigungen, Persönlichkeitsveränderungen, affektive Störungen und vermehrte chronische Ermüdung (chronic fatigue) bei MS-PatientInnen analysieren.

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  • Emotionale Störungen und multiple Sklerose

    PatientInnen, die an multipler Sklerose erkrankt sind, leiden nicht nur an körperlichen Symptomen und Beeinträchtigungen. Zusätzlich treten häufig affektive Störungen auf, wie Depression oder eine bipolare Erkrankung, aber auch Psychosen. Möglicherweise können Beeinträchtigungen im Alltag auch durch Störungen der Emotionswahrnehmung und Emotionsverarbeitung bedingt sein.

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  • (Motorische) Rehabilitation bei multipler Sklerose

    Es dürfte die wohl häufigste Zuweisung in der Betreuung von PatientInnen mit multipler Sklerose (MS) sein: das leger hingeworfene “Wie wäre es mit Physiotherapie?” als Synonym für motorische Rehabilitation. PatientInnen erwarten Wunder, ÄrztInnen sind von der Notwendigkeit überzeugt. Dass eigentlich die Rehabilitation multimodal (z.B. Physio- und Ergotherapie) sein sollte, sei nur nebenbei erwähnt. Welche Grundlagen und welche Evidenz zur Wirksamkeit der motorischen Rehabilitation gibt es aber tatsächlich?

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  • Symptomatische Therapie der multiplen Sklerose – Spastik, Fatigue und Gehfähigkeit

    Im Gegensatz zu den kausal orientierten MS-Therapien war das Interesse für symptomatische Therapien – zumindest gemessen an der Zahl wissenschaftlicher Publikationen – bis vor einigen Jahren eher gering. Erst das gesteigerte Interesse an der Lebensqualität der MS-PatientInnen hat diese Therapien mehr in den Mittelpunkt gerückt. Dieser Artikel beschäftigt sich mit drei Kardinalsymptomen der multiplen Sklerose und den Möglichkeiten ihrer symptomatischen Behandlung.

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  • Blasen- und Sexualfunktionsstörungen bei multipler Sklerose

    Blasenfunktionsstörungen und Sexualfunktionsstörungen treten praktisch nie als Initialsymptome bei multipler Sklerose (MS) auf. Mit zunehmendem Krankheitsverlauf treten jedoch bei der überwiegende Mehrheit der PatientInnen neurogene Blasenstörungen auf, und ebenso sind Beeinträchtigungen der Sexualfunktion sehr häufig.

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  • Sozialmedizinische Konsequenzen der MS

    Die Diagnose “Multiple Sklerose” ist für den erkrankten Menschen mit einer Vielzahl von Herausforderungen verbunden, die deutliche Einschnitte in das Selbstverständnis des bisherigen Lebens mit sich bringen. Die sozialmedizinischen Konsequenzen der MS sind breit gestreut und begleiten Menschen über einen langen Zeitraum ihres Lebens in den unterschiedlichsten Lebensbereichen.

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Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

  • 15th International Congress of Parkinson’s Disease and Movement Disorders 2011

    Ausgewählte Highlights zum Thema Relevanz, Neuheit und Qualität der klinischen und Grundlagenforschung des M. Parkinson wurden in der „Blue Ribbon Session“ präsentiert. Im Folgenden einige ausgewählte Themen zu Risikofaktoren, Epidemiologie und Therapie aus den umfassenden wissenschaftlichen Beiträgen zum M. Parkinson beim 15. internationalen Kongress der Movement Disorder Society in Toronto.

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  • Die Glanzlichter der Nicht-Parkinson-Themen

    Die Plenarsitzungen beim diesjährigen Movement-Disorders-Kongress befassten sich mit Themen rund um den Morbus Parkinson. Für Neuigkeiten aus dem Nicht-Parkinson-Bereich sorgten daher vor allem die Posterpräsentationen. Im Anschluss werden drei der aus meiner Sicht interessantesten Präsentationen beschrieben.

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  • 20. European Stroke Conference (ESC) in Hamburg

    Die ESC feierte heuer in der Hansestadt Hamburg ihr 20-jähriges Jubiläum und bot den über 3000 TeilnehmerInnen aus 85 ver schiedenen Nationen mit einem vielfältigen Programm aus knapp 1200 Präsentationen eine breite Auswahl im Bereich der vaskulären Neurologie.

