neuro 04|2015

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 4/15
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Im Namen des Vorstandes der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie wünsche ich Ihnen und Ihren Familien erholsame Feiertage und ein gutes Neues Jahr! Ich bedanke mich bei Ihnen für die hervorragende Zusammenarbeit im Jahr 2015 – ein ...Weiterlesen ...

Focus: Autonome Funktionsstörungen

  • Vorwort
    Das autonome Nervensystem ist neben dem zentralen und dem peripheren Nervensystem eine wesentliche Ursache neurologischer Beschwerden. Autonome Funktionsstörungen können eine Vielzahl neurologischer Erkrankungen begleiten oder treten als eigenes Erkrankungsbild auf.
    Das autonome Nervensystem steuert synergistisch alle viszeralen Organe. Funktionsstörungen des ...Weiterlesen ...
  • Pathophysiologie autonomer Funktionsstörungen

    Das autonome Nervensystem dient der Regulation zentraler Körperfunktionen (Herz-Kreislauf, Atmung, Verdauung, Sexualfunktion) und reagiert auf Signale aus dem Körper (Viszerosensorik) und auf Außenreize (z. B. Stressreaktion).

    Der zentrale Anteil stellt ein komplexes, hierarchisch geordnetes Netzwerk dar und umfasst Areale vom Frontalhirn über den Hirnstamm und das Rückenmark bis zum Sakralmark. Der periphere Anteil gliedert sich in Sympathikus und Parasympathikus.

    Autonome Störungen können primär oder sekundär im Verlauf einer anderen Erkrankung auftreten. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität und können im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein.

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  • Gastrointestinale Dysfunktion

    In den letzten Jahren wurden bei den meisten neurodegenerativen Erkrankungen ähnliche pathologische Mechanismen für gastrointestinale autonome Störungen identifiziert, die sowohl das zentrale als auch das periphere gastrointestinale Nervensystem betreffen.

    Die meisten metabolischen, hereditären, autoimmunen, paraneoplastischen und toxischen Neuropathien können eine gastrointestinale autonome Dysfunktion zur Folge haben.

    Neben diätetischen Maßnahmen können medikamentöse zur symptomatischen Behandlung der gastrointestinalen Dysfunktion, z. B. antidopaminerge Substanzen, Cholinesteraseinhibitoren, Medikamente, die die gastrointestinale Motilität verbessern, wie Erythromycin, oder serotonerge Substanzen und auch Antiemetika und Laxanzien eingesetzt werden.

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  • Diagnostik und Behandlung der uro­genitalen autonomen Funktionsstörungen

    Urogenitale Symptome sind eine häufige Komplikation bei neurodegenerativen Parkinson-Syndromen, Multipler Sklerose, Querschnittssyndromen oder Polyneuropathien.

    Zur Abklärung können neben der gynäkologischen und urologischen Untersuchung ein Miktions­tagebuch, eine urodynamische Evaluierung sowie eine Sphincter-Elektromyografie hilfreich sein.u

    Zur Therapie stehen differenziell medikamentöse und z. T. auch nichtmedikamentöse Behandlungsoptionen zur Verfügung. Harnwegsinfekte sind eine häufige Komplikation und sollten prompt behandelt werden.

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  • Autonome Hyperaktivitätssyndrome

    Autonome Hyperaktivitätssyndrome sind potenziell lebensbedrohliche Zustände, die häufig eine intensivmedizinische Überwachung und Therapie erfordern.

    Die Stabilisierung von Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung und Temperatur bei betroffenen PatientInnen ist entscheidend, wobei die Behandlung meist symptomatisch erfolgt.

    Zusätzlich ist oft die Anwendung von Analgetika, Sedativa und von Therapiestrategien, die auf die Dämpfung auslösender Stimuli zielen, notwendig.

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Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

  • Weltkongress für Neurologie (WCN) 2015, Santiago de Chile

    Der Weltkongress für Neurologie, der zuletzt 2013 in Wien war, fand diesmal von 31. 10. bis 5. 11. in Santiago de Chile zusammen mit der Tagung der Chilenischen Gesellschaft für Neurologie statt. Es nahmen ca. 3.500 TeilnehmerInnen aus 111 Ländern am WCN teil.

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  • Kongress der American Neurological Society (ANA 2015)

    Die American Neurological Society ist eine der beiden großen US-amerikanischen neurologischen Gesellschaften. Im Vergleich zum AAN ist der ANA ein wesentlich kleineres Meeting mit einer TeilnehmerInnenzahl von etwa 1.000. Das 140. Treffen der ANA fand von 27. bis 29. September 2015 in Chicago statt. Haupthemen waren Circuitory Disorders und Neuromodulation, Auslöser der MS, Überleben und Tod von Axonen bei neurologischen Erkrankungen, Neuroplastizität nach Schlaganfall und Rehabilitation, Prionenerkrankungen sowie zahlreiche symposiumsartige Special Interest Groups (SIG).

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  • Jahrestagung der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft 2015
    Die Jahrestagung 2015 der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) fand von 15. bis 17. Oktober in Wien unter der Kongressleitung von Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff statt. Auch diesmal konnten renommierte österreichische und ausländische ReferentInnen gewonnen werden. Die Hauptthemen beschäftigten sich mit:

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  • ECTRIMS 2015 – Personalisierte Medizin: Prognose, Prädiktion und Therapiemonitoring

    In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich sowohl die Möglichkeiten der Diagnostik der Multiplen Sklerose (MS) als auch die zur Verfügung stehenden therapeutischen Optionen drastisch weiterentwickelt. Während dies für PatientInnen und behandelnde Neurologinnen und Neurologen gleichermaßen erfreulich ist, entstehen daraus mindestens ebenso große Herausforderungen: Die Notwendigkeit eines Algorithmus, der eine individuelle Prognoseeinschätzung und dann maßgeschneiderte Therapie ermöglicht, wurde auch beim ECTRIMS 2015 unterstrichen.

