neuro 02|2014

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 2/14
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Mit 1. Juli findet statutengemäß der Wechsel im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie statt: Zum neuen Präsidenten wurde Univ.-Prof. Dr. Reinhold Schmidt von der Grazer Universitätsklinik für Neurologie gewählt, neu in ...Weiterlesen ...

Focus: Neurootologie

  • Vorwort
    Das 100-jährige Jubiläum der Verleihung des Nobelpreises für Medizin und Physiologie an Robert Bárány ist ein geeigneter Anlass, den Schwerpunkt dieser Ausgabe von neuro­logisch dem interdisziplinären Spezialgebiet der Neurootologie zu widmen. Der wissenschaftsgeschichtliche Bezug der Neurootologie zu Österreich beschränkt sich ...Weiterlesen ...
  • Vestibular function testing

    In den letzten Jahren wurde die klassische neurootologische Untersuchungsmethode der kalorischen Testung der Vestibularorgane zunehmend durch den videobasierten Kopfimpulstest verdrängt, der auf der Messung des vestibulookulären Reflexes bei raschen Kopfrotationen basiert.

    Zudem ist es mit den vestibulär evozierten myogenen Potenzialen (VEMP) auch möglich, detaillierte Information über die Funktion spezifischer vestibulärer Strukturen zu erhalten.

    Weiterlesen ...
  • Vestibular Migraine

    Die vestibuläre Migräne (VM) ist durch rezidivierende vestibuläre Schwindelattacken charakterisiert, die häufig von Migräne-Kopfschmerzen begleitet werden.

    Derzeit gibt es keine validen pathophysiologischen Konzepte, keine nachweislich gesicherte Therapie und keine evidenzbasierten Guidelines für das klinische Management.

    Es gibt Hinweise, dass die in der Migränetherapie eingesetzten Prophylaktika bei VM wirksam sein könnten.

    Weiterlesen ...
  • Hereditary Vestibulocerebellar Syndromes

    Vestibulozerebelläre Syndrome umfassen neurologische Störungen des Vestibulocerebellums und verursachen Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.

    Familiäre episodische Ataxien sind die am besten untersuchten hereditären vestibulozerebellären Syndrome.

    Obwohl selten, haben vestibulozerebelläre Syndrome in letzter Zeit zur Entdeckung von neuen Genen und Pathways geführt, die für die zerebelläre Funktion von entscheidender Bedeutung sind.

    Weiterlesen ...
  • Advances in central acute vestibular syndrome of a vascular cause

    Schwindel bei einem zentralen akuten vestibulären Syndrom durch Ischämien im vertebrobasilären Stromgebiet ist meist von anderen neurologischen Ausfällen begleitet, kann aber insbesondere bei Kleinhirninfarkten auch isoliert auftreten und ein periphervestibuläres AVS simulieren.

    Weiterlesen ...
  • Diagnose und Therapie von Schwindelsyndromen

    In der Pharmakotherapie von Schwindelsyndromen sind Antivertiginosa nur zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung indiziert und sollen nicht länger als 3 Tage gegeben werden, da sie die zentrale vestibuläre Kompensation verlangsamen und ein Suchtpotenzial aufweisen.

    Zur kausalen Therapie der einzelnen Schwindel- und Nystagmusformen werden folgende Medikamente eingesetzt: Glukokortikoide bei der akuten Neuritis vestibularis, Betablocker, Topiramat und Valproinsäure zur prophylaktischen Behandlung der vestibulären Migräne, 4-Aminopyridin bei Downbeat- und Upbeat-Nystagmus, episodischer Ataxie Typ 2, zentralem Lageschwindel und zerebellären Gangstörungen, Carbamazepin bei der Vestibularisparoxysmie sowie – als neues Therapieprinzip – die modifizierte Aminosäure Acetyl-DL-Leucin bei zerebellären Ataxien.

    Weiterlesen ...
  • Die psychologische Dimension von Vertigo und Gleichgewichtsstörungen

    Störungen der Gleichgewichtsfunktion sind häufig mit psychischen Symptomen assoziiert. Vestibuläre Erkrankungen können einerseits Anlass von psychischen Störungen sein, andererseits können psychische Faktoren zu Schwindelbeschwerden ohne nachweisbare vestibuläre Defizite führen.

    Die Ursachen psychisch bedingter Schwindelsymptome reichen von Konversionsstörungen bis hin zu den erst jüngst abgegrenzten Syndromen des „phobischen Schwankschwindels“ oder der „chronic subjective dizziness“.

    Die therapeutischen Optionen der nicht organisch bedingten Gleichgewichtsstörungen reichen vom Einsatz von Psychopharmaka bis zur kognitiven Verhaltenstherapie und dem Balancetraining.

    Weiterlesen ...

Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

  • 23th European Stroke Conference

    In Nizza fand Anfang Mai die mittlerweile 23. European Stroke Conference (ESC) statt. Die über 1.000 oralen und E-Poster-Präsentationen, davon zahlreiche aus Österreich, fanden das rege Interesse der über 4.000 TeilnehmerInnen. Es wurden einige neue Ergebnisse von großen Studien präsentiert. Nächstes Jahr findet die erste ESO-Conference von 17.–19. April in Glasgow statt.

    Weiterlesen ...
  • 1st Joint Congress of European Neurology 2014

    Multiple Sklerose war einer der thematischen Schwerpunkte beim ersten gemeinsamen Kongress der ENS (European Neurological Society) und EFNS (European Federation of Neurological Societies), der von 31. Mai bis 3. Juni in Istanbul mit einer Rekordteilnehmerzahl stattfand.

    Weiterlesen ...

Autonome Störungen

Multiple Sklerose

Neurogeriatrie

  • Kardiorespiratorische Fitness und kognitiver Abbau im Alter

    Es gibt eine zunehmende Evidenz, dass körperliche Aktivität zur Variabilität kognitiver Funktionen bei älteren Erwachsenen beiträgt, wobei eine aerobe Trainingsintervention möglicherweise kognitive Funktionen positiv beeinflussen kann. Dabei scheinen vor allem Freizeitaktivitäten besonders wertvoll zu sein, da diese protektiven Effekte für körperliche Betätigung im Arbeitsleben nicht nachgewiesen werden konnten. Es gibt bis dato allerdings wenige longitudinale Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen exakt gemessener kardiorespiratorischer Fitness und kognitiver Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne.

    Weiterlesen ...

Neuroimaging

Neurorehabilitation

  • Frühe Aphasietherapie nach Schlaganfall

    Rehabilitationsmaßnahmen nach Schlaganfall sollten früh beginnen. So besteht schon länger Konsens darüber, dass ein Grund der Überlegenheit der Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in Stroke Units im frühen und gezielten Einsatz neurorehabilitativer Maßnahmen liegt.1

    Weiterlesen ...

Schlafstörungen

Schlaganfall