neuro 03|2015

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 3/15
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Da unser Präsident Univ.-Prof. Dr. Reinhold Schmidt derzeit verhindert ist, darf ich Ihnen die vorliegende Ausgabe von neurologisch vorstellen. Die derzeit laufende vielfältige Agenda der ÖGN wurden Ihnen im Wesentlichen von Prof. Schmidt bereits im Editorial ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Das Multiple-Sklerose-Therapie-Register der ÖGN – Fortsetzung einer Erfolgsstory
    Hintergründe
    Der Einsatz krankheitsmodifizierender Therapien bei Multipler Sklerose (MS) stellt an die auf MS spezialisierten Neurologen und Neurologinnen vermehrte Anforderungen hinsichtlich der Indikation und Auswahl einer dieser Therapien für individuelle PatientInnen. Bei der hierfür notwendigen Nutzen-Risiko-Abwägung einer individuellen Therapie kann ...Weiterlesen ...
  • Neue Ausbildungsordnung – was ändert sich in der Neurologie?
    Mit 1. 6. 2015 hat sich die Ausbildungs-ordnung für alle Sonderfächer grundsätzlich geändert. In der Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin/zum Allgemeinmediziner wurde unverständlicherweise die Neurologie vom Pflichtfach zum Wahlfach degradiert (siehe ausführliche Berichterstattung in der letzten Ausgabe von neurologisch) – die ÖGN ...Weiterlesen ...
  • ÖGN besorgt über „kopflose“ Allgemeinmediziner-Ausbildung

    Da viele neurologische Erkrankungen altersassoziiert sind, steigt der Bedarf an angemessener Versorgung laufend. Dennoch wurde die Neurologie in der jüngsten Reform der Allgemeinmediziner-Ausbildung nicht auf-, sondern abgewertet, zeigte sich die Österreichische Gesellschaft für Neurologie in einer Pressekonferenz anlässlich des Welttages des Gehirns am 22. Juli 2015 besorgt. Redaktion: Maria Uhl

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  • Welttag des Gehirns 2015 im Zeichen der Epilepsie

    Nicht nur international, auch in Österreich stand die Informations- und Aufklärungsaktion der ÖGN anlässlich des Welttages des Gehirns 2015 ganz im Zeichen der Epilepsie. Expertinnen und Experten mobilisierten gegen die Stigmatisierung von Menschen mit Epilepsie und für eine frühzeitige Diagnose und Therapie.

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Focus: Blickrichtung Orbita

  • Vorwort
    Schon im Papyrus Edwin Smith („Wunden- buch“, einem auf Papyrus geschriebenen altägyptischen medizinischen Text, 16.–17. Dynastie, mittleres Königreich ~ 1500 v. Chr., der zu den ältesten schriftlichen Dokumenten medizinischer Heilverfahren gehört) fand die Orbita eine ganz spezielle Erwähnung und Beschreibung1 ...Weiterlesen ...
  • Klinische Diagnostik und standardisierte Echografie orbitaler Läsionen

    Bei der standardisierten Echografie ist es mittels standardisierten A-Bildes mit hoher orbitaler Eindringtiefe möglich, valide akustische Querschnitte der äußeren Augenmuskeln in der hinteren Orbita sowie des N. opticus exakt und reproduzierbar zu vermessen.

    Diese Methode erlaubt Diagnosen, die mit keinem anderen Verfahren möglich sind, und ist für Verlaufs- und Therapiekontrollen gleichermaßen hilfreich. Zudem hat sich die standardisierte A-Bild-Echografie in der Differenzialdiagnose orbitaler Tumorenbesonders bewährt.

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  • Chirurgische Therapie orbitaler Läsionen aus neurochirurgischer Sicht

    Die Schädelbasischirurgie und im Speziellen die Chirurgie orbitaler Läsionen haben in den letzten Jahren dank innovativer technischer Entwicklungen rasante Fortschritte gemacht. Die moderne Neurochirurgie kann dabei heute sehr effektive chirurgische Optionen anbieten.

    Aus neurochirurgischer Sicht sind die Implementierung der multimodalen fusionierten Neuronavigation und intraoperatives Imaging, minimalinvasives Knochenmanagement unter Verwendung piezo­chirurgischer Techniken, Resektion mittels Kryochirurgie, Möglichkeiten zur endoskopischen Operation, die individuelle Physiognomie wiederherstellende Rekonstruktion sowie die Verfügbarkeit adjuvanter therapeutischer Optionen endovaskulärer und radiochirurgischer Natur der Schlüssel zum Erfolg.

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  • Chirurgische Therapie orbitaler Läsionen aus HNO-ärztlicher Sicht

    Endoskopische Techniken haben sich in der Chirurgie der Nasennebenhöhlen und der Orbita durchgesetzt.

    Speziell Prozesse der medialen Orbita lassen sich gut endoskopisch transethmoidal therapieren.

    Für Prozesse nahe am Orbitaboden bietet sich ein transmaxillärer Zugang über den Mundvorhof an.

    Über einen Augenbrauenschnitt können Prozesse in Nähe des Orbitadaches erreicht werden.

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  • Chirurgische Therapie von orbitalen Läsionen: Aspekte der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie*

    Zu den häufigsten operativen Eingriffen der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im Bereich der Orbita zählen:

    die Rekonstruktion der Orbitawand nach Trauma, bei der eine Wiederherstellung der Funktion des Auges angestrebt wird, und

    die chirurgische Therapie der endokrinen Orbitopathie (Orbitadekompression).

