UIM 03|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Kreijs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

UIM 03|2012 Themenheft Angiologie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

Innere Medizin Aktuell

  • Allgemeininternist und Spezialist

    Dr. Lothar Fiedler, Obmann der Fachgruppe Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer, plädiert für ein Ausbildungsmodell, das künftigen Internisten mehr Flexibilität bringen könnte.

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  • Echokardiografie für Allgemeinmediziner – So nicht!

    Unkoordinierte Übergriffe in die Leistungsbereiche anderer Fachgruppen haben keine Zukunft!

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  • Geriatrie – Herausforderungen für die innere Medizin

    Aus medizinischer bzw. internistischer Sicht ist das Management hochbetagter und multimorbider PatientInnen eine komplexe Problemstellung. Teilweise widersprüchliche Empfehlungen von Fachgesellschaften oder mangelnde Berücksichtigung der Multimorbidität in evidenzbasierten Leitlinien (EBM) machen ein optimiertes Management dieser PatientInnengruppe für alle FachkollegInnen zu einer großen Herausforderung.

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Focus: Rheumatologie

  • Raynaud-Syndrom – Altbekanntes und Neues zur Therapie

    1862 beschrieb Maurice Raynaud in seiner Doktorarbeit erstmals eine kälteinduzierte, phasenhaft verlaufende Durchblutungsstörung der Finger, welche seitdem als Raynaud-Syndrom (RS) bezeichnet wird. Nachfolgend wird vor allem auf die medikamentöse Therapieoptionen des sekundären RS im Rahmen von Kollagenosen eingegangen.

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  • Editorial zum Focus Rheumatologie
    Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
    wieder einmal wollen wir die Rheumatologie als kleines, aber vielfältiges Fachgebiet in
    den Scheinwerfer der Aufmerksamkeit im UNIVERSUM INNERE MEDIZIN stellen.
    In allen Praxen und Spitälern ist von Qualitätsmanagement die verpflichtende Rede.
    Frau Primaria Eberl ...Weiterlesen ...
  • Qualitätsmanagement in der Rheumatologie – "Plan – Do – Check – Act"

    Die Rheumatologie befindet sich in einer dynamischen Entwicklung. Medizinische Innovationen, neue Therapiestandards mit möglichst früher Diagnose und rascher medikamentöser Verordnung ermöglichen eine zukunftsorientierte, hochwertige Patientenbetreuung, wobei wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass diese Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität führen.

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  • Gezielte Elimination – Immunadsorption bei systemischem Lupus erythematodes

    Therapeutische Ansätze, die auf eine Elimination oder Deaktivierung von B-Zellen (oder deren Produkten) zielen, sind hochaktuell in der Lupus-Therapie. Mittels extrakorporaler Therapieverfahren wie der Immunadsorption lassen sich pathogene Autoantikörper und Immunkomplexe effektiv und rasch entfernen, ohne dass das Infektionsrisiko steigt.

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  • Muskuloskelettaler Ultraschall

    Der moderne Ultraschall unterstützt zunehmend den Rheumatologen in der Beurteilung von Gelenken, Sehnen und Muskeln. Er wird nicht nur in der Diagnostik und im Monitoring immunmediierter Erkrankungen (wie der rheumatoiden Arthritis), sondern teilweise auch für Beurteilungen zur Prognose eingesetzt. Österreichische Rheumatologen haben zunehmend Erfahrung im Umgang mit dem Verfahren.

