neuro Nachlese

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, FRCP, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Die 16. Jahrestagung der ÖGN ist erst einige Wochen her und doch bereits Geschichte. Wir haben uns über 795 TeilnehmerInnen in Eisenstadt gefreut und blicken auf einen, wie ich meine, sehr erfolgreichen Kongress zurück. Entsprechend dem ...Weiterlesen ...

Focus: 16. Jahrestagung der ÖGN

  • Drohenden Neurologinnen-/Neurologen-Mangel vermeiden

    „In unserer älter werdenden Gesellschaft werden Gehirnerkrankungen wie Schlaganfall, Depressionen, Demenzen, Angsterkrankungen, Hirntumoren und Epilepsien in den nächsten Jahren dramatisch zunehmen und unser Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen stellen“, so ÖGN-Präsident Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka.

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  • Alzheimer-Erkrankung: Werden Biomarker zum Routinediagnostikum?

    Nach dem Vorschlag einer US-amerikanischen Forschergruppe soll die Diagnose der Alzheimer-Demenz im Studiensetting nunmehr ausschließlich auf Biomarkern basieren und die Symptomatik als diagnostisches Kriterium völlig ausgeklammert werden. Alzheimer würde zur Labordiagnose!

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  • Genetik der Alzheimer-Diagnostik: Weg zur personalisierten Medizin?
    Einleitung

    Die Alzheimer-Demenz (AD) ist eine neurodegenerative Erkrankung, welche neuropathologisch durch die Ablagerung von fehlgefalteten Proteinen gekennzeichnet ist. Diese sind auf der einen Seite Amyloid-Plaques und auf der anderen Seite Tau-Tangles. Ein weiteres wichtiges neuropathologisches Korrelat stellt die Neurodegeneration ...Weiterlesen ...
  • Neue Entwicklung in der Epilepsiechirurgie und der präoperativen Diagnostik

    Epilepsiechirurgie ist eine hochwirksame Therapie mit kurativem Anspruch. Hierfür gibt es inzwischen 3 Studien mit Klasse-1-Evidenz. Bei Krankheitsdauer von fast 20 Jahren, bei fokaler Epilepsie mit kürzerer Krankheitsdauer von durchschnittlich 5 Jahren sowie bei Kindern wurde jeweils unabhängig voneinander gezeigt, dass Epilepsiechirurgie bei Therapieresistenz gegenüber Behandlung mit „best medical treatment“ hochsignifikant überlegen ist.

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  • Neuropsychologie des Hirntraumas

    Durch große Fortschritte bei der Erstversorgung und der Intensivmedizin überleben heutzutage deutlich mehr PatientInnen ihr Hirntrauma (HT). Dadurch wächst auch die Gruppe jener Personen, die auf Diagnostik und Neurorehabilitation angewiesen sind.

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  • Rezidivierendes malignes Gliom: Wann, wie und wie lange therapieren?

    Im Fall eines Rezidivs eines Glioms sind die Grenzen der Therapie erreicht. Ass.-Prof. Dr. Franz Payer gab einen Überblick über die therapeutischen Möglichkeiten und wog die Für und Wider einer spezifischen Tumortherapie gegeneinander ab.

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  • Braucht jede Neurologie eine Neuroonkologie?

    Neuroonkologische Probleme sind häufig, und ihre Inzidenz steigt. Ist diese Tatsache Argument genug für eine Neuroonkologie an jeder Neurologie? Der Pro-und-Contra-Diskussion stellten sich Dr. Bernadette Calabek-Wohinz und Univ.-Prof. Dr. Günther Stockhammer. Der Diskurs endete mit einem Konsens.

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  • Leben neuroonkologische PatientInnen durch Palliative Care länger und besser?

    Palliative Care hat in der Neuroonkologie höchsten Stellenwert. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Grisold und Priv.-Doz. Dr. Markus Hutterer präsentierten ihre Überlegungen zum Verständnis und den Zielen der Palliative Care und dem Zeitpunkt für palliative Maßnahmen in der Betreuung von PatientInnen mit neuroonkologischen Erkrankungen.

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  • Skizzen zur Geschichte der Neurologie

    Die Geschichte der Neurologie im heutigen Österreich vor 1938 ist bis auf einige Ausnahmen wenig erforscht, vor allem nicht in Zusammenhang mit den spezifischen sozio-ökonomischen und politisch-kulturellen Rahmenbedingungen. Sammlungen von biografischen Informationen einzelner Proponenten und die Skizzen zu einzelnen Institutionen sind wertvolle Grundlagen im Sinne eines Skeletts, dem Nerven, Muskel und Haut noch hinzugefügt werden müssen.1

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  • Möglichkeiten und Grenzen der mismatchbasierten Thrombektomie
    Wie weit öffnet sich das Zeitfenster noch?
    Die Etablierung von Stroke Units und die Einführung der i. v. Thrombolyse Ende der 1990er-Jahre waren wichtige Meilensteine der Akutbehandlung ischämischer Schlaganfälle. Die Grenzen der i. v. Thrombolyse werden bei besonders schweren Schlaganfällen ...Weiterlesen ...
  • Sekundärprophylaxe nach ischämischem Insult

    Im Folgenden werden ausgewählte Themenbereiche besprochen, bei denen neue wissenschaftliche Daten und Therapieempfehlungen vorliegen.

