neuro 01|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, FRCP, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 1/20
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    beim Verfassen eines Editorials für unsere liebgewonnene Zeitschrift neurologisch in den Zeiten der Covid-19-Pandemie gehen einem so viele Gedanken durch den Kopf, dass es schwerfällt, sich auf die Sachthemen dieser Ausgabe zu beschränken.
    Wir alle erleben ...Weiterlesen ...

Focus: Neuroimmunologie

  • Vorwort zum Schwerpunktthema „Neuroimmunologie“
    Liebe Leserinnen und Leser!
    In kaum einem Gebiet der Neurologie hat es in den letzten Jahren so viele herausragende Entwicklungen mit sowohl diagnostischer als auch therapeutischer Relevanz gegeben wie in der Neuroimmunologie. Zunehmend gelingt die Identifikation von bisher unbekannten Autoantikörpern ...Weiterlesen ...
  • Susac-Syndrom: PatientInnenbetreuung und Forschung in einem europäischen Netzwerk für seltene Erkrankungen

    Das Susac-Syndrom ist 1.000-mal seltener als MS.

    Zentrale Läsionen im Corpus callosum in der MRT („snowballs“) und ein arterielles „leakage“ von Fluoreszein in der Angiografie der Retina werden auch allein als ausreichend für die Diagnose erachtet.

    Für das Susac-Syndrom ist die Universitätsklinik für Neurologie Graz Mitglied im ERN-RITA; Ziel dieses Netzwerks ist die beschleunigte Entwicklung innovativer Diagnose- und Behandlungsmethoden.

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  • ZNS-Autoimmunerkrankungen: Epidemiologisches Register in Österreich

    Es wurde ein österreichweites Register initiiert, das retrospektiv den Verlauf bei bereits bekannten NMOSD- und Autoimmun-Enzephalitis-PatientInnen analysieren und prospektiv neue PatientInnen charakterisieren soll.

    Alle BehandlerInnen haben mit der Teilnahme am Register die Möglichkeit, über die für die Diagnostik der Autoimmun-Enzephalitiden derzeit verfügbaren kommerziellen Antikörpertests hinaus weitere Antikörper-Testverfahren zu erhalten.

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  • Periphere Neuropathien mit nodalen/paranodalen Antikörpern

    Das Konzept der Nodo-/Paranodopathien beruht auf der Beobachtung, dass bestimmte elektrophysiologische Befundkonstellationen nicht in die traditionellen Kategorien „axonal“ oder „demyelinisierend“ klassifiziert werden können und besser durch eine Funktionsstörung im Bereich der Ranvierschen Schnürringe erklärbar sind.

    Autoantikörper gegen nodale/paranodale Zielantigene sind spezifische Marker für eine seltene Untergruppe chronischer Immunneuropathien mit häufig aggressivem Verlauf und schlechtem Ansprechen auf die konventionelle Therapie.

    Gewebsbasierte Assays mit der physiologischen Konfiguration der Antigene stellen eine effiziente Screeningmethode für das Vorliegen nodaler/paranodaler Antikörper dar.

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  • Liquordiagnostik in der Differenzialdiagnostik

    Die Liquordiagnostik sollte aufgrund ihrer zentralen Bedeutung in der Diagnose von entzündlich demyelinisierenden ZNS-Erkrankungen bei allen PatientInnen durchgeführt werden.

    Bei PatientInnen, welche anhand der MRT Kriterien einer räumlichen Dissemination erfüllen, kann nach einem Erstereignis bei Nachweis isolierter oligoklonaler Banden (OKB) im Liquor die Diagnose einer MS gestellt werden.

    Der serologische Nachweis von NMO-IgG-AK ist ein wichtiger Baustein in der Diagnose der NMOSD und kann bei > 80 % der PatientInnen nachgewiesen werden.

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  • MS: Die neuen Therapieleitlinien

    Die neue MS-Leitlinie der DGN steht kurz vor der Fertigstellung.

    Erstmalig ist eine Definition der Krankheitsaktivität von MS in den Leitlinien enthalten, die als Grundlage für den Beginn einer Immuntherapie bzw. für eine Therapieeskalation herangezogen wird.

    Die Immuntherapien für die schubförmige MS werden nun in drei Kategorien zusammengefasst, wobei in jeder Kategorie eine Empfehlung hinsichtlich der Präferenz gegeben wird.

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  • Digitale Biomarker bei MS

    Die bei digitalen Biomarkern verwendeten Algorithmen müssen alle Kriterien eines Medizinproduktes erfüllen können.

    Digitale Biomarker ermöglichen bei MS-PatientInnen eine präzise, longitudinale Messung außerhalb der Klinik sowie effizientere und individualisierte Medikamentenstudien.

    Eine Herausforderung bei der Entwicklung von neuen Testverfahren auf der Basis von Apps im medizinischen Kontext ist der Umgang mit der Vielschichtigkeit von erhobenen Daten.

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  • Neuroimmunologische Nebenwirkungen und Komplikationen

    Eine nichtselektive Inhibition von TNFα scheint nicht nur für PatientInnen mit MS potenziell schädlich zu sein, sondern möglicherweise auch eine iatrogene Demyelinisierung auslösen zu können.uGenerell sollten TNFαI bei PatientInnen mit demyelinisierenden Erkrankungen strikt vermieden werden.