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Kardiologie

  • THEMENBLOCK Herzklappenerkrankungen im Alter – Aortenklappe, Mitralklappe

    Die Aortenklappenstenose ist die dominierende Klappenerkrankung des höheren Alters. Je nach Einschätzung des Operationsrisikos können stenosierte Aortenklappen auch minimal invasiv ersetzt werden. Die erste Fallbeschreibung einer perkutanen Transkatheter-Implantation erfolgte im Jahr 2002 durch Cribier et al., mittlerweile sind erste Daten der prospektiv-randomisierten Studie PARTNER verfügbar. Über eigene Erfahrungen aus Linz berichtet an dieser Stelle Primarius Peter Siostrzonek. Fortschritte im Bereich der Chirurgie ergeben sich vor allem durch den Einsatz neuer, gerüstfreier („stentless“) Bioprothesen mit geringerem Druckgradienten und durch einfachere Operationstechniken mit kürzerer Verweildauer an der Herz-Lungen-Maschine, wie Dr. Stephane Mahr aus Sicht des Chirurgen darstellt.


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  • THEMENBLOCK Koronare Herzkrankheit im Alter – Pharmakologische und interventionelle sowie chirurgische Therapie

    Unter Berücksichtigung bestimmter Komorbiditäten unterscheidet sich die pharmakologische und die interventionelle Therapie der koronaren Herzkrankheit beim alten Patienten nicht grundsätzlich von der beim jungen Patienten, wie im ersten Beitrag betont wird, in dem wesentliche Substanzklassen und spezielle Voraussetzungen der Intervention besprochen werden. In Hinsicht auf Stent vs. Bypass zeigt sich, dass die Langzeitergebnisse der Koronarchirurgie mit der Entwicklung neuer Bypass-Techniken substanziell verbessert wurden. Mit den gleichzeitig weiterentwickelten Stent-Technologien ist ein interdisziplinärer Austausch darüber, welche Patienten von welchen Maßnahmen am besten profitieren, aktueller denn je, gerade auch bei Patienten über 80 Jahre.

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  • FALLBERICHT Leriche-Syndrom als Differenzialdiagnose „wandernder“ Schmerzen

    Der akute Verschluss der Aorta, Leriche-Syndrom genannt, ist eine lebensbedrohliche Situation, die eine unverzügliche chirurgische Therapie erfordert. Weil die Erkrankung selten ist, kommt es vor, dass sie als Differenzialdiagnose nicht in Erwägung gezogen wird, wie es in folgendem tragischen Fall geschehen ist. Wir berichten diesen Fall, um die Erkrankung bekannter zu machen und Lehren zu präsentieren, die aus den diagnostischen Irrwegen gezogen werden können.

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  • Tachykarde und bradykarde Rhythmusstörungen im Alter

    Neben pektanginösen Beschwerden und belastungsabhängiger Dyspnoeproblematik zählen Herzrhythmusstörungen bei älteren Patienten zu den häufigsten Aufnahmediagnosen an kardiologischen Abteilungen. An Symptomen werden bei Aufnahme meist „Palpitationen“, „Herzstolpern“ und „Herzrasen“ für tachykarde Rhythmusstörungen bzw. gehäufte ventrikuläre Extrasystolie (VES), „Schwindel“ sowie „Schwarzwerden vor Augen“ und Synkopen für Bradykardien und belastungsabhängige „Luftnot“ und „Abgeschlagenheit“ bei chronotroper Inkompetenz geäußert.

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  • Die Rolle der Betablocker in der Hypertoniebehandlung

    Für die 4. Hauptsitzung des Kardiologiekongresses 2012 konnte mit Professor J. M. Cruickshank ein prominenter Gastredner gewonnen werden, der auf moderne Aspekte der Betablockertherapie eingegangen ist und dabei feststellte, dass die bei Herzinsuffizienz bewährte Therapieoption auch bei Hypertonikern etliche Vorteile zur Wirkung bringt.

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  • Kongresshighlights – "Kardiologie 2012"

    Am 9. und 10. 3.2012 fand zum 15. Mal die von Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger organisierte und mittlerweile zu einer der wichtigsten kardiologischen Veranstaltungen angewachsene Fortbildungsveranstaltung „Kardiologie 2012“ im Kongress Innsbruck statt. Heuer wurden erstmals mehr als 1.000 Teilnehmer gezählt.

