SO 03|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

Focus: Bronchialkarzinom

  • Vorwort 3/12
    Sehr geehrte Frau Doktor! Sehr geehrter Herr Doktor!
    Wir freuen uns, Ihnen hiermit die Ausgabe von SPEKTRUM ONKOLOGIE zum Thema Bronchialkarzinom präsentieren zu können.
    Das Bronchialkarzinom gehört weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen. Sowohl die Diagnose als auch die Therapie ...Weiterlesen ...
  • Vielversprechende neue Medikamente beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Kontext: Gerade beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) gelang es, basierend auf neuen Erkenntnissen der Karzinogenese, eine neue Generation von Medikamenten zu entwickeln. Einige dieser Substanzen haben bereits den Weg in die klinische Routine gefunden, andere befinden sich noch im Stadium der klinischen Prüfung. Im Mai 2011 waren im Register des NCI 646 Studien beim NSCLC registriert, bei denen neue Behandlungsstrategien untersucht werden. 207 Phase-I-, 360 Phase-II- und 98 Phase-III-Studien weisen auf die enorme Forschungsaktivität hin. Neben den Medikamenten, die den epithelialen Wachstumsfaktor (EGF) und dessen Rezeptor (EGFR) oder den vaskulär-endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) und dessen Rezeptor (VEGFR) beeinflussen, scheinen derzeit drei Strategien von besonderer Praxisrelevanz zu sein: die irreversible EGFR-Inhibition, die MET-Inhibition und die ALK-Inhibition. Hier dürfte eine Zu­lassung wahrscheinlich sein.

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  • Epidemiologie und Primärprävention des Bronchialkarzinoms in Österreich

    Das Bronchialkarzinom ist nach wie vor die häufigste tödliche Krebserkrankung in Österreich. Der enge Zusammenhang mit dem Zigarettenrauchen ermöglichte jedoch, die überwiegende Zahl dieser Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern. Neben der Tabakrauchanamnese ist bei Erkrankten auch eine exakte Berufsanamnese zu erheben.

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  • Biologie von nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen

    Während der letzten Jahre wurden wesentliche Erkenntnisse über molekulare Veränderungen im Tumorgewebe von Patienten mit nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen (NSCLC) gewonnen. DieseVeränderungen können für die Therapieentscheidung relevant sein.

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  • Pathologie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms

    Rezente Entwicklungen im Bereich der Lungenkarzinome haben Auswirkungen auf die pathologische Diagnostik und binden die Pathologie mehr denn je in die Behandlung von Lungenkrebspatienten ein. Mit einer differenzierten Klassifikation können darüber hinaus bessere Aussagen zur Prognose und zum biologischen Verhalten dieser Tumoren getroffen werden.

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  • Molekularpathologische Diagnose

    Die molekularpathologische Identifikation von Genmutationen bei Lungenkarzinomen, insbesondere von EGFR und ALK, ist Teil der klinischen Routinediagnostik geworden und bestimmt den Einsatz zielgerichteter Therapien. Die Entdeckung weiterer pathogenetisch wichtiger Genmutationen ermöglicht zukünftig eine noch umfassendere genetische Charakterisierung der Karzinome und eröffnet damit neue Therapiemöglichkeiten.

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  • Diagnose des Bronchialkarzinoms

    Symptome treten beim Bronchialkarzinom meistens im fortgeschrittenen Stadium auf, sind meistens unspezifisch und in der Regel auf das lokale Tumorwachstum und auf die direkte Ausbreitung im Thorax oder die Metastasierung zurückzuführen. Für die Diagnostik und die histologische Sicherung hat die Bronchoskopie mit der transbronchialen Zangenbiopsie bei geringer Komplikationsrate einen großen klinischen Stellenwert.

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  • Die Rolle der Bildgebung

    Das Lungenkarzinom ist der am häufigsten zum Tode führende Tumor in Österreich. Neben der Histologie bestimmt vor allem die Ausdehnung des Tumors zum Zeitpunkt der Diagnose die Therapie und Prognose. Dementsprechend kommt der Stadieneinteilung, dem so genannten Staging, eine ganz besondere Bedeutung im Management von Patienten mit Lungenkarzinomen zu.

