neuro 01|2015

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 1/15
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Wir hoffen, Ihnen in dieser Ausgabe von neurologisch mit seinem Schwerpunkt­thema „Schädel-Hirn-Trauma“ wieder interessante Fachinformation geben zu können. Neben epidemiologischen Daten zu Schädel-Hirn-Traumen in Österreich finden Sie auch die neuesten Guidelines zu Diagnostik, Monitoring und Therapie ...Weiterlesen ...

Focus: Schädel-Hirn-Trauma

  • Vorwort
    Die Versorgung von PatientInnen mit Schädel-Hirn-Traumen stellt seit jeher wohl eine der größten Herausforderungen für alle davon betroffenen Fachbereiche dar und ist eine zentrale Aufgabe im Betätigungsfeld der Neurotraumatologie. Die Neurotraumatologie selbst beinhaltet neben der Versorgung der Schädel-Hirn-Traumen prinzipiell auch ...Weiterlesen ...
  • Neurotrauma in Österreich – Daten, Fakten, Analysen

    Die rezenten Daten, Fakten und Analysen zeigen, dass PatientInnen mit einem Neurotrauma, speziell mit einem schweren SHT, in Österreich derzeit generell sehr gut versorgt werden.

    Die präklinische Versorgung erfolgt in der Regel sehr rasch und wird von Notärztinnen bzw. Notärzten durchgeführt. Die innerklinische Versorgung erfolgt unabhängig vom Zeitpunkt der Einlieferung entsprechend den aktuellen Standards.

    In allen Studien waren die Behandlungsergebnisse österreichischer PatientInnen deutlich besser als prognostiziert.

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  • Leitlinien zur Behandlung des Schädel-Hirn-Traumas

    Durch Etablierung, Implementierung und konsequente Anwendung von Leitlinien im Rahmen des Schädel-Hirn-Trauma-Managements kann die Mortalität gesenkt und das neurologische Outcome verbessert werden. Weiters werden auch andere Parameter günstig beeinflusst (Kosten, Aufenthaltstage).

    Die posttraumatischen zerebralen Veränderungen sind dynamisch, heterogen und individuell.

    Multimodales Neuromonitoring kann sekundäre Events früher erkennen als Standardneuromonitoring.

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  • Grundsätze der akuten chirurgischen Behandlung von schweren Schädel-Hirn-Traumen

    Die chirurgischen Eingriffe bei akuten schweren Schädel-Hirn-Traumen (SHT) sind komplexe Operationen, die eine fundierte neurochirurgische Ausbildung, eine entsprechende Ausstattung inklusive mikrochirurgischer Option zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie ein entsprechendes Timing erfordern.

    Goldstandard in der Diagnostik bei Verdacht auf SHT ist die Computertomografie. Dem Umstand, dass bei schweren SHT in ca. 15 % der Fälle eine Mitbeteiligung der Wirbelsäule, speziell der Halswirbelsäule vorliegt, ist bei Transport und Diagnostik Rechnung zu tragen.

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  • Multimodales Neuromonitoring bei Neurotraumata

    Ziel eines multimodalen Monitoringschemas bei Neurotraumata ist vor allem, ein Sekundärtrauma frühzeitig zu entdecken, individuell zu therapieren oder durch rechtzeitige therapeutische Schritte vorzubeugen.

    Das multimodale Neuromonitoring hat eine wesentliche Rolle in der Früherkennung einer Hirngewebsschädigung. Ein genaues Neuromonitoring auf der Basis der Messung neuropathophysiologischer Parameter erlaubt auch eine präzise Therapieallokation und prognostische Aussagen.

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  • Neurotrauma – einst, heute und übermorgen

    Neurotraumatologische Eingriffe gehören mit Funden, die bis 10.000 vor Chr. zurückreichen, zu den ältesten überlieferten operativen Eingriffen.

    Vor 40 Jahren war alleine das Überleben, heute ist die Lebensqualität und Funktion das Maß aller Dinge.

    Die moderne Neurotraumatologie ist hochkomplex mit ineinandergreifenden Strategien in Diagnostik, Therapie und Nachsorge auf Basis multidisziplinärer Konzepte.

    Akkurate standardisierte klinisch-neurologische Diagnostik, hochauflösende Bildgebung, multifaktorielle Biomarker, mikrochirurgische Operationstechniken, multimodales Monitoring und Hirndruckmanagement sowie zielgerichtete Neurorehabilitation sind heute der Schlüssel zum Erfolg.

    Als Perspektive für die Zukunft ist eine neue Taxonomie auf Basis international vernetzter Datenakquisition zu erwarten.

