neuro 02|2011

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 2/11
    Wir freuen uns, dass Ihnen dieses neue Heft unserer Zeitschrift neurologisch wieder viele interessante Informationen bietet! Das Schwerpunktthema „Morbus Parkinson“ behandelt aktuelle klinische und therapeutische Aspekte. Die nichtmotorischen Symptome haben für die PatientInnen oft gravierende Auswirkungen auf die Lebensqualität und ...Weiterlesen ...

Focus: Morbus Parkinson

  • Vorwort zum Schwerpunkt Morbus Parkinson

    Obwohl die Parkinson-Krankheit nach wie vor als klassischer Vertreter der sogenannten extrapyramidalen Bewegungsstörungen gilt, hat sich in den vergangenen Jahren das Interesse der klinischen Erforschung dieser Erkrankung auch zunehmend auf ihre vielfältigen, nichtmotorischen Symptome konzentriert.

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  • Morbus Parkinson – Nicht immer leicht zu diagnostizieren

    Degenerative Parkinson-Syndrome lassen sich prinzipiell in zwei Hauptgruppen einteilen: idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS) und die atypischen Parkinson-Syndrome (APS). Letztere umfassen seltenere Varianten mit einem häufig, jedoch nicht immer L-Dopa-refraktärem Parkinson-Syndrom, wie die Multisystematrophie (MSA), progressive supranukleäre Paralyse (PSP), Demenz mit Lewy-Körperchen (DLK), kortikobasales Syndrom (CBS).

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  • Nichtmotorische Symptome der Parkinson-Krankheit

    Die Parkinson-Krankheit gilt zu Recht als klassischer Vertreter der Erkrankungsgruppe der extrapyramidalen Bewegungsstörungen („Movement disorders“) und wird klinisch durch ihre motorischen Kardinalsymptome Bradykinese, Rigidität und asymmetrischer Ruhetremor definiert. Dennoch sind eine Vielzahl nichtmotorischer Symptome integraler Bestandteil des klinischen Spektrums dieser neurodegenerativen Erkrankung.

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  • Impulskontrollstörungen und andere repetitive Verhaltensstörungen beim M. Parkinson

    Eine Reihe neuropsychiatrischer Komplikationen der Parkinson-Erkrankung wie Demenz, Halluzinose oder Depression sind seit Langem bekannt. Die letzten Jahre haben aber zunehmend Erkenntnisse zu selteneren, jedoch klinisch wesentlichen Störungen von Verhalten und Kognition erbracht, die als Komplikation der dopaminergen Therapie bei einem Teil der PatientInnen auftreten. Am häufigsten unter diesen impulsassoziierten, repetitiven Verhaltensstörungen sind die Impulskontrollstörungen, die schon bei der Ersteinstellung auftreten können. Eher später im Krankheitsverlauf und meist unter höheren Medikamentendosen können sich die spezifische repetitive Verhaltensstörung „Punding“ sowie das dopaminerge Dysregulationssyndrom entwickeln. Alle drei Formen können isoliert oder in jeder Kombination auftreten (Abb. 1).

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  • Neues zur medikamentösen Parkinson-Therapie

    Allein in den letzten beiden Jahren wurden wieder über 30 randomisierte klinische Studien zur Parkinson-Therapie veröffentlicht – 18 davon mit Fokus auf der Therapie motorischer Symptome der Erkrankung, aber fast genauso viele (14) mit nichtmotorischen Symptomen als primäre Studienendpunkte1,2. Insgesamt war aber die Zahl der PatientInnen in motorischen Therapie-Studien mit insgesamt 4.819 PatientInnen mehr als viermal so groß wie jene in Studien zu nichtmotorischen Symptomen (n = 1.113), bedingt durch die noch immer überwiegend kleinen Fallzahlen in Letzteren. In der folgenden kurzen Übersicht sollen jene Studien vorgestellt werden, deren Ergebnisse unmittelbar praxisrelevant sind. Zumeist handelt es sich dabei um Absicherungen schon etablierter Therapien durch zusätzliche robuste Daten oder zumindest vorläufige Antworten auf offene Fragen zum Einsatz etablierter Medikamente.

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Kongress-Highlights

  • 11. Austrian Neuroscience Wintermeeting 2011

    Mit 150 TeilnehmerInnen wies das 11. Austrian Neuroscience Wintermeeting, das Anfang April im Schlosshotel Lebenberg in Kitzbühel stattfand, einen Besucherrekord seit seiner Gründung vor 22 Jahren auf.