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  • Screening und Früherkennung des Bronchialkarzinoms

    Kontext: Wir verstehen unter Screening die systematische, periodische Untersuchung einer großen, asymptomatischen Population (weitgehend) gesunder Personen. Die Früherkennung hat das Ziel, durch individuelle Untersuchung einer Person mit erhöhtem Erkrankungsrisiko die jeweilige Erkrankung – in diesem Fall das Bronchialkarzinom – in einem „frühen“, wenig fortgeschrittenen und wenn möglich kurativ therapierbaren, asymptomatischen Tumorstadium zu erfassen. Die Idee eines Computertomographie-Screenings (CT) für Bronchialkarzinome wurde erstmals mit dem National Lung Screening Trial (NLST, NEJM 2011) real, mit dem eine Senkung der Mortalität um 20 % gegenüber einer Kontrollgruppe (Thoraxröntgen-Screening) erzielt wurde und das auch viel Aufmerksamkeit in der Laienpresse hervorgerufen hat. Damit stellt sich die Frage, ob zum jetzigen Zeitpunkt ein systemisiertes, österreichweites CT-Screening für alle Raucherinnen und Raucher zu fordern ist?

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  • Invasives Staging

    Kontext: Das Staging des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) ist ein multidisziplinärer Prozess mit bildgebenden Verfahren, endoskopischen und chirurgischen Techniken. Ein Tumorbefall der mediastinalen Lymphknoten ist ein entscheidender Faktor für die Prognose und Therapie des Lungenkarzinoms. Der Verdacht auf einen Befall thorakaler oder extrathorakaler Lymphknotenstationen wird in der Regel durch bildgebende Maßnahmen geäußert. Einen zentralen Stellenwert stellt das Fusions-PET-CT dar, das einen sehr hohen negativen prädiktiven Wert besitzt. Über die Dignität der Lymphknoten kann jedoch oft keine ausreichend sichere Aussage getroffen werden (Silvestri GA, Chest 2007). In einer sehr rezenten Arbeit von Gómez-Caro A et al. wird der negative prädiktive Wert und somit die Genauigkeit des PET-CT im Staging des NSCLC relativiert (Gómez-Caro A, Eur J Cardiothorac Surg 2010 May; 37(5):1168–74).

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  • Präoperatives Risikomanagement

    Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebsform in Österreich (Statistik Austria) mit einer 5-Jahres-Über­lebensrate von 14 %. Die operative Lungenresektion ist oft die einzige kurative Therapie bei Patienten mit einem lokalisierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinom. Patienten mit Lungenkrebs sind oft Raucher oder Ex-Raucher, die nicht nur an ihrem Neoplasma leiden, das operiert werden sollte, sondern auch an COPD oder ischämischer Herzerkrankung (KHK). Diese Erkrankungen führen zu einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen und respiratorische Insuffizienz.

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  • Chirurgie im Stadium I und II

    Kontext: Grundsätzlich soll die Behandlung des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms interdisziplinär und nach gemeinsamer Festlegung des optimalen Vorgehens in einem Tumorboard erfolgen. Nimmt in den späteren klinischen Stadien die systemische onkologische Behandlung einen höheren Stellenwert ein, so ist die Therapie in den frühen klinischen Stadien I und II eindeutig die Domäne der Chirurgie. Ziel der Operation ist die radikale Entfernung des Primärtumors innerhalb klar definierter anatomischer Grenzen und eine systematische mediastinale Lymphknotendissektion. Zu beiden Aspekten der Operation existieren verschiedene Auffassungen, und sowohl der Zugang als auch die technische Ausführung der anatomischen Resektion und Lymphadenektomie unterliegen einer relevanten Variationsbreite. Die Europäische Gesellschaft für Thoraxchirurgie (ESTS) und auch andere Fachgesellschaften haben daher zur Standardisierung der chirurgischen Behandlung des Lungenkrebses Leitlinien erarbeitet und publiziert.

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  • Parenchymsparende Resektionen

    Trotz der Entwicklungen in der Chemo- und Radiotherapie bietet die Resektion noch immer die beste Heilungschance für das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC). Aufgrund des fehlenden Potenzials zur kompensatorischen Hyperplasie der Lunge, nicht zuletzt aber wegen der nach jahrelangem Nikotinkonsum oft herabgesetzten kardiopulmonalen Funktion, muss das Resektionsausmaß so gering wie möglich gehalten werden1. Vor allem in den Stadien I (T1,T2; N0) und II (T1,T2; N1) stehen hierfür verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

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  • Minimalinvasive Chirurgie des Bronchialkarzinoms

    20 Jahre nach der Erstbeschreibung der videoassistierten Lobektomie (VATS) zur Resektion des Bronchialkarzinoms setzt sich diese Operationsmethode in Österreich nur langsam als etablierte Alternative zur offenen Resektion durch.

