neuro 02|2015

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 2/15
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Bedingt durch die Einführung der neuen Ärzteausbildungsordnung erscheint diese Ausgabe von neurologisch in einer für die österreichische Neurologie sehr herausfordernden Zeit. Eine große Zahl von Mitgliedern der ÖGN hat unter Leitung des Vorstandes an der Fertigstellung ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Österreichische Ärzte und Nationalsozialismus

    Die Tagung „Austrian Physicians and National Socialism“ wurde von der Medizinischen Universität Wien (MUW), dem Josephinum, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, dem Naturhistorischen Museum und dem „Center for Medicine after the Holocaust“ veranstaltet. Gäste aus den USA, HistorikerInnen und zahlreiche Ärzte und Ärztinnen besuchten die Tagung, die am 16. April 2015 an der MUW stattfand. VertreterInnen der Fachgesellschaften von Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie, Neurologie sowie der Ärztekammer und der Rektor der MUW waren vertreten.

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  • Ausbildungsordnung ÄAO

    Brief des Präsidenten und des Generalsekretärs der ÖGN Wien, 6. Juli 2015

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Focus: Interventionelle Neuroradiologie (Teil 2)

  • Zum Schwerpunkt „Interventionelle Neuroradiologie“
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    neurologisch widmet sich in diesem Themenheft den Möglichkeiten der neuroradiologischen Intervention beim ischämischen Schlaganfall. Mehrere Veröffentlichungen der letzten Monate zeigten signifikante Verbesserungen durch endovaskuläre Versorgung in einem bestimmten Segment der von einem Insult Betroffenen. Die Therapie ...Weiterlesen ...
  • Mechanische Embolektomie – neuer Therapie-Standard des akuten Verschlusses der A. cerebri media

    Die Studien SWIFT PRIME, REVASCAT, ESCAPE, EXTEND-IA, MR-CLEAN: neue Therapie des schweren ischämischen Schlaganfalls – die mechanische Embolektomie ist ein neuer Therapiestandard bei der Behandlung des akuten Verschlusses der distalen A. carotis interna und/oder der proximalen A. cerebri media.

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  • Technik der endovaskulären Therapie des ischämischen Schlaganfalls

    Mechanische endovaskuläre Schlaganfalltherapie: Die Stent-Retriever-Technologie leistete den entscheidenden Beitrag für die positiven rezenten randomisierten Studien.

    Die neue technische Entwicklung mit Aspirationstechniken in Kombination mit flexibleren „Distal Access-Kathetern“ ist als alternative Methode im klinischen Alltag bereits etabliert.

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  • Extrakranielle Gefäßrekonstruktion – Studienergebnisse zur Primär- und Sekundärprophylaxe

    Die CEA (Karotis-Endarteriektomie) ist die Methode der Wahl bei 50–99 % symptomatischer Karotisstenosen.

    CAS (Karotis-Stenting) ist eine alternative Methode, sollte aber auf besondere anatomische Gegebenheiten beschränkt bleiben.

    Bei asymptomatischen Stenosen > 60 % ist eine konservative Therapie gerechtfertigt. Erst bei Fortschreiten der Stenose unter dieser Therapie ist die CEA zu erwägen.

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  • Intrakranielle Gefäßstenosen – die aktuelle Datenlage

    Intrakranielle atherosklerotische Stenosen stellen, sowohl primär- als auch sekundärprophylaktisch, eine Herausforderung an die behandelnden Ärzte und Ärztinnen dar. Nach den Resultaten großer Studien in den letzten Jahren wird primär zu medikamentösen Maßnahmen geraten.

    Eine interventionelle Behandlung sollte erst nach Rezidiv unter intensiver medikamentöser Therapie mit optimaler Risikofaktorenkontrolle und nach Einholung einer Fachmeinung eines erfahrenen vaskulären Neurologen/einer erfahrenen vaskulären Neurologin erwogen werden.

    Der Eingriff sollte an spezialisierten Neurointerventionszentren mit ausreichender Erfahrung durchgeführt werden.

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  • Behandlung arteriosklerotischer Stenosen – Technik der intrakraniellen Stentimplantation

    Unter Berücksichtigung der Studienlage ist bei der endovaskulären Behandlung von intrakraniellen Stenosen Zurückhaltung geboten.

    Die Stentimplantation sollte erfolgen, wenn trotz optimierter konservativer Therapie erneut ischämische Ereignisse auftreten.

    Auch PatientInnen, bei denen eine hämodynamische Problematik im Vordergrund steht, sollten der Stentimplantation zugeführt werden.

    Die Behandlung sollte nur in Zentren mit entsprechender Expertise durchgeführt werden.