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Angiologie

Hämatologie und Hämostaseologie

  • Die Österreichische Hämophilie Gesellschaft stellt sich vor – Porträt einer Patientenorganisation

    Obwohl die Hämophilie (Bluterkrankheit) zu den so genannten Orphan Diseases gerechnet wird, zählt die Österreichische Hämophilie Gesellschaft (ÖHG) zu den ältesten und bestorganisierten Selbsthilfegruppen des Landes. Dieser Umstand verdankt sich vor allem einigen wichtigen Faktoren: dem ausgezeichneten Verhältnis zwischen Patientenvertretern und Ärzteschaft, einer engagierten und seriösen Interessenvertretung und dem hohen Grad an Mündigkeit der Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung.

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Rheumatologie

  • Raynaud-Syndrom – Altbekanntes und Neues zur Therapie

    1862 beschrieb Maurice Raynaud in seiner Doktorarbeit erstmals eine kälteinduzierte, phasenhaft verlaufende Durchblutungsstörung der Finger, welche seitdem als Raynaud-Syndrom (RS) bezeichnet wird. Nachfolgend wird vor allem auf die medikamentöse Therapieoptionen des sekundären RS im Rahmen von Kollagenosen eingegangen.

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  • Editorial zum Focus Rheumatologie
    Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
    wieder einmal wollen wir die Rheumatologie als kleines, aber vielfältiges Fachgebiet in
    den Scheinwerfer der Aufmerksamkeit im UNIVERSUM INNERE MEDIZIN stellen.
    In allen Praxen und Spitälern ist von Qualitätsmanagement die verpflichtende Rede.
    Frau Primaria Eberl ...Weiterlesen ...
  • Qualitätsmanagement in der Rheumatologie – "Plan – Do – Check – Act"

    Die Rheumatologie befindet sich in einer dynamischen Entwicklung. Medizinische Innovationen, neue Therapiestandards mit möglichst früher Diagnose und rascher medikamentöser Verordnung ermöglichen eine zukunftsorientierte, hochwertige Patientenbetreuung, wobei wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass diese Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität führen.

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  • Gezielte Elimination – Immunadsorption bei systemischem Lupus erythematodes

    Therapeutische Ansätze, die auf eine Elimination oder Deaktivierung von B-Zellen (oder deren Produkten) zielen, sind hochaktuell in der Lupus-Therapie. Mittels extrakorporaler Therapieverfahren wie der Immunadsorption lassen sich pathogene Autoantikörper und Immunkomplexe effektiv und rasch entfernen, ohne dass das Infektionsrisiko steigt.

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  • Muskuloskelettaler Ultraschall

    Der moderne Ultraschall unterstützt zunehmend den Rheumatologen in der Beurteilung von Gelenken, Sehnen und Muskeln. Er wird nicht nur in der Diagnostik und im Monitoring immunmediierter Erkrankungen (wie der rheumatoiden Arthritis), sondern teilweise auch für Beurteilungen zur Prognose eingesetzt. Österreichische Rheumatologen haben zunehmend Erfahrung im Umgang mit dem Verfahren.

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Onkologie

Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Echinokokkosen – Leber mit Parasiten

    Weltweit gibt es drei Echinokokkose-Formen: die alveoläre (AE), zystische (ZE) und polyzystische Echinokokkose (PE), in Österreich kommen nur die ersten zwei Echinokokkosen (AE, ZE) vor. Hervorgerufen werden diese von den Larvenstadien (Finnen) der zu den gefährlichsten Parasiten des Menschen zählenden Bandwurm-Arten Echinococcus multilocularis („Fuchsbandwurm“) und E. granulosus sensu lato („Hundebandwurm“).

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  • Laktobazillen bei Rotavirus-Diarrhö

    Folgt man den WHO-Statistikern, ist Durchfall weltweit die zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. In westlichen Ländern ist die Gefahr nicht so dramatisch, doch jede zehnte Hospitalisierung in der Pädiatrie erfolgt auch bei uns wegen Durchfall.