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  • Chirurgie im Stadium III und Stadium IV des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms

    Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom stellt heute eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern und Frauen weltweit dar. Viele der betroffenen Patienten präsentieren sich bei Erstdiagnose bereits im Stadium III bzw. Stadium IV. Durch Fortschritte in der neoadjuvanten Chemo- und Strahlentherapie können an spezialisierten Zentren auch einige dieser Patienten einer potenziell kurativen Resektion zugeführt werden.

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  • Adjuvante Chemotherapie beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Kontext: Nach einer kurativen Operation ohne adjuvante Chemotherapie ist die 5-Jahres-Überlebensrate bei NSCLC im Stadium IA 67 %; im Stadium IIIA ist diese Rate bereits auf 23 % gesunken (Tab. 1). Die Langzeitprognose für das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom NSCLC im Frühstadium (Stadium I–IIIA) ist auf Grund der hohen Zahl an systemischen Rezidiven trotz operativ komplett entfernten Tumoren (R0-Resektion) schlecht. Die adjuvante Chemotherapie hat das Ziel, die systemische Rezidivrate nach der operativen Sanierung zu reduzieren. Diese Therapie wird für Patienten im Stadium II–IIIA im guten Allgemeinzustand (ECOG PS 0–1), ohne schwerwiegenden Komorbiditäten und ohne postoperativen Komplikationen empfohlen.

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  • Radiotherapie des Bronchialkarzinoms

    Kontext: In der Behandlung des Bronchialkarzinoms stellt die Radiotherapie neben der Chirurgie und systemischen Therapie eine der drei Hauptsäulen dar. Für die Prognose und optimale Therapiekombination ist neben der histologischen Unterscheidung in kleinzellige (SCLC) und nichtkleinzellige (NSCLC) Karzinome vor allem die exakte Feststellung des Tumorstadiums wichtig. Die derzeit gültige Stadieneinteilung erfolgt nach der siebenten Edition der UICC (Union for International Cancer Control). Während in der Literatur die 5-Jahres-Überlebensraten im Stadium I fast 66 % betragen, sind diese trotz optimaler Therapie im Stadium IV nur 1–3 %1. Indikationen für eine Strahlentherapie finden sich in allen Stadien, so kann eine stereotaktische Hochpräzisionstherapie als Alternative zur Chirurgie bereits im Stadium I erfolgen und eine palliative Radiotherapie bei oberer Einflussstauung, ossären oder zerebralen Metastasen im Stadium IV.

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  • Palliative Erstlinienchemotherapie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms

    Kontext: Die palliative Erstlinienchemotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen erfolgt mit einem Platin (Cisplatin, Carboplatin) in Kombination mit einem Zytostatikum der 3. Generation1, 2 (Tab. 1). Diese Zweierkombinationen lindern die tumorbedingten Symptome und verlängern das Überleben der Patienten, wobei die mediane Überlebenszeit um etwa 2 Monate verlängert und die 1-Jahres-Überlebensrate um 10 % gesteigert ­werden1. Die Auswahl des Therapieprotokolls berücksichtigt Allgemeinzustand, Alter, Organfunktion, Verträglichkeit und Patientenpräferenz (Tab. 2). Patienten mit gutem Allgemeinzustand und adäquater Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 60 ml/min) erhalten bevorzugt eine cisplatinhältige Zweierkombination. Die Cisplatindosis beträgt 80 mg/m2 alle 3 Wochen, und die Carboplatindosis liegt im Bereich von AUC 4–6 alle 3 Wochen. Bei nichtsquamöser Histologie ist Pemetrexed wirksamer als Gemcitabin und bei Plattenepithelkarzinomen ist Gemcitabin wirksamer als Pe­metrexed. Patienten älter als 70 Jahre erhalten eine Monotherapie oder eine gut verträgliche Zweierkombination (z. B. Carboplatin plus Paclitaxel), wobei die supportiven Therapien verstärkt werden müssen und die klinischen Kontrollen häufiger durchgeführt werden sollten. Standardmäßig werden 4–6 Chemotherapiezyklen verabreicht, wobei Patienten mit lediglich stabiler Erkrankung unter Chemotherapie nur 4 Zyklen erhalten. Die Überwachung bezüglich der Wirkung der Chemotherapie erfolgt sowohl klinisch als auch mittels regelmäßiger radiologischer Kontrollen.