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Kongress-Highlights

  • ESOC – European Stroke Organisation Conference Glasgow 2015

    Mit einigen Hundert haben die Veranstalter gerechnet, geworden sind es schließlich mehr als 2.700 TeilnehmerInnen an der ersten ESO-Konferenz, die vom 17. bis 19. April 2015 in Glasgow stattfand. Mag sein, dass viele bei dieser Kongresspremiere dabei sein wollten, mag sein, dass viele geahnt haben, dass wirkliche Breaking News berichtet werden würden. Letztlich waren es unter anderem zwei zeitgleiche Veröffentlichungen im New England Journal of Medicine und eine im Lancet, die als wissenschaftliche Topneuigkeiten der Konferenz zu Buche schlugen.

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  • Annual Meeting der American Academy of Neurology 2015 – Neues zur Multiplen Sklerose

    Das Jahrestreffen der American Academy of Neurology (AAN) fand in Washington D.C., der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika, vom 18.–25. April 2015 statt. Die AAN bot auch heuer wieder eine Vielzahl von Vorträgen und Präsentationen zu vielen Gebieten der Neurologie. Es ist nicht möglich, auch nur annähernd die Vielzahl der Themen wiederzugeben. Selbst das vorliegende Update im Bereich der MS ist und kann niemals bei der Anzahl von Präsentationen vollständig sein.

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  • Multiple Sklerose und Dermatologie

    Bereits zum 7. Mal fand am 26. Jänner 2015 ein interdisziplinäres MS-Gespräch in Linz statt. In diesem Jahr wurden die gemeinsamen Aspekte mit dem Fach Dermatologie in den Fokus gestellt.

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  • AD/PD™ 2015 − Alzheimer’s & Parkinson’s Diseases Congress

    Zum 12. Mal trafen sich beim AD/PD™ Ende März in Nizza über 3.000 NeurowissenschaftlerInnen, Pharmako­logen/Pharmakologinnen und KlinikerInnen, um die heißen Eisen der beiden häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen zu diskutieren, die Ähnlichkeiten herauszuarbeiten und Unterschiede festzuhalten.

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Autonome Störungen

  • Internationale Tagung − Alpha-Synuclein: the Gateway to Parkinsonism
    Von 11.–13. Februar 2015 fand in Innsbruck die internationale Tagung zum Thema „Alpha-Synuclein: The Gateway to Parkinsonism“ statt. Den OrganisatorInnen, Univ.-Prof. Dr. Nadia Stefanova und Univ.-Prof. Dr. Gregor Wenning und ihrem Team, gelang es mit Unterstützung der internationalen Gesellschaft für ...Weiterlesen ...

Neurogeriatrie

  • Apathie bei neurodegenerativen Erkrankungen
    Pagonabarraga und Mitarbeiter veröffentlichten vor Kurzem in der Zeitschrift Lancet Neurology1 einen Übersichtsartikel, in dem Apathie vor allem bei Parkinson-Krankheit und anderen neurodegenerativen Erkrankungen im Detail beschrieben wird. Apathie ist eine komplexe Störung, charakterisiert durch verminderte emotionale Resonanz, reduziertes Interesse ...Weiterlesen ...

Neuroimaging

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Diagnostik hereditärer Muskelerkrankungen in der „Next-generation sequencing“-Ära

    Hereditäre Muskelerkrankungen zählen zu der komplexen Gruppe der neuromuskulären Erkrankungen und weisen eine große genetische Heterogenität auf. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderen die Muskeldystrophien, Myopathien, die myotonen Syndrome, aber auch die hereditären Kardiomyopathien sowie Myopathien im Rahmen von Mitochondriopathien.

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Neurorehabilitation

  • Nachlese AAN 2015 − Aktuelles zur Neurorehabilitation

    Im Rahmen der heurigen AAN in Washington wurden in mehreren wissenschaftlichen Sitzungen neue Erkenntnisse der Rehabilitationsforschung dargestellt. Die Neurorehabilitation präsentierte sich als wichtiger Bestandteil der Neurologie und dokumentierte dadurch ihren Stellenwert als (eigenes) Forschungsfeld.

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Schlafstörungen

  • IgLON-5-Autoimmunität und abnormales Verhalten im Schlaf

    Die IgLON-5-assoziierte Parasomnie mit kombinierter Schlafatmungsstörung wurde erstmals im März 2014 von der spanischen Arbeitsgruppe um Sabater et al. beschrieben1. Sie fanden bei 8 PatientInnen mit diesem erstmals beschriebenen neurologischen Syndrom Autoantikörper gegen das neuronale Zelladhäsionsmolekül IgLON-5. Dieser IgG4-Antikörper war in einer Kontrollgruppe von 298 PatientInnen nur bei einem einzigen Patienten mit einer progressiven supranukleären Paralyse gefunden worden.

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