neuro 02|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, FRCP, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 2/20
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Ich freue mich, nun das zweite Heft von neurologisch in diesem besonderen Jahr vorstellen zu können, es widmet sich dem lang erwarteten Schwerpunktthema der Neuroonkologie.
    Im Rahmen der modularen Facharztausbildung ist die Neuroonkologie fest verankert. Dies ...Weiterlesen ...

Focus: Neuroonkologie

  • Vorwort zum Schwerpunktthema „Neuroonkologie“
    Liebe Leserinnen und Leser!
    In der Neurologie wissen wir, dass der Weg vom Symptom über die Diagnose hin zur Therapie mit einer präzisen Anamnese und klinischen Untersuchung beginnt. Das Verständnis der Pathophysiologie und die exakte neurologisch-topische Zuordnung eines Symptoms sind ...Weiterlesen ...
  • Update: therapeutisches Management maligner Gliome

    Bei der Wahl der postoperativen medikamentösen Therapie der anaplastischen Gliome und des Glioblastoms werden zunehmend die molekularen Marker berücksichtigt.

    PatientInnen mit einem MGMT-(O6Methylguanin-DNA-Methyltransferase-)methylierten Glioblastom wird das Stupp-Schema empfohlen; die duale Therapie mit Temozolomid und Lomustin in Kombination mit der Strahlentherapie (CeTeG-Protokoll) stellt eine Alternative für jüngere PatientInnen mit einer guten Knochenmarkreserve dar.

    Die Zugabe der TTF-Geräte-Therapie zum Stupp-Schema verlängert beim neu diagnostizierten Glioblastom (GBM) signifikant das PFS und das OS und kann geeigneten PatientInnen angeboten werden.

    Die Behandlung des GBM-Rezidivs stellt eine noch größere Herausforderung als die des Primärtumors dar; die Therapieentscheidungen sind in einem hohen Prozentsatz individualisiert.

    Niedriggradige Astrozytome (WHO II und III) ohne IDH-Mutation (sogenannte „Isocitratde­hydrogenase-Wildtyp-Astrozytome“) weisen eine dem Glioblastom vergleichbar schlechte Prognose auf.

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  • Symptome und Symptomkontrolle maligner Gliome

    Die häufigste Ursache von Kopfschmerzen bei HirntumorpatientInnen ist das perifokale Tumorödem, das als indirekte Raumforderung eine Hirndrucksteigerung erzeugen kann.

    Epileptische Anfälle bei primären Hirntumoren: Bis zu 70 % der PatientInnen können durch eine adäquate antikonvulsive Therapie Anfallsfreiheit erlangen.

    Die Entstehung eines Fatiguesyndroms scheint ein multifaktorielles Zusammenspiel von Tumor, Therapien, antikonvulsiver Medikation oder auch Kortikosteroiden zu sein.

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  • Diagnostisches Management maligner Gliome

    Analysemethoden wie die Spektroskopie (MRS) und das Perfusions-MRT finden zunehmend ihren klinischen Einsatz bei diffizilen Fragestellungen der Tumordiagnostik.

    Eine weitere wesentliche Neuerung sind die Methoden der automatisierten Bildanalyse.

    Diese werden trotz aller noch zu überwindenden Hürden in Zukunft vermehrt zur besseren Diagnose und Prognoseabschätzung neuroonkologischer PatientInnen herangezogen werden.

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  • Palliative Care in der Neuroonkologie

    Das zentrale Element von Palliative Care ist die physische, psychosozial-ökologische und spirituelle Betreuung von PalliativpatientInnen und deren Angehörigen.

    Die Palliative Care muss aus der Phase des Lebensendes befreit werden und sich als eigenes Fachgebiet frühzeitig den komplexen Problemen chronisch kranker PatientInnen widmen.

    Bei Hirntumor-Erkrankungen muss in der Palliative Care auf die voranschreitenden kognitiven Defizite, insbesondere auf die veränderte bzw. reduzierte verbale Kommunikationsfähigkeit Rücksicht genommen werden.

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  • Molekulares Tumorboard in der Neuroonkologie

    Die Entwicklung personalisierter Therapien basierend auf der Identifikation individueller aberranter Signaltransduktionswege bringt für Tumorboards neue, sehr spezifische Fragestellungen mit sich.

    Neben klassischen Verfahren wie PCR, RT-PCR und digitale PCR kommen in der molekularen Diagnostik zunehmend das Next Generation Sequencing (NGS), die Pyrosequenzierung sowie unterschiedliche Arten von genomweiten Arrays zum Einsatz.

    Kann ein therapeutisches Target ermittelt werden, muss das passende Medikament anhand der ESCAT-Leitlinien überprüft und die Einstufung im Abschlussbericht des Tumorboards vermerkt werden.

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  • Technische Entwicklungen in der chirurgischen Neuroonkologie

    Ungeachtet pharmakologischer Neuentwicklungen und molekularer Diagnostik ist die chirurgische Resektion der zentrale Punkt in der Behandlung der meisten Tumoren im zentralen Nervensystem.

    Neuroonkologische Chirurgie beginnt heutzutage bereits mit der Planung des Eingriffs an digitalen Konsolen.

    Eine möglichst radikale Resektion intrakranieller Tumoren kann den Verlauf der Erkrankungen günstig beeinflussen.