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  • Second-Line-Therapie des NSCLC

    Eine SEER-Analyse über die Fortschritte in der Behandlung des fortgeschrittenen NSCLC in den vergangenen 15 Jahren ergab, dass die Überlebenszeit der betroffenen Patienten insgesamt verlängert werden konnte. Die Ergebnisse stehen mit einer effizienteren und vor allem besser verträglichen First-Line-Therapie in Zusammenhang und sind vor allem in jüngster Zeit auch durch die Kombination mit Bevacizumab oder durch eine Erhaltungstherapie zu erklären. Dadurch befinden sich die Patienten zum Zeitpunkt einer Progression oft in einem guten Allgemeinzustand, so dass in vielen Fällen eine weitere systemische Therapie im Sinne einer Second-Line-Therapie zur Diskussion steht.

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  • Prädiktive Faktoren beim Bronchialkarzinom

    Kontext: Das Bronchialkarzinom ist auf molekularer Ebene eine heterogene Erkrankung. Bis vor Kurzem waren die Behandlungsoptionen limitiert, und die Einteilung in kleinzellige (SCLC) und nichtkleinzellige (NSCLC) Karzinome für therapeutische Entscheidungen war ausreichend. Mit der Entwicklung neuer, molekular zielgerichteter Therapien kamen auch neue Herausforderungen an die Pathologie. Die Unterscheidung der histologischen Subtypen des NSCLC hat Konsequenzen für die Auswahl der Behandlung. Zusätzlich helfen molekulare prädiktive Biomarker den behandelnden Ärzten bei ihrer Entscheidung, den Patienten die optimale Therapie zukommen zu lassen. In diesem Übersichtsartikel werden die wichtigsten Entwicklungen auf dem Gebiet der prädiktiven Biomarker beim NSCLC vorgestellt.

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  • EGFR-Mutationsanalyse

    Eine Mutation im Gen des epidemalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) kommt bei circa 10 % der nichtkleinzelligen Lungenkarzinome in der kaukasischen Bevölkerung vor. Aufgrund des guten Ansprechens dieser Tumoren auf orale EGFR-gerichtete Tyrosinkinaseinhibitoren ist ihre Identifikation von großer klinischer Bedeutung.

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  • Symptom-Management

    In den letzten Jahren hat sich durch einige neue Behandlungsstrategien zweifelsohne das Überleben beim metastasierten Bronchialkarzinom verlängert. Die hämatologischen Nebenwirkungen konnten durch weniger hämatotoxische Therapeutika leicht vermindert werden. Durch die Verlängerung des Überlebens scheint jedoch ein bestmögliches Symptommanagement wichtiger als je zuvor, um den Gewinn an Überlebenszeit auch mit Lebensqualitätsverbesserung kombinieren zu können.

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  • Management von Hirnmetastasen

    Zerebrale Absiedelungen bei Bronchialkarzinomen treten besonders häufig bei Adenokarzinomen und kleinzelligen Lungenkarzinomen mit einer Inzidenz von bis zu 50 % auf.

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  • Interventionelle Bronchoskopie

    Häufige Symptome beim Bronchialkarzinom sind Dyspnoe und Hämoptysen. Beide lassen sich in ausgewählten Fällen durch eine endoluminale lokale Tumortherapie deutlich bessern.

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  • Kleinzelliges Bronchialkarzinom

    Das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC) stellt – trotz rückläufiger Inzidenz in den letzten Jahren – nach wie vor eine Herausforderung in der Behandlung dar. Grund dafür ist die frühe Fernmetastasierung, die häufig bereits bei Diagnosestellung besteht. Im Zentrum der Behandlung steht damit die systemische Chemotherapie. Nur bei Patienten mit limitierter Erkrankung (LD-SCLC) kann durch eine zusätzliche Operation und/oder Strahlentherapie die Chance auf Langzeitüberleben erhöht werden.

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  • Chirurgie beim kleinzelligen Bronchialkarzinom

    Das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC) ist durch ein sehr aggressives biologisches Verhalten, rasche Metastasierung und, unbehandelt, durch ein kurzes medianes Überleben charakterisiert. Nach Diagnosesicherung sollte unmittelbar mit der Therapie begonnen werden. In letzter Zeit mehren sich Daten, dass die chirurgische Resektion im Rahmen einer multimodalen Therapie bessere Ergebnisse erzielen könnte, als dies mit Radiochemotherapie alleine möglich ist.