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  • Ist die CEA wirklich besser als der Karotisstent?
    Geschichtliches
    Hans Chiari konnte bereits 1905 zeigen, dass von einer Karotisstenose thrombotisches Material losgelöst werden und nachfolgend einen ischämischen zerebralen Infarkt verursachen kann. Anfang der 1950er-Jahre beschrieb Charles Miller Fisher spezielle klinische Symptome bei PatientInnen mit Stenosen oder Verschlüssen der ...Weiterlesen ...
  • Neuroborreliose – State of the Art

    Eine Borrelieninfektion ist die häufigste Zoonose in den gemäßigten klimatischen Zonen der nördlichen Hemisphäre. Borrelien sind gramnegative, spiralförmige Bakterien der Klasse Spirochäten. Ihr natürliches Reservoir sind Mäuse und Vögel. Die Übertragung erfolgt in Europa durch den Stich einer mit Borrelien infizierten Schildzecke der Gattung Ixodes ricinus („gemeiner Holzbock“). Diese lebt in bodennahem feuchtwarmem Gebüsch.

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  • PTLDS: Facts und Fake

    Neue Daten zeigen erneut, dass die Neuroborreliose eine gute Prognose nach entsprechender antibiotischer Therapie hat. Bei wenigen PatientInnen (ca. 5 %) zeigen sich meist schwer objektivierbare Beschwerden, die nach Ausschluss anderer Ursachen und nach bewiesener und therapierter Borreliose als Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom (PTLDS) bezeichnet werden.

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  • Borrelienneurose: Herausforderungen in der Praxis

    Es ist wichtig, zwischen tatsächlichen Erkrankungen und „Pseudoborreliosen“ zu unterscheiden. Ebenso wichtig ist es, dass alle PatientInnen mit Empathie und Verständnis beraten werden; auch deswegen, um sie nicht in die Fänge von selbsternannten Borreliose-Expertinnen/-Experten geraten zu lassen.

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  • Neue Trends in der Diagnostik der Parkinson-Erkrankung

    Die Diagnose „Parkinson“ ist seit jeher und auch heute noch eine klinische Diagnose. Dennoch hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert.

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  • Zukunft der Parkinson-Therapie: Medikamentöser Dopaminersatz
    Einleitung

    Die Parkinson-Krankheit stellt nach wie vor die am besten behandelbare neurodegenerative Erkrankung dar. L-Dopa bleibt auch nach 50jährigem Einsatz in der klinischen Routine der Goldstandard der symptomatischen Wirksamkeit auf die motorischen Kardinalsymptome. Allerdings ist die Langzeit-Therapie mit L-Dopa ...Weiterlesen ...
  • Tiefe Hirnstimulation beim Morbus Parkinson

    Die tiefe Hirnstimulation (Deep Brain Stimulation, DBS) ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung motorischer Komplikationen und des therapierefraktären Tremors beim Morbus Parkinson. Eine seltenere Indikation stellt die Medikamentenunverträglichkeit dar. Bisherige Studien zu neuropsychiatrischen Effekten der DBS ergaben heterogene Resultate. Während es bei einem Teil der PatientInnen mit Impulskontrollstörungen (wie Spielsucht oder Hypersexualität) zu einer völligen Rückbildung der Verhaltensstörung nach der DBS-Operation kam, führte die DBS bei anderen PatientInnen zu keiner Besserung. Daneben wurde von einzelnen Parkinson-PatientInnen berichtet, bei denen nach der DBS-Operation erstmalig schwere Impulskontrollstörungen auftraten.

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  • Neue Entwicklungen bei primären Kopfschmerzen

    Seit September 2018 ist in Österreich mit Erenumab der erste monoklonale Antikörper gegen Calcitonin Gene-related Peptide (Anti-CGRP-mAk) verfügbar. Im März 2019 folgte Galcanezumab. Demnächst wird auch Fremanezumab erhältlich sein. Die Einführung der Anti-CGRP-mAk als erste, spezifisch gegen Migräne entwickelte Prophylaxe kann als Meilenstein in der Migränebehandlung erachtet werden, wie es ihn erst einmal – bei der Einführung der Triptane – gegeben hat. Dieser Beitrag wird sich allein dieser neuen Entwicklung widmen.

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  • Chronische Kopfschmerzen – eine Herausforderung

    Kommt es zu einer Chronifizierung episodischer Kopfschmerzen, können diese ihren Charakter ändern. Da die intraindividuelle Schwankung der Kopfschmerzfrequenz hoch ist, ist auch eine Konvertierung der chronischen Kopfschmerzen wieder zurück in episodische möglich.

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  • Multimodale Schmerztherapie: Verhaltenstherapeutische Ansätze bei primären Kopfschmerzen

    Die State-of-the-Art-Behandlung primärer Kopfschmerzen beruht heute auf dem Konzept der multimodalen Schmerztherapie, d. h. dem gleichzeitigen Einsatz unterschiedlicher Interventionsverfahren.

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  • Weiterentwicklung der Therapieziele bei MS
    Eine Standortbestimmung
    Einleitung
    Mit Beginn der Interferontherapie Mitte der 1990er Jahre gab es einen Paradigmenwechsel in der Behandlung der schubhaften Multiplen Sklerose (MS). Erstmals wurde es möglich, neben der Schubtherapie und der symptomatischen Behandlung den Verlauf der MS zu beeinflussen. ...Weiterlesen ...
  • 25 Jahre Immunmodulation – welche Ziele haben wir erreicht?

    Die letzten 25 Jahre haben in der MS immense Fortschritte gebracht, nicht nur in der Therapie, sondern auch in der Erforschung der Krankheitsmechanismen, in der Diagnostik, im Umgang mit der Erkrankung und auch in der Darstellung von Menschen mit MS sowie in der Kommunikation mit MS-Betroffenen. Wir haben zwar das Ziel einer Heilung der Erkrankung nicht erreicht, trotzdem haben sich in allen Bereichen gut sichtbare Fortschritte ergeben.

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