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Nephrologie

Infektiologie

Schmerzmedizin

  • Ziconotid: Neue Erkenntnisse zur Anwendung – Bereicherung des intrathekalen Schmerzarmentariums

    Kontext: Bei Ziconotid handelt es sich um ein Peptid aus 25 Aminosäuren mit einer blo – ckierenden Wirkung auf die präsynaptischen N-Kalziumkanäle. Als Resultat dieser Blockade wird die präsynaptische Freisetzung von pronozizeptiven Autakoiden wie Glutamat, Calcitonin- Gene-Related-Peptide [CGRP] und Substanz P gehemmt bzw. blockiert.1 Ursprünglich wurde diese Substanz als eines von mehr als 50 im Gift der Conus magus, einer malaysischen Seeschnecke, enthaltenen Toxinen isoliert und mit dem Terminus SNX-111 versehen.2 Die medizinische Bedeutung dieses und anderer Peptide der Seeschneckentoxine wurde erst später erkannt. Mittlerweile lassen sich die medizinisch nutzbaren Bestandteile dieser „Conotoxine“ in 5 Gruppen teilen: α-Contoxine blockieren postsynaptische Acetylcholin-Rezeptoren an Nerven und Muskeln, könnten demnach als Muskelrelaxantien eingesetzt werden3, _-Conotoxine öffnen präsynaptische spannungsgesteuerte Natriumkanäle, induzieren damit verstärkt Aktionspotenziale4, μ-Conotoxine blockieren postsynaptische spannungsgesteuerte Natriumkanäle, verhindern damit die Induktion eines postsynaptischen Aktionspotenzials5, _-Conotoxine öffnen präsynaptische Kaliumkanäle, verkürzen damit den gegensinnigen Na+- und Ca2+-Einstrom6 und schließlich   -Omega-Conotoxine, wie das oben erwähnte SNX-111, welches nunmehr als Ziconotid bereits synthetisch hergestellt wird und seit 2005 als intrathekales Schmerzmittel in Europa zugelassen ist.
    Erste klinische Studien zeigten, dass die therapeutische Breite dieses Medikaments sehr gering ist und es einer entsprechenden Erfahrung sowie einer vorsichtigen, individuellen Titration bedarf, um Ziconotid nebenwirkungsfrei bzw. nebenwirkungsarm einsetzen zu können.6 Zudem bestand aufgrund präklinischer Stabilitätsuntersuchungen eine gewisse Unsicherheit über die Haltbarkeit und Mischbarkeit dieser Substanz mit anderen Analgetika in implantierten Pumpensystemen.1 Klarheit brachten erst individuelle Erfahrungen, Post-Marketing-Studien und daraus abgeleitete internationale Empfehlungen, welche nunmehr Ziconotid auch als primär einzusetzendes Medikament bei therapieresistenten neuropathischen Schmerzzuständen empfehlen und dabei auch eine Kombination mit Opioiden wie Morphium, Hydromorphon, Fentanyl, Clonidin und Baclofen als tauglich ansehen.7 Die ursprünglichen Bedenken hinsichtlich chemischer Stabilität bei Körpertemperatur (es handelt sich ja um s. c. implantierte Schmerzpumpen), die Exposition gegen nicht-biologische Oberflächen und die Mischung mit Opiopid – analgetika und Muskelrelaxantien, ja sogar Lokalanästhetika konnten damit zerstreut werden.

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Palliativmedizin

Pneumologie

Themenheft: Tumor und Thrombose

  • Editorial – Tumor und Thrombose

    Die Intention dieses Sonderheftes ist es, den Focus des Lesers auf die spezielle Assoziation Thrombose und venöse Thromboembolie (VTE) zu lenken. Experten auf diesem Gebiet geben Ihnen den aktuellsten Einblick in diese Thematik, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die…

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  • Pathophysiologie der krebsassoziierten Thrombose

    Dem erhöhten Thromboserisiko bei Patienten mit einer Krebserkrankung liegt eine Aktivierung des Blutgerinnungssystems durch komplexe Mechanismen zugrunde. Die Entstehung einer krebsassoziierten Thrombose ist multifaktoriell und hängt daher von verschiedenen pathophysiologischen Faktoren ab.