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Kongress

  • ASCO 2012: Neues zur intermittierenden Androgenblockade

    Das Prostatakarzinom ist gemäß der Statistik Austria von 2010 mit 4.400 Neudiagnosen pro Jahr der mit Abstand häufigste Tumor des Mannes (25 % aller malignen Neuerkrankungen).Gemäß der breiten Palette an möglichen Indikationen einer Hormontherapie im Rahmen der Behandlung des Prostatakarzinoms (Tab.) ist hierbei der mögliche Vorteil einer intermittierenden Therapie von großem Interesse. So ist es nicht verwunderlich, dass die von M. Hussain am ASCO 2012 präsentierte internationale Phase-III-Studie1 seither urologisch und onkologisch breit diskutiert wird.

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  • ASCO 2012: Thronfolgeregelung in der Therapie des Prostatakarzinoms

    Auf dem diesjährigen ASCO wurden neue Daten zu Abirateron beim metastasierten, kastrationsresis­tenten Prostatakarzinom (mCRPC) vorgestellt. Gemäß den präsentierten Postern ist Abirateron auch bei chemotherapienaiven Patienten wirksam, ebenso wie in der Drittlinie nach docetaxelbasierter Chemotherapie mit MDV3100.

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  • ASCO 2012: Gastrointestinale Tumoren

    Die Notwendigkeit einer durch Biomarker gesteuerten Therapie prägte den ASCO-Kongress 2012. Im Bereich des Magenkarzinoms werden bereits etablierte Therapiemaßnahmen bestätigt. Bzgl. der neueren molekularen Therapeutika ist ohne Patientenselektion durch prädiktive Marker keine Erhöhung des Ansprechens zu erwarten. Ähnlich die Ergebnisse beim Pankreaskarzinom. Beim Kolonkarzinom wird die Wirksamkeit einer kontinuierlichen antiangiogenetischen Therapie über den Progress hinaus bestätigt.

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  • ASCO 2012: Lungenkarzinom – auf dem Weg zur personalisierten Medizin

    Auch heuer war das Thema Lungenkarzinom am größten internationalen Onkologiekongress in Chicago breit vertreten. Neben den mündlichen Präsentationen wichtiger Studien gab es zahlreiche Posterpräsentationen zu allen Bereichen von der Diagnostik über die Molekularbiologie, von der Therapie in allen Stadien bis zur Supportivtherapie. Die folgende Zusammenstellung bietet einen Auszug aus den als interessant und relevant empfundenen Arbeiten.

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  • ASCO 2012: Rituximab-Bendamustin vs. R-CHOP bei indolenten Lymphomen

    Im Rahmen des heurigen ASCO hatte der Leiter der deutschen Studiengruppe indolente Lymphome (StiL), Prof. Dr. Mathias Rummel (Universitätsklinikum Gießen) die Gelegenheit, ein aktuelles Update der randomisierten Phase-III-Studie NHL 1-2003 (StiL) in der Plenary Session des weltweit größten onkologischen Kongresses präsentieren zu dürfen.

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  • EHA 2012: Ausgewählte Highlights im Bereich myeloproliferativer Neoplasien

    Beim Treffen der European Hematology Association (EHA) in Amsterdam wurden eine Vielzahl interessanter und teils auch neuer Erkenntnisse im Bereich myeloproliferativer Neoplasien (MPN) präsentiert. Im Folgenden werden selektiert Beiträge dargestellt, die für das Verständnis der Pathobiologie oder die Verbesserung der Therapie bei diesem Erkrankungsspektrum von Bedeutung sind.

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  • EHA 2012: Non-Hodgkin-Lymphome

    Vor allem zwei Themen waren es, die im Bereich der Non-Hodgkin-Lymphome in Amsterdam Aufmerksamkeit erregten: die Dosierung und Pharmakokinetik von Rituximab und neue Substanzen, die in erster Linie die Therapie der chronisch lymphatischen Leukämie erheblich verändern könnten.

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  • EHA 2012: Myelodysplastisches Syndrom, MDS

    Nachdem die wesentlichen wissenschaftlichen Fortschritte bei den myelodysplastischen Syndromen bis vor Kurzem durch neue innovative Therapiemöglichkeiten wie 5-Azacytidin, Lenalidomid und Deferasirox charakterisiert waren, stand nun, dank moderner molekularer und nunmehr auch leistbarer Technologien wie Sequenzierung des Exoms oder sogar des Genoms, die Biologie der Erkrankung im Fokus der wichtigsten Präsentationen bei der heurigen Jahrestagung der Europäischen Hämatologengesellschaft.