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  • European Charcot Foundation 2010: Neue Aspekte zu „alten Bekannten“

    Beim Symposium der Europäischen Charcot-Foundation, das Anfang Dezember 2010 im italienischen Fiuggi stattfand, konnten sich die rund 300 TeilnehmerInnen, darunter etwa 25 österreichische MS-SpezialistInnen, von ausgewiesenen internationalen ExpertInnen einen Überblick über das kontroverse Thema von Ernährung und Umweltfaktoren bei multipler Sklerose (MS) verschaffen.

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  • 63. Annual Meeting of the American Academy of Neurology 2011

    Dieses Jahr fand das 63. Treffen der American Academy on Neurology (AAN) in Honolulu, Hawaii statt. Mit ca. 9000 TeilnehmerInnen aus 93 Ländern ist der AAN-Kongress einer der populärsten und wichtigsten Kongresse im Bereich der Neurologie. Von den mehr als 3000 eingereichten Abstracts wurden 2500 angenommen. Neueste Forschungsergebnisse aus den Gebieten Schlaganfall, Demenz, multiple Sklerose, Parkinson-Erkrankung, Schädel-Hirn-Traumen, Neuroonkologie, Epilepsie, Kopfschmerzen und Epidemiologie wurden diskutiert.

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Für die Praxis

  • Epilepsie und Arbeits(un)fähigkeit – Rechtsprechung versus neurologische (psychiatrische) Aspekte

    Die Rechtsprechung nimmt in der Frage, ab wann in Pensionsverfahren bei an Epilepsie leidenden Pensions – werberInnen von Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden kann, einen strengen Standpunkt ein. Aus vielen obergerichtlichen Entscheidungen ist ersichtlich, dass auch bei einer völlig unbefriedigenden Einstellung von Anfällen ein Verlust der Arbeitsfähigkeit in der Regel nicht angenommen wird. Aus neurologisch-psychiatrischer Sicht fällt allerdings auf, dass in keiner dieser Entscheidungen auf Probleme wie hirnorganisches Psycho – syndrom, allenfalls sogar beginnende Demenz, eingegangen wird. Freilich könnte dies auch daran liegen, dass die vom Gericht beigezogenen neurologischen Sachverständigen (SV) diesem Problemkreis zu wenig Beachtung schenken. In der Folge werden eine Reihe obergerichtlicher Entscheidungen vorgestellt und Vorschläge zur neurologischen Begutachtung von AnfallspatientInnen für das Sozialgericht zur Diskussion gestellt.

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Autonome Störungen

Bewegungsstörungen

  • Unterscheidung von psychogener und organischer Dystonie
    Zirka 2–3 % der PatientInnen in Bewegungsstörungskliniken leiden an einer psychogenen Bewegungsstörung. Die frühe Diagnosestellung gilt als modifizierender Faktor hinsichtlich Prognose und Langzeit-Outcome und ist entscheidend zur Vermeidung unnötiger und potenziell schädigender diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen. Die Diagnose einer psychogenen ...Weiterlesen ...

Epilepsie

  • Neue Definition der medikamentösen Therapieresistenz bei Epilepsie
    Die Internationale Liga gegen Epilepsie hat kürzlich eine neue Definition für medikamentös therapieresistente Epilepsien vorgestellt1. Diese Definition soll in der täglichen klinischen Praxis anwendbar sein und so dem/der primär versorgenden Arzt/Ärztin (AllgemeinmedizinerIn, NeurologIn, EpileptologIn) ein Werkzeug in die Hand geben, ...Weiterlesen ...

Multiple Sklerose

Neurochirurgie

Neurogeriatrie

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Nichtdystrophe Myotonien und periodische Paralysen
    Chloridkanalmyotonie
    Das klinische Symptom Myotonie bezeichnet eine Steifigkeit der Muskulatur, die durch eine verlangsamte Entspannung nach einer willkürlichen Kontraktion oder nach mechanischer Stimulation auftritt. Die erste Form der Myotonie wurde von Thomsen 1876 an sich selbst und seiner Familie ...Weiterlesen ...

Neurorehabilitation

Schlafstörungen

Schlaganfall

  • Funktionelle elektrische Stimulation
    Im Juni 2010 startete das Zentrum für Klinische Neurowissenschaften an der Donau- Universität Krems eine Serie von „Krems-Konferenzen“, bei denen aktuelle Themen der Neurorehabilitation, die für die interdisziplinäre Praxis und Forschung relevant sind, behandelt werden. Hervorstechendes Merkmal der Krems-Konferenzen ist ...Weiterlesen ...