neuro 03|2019

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, FRCP, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 3/19
    Liebe Leserinnen und Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Ich hoffe, Sie konnten den Sommer genießen und sind nun wieder mit vollem Elan bei Ihren Patientinnen und Patienten. Ich freue mich, Ihnen nun das 3. Heft von neurologisch in diesem Jahr ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

Focus: Neurologische Labordiagnostik

  • Vorwort zum Schwerpunktthema „Neurologische Labordiagnostik“
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Die neurologische Labordiagnostik hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt und umfasst mittlerweile nicht nur Untersuchungen des Liquor cerebrospinalis, sondern bietet immer mehr Möglichkeiten für Untersuchungen aus Blut und Gewebe. Insbesondere die Blutdiagnostik ist wegen ...Weiterlesen ...
  • Grundlegende Liquordiagnostik

    Die Analyse des Liquor cerebrospinalis spielt insbesondere bei entzündlichen, neurodegenerativen, vaskulären und neoplastischen Erkrankungen eine entscheidende Rolle.

    Neuere Arbeiten zeigen, dass die obere Grenze der Liquorgesamteiweißkonzentration altersabhängig zwischen 50 und 70 mg/dl liegt.

    Für die Liquor-/Serumglukose-Ratio wurde kürzlich gezeigt, dass entgegen früherer Arbeiten Grenzwerte von 0,3 bis 0,5 zur Anwendung kommen, in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Serumglukosekonzentration.

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  • Biomarker: Freie Leichtketten im CSF

    Eine mögliche Alternative zu einer OKB-Analyse könnte in Zukunft die Bestimmung von freien Leichtketten (FLC) im CSF darstellen.

    Mehrere Studien belegen, dass erhöhte FLC-Werte im CSF eine vergleichbare diagnostische Sensitivität und Spezifität wie der Nachweis von OKB bei MS aufweisen.

    CSF-FLC könnte als vielversprechender Marker bei PatientInnen mit inflammatorischen ZNS-Erkrankungen in absehbarer Zeit in der klinischen Routine Verwendung finden.

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  • Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen

    Für die Abgrenzung der NMOSD gegenüber MS spielen die AQP4-Antikörper, die gegen den Wasserkanal Aquaporin-4 (AQP4) gerichtet sind, eine entscheidende diagnostische und pathogenetische Rolle.

    Ca. 30 % aller NMOSD-PatientInnen sind AQP4-seronegativ, wobei bis zu 50 % dieser Fälle Serum-Antikörper gegen das Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein (MOG) aufweisen.

    Bei Kindern mit NMOSD dominieren MOG-Antikörper gegenüber AQP4-Antikörpern.

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  • Antineuronale Autoimmunenzephalitiden

    Eine rasche Diagnosestellung der AIE ist wichtig, um möglichst früh ein Tumorscreening einleiten zu können und das Outcome zu verbessern.

    Verglichen mit klassischen paraneoplastischen Enzephalitiden stellen die AIE gut behandelbare Syndrome dar.u Therapeutisch kommen initial Glukokortikoide, intravenöse Immunglobuline oder eine Plasmapherese zur Anwendung, in schwer verlaufenden Fällen werden meist Rituximab und Cyclophosphamid eingesetzt.

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  • Laboruntersuchungen bei Polyneuropathien

    Die Ursache von PNP bleibt in 11–31 % der Fälle unklar, man spricht von chronisch idiopathischen axonalen Polyneuropathien (CIAP).

    Die Auswahl der Laboruntersuchungen sollte sich nach dem klinischen Phänotyp der Neuropathie richten.

    Eine Lumbalpunktion ist in der Abklärung einer Polyneuropathie nur in seltenen Fällensinnvoll.

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  • Morphologische Diagnostik von Muskelbiopsien

    Eine Muskelbiopsie wird in der Regel bei PatientInnen mit unklarer Muskelschwäche und CK-Erhöhung, Belastungsintoleranz mit belastungsinduzierten Krämpfen/Myalgien/Schwäche oder Systemerkrankungen mit Muskelbeteiligung durchgeführt.

    Bei Myopathien mit einem charakteristischen klinischen Erscheinungsbild, wie z. B. der Muskeldystrophie Typ Duchenne oder Becker, der fazioskapulohumeralen Muskeldystrophie, der myotonen Dystrophie Typ 1 oder Typ 2, ist eine Muskelbiopsie zumeist nicht notwendig.