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  • EHA 2012: Stammzelltransplantation

    Aus den zahlreichen Abstracts und Vorträgen des EHA-Kongresses in Amsterdam wurden an dieser Stelle 7 Themen ausgewählt, die sowohl für Zuweiser als auch für Ärzte an Stammzelltransplant-Einheiten relevant sein könnten.

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  • EHA 2012: Chronisch lymphatische Leukämie, CLL

    Am diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Hämatologie standen im Bereich der chronisch lymphatischen Leukämie wieder die Therapie der refraktären Patienten, die verbesserte Diagnostik und die Interaktion der Tumorzellen mit ihrer Umgebung („microenvironment“) sowie p53-Veränderungen im Blickfeld, nachdem in den letzten Jahren im klinischen Bereich vor allem die Erstlinientherapie mit der Hinzunahme von Rituximab und im translationalen Feld die Entschlüsselung neuer genetischer Informationen in der Tumorzelle im Vordergrund standen.

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  • EHA 2012: Akute lymphoblastische Leukämie, ALL: Blinatumomab und andere Highlights

    Die in diesem Beitrag angeführten Studien und zahlreiche andere, auch präklinische Untersuchungen lassen bei akuter lymphoblastischer Leukämie vielversprechende Ergebnisse für die Zukunft erwarten. Die größte Hoffnung liegt derzeit aber sicher auf dem monoklonalen Antikörper Blinatumomab und dessen weiterführender Erprobung in klinischen Studien sowie auf der Weiterentwicklung anderer BiTe-Antikörper mit optimalem Sicherheitsprofil.

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  • WCGIC 2012: Highlightbericht zum Kolorektalkarzinom

    In diesem Artikel werden die „Highlights“ der im Juni 2012 beim 14. World Congress on Gastrointestinal Cancer in Barcelona präsentierten Daten zum Thema Kolorektalkarzinom (CRC) zusammengefasst. Wie schon aufgrund der Datenlage beim diesjährigen ASCO-Meeting zu vermuten war, hielten sich wirkliche „Highlights“ (und zwar bei allen gastrointestinalen Tumorentitäten) sehr in Grenzen, und „Breakthroughs“ gab es keine. Interessante Beiträge über das Kolorektalkarzinom beschränkten sich auf das Zweitlinien- und Salvage-Setting: Hier zeichnen sich allerdings neue Therapieoptionen ab.

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Panorama

  • Best support – Tumorboard

    Die Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen werden zunehmend komplexer. Die Einrichtung von Tumorboards, im Sinn einer interdisziplinären Fallbesprechung, gilt als Qualitätsstandard in der Behandlung von Patienten mit Malignomen und ist eine Vorgabe im Österreichischen Strukturplan (ÖSG) 2010.

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  • Betreuung des älteren MDS-Patienten: Empfehlungen zum Mittelweg zwischen Nihilismus und Übertherapie

    Faktoren wie Begleiterkrankungen und kognitive Einschränkungen machen das Management betagter Krebspatienten zu einer ganz besonderen Herausforderung. Wir sprachen mit Univ.-Prof. Dr. Reinhard Stauder, Innsbruck, anlässlich des Erscheinens seiner Arbeit zur individualisierten Betreuung des älteren MDS-Patienten im Journal Annuals of Hematology1 über die Besonderheiten dieses Kollektivs.

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Personalisierte Medizin

  • Quo vadis personalisierte Medizin?

    Anfang September trafen sich in Wien europaweit erstmals nationale und internationale Fachleute bei der PerMe*, dem Kongress zum Thema personalisierte Medizin. Wenn sich die Hoffnungen erfüllen, gehört die Zukunft der 5-P-Medizin – „präzise, prädiktiv, präventiv, personalisiert und partizipatorisch“. Der Grundstein dafür ist gelegt und die Aussicht durchaus positiv.

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Translationelle Onkologie

  • Wirkung von Imiquimod in der Tumortherapie

    Die Mechanismen, welche durch die topische Applikation von Imiquimod in der Therapie bestimmter Hauttumoren aktiviert werden, waren bis vor Kurzem nicht bekannt; und auch nicht, welche Zellen letztendlich für den Therapieerfolg verantwortlich sind. Heute weiß man, dass die Wirkung von Imiquimod nach lokalen Entzündungsreaktionen indirekt auf die Aktivierung des Immunsystems zurückzuführen ist, wobei das Zusammenspiel maßgeblicher Effektorzellen sehr gut charakterisiert ist.

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