     

     

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  • ECTRIMS 2015 – Stammzelltherapie bei Multipler Sklerose im Fokus

    Eigene Stammzellen könnten fehlgeleitete Immunprozesse der Multiplen Sklerose (MS) reparieren und sogar geschädigte Nervenzellen und Myelinscheiden regenerieren. Beim ECTRIMS 2015 kamen ForscherInnengruppen aus der ganzen Welt zusammen, um die Fortschritte in den laufenden klinischen Studien zu besprechen. Große Hoffnung wird auf die Behandlung mit mesenchymalen Stammzellen (MSC) gelegt, deren Nutzen unter anderem im Rahmen der MEsenchymal-StEm-Cells-for-Multiple-Sclerosis-(MESEMS-)Studie untersucht wird. In Kürze wird auch die Salzburger Universitätsklinik für Neurologie (Vorstand: Prim. Univ.-Prof. Dr. Mag. Eugen Trinka) als Mitglied des Spinal Cord Injury and Tissue Regeneration Center Salzburg (SCI-TReCS) an dieser Studie teilnehmen.

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  • DGN 2015 – aus Sicht der klinisch tätigen Neurologin

    Der 88. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie fand heuer unter dem Motto „Mensch im Blick – Gehirn im Fokus“ von 23. bis 26. September in Düsseldorf statt. Die Fortbildungsakademie bot 45 Kurse mit mehr als 270 Vorträgen. Da das Leitsymptom Schwindel von großer Bedeutung in der niedergelassenen Praxis ist, bietet der folgende Bericht eine Zusammenfassung des Neurootologiekurses und nimmt Bezug auf die Umsetzung im Praxisalltag.

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Multiple Sklerose

  • Die aktuellen Diagnosekriterien der Multiplen Sklerose I

    Die Heterogenität des Krankheitsbildes der Multiplen Sklerose spiegelt sich deutlich in der Zahl der Revisionen der so genannten McDonald-Kriterien wider, die in den letzten 10 Jahren inklusive ihrer Ersterstellung dreimal vollzogen wurde. Die derzeit gültigen Kriterien sind in Tabelle 1 zusammengefasst.

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  • Aktuelle Diagnosekriterien der MS II – Möglichkeiten, Gefahren und zukünftige Entwicklungen

    In der Diagnostik der Multiplen Sklerose ist eine sorgfältige und auf Erfahrung basierende Interpretation der MRT-Bilder unter Beachtung des klinischen Kontextes notwendig, um die vorhandenen Möglichkeiten adäquat auszuschöpfen.

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  • Wertigkeit des Labors in der Differenzialdiagnose der Multiplen Sklerose

    Die neurologische Labordiagnostik hat in der Diagnose und Differenzialdiagnose von entzündlich demyelinisierenden Erkrankungen eine wichtige Funktion. Auch wenn in den neuen diagnostischen Kriterien der MS die Liquoruntersuchung nicht mehr zwingend gefordert wird, so zeigen sich dennoch typische Befunde bei Vorliegen einer Erkrankung aus diesem Formenkreis. Beim Fehlen dieser typischen Befunde sollten unbedingt alternative Diagnosen überlegt werden.

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Neurochirurgie

Neurogeriatrie

Neuroimaging

  • Teil 1: Klinische Implementation im diagnostischen Prozess – MAGNIMS-Konsensus-Richtlinien zur Anwendung der Magnetresonanztomografie (MRT) im Management der Multiplen Sklerose

    Die klinische Anwendung der MRT bei PatientInnen mit Multipler Sklerose (MS) hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Die MRT stellt zweifelsfrei die bedeutendste paraklinische Methode im Management dieser Erkrankung dar. Die MAGNIMS-Gruppe – ein unabhängiges europäisches Netzwerk von AkademikerInnen mit Interesse am Studium der MS anhand der MRT – hat sich folglich in zwei rezenten Konsensus-Richtlinien mit damit verbundenen klinischen Aspekten beschäftigt. In der vorliegenden Ausgabe von neurologisch wird die erste Arbeit1, die den Stellenwert der MRT im diagnostischen Prozess behandelt, vorgestellt. In der nächsten Ausgabe wird dann der im zweiten Manuskript2 diskutierte Einsatz der Methode im Monitoring der Erkrankung vorgestellt werden.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

Neurorehabilitation

Schlafstörungen

  • RLS Science Summit: Update Restless-Legs-Syndrom
    Ende Oktober 2015 fand in Kalifornien ein „Science Summit“ statt, der gemeinsam von der International RLS (Restless-Legs-Syndrom) Study Group (IRLSSG) und der European RLS Study Group (EURLSSG) ausgerichtet wurde. An diesem Meeting nahmen 50 eingeladene SprecherInnen teil; außerdem gab es ...Weiterlesen ...

Schlaganfall

  • Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft 2016

    Bereits zum 19. Mal findet vom 21. bis 23. Jänner 2016 die Jahrestagung der österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft statt, veranstaltet diesmal von der Donauuniversität Krems, Niederösterreich. Michael Brainin und Willfried Lang haben ein äußerst hochkarätiges wissenschaftliches Programm zusammengestellt.

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