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  • Modelle zur VTE-Risikostratifizierung – Ist jeder Krebspatient gleich gefährdet?

    Krebspatienten weisen ein erhöhtes Risiko auf, venöse Thromboembolien (VTE) zu  entwickeln. Die Inzidenz von VTE bei Krebspatienten liegt bei circa 1/200 und ist verglichen mit der  Gesamtbevölkerung circa 5-fach erhöht.

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  • Prophylaxe und Therapie der venösen Thromboembolie beim palliativen Krebspatienten

    Die venöse Thromboembolie (VTE) stellte eine häufige Komplikation bei hospitalisierten Patienten dar. Sie hat eine Inzidenz von etwa 0,1 % pro Jahr und steigert massiv die Komorbidität und die Mortalität der betroffenen Patienten.

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  • Thromboseprophylaxe beim Karzinompatienten – Wann, wo, wie?

    Kontext: Die venöse Thromboembolie (VTE), bestehend aus der tiefen Beinvenenthrombose (TVT) und ihrer möglichen Komplikation, der Lungenembolie (PAE), ist bei Tumorpatienten häufig und eine der Haupttodesursachen. Man weiß, dass ca. 20 % aller VTE-Ereignisse bei Tumorpatienten auftreten. Aber auch die Therapie der VTE gestaltet sich bei Tumorpatienten besonders schwierig. In einer Arbeit von Prandoni et al. aus dem Jahr 2002 zeigten die Autoren, dass das Risiko für eine neuerliche VTE nach einem Einmalereignis bei Tumorpatienten 4- fach erhöht ist. Es zeigte sich aber auch, dass die entsprechende Antikoagulantien-Therapie bei diesen Patienten mit einem verdoppelten Blutungsrisiko einhergeht.

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  • Therapie der tiefen Venenthrombose beim Karzinompatienten – Was bei Tumorerkrankungen zu berücksichtigen ist

    Kontext: Patienten mit Tumorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für tiefe Venenthrombosen (TVT) und Pulmonalembolie (PE), das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) steigt mit der Erkrankungsprogression. Die Prävalenz einer symptomatischen VTE beim Tumorpatienten beträgt bis zu 15 % und ist somit deutlich höher als in der Allgemeinbevölkerung, in Autopsiestudien beträgt die Inzidenz bei Karzinompatienten sogar bis zu 50 %. Allerdings sind Tumorerkrankungen auch mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert, manche Karzinome präsentieren sich bei initialer Diagnosestellung bereits mit einer Blutung (z. B. okkulte Blutung beim Kolonkarzinom).

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  • Asymptomatische Pulmonalembolie beim onkologischen Patienten

    Bildgebende Tumorverlaufskontrollen sind Standard onkologischer Versorgung. Dazu gehören auch CT-Thorax-Kontrollen, die mit der Fragestellung „Progress/Metastasierung?“ durchgeführt werden. Die höhere Auflösung moderner CT-Geräte und die damit verbesserte Darstellung peripherer pulmonaler Arterien hat in den vergangenen Jahren zu einer höheren Rate an zufällig detektierten Pulmonalembolien bei Krebspatienten geführt.

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  • Tumorassoziierte venöse Thromboembolie – Potenzielle neue orale Antikoagulantien

    In den letzten Jahren wurden neue orale Antikoagulantien (NOAC) in die klinische Anwendung eingeführt und zum Teil in mehreren Indikationen zugelassen. Derzeit ist die Datenlage für diese Substanzen bezüglich eines Einsatzes bei Tumor-assoziierter venöser Thromboembolie (VTE) noch beschränkt. In Zukunft haben die NOAC allerdings das Potenzial, die Therapie der VTE auch bei Karzinompatienten deutlich zu vereinfachen.

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