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Neurologie in Österreich

  • Pathogenese und Behandlung vaskulärer kognitiver Beeinträchtigung
    Vaskuläre kognitive Beeinträchtigung/Störung oder vaskuläre Demenz beschreibt ein Kontinuum kognitiver Störungen von milder kognitiver Beeinträchtigung (MCI) bis zu ausgeprägter Demenz, verursacht durch zerebrovaskuläre Läsionen. Die wichtigsten morphologischen Formen – Multiinfarkt-Enzephalopathie, strategischer Infarkttyp, subkortikale arteriosklerotische Leukoenzephalopathie, Status lacunaris, postischämische Enzephalopathie – ...Weiterlesen ...
  • Morbus Alzheimer: Aktuelle klinische und neuropathologische Diagnosekriterien
    Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache von Demenzen und stellt 50–60 % in klinischen und Autopsieserien. Jüngste Fortschritte in der Forschung ermöglichten wesentliche Einblicke in die molekulare Pathogenese dieser bisher unheilbaren Erkrankung. Modifizierte Konsensuskriterien für ihre klinische und neuropathologische Erfassung ...Weiterlesen ...
  • Neuropathologie der Multisystemdegeneration: neue Gedanken zur Pathogenese
    Die Multisystemdegeneration ist eine letale neurodegenerative Erkrankung unklarer Ätiologie mit Beginn im Erwachsenenalter. Sie manifestiert sich klinisch durch autonome Störungen, Parkinsonismus, Kleinhirnfunktionsstörungen und Pyramidenzeichen in wechselnder Kombination. Der pathologische Prozess betrifft zentrale autonome, striatonigrale und olivozerebellare Systeme.
    Wechselnde Grade von ...Weiterlesen ...
  • Das Gehirn unter dem Einfluss des Darmmikrobioms

    Das Darmmikrobiom ist ein Superorgan, das die Zahl der humanen Zellen um das 10-Fache übertrifftund die Funktion des Darms, des metabolischen Systems, des Immunsystems und des Gehirns beeinflusst. Die physiologische Funktion des Darmmikrobioms wird durch seine vielfältige Zusammensetzung (Diversität) bestimmt, die von der Ernährung und anderen Lebens- und Umweltfaktoren abhängt. Das Darmmikrobiom kommuniziert mit dem Gehirn über neuronale Signale, Hormone, Zytokine und mikrobielle Metaboliten. Eine Störung in der Diversität des Darmmikrobioms hat Auswirkungen auf die Gehirnfunktion und stellt sich zunehmend als Risikofaktor für neurologische und psychiatrische Erkrankungen heraus.

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Kongress-Highlights

Für die Praxis

  • Verrechenbare Leistungspositionen der Kleinen Kassen
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Im Rahmen der Neuauflage der Plattform niedergelassener Neurologinnen und Neurologen haben wir erstmals versucht, einen Überblick über die derzeit verrechenbaren Leistungspositionen der Kleinen Kassen (weil österreichweit ident) zu geben. Dies in einem direkten Leistungsvergleich mit ...Weiterlesen ...

Young Neurology – Lehrreiche Fälle

Bewegungsstörungen

  • Entscheidungsprozesse beim Morbus Parkinson

    Das idiopathische Parkinson-Syndrom wurde lange Zeit als rein motorische Erkrankung angesehen. Erst in den letzten Jahren wurde vermehrt Augenmerk auf die nichtmotorischen Symptome gelegt, wie z. B. neuropsychiatrische und gastroenterologische Komplikationen sowie Schlafstörungen. Zudem wurde erst vor wenigen Jahren bekannt, dass Parkinson-Medikamente das Verhalten und die Entscheidungsprozesse der PatientInnen verändern können.

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Multiple Sklerose

Neurogeriatrie

Neuroimaging

  • Neu: In vivo-Tau-Imaging mittels PET

    Erstmals liegen PET-Studien mit erfolgreicher Tau-Darstellung bei PatientInnen mit Alzheimer-Demenz vor. In Zukunft könnte dies auch ein Nachvollziehen der Ausbreitung der Tau- und damit der Alzheimer-Pathologie ermöglichen.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Capsaicin-8%-Pflaster in der Therapie neuropathischer Schmerzen
    Neben den zahlreichen oral einzunehmenden Medikamenten zur Behandlung neuropathischer Schmerzen stehen zwei topische, als Pflaster anzuwendende Substanzen zur Verfügung: Lidocain und Capsaicin 8 %. Während das Lidocain-Pflaster täglich anzuwenden ist, hält – bei positivem Effekt – die Wirkung des Capsaicin-8%-Pflasters ...Weiterlesen ...

Schlafstörungen

  • Natriumoxybat im praxisnahen Setting bei Narkolepsie und Kataplexie
    Die Narkolepsie ist eine zwar seltene, aber unterdiagnostizierte Erkrankung, die mit einer deutlichen Verminderung der Lebensqualität und einer hohen sozioökonomischen Belastung einhergeht. Sie ist durch die so genannte narkoleptische Tetrade (Kataplexien, exzessive Tagesschläfrigkeit, hypnagoge/hypnopompe Halluzinationen und Schlafparalysen) gekennzeichnet1. Darüber hinaus ...Weiterlesen ...

Schlaganfall

Schmerzmedizin