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  • Chirurgische Therapie orbitaler Läsionen aus ophthalmochirurgischer Sicht

    Indikationen für ophthalmochirurgische Eingriffe sind beispielsweise Tumoren aus der Umgebung der Orbita (Nasennebenhöhlen, Tränenwege, Augenlider, Bindehaut) sowie benigne und maligne Orbitatumoren (z. B. kavernöse Hämangiome, pleomorphe Tränendrüsenadenome, Rhabdomyosarkom

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  • Die Orbita als interdisziplinäre Herausforderung

    Aktiv gelebtes interdisziplinäres Management erscheint als der effektivste Weg in der Behandlung von Raumforderungen der Augenhöhle, mit speziellem Fokus auf Funktionalität und Ästhetik.

    Die Etablierung eines interdisziplinären Orbitazentrums bringt alle damit befassten Fachexperten/Fachexpertinnen zusammen, mit der Möglichkeit einer personalisierten Therapie.

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Kongress-Highlights

  • 1st Congress of the European Academy of Neurology in Berlin

    Nach Zusammenschluss der beiden europäischen neurologischen Gesellschaften ENS (European Neurological Society) und EFNS (European Federation of Neurological Societies) zur EAN (European Academy of Neurology) wurde Ende Juni 2015 der erste Kongress der neu gegründeten Organisation im Berliner City Cube abgehalten. Die EAN repräsentiert nun 45 nationale neurologische Gesellschaften und somit mehr als 21.000 europäische Neurologinnen und Neurologen.

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Autonome Störungen

  • Autonomes Nervensystem bei Demenzerkrankungen

    Kardiovaskuläre autonome Dysfunktionen sind bei PatientInnen mit frontotemporaler Demenz Verhaltens­variante und bei Alzheimer-PatientInnen häufig, ein ursächlicher Zusammenhang zwischen sudomotorischen Störungen und Krankheitsprozess ist hingegen unwahrscheinlich.

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Demenz

  • Die neuen Diagnosekriterien der Alzheimer-Erkrankung

    Für die Alzheimer-Erkrankung (AE) wurden in den letzten Jahren neue Diagnosekriterien entwickelt. Grund für diese Neuentwicklung war die unzureichende Qualität des alten Diagnoseschemas und die Erkenntnis, dass nur eine früh einsetzende Therapie wirksam sein kann. Die aktuellen AE-Kriterien enthalten wichtige Neuerungen und erlauben eine verbesserte Diagnose.

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Multiple Sklerose

  • Alles neu – die Diagnose­kriterien der Neuromyelitis-optica- Spektrum-Erkrankungen 2015

    Neue internationale Konsensuskriterien für die Diagnose der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) lösen die seit 2006 gültigen revidierten Wingerchuk-Kriterien ab. Man spricht ab jetzt nur noch von NMOSD, die Bezeichnung NMO ist obsolet. Neu ist vor allem, dass zwischen Aquaporin-4-Antikörper-(AQP4-)positiven und -negativen Erkrankungen differenziert wird und sich deren Diagnosekriterien unterscheiden. Ebenso kann im Falle eines positiven AQP4-Serostatus bereits nach der ersten klinischen Manifestation die Diagnose einer NMOSD gestellt werden, und es werden auch verschiedene klinische Manifestationen und bildgebende Befunde außerhalb des Rückenmarks und der Sehnerven berücksichtigt.

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Neurochirurgie

Neurogeriatrie

  • Das Seniorenheim als neurologisches Tätigkeitsfeld der Zukunft?
    Der demografische Wandel wird zu einer drastischen Zunahme altersassoziierter neurologischer Erkrankungen1 besonders bei zerebrovaskulären und neurodegenerativen Entitäten führen. Dies hat einen steigenden neurologischen Versorgungsbedarf auch in der Langzeitpflege zur Folge.
    Dr. Alois Mair, Facharzt für Neurologie und Geriatrie in Neumarkt ...Weiterlesen ...

Neuroimaging

  • 18F-FDG-PET – (k)eine Evidenz bei MCI-PatientInnen?

    Anfang des Jahres wurde im Rahmen der Cochrane Reports eine Analyse über den Einsatz von 18F-FDG-PET bei Mild Cognitive Impairment (MCI) veröffentlicht. Die Kernfrage in dieser Untersuchung war, ob durch die PET-Untersuchung eine Vorhersage über die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz (AD) bzw. anderer Demenzformen möglich ist1. Das Ergebnis war vernichtend, wurde dieser Methode doch eine ausreichende Evidenz hinsichtlich dieser Frage abgesprochen. Die Reaktion der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin folgte prompt2. Über beide Veröffentlichungen soll nun berichtet werden.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

  • 22. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM)

    Der 22. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) fand heuer in Bochum unter dem Vorsitz von Prof. Matthias Vorgerd, Leiter des Neuromuskulären Zentrums Ruhrgebiet, statt. Die Tagung stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums der DGM und des ebenfalls 50-jährigen Bestehens der Ruhr-Universität Bochum.

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Neurorehabilitation

Schlafstörungen

  • Exploding Head Syndrome
    Das „Exploding Head Syndrome (EHS)“ zählt zu den eindrucksvollen schlafbezogenen Phänomenen und ist durch einen lauten Knall („wie eine Bombe“, „Gewehrfeuer“), den die/der Betroffene beim Aufwachen bzw. Einschlafen in ihrem/seinem Kopf hört, charakterisiert1. Diese Ereignisse werden für gewöhnlich von einem ...Weiterlesen ...

Schmerzmedizin