neuro Supplementum 03|2015

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial Supplementum 3/15
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    „Tempus fugit, scientia manet“ – so würde man gerne ein lateinisches Sprichwort abwandeln, wobei angesichts der Schnelllebigkeit der Zeit und der zunehmenden Informationsüberflutung die meisten Leserinnen und Leser wohl nur dem ersten Teil zustimmen werden. Aus ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

Focus: 12. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie

  • Neurowissenschaft und Menschenbild: Nichts weniger als … das Gehirn verstehen

    Unser Gehirn ist das Organ, mit dem wir mit der (materiellen und sozialen) Umwelt interagieren, indem wir etwas davon wahrnehmen, in ihr handeln und sie damit auch interpretieren. „Use it or lose it“ – nütze es, oder es geht verloren: Dies gilt für unser Gehirn ganz besonders. Immerfort werden in ihm neue Verbindungen zwischen den ca. 100 Milliarden Nervenzellen geknüpft – aber nur diejenigen bleiben bestehen, die auch aktiv benutzt werden.

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  • Plastizität des Gehirns am Beispiel der Multiplen Sklerose (MS)

    Während für Generationen von Neurologen und Neurologinnen Cajals Doktrin Gültigkeit hatte („Nach Abschluss der Entwicklung versiegen die Quellen von Wachstum und Regeneration von Axonen und Dendriten unwiderruflich. Im Erwachsenengehirn sind die Nervenpfade fixiert und unverändert: Alles kann sterben, nichts jedoch regenerieren.“), hat insbesondere die Forschung der vergangenen Dekade eindrücklich die Plastizität auch des adulten Gehirns belegt. MS als multifokale remittierende Erkrankung von Gehirnen junger Erwachsener soll hierbei als Rollenmodell herangezogen werden.

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  • „Organische Depression“ versus komorbide Depression bei somatischen Krankheiten

    Jede depressive Störung wird heute als Resultat multifaktorieller Einflüsse innerhalb eines biopsychosozialen Modells konzeptualisiert. Das frühere Konzept einer „organischen Depression“ ist heute weitgehend einem Komorbiditätskonzept gewichen.

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  • Pathophysiologie und Diagnostik funktioneller (psychogener) neurologischer Störungen

    Wie Dr. Mark Edwards, Sobell Department of Motor Neuroscience and Movement Disorders, UCL Institute of Neurology, London, in seinem Vortrag bei der diesjährigen ÖGN-Jahrestagung betonte, sollte die Diagnose einer funktionellen Bewegungsstörung anhand „positiver“ Kriterien gestellt werden und keine Ausschlussdiagnose sein.

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  • Zur Diagnose und Behandlung funktioneller neurologischer Störungen

    Funktionelle Störungen, wie funktionelle (psychogene) Bewegungsstörungen und dissoziative (nichtepileptische) Anfälle, treten häufig in der neurologischen Praxis auf und betreffen bis zu 1/6 neu überwiesener ambulanter PatientInnen. Diese PatientInnen weisen bei einem oft vergleichbaren Niveau an Behinderung üblicherweise mehr Belastungen auf als PatientInnen, die entsprechend neurologisch erkrankt sind.

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  • Neurologische Manifestationen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

    M. Wegener, Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom – warum sollten diese Erkrankungen den Neurologen/die Neurologin interessieren? Ganz einfach: Weil die richtige Interpretation von neurologischen Symptomen im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung viel zur Diagnosestellung und zur Therapieauswahl beitragen kann.

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  • Schnittstelle Interventionen – Tiefe Hirnstimulation bei der Parkinson-Krankheit

    Die tiefe Hirnstimulation ist auf eine gelebte Kooperation von Neurologie und Neurochirurgie auf Augenhöhe angewiesen und ein Beispiel, wo diese interdisziplinäre Zusammenarbeit gelungen ist, erklärte Prof. Dr. Günther Deuschl, Kiel, bei seinem Vortrag im Rahmen der ÖGN-Jahrestagung.

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  • Interventionelle Neuroradiologie – Stellenwert der interdisziplinären Zusammenarbeit

    Der technische Fortschritt und die zunehmende Expertise ermöglichen den interventionellen Neuroradiologinnen und Neuroradiologen die Behandlung von immer komplexeren neurovaskulären Pathologien. Dabei werden an sich gesunde, oftmals junge PatientInnen mit potenziell lebensbedrohlichen Gefäßveränderungen behandelt. Diese Konstellation lässt die interdisziplinäre Indikationsstellung und die fachübergreifende Diskussion sämtlicher möglicher Therapieoptionen so wichtig erscheinen.

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  • Gemeinsam Probleme lösen – Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurologie und Neurochirurgie

    Die Neurologie diagnostiziert, die Neurochirurgie operiert – ein sinnvolles Prinzip, wie Univ.-Prof. Dr. Claudius Thomé, Innsbruck, im Rahmen seines Vortrages bei der ÖGN-Jahrestagung darlegte.

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  • Periphere Neurologie – Neues aus Diagnostik und Therapie

    Neuromuskuläre Erkrankungen haben verschiedene Ursachen, unterschiedliche topografische Ausbreitung und können auch im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen auftreten. Diese Zusammenfassung beinhaltet Entwicklungen in der Diagnostik, bei Erkrankungen der Nervenwurzeln, Nervenplexus und Einzelnerven, im Bereich des neuromuskulären Überganges, Polyneuropathien und Erkrankungen der Muskulatur. Der Schwerpunkt liegt auf erworbenen neuromuskulären Krankheiten. Genetische Ursachen werden hier weitgehend vernachlässigt.

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  • Neuromuskuläre Bildgebung erblicher und erworbener Muskelerkrankungen

    In der neuromuskulären Bildgebung ist die MRT gegenwärtig die Methode der Wahl; sie zeichnet sich durch einen sehr guten Weichteilkontrast, relativ hohe örtliche Auflösung und eine gute Standardisierung der Untersuchung und Bildinterpretation aus und eignet sich für die Untersuchung der gesamten Skelettmuskulatur.

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  • Arbeitsgruppe Neuroethik der ÖGN: Sterben in Würde, Sterbehilfe, Therapierückzug

    Unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. DI Dr. Christoph Baumgartner und Univ.-Prof. Dr. Bruno Mamoli widmete sich ein Workshop der Arbeitsgruppe Neuroethik der ÖGN im Rahmen der 12. Jahrestagung der ÖGN ethischen Problemen des Lebensendes.

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