    Schwere neurotoxische NW unter ICI-Therapie sind selten, können aber lebensbedrohlich sein.

    Die mit der CAR-T-Zelltherapie verbundene Neurotoxizität ist meist sehr gut reversibel, allerdings treten selten sehr akute Fälle mit sich rasch entwickelndem Hirnödem auf.

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Kongress-Highlights

  • 3-Länder-Tagung Kopfschmerz in Wien
    Die alle zwei Jahre stattfindende Dreiländertagung der Österreichischen Kopfschmerz Gesellschaft (ÖKSG), der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKS) und der Schweizer Kopfweh-Gesellschaft (SKG) fand 2020 vom 27. bis zum 28. Februar in Wien statt.
    Die Ausrichtung dieser Tagung durch drei deutschsprachige ...Weiterlesen ...
  • Pathophysiologie der Migräne

    Ein Exzerpt aus der Session „Humane Migränemodelle 1+2“ von der 3-Länder-Tagung Kopfschmerz in Wien

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  • MOH-Charakteristika über 30 Jahre
    Der Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (Medication Overuse Headache, MOH) ist nach Migräne und Spannungskopfschmerz mit einer Prävalenz von 2 % die dritthäufigste Kopfschmerzform, wird aber allerdings als sekundärer Kopfschmerz klassifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass jede zur Akuttherapie von Kopfschmerzen eingesetzte Substanz bei ...Weiterlesen ...
  • Gelingende Kommunikation mit Menschen mit neurologischen Erkrankungen

    Am 13. 11. 2019 fand eine Fachtagung im Kardinal König-Haus in Wien zum Thema „Kommunikation bei neurologischen Erkrankungen“ statt. Zielpublikum waren medizinisches Personal, Logopädinnen und Logopäden, PhysiotherapeutInnen, Pflegepersonen, Ärztinnen und Ärzte, medizintechnische Berufsgruppen, interessierte Laien, Betroffene und Angehörige.

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Autonome Störungen

  • Neue Leitlinien zur Diagnose und Behandlung der Synkope
    Nach der 2018 Veröffentlichung der revidierten Synkopenleitlinie der European Society of Cardiology (Brignole et al. 2018, European Heart Journal) unternahm ein Gremium aus deutschen, österreichischen und Schweizer SynkopenspezialistInnen unter der Federführung von Prof. Dr. Rolf R. Diehl eine Revision der ...Weiterlesen ...

Demenz

  • Biologische Subtypen der Alzheimer-Erkrankung
    Die Alzheimer-Demenz ist eine hinsichtlich des Alters zu Erkrankungsbeginn, des genetischen Risikos und der Vererbbarkeit, der klinischen Ausprägung sowie einer Reihe von Biomarkern eine heterogene Erkrankung. In der klinischen Diagnostik spielen Biomarker wie strukturelle (MRI) und funktionelle Bildgebung (PET), Liquor-Tests ...Weiterlesen ...

Epilepsie

Multiple Sklerose

  • Schützen Impfungen sogar vor MS?
    In einer umfassenden Fall-Kontroll-Studie1 untersuchten ForscherInnen der Technischen Universität München anhand der Daten der gesetzlichen Krankenversicherungen in Bayern aus den Jahren 2005 bis 2017 mit Hilfe eines statistischen Modells den Zusammenhang zwischen dem Auftreten einer Multiplen Sklerose (MS) und zuvor ...Weiterlesen ...

Neurogeriatrie

Neuroimaging

  • MRT bei MOG-Antikörper-Spektrum-Erkrankungen

    MOG-AK-mediierte Erkrankungen unterscheiden sich durch Pathophysiologie, betroffene Population, MRT-Bildgebung, Liquor-Befunde, Klinik, Verlauf der Erkrankung sowie Ansprechen auf die Therapie von der Aquaporin-4-AK-positiven NMOSD und der Multiplen Sklerose.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Neuromuskuläre Komplikationen von Immuncheckpoint-Inhibitoren

    Die Erweiterung der Anti-Tumor-Therapie durch Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) hat zu einer teilweise dramatischen Verbesserung in der Behandlung von soliden Tumoren geführt. Initial vor allem beim malignen Melanom verwendet, werden ICI nun erfolgreich auch bei Tumoren von Lunge, Hals, Cervix, Urothel, Leber und Magen sowie auch beim Hodgkin-Lymphom eingesetzt (Tab.).

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Neurorehabilitation

  • Aerobes Ausdauertraining nach ischämischem Schlaganfall

    Regelmäßiges aerobes Ausdauertraining ist eine sichere und hocheffiziente Therapieform zur Verbesserung des funktionellen Outcomes, der kardiorespiratorischen Leistungsfähigkeit und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität nach ischämischem Schlaganfall. Zusätzlich kann damit eine signifikante Senkung des Rezidivrisikos und der vaskulären Mortalität erreicht werden.

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Psychosomatik

Schlafstörungen

  • Epilepsie und schlafbezogene Atemstörungen
    Epilepsie ist die vierthäufigste chronische neurologische Erkrankung und betrifft über 65 Millionen Menschen weltweit. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Epilepsie zu erkranken, beträgt 3–4 % (höchste Inzidenz über dem 75. und unter dem 5. Lebensjahr). Schlafbezogene Atemstörungen (SBAS) ...Weiterlesen ...

Schlaganfall

Schmerzmedizin