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  • International Conference on Alzheimer’s Disease (ICAD) 2011, Paris

    Die ICAD fand im Juli in Paris statt. Es wurden dieses Jahr Beiträge zum Thema Prävention, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten gebracht. Aufgrund der steigenden Prävalenz der Erkrankung – laut Prognosen werden 2030 bereits 63 Millionen und im Jahr 2050 sogar 114 Millionen Menschen weltweit betroffen sein1 – hielt auch der Präsident Frankreichs, Nicolas Sarkozy, eine Rede zu diesem Thema und über die zukünftig größere Unterstützung der Forschung auf diesem Gebiet. In diesem Artikel werden Schwerpunkte der ICAD 2011 präsentiert.

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  • Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Schweizerischen und Österreichischen Liga gegen Epilepsie 2011

    Neben einem breiten Angebot an Seminaren und Kursen bot die 7. Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Liga gegen Epilepsie ein ausgezeichnetes, umfassendes wissenschaftliches Programm mit den Schwerpunkten “aktuelle Entwicklungen in der zerebralen Bildgebung”, “Herausforderung in der medikamentösen Therapie”, ” innovative Therapiekonzepte wie Neurostimulation und Immuntherapie”, “immunmediierte Epilepsien” “epigenetische Grundlagen fokaler und generalisierter Epilepsien” sowie “Epilepsiechirurgie bei kindlichen Epilepsien”. Nachfolgend sind die Highlights aus der Sicht der Erwachsenen-Epileptologie zusammengefasst.

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  • Epileptologie des Kindes- und Jugendalter

    Im Rahmen des exzellenten, breit gefächerten wissenschaftlichen Programmes der Jahrestagung der Österreichischen, Deutschen und Schweizer Sektion der ILAE in Graz wurden die Themen im Bereich der Epileptologie des Kindes-und Jugendalters als Novität in gemeinsamer Organisation des Tagungspräsidenten, Priv.-Doz. Dr. Michael Feichtinger, Universitätsklinik für Neurologie Graz mit der Co-Präsidentin Univ.-Prof. Dr. Barbara Plecko, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz, gestaltet. Im Folgenden werden die wichtigsten Inhalte aus kinderepileptologischer Sicht kurz zusammengefasst.

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Für die Praxis

  • Neuropathischer Schmerz und dessen Erfassung

    Der neuropathische Schmerz ist ein chronischer, nichtmaligner Schmerzzustand, der durch Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems hervorgerufen wird. Er unterscheidet sich vom nozizeptiven Schmerz und von akuten Schmerzzuständen durch seine Pathophysiologie und Therapie.

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Autonome Störungen

  • Cutaneous nerve evaluation

    Among the different techniques used for the assessment of painful peripheral neuropathies, the skin biopsy has experienced the biggest growth over the past 15 years. It allows us to identify the axons of the sensory nerve endings in the skin. The most commonly used marker is pan-axonal protein gene product 9.5 (PGP 9.5), a ubiquitin C-terminal hydroxylase that is found in axons.1 Quantitative and qualitative evaluations of cutaneous nerves can give support to the clinical diagnosis of small-fibre neuropathies.2, 3 However, as it is applicable to other peripheral neuropathies, to autonomic disorders, and to the study of neuropathic pain, this makes the skin biopsy a powerful tool for the future.

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Bewegungsstörungen

  • Überprüfung der Eignung des Sniffin’Sticks-Riechtests in der Diagnostik des M. Parkinson – SniffPD-Studie

    Es gilt nunmehr als gesichert, dass Geruchssinnstörungen den motorischen Störungen des Parkinson einige Jahre vorausgehen. Weiters ist die Wahrscheinlichkeit, einen M. Parkinson (MP) zu bekommen, erhöht, wenn eine Geruchssinnstörung vorliegt1. Die vorliegende multizentrische, klinische Studie stellte sich die Aufgabe, herauszufinden, ob mittels eines einfachen, ökonomisch günstigen und schnell von jedermann anwendbaren Geruchstests eine valide Aussage über das Vorliegen einer Alpha-Synukleopathie möglich ist.