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  • Neue Methoden in der digitalen Neuroonkologie

    Durch die Etablierung einer Methode zum Scannen von histologischen Großflächenschnitten war es möglich, nicht nur verschiedene Formen der Tumorausbreitung darzustellen, sondern diese auch mit radiologischen Merkmalen zu vergleichen.

    Beim radiologischen cT1-Relapse-Progressionstyp infiltrieren neoplastische Zellen von der Haupttumormasse ausgehend diffus in das Umgebungsgewebe.

    Beim Primary-Non-Responder-Subtyp kommt es kaum zu diffusen Tumorzellinfiltraten.

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  • Facharztausbildung Neurologie: Das MODUL „Neuroonkologie“

    Das Modul Neuroonkologie wird für die Organfächer Neurologie und Neurochirurgie angeboten.

    Die Neuroonkologie erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit.

    Der Neurologe/die Neurologin ist bei vielen neuroonkologischen Krankheitsbildern als „case manager“ qualifiziert.

    Das Einbringen der neurologischen Expertise ist für die Betreuungsqualität mitentscheidend.

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Neurologie in Österreich

Autonome Störungen

  • Stellenwert der Kipptischuntersuchung
    Ein kardiovaskuläres autonomes Versagen kann sowohl bei der Multisystematrophie (MSA) als auch beim Morbus Parkinson (PD) auftreten und die Differenzialdiagnose insbesondere in der Anfangsphase maßgeblich erschweren.1, 2 Neuropathologische Studien haben gezeigt, dass die Schädigung des autonomen Nervensystems bei der MSA ...Weiterlesen ...

Bewegungsstörungen

Demenz

  • Eisenablagerungen bei der Alzheimer-Erkrankung
    Eisen wird hauptsächlich in Form von Ferritin im Gehirn gespeichert und ist für die normale Funktion des Gehirns unverzichtbar, da es als Co-Faktor für eine Vielzahl von Enzymen an einer großen Anzahl von biologischen Funktionen im Gehirn beteiligt ist.1 Während ...Weiterlesen ...

Epilepsie

Multiple Sklerose

Neurogeriatrie

  • Inflammaging: altes Konzept – neue Daten
    Die Assoziation zwischen chronisch entzündlichen Veränderungen und Altern wurde bereits im vorigen Jahrtausend beschrieben und von Pionieren wie Claudio Franceschi unter dem Begriff Inflammaging als Konzept etabliert. Verschiedene Untersuchungen konnten belegen, dass chronische Inflammation auch zu Neurodegeneration beitragen kann, was ...Weiterlesen ...

Neuroimaging

Neurointensiv

  • Dysphagie bei neurologischen IntensivpatientInnen
    Einleitung: In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Problem der Schluckstörung bei IntensivpatientInnen mit neurologischer Erkrankung. Der aus einer willkürlich eingeleiteten und einer reflektorischen Phase bestehende Schluckakt stellt ein komplexes Zusammenspiel zwischen lateralisierten kortikalen Arealen, Zentren im Hirnstamm, dem ...Weiterlesen ...

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • SARS-CoV-2-Infektionen und neuromuskuläre Symptome in der Literatur

    Neben gut beschriebenen zentralneurologischen Komplikationen (Geruchsstörung bis Meningoenzephalitis) können Viren auch selektiv das periphere Nervensystem und/oder die Muskulatur befallen (Kasten 1). Daher war zu erwarten, dass auch SARS-CoV-2-Infektionen zu neuromuskulären Erkrankungen führen, wie einige Fallberichte zeigen.

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Neuropalliation

  • Epilepsie und Palliation

    Palliation soll ermöglichen, bei einer schweren, unheilbaren Erkrankung das Leben noch so aktiv wie möglich zu leben. In der Neurologie trifft dies nicht nur für terminale Erkrankungen, sondern auch für Erkrankungen zu, die das Leben zunehmend beeinträchtigen und sich über viele Jahre, ja Jahrzehnte ziehen können.

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Neurorehabilitation

  • Funktionelle Elektrostimulation
    Rückenmarksverletzungen (Spinal Cord Injury, SCI) führen häufig zu langfristigen Behinderungen mit einer Para-/Tetraparese oder Para-/Tetraplegie, Sensibilitäts- und Koordinationsstörungen, autonomen Störungen wie insbesondere Blasen- und Mastdarmstörungen sowie Spastizität. Die weltweite Inzidenz von Rückenmarksverletzungen liegt bei 40 bis 80 neuen traumatischen QuerschnittpatientInnen ...Weiterlesen ...

Schlafstörungen

  • MS-Fatigue: Nichtmedikamentöse Behandlungsansätze

    Fatigue gilt als das häufigste Symptom bei Multiple-Sklerose-(MS-)PatientInnen. Bis zu 95 % geben zumindest zu einem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf an, darunter zu leiden.1 Auf die in Österreich lebenden rund 13.500 Personen mit MS2 umgelegt, würde das bedeuten, dass bis zu 12.825 von ihnen von Fatigue betroffen waren oder es in Zukunft sein werden.

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Schlaganfall

  • COVID-19 und Schlaganfall

    Die Umstrukturierung der Krankenhäuser in Österreich mit Anpassung an die COVID-19-Pandemie darf nicht zu einer Minderversorgung in anderen Gebieten führen. Ein Statusbericht (Stand: Mitte April 2020).

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Schmerzmedizin