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Demenz

  • EFNS-Richtlinien für die Diagnose und Therapie der Demenzen
    Demenzielle Syndrome nehmen mit steigendem Anteil betagter Menschen an Häufigkeit rasch zu und stellen ein wachsendes Problem der Altersmedizin dar. Die Diagnose der Alzheimer- Krankheit (AK) und deren Abgrenzung von anderen Demenzprozessen ist klinisch unter Anwendung moderner bildgebender Verfahren und ...Weiterlesen ...

Neurochirurgie

  • Sind tubuläre Spreizersysteme in der spinalen Neurochirurgie sinnvoll und nützlich?

    In der spinalen Neurochirurgie werden zunehmend tubuläre Spreizersysteme eingesetzt. Eine aktuelle Arbeit in Neurosurgery vergleicht tubuläre Diskektomien mit konventionellen Mikrodiskektomien beim lumbalen Bandscheibenvorfall1. Die 2-Jahres-Ergebnisse dieser randomisierten Doppelblindstudie zeigen keine Vorteile für tubuläre Spreizersysteme. Wird dies die Philosophie für die Operationszugänge beim lumbalen Bandscheibenvorfall wieder ändern? Wahrscheinlich ja, aber in mehrerlei Hinsicht und mit durchaus positivem Effekt.

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Neurogeriatrie

  • Körperliche Aktivität und Risiko für klinisch stumme Hirninfarkte
    Es gibt zunehmend Hinweise, dass das Schlaganfallrisiko bei betagten Personen durch mittelgradige bis intensive körperliche Aktivität reduziert werden kann. So zeigten Assoziationsstudien, dass – unabhängig von den Risikofaktoren koronare Herzerkrankung, Hypertonie, Diabetes, Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht und medizinische Gründe für Bewegungsarmut ...Weiterlesen ...

Neuroimaging

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Biennial Meeting of the Peripheral Nerve Society 2011

    Die Peripheral Nerve Society (PNS) ist eine internationale Organisation, die sich der Erforschung von Erkrankungen des peripheren Nervensystems widmet. In 2-Jahres-Abständen werden internationale Treffen veranstaltet, deren Ziel es ist, klinische Expertise mit Erkenntnissen der Grundlagenforschung zusammenzuführen.

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Neuroonkologie

  • Chemotherapieinduzierte Neuropathien
    Chemotherapieinduzierte Neuropathien (CIPN) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Im US-amerikanischen NIH (National Institutes of Health, Washington) fand eine Sitzung mit ca. 80 internationalen ExpertInnen zu diesem Thema statt, bei der die Bedeutung, klinische Aspekte, Differenzialdiagnosen und Grundlagen in Workshops bearbeitet wurden. ...Weiterlesen ...

Schlafstörungen

  • Entscheiden Narkolepsie-PatientInnen anders?
    Die Narkolepsie mit Kataplexie ist eine immer noch häufig unterdiagnostizierte Erkrankung, deren Prävalenz bei 0,5 % liegt. Ihre Kardinalsymptome sind erhöhte Tagesschläfrigkeit mit imperativen Einschlafattacken, Kataplexien, hypnagoge Halluzinationen und Schlafparalysen. Bei der Narkolepsie mit Kataplexie handelt es sich um eine ...Weiterlesen ...
  • Neuer Durchbruch in der Genetik des RLS
    Das Restless Legs Syndrom (RLS) ist eine häufige neurologische Erkrankung mit einer Prävalenz von bis zu 10 % in der allgemeinen Bevölkerung. Ungefähr 3 % benötigen eine RLS-spezifische medikamentöse Therapie. PatientInnen mit RLS beklagen vorwiegend abends und in der Nacht ...Weiterlesen ...

Schlaganfall

  • Endovaskuläres Schlaganfallmanagement
    Wozu endovaskulär intervenieren?
    Die endovaskuläre Schlaganfallbehandlung ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass die Rekanalisationspotenz intravenöser Thrombolyse dann an ihre Grenzen stößt, wenn es sich um proximal gelegene und/oder langstreckige Gefäßverschlüsse handelt.
    Die akute Schlaganfalltherapie mittels intravenöser rTPA-Applikation gilt ...Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

  • EUROlight-Studie – Kopfschmerzen und Migräne – unterschätzt und vernachlässigt
    Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitet, werden jedoch nicht ausreichend anerkannt, diagnostiziert und behandelt. Darauf weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem neuen Bericht hin, der das vom Centre de Recherche Public de la Santé, Luxemburg geleitete europäische Forschungsprojekt „EUROlight“ ergänzt.
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