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  • Neurofilamente (Nf) als Biomarker bei neurologischen Erkrankungen

    Für den klinischen Alltag wäre die Möglichkeit, neuroaxonale Destruktion valide zu quantifizieren, von immenser Bedeutung.

    Sehr hohe Nf-Werte können prinzipiell als biochemischer Nachweis neuroaxonaler Schädigung angesehen werden. u Die größte Bedeutung wird derzeit Neurofilament light chain (NfL) zugesprochen.

    NfL-Werte im CSF und Serum korrelieren stark miteinander – eine wesentliche Voraussetzung, um sNfL als blutbasierten Biomarker für neuroaxonale Schädigung zu etablieren.

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  • Biomarker: Amyloid-β und Tau-Protein

    Mehrere Studien belegen niedrige Aβ1-42-Konzentrationen im Liquor von PatientInnen mit AD.

    Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen der Tau-Konzentration und dem klinischen Verlauf der AD: Je höher die Spiegel, desto schneller schreitet die Erkrankung fort.

    Der überwiegende Nutzen der beiden Biomarker besteht darin, bei PatientInnen mit demenziellem Syndrom die ätiologische Zuordnung der Erkrankung zu verbessern.

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  • Biomarker: Anti-Drug Antibodies (ADA)

    Inwiefern ADA Einfluss auf die Wirksamkeit der verschiedenen BP haben, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Dauer der ADA-Präsenz, die Menge von ADA, biochemische Eigenschaften, Applikationswege etc.

    Erst ab einem gewissen Maß bzw. wenn bestimmte biochemische Eigenschaften der Antikörper erreicht werden, kommt es zum Auftreten von neutralisierenden Antikörpern (NAb).

    Es kann zum Verlust oder zu einer Einschränkung der therapeutischen Effektivität kommen, wobei diese Effekte auch von der Wirkungsweise des BP abhängen.

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Kongress-Highlights

  • EAN-Kongress 2019

    Vom 29. Juni bis 2. Juli 2019 fand in Oslo, Norwegen, der 5. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) statt. Die Veranstaltung bot ihren TeilnehmerInnen umfassende und aktuelle Informationen aus dem Fachbereich in Form von Vorträgen, Workshops, Poster-Sessions und vielen weiteren Formaten.

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  • Aktuelles aus der Epilepsie – Kongresshighlights

    Das Programm des 33. International Epilepsy Congress bestand aus einer Mischung aus State-of-the Art-Vorträgen zu aktuellen Themen aus dem Gebiet der Epilepsie, zahlreichen Präsentationen neuester Resultate aus Grundlagenforschung und klinischer Forschung, Diskussionsplattformen zu kontroversiellen Themen und einem breiten Fortbildungsangebot.

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  • Highlights ESOC 2019

    Die European Stroke Organisation Conference (ESOC) hat im Mai das fünfte Mal stattgefunden. Die relativ junge Konferenz hat es geschafft, die RekordbesucherInnenzahlen vom letzten Jahr noch zu übertreffen und ist damit der größte Schlaganfallkongress weltweit. Über 4.500 BesucherInnen aus der ganzen Welt nahmen heuer in Mailand teil.

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Autonome Störungen

  • Untersuchung des autonomen Nervensystems mittels Kipptischuntersuchung
    In März 2019 führten wir eine Online-Umfrage durch, um festzustellen, wie Neurologinnen und Neurologen aus Vorarlberg zur Untersuchung des autonomen Nervensystems mittels der Kipptischuntersuchung stehen. Ein Online-Fragebogen in Form von Multiple-Choice-Fragen wurde per E-Mail an, unserem Kenntnisstand nach, alle (n ...Weiterlesen ...

Bewegungsstörungen

  • Differenzialdiagnose von Tremorerkrankungen
    Als Tremor wird die unwillkürliche, rhythmische Kontraktion antagonistischer Muskelgruppen bezeichnet. Die häufigsten Erkrankungen, welche mit Tremor einhergehen, sind tremordominanter Morbus Parkinson, essenzieller Tremor und dystoner Tremor. Die Differenzialdiagnostik beruht in erster Linie auf klinischen Kriterien. Die klinische Beurteilung allein ist ...Weiterlesen ...

Demenz

Multiple Sklerose

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Fehldiagnose CIDP

    Die chronische inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP) stellt eine klinisch und immunologisch heterogene Gruppe an behandelbaren, immunmediierten Neuropathien dar. Neuere Publikationen thematisieren das Problem der „Fehldiagnose CIDP“. Dabei wird bei PatientInnen, die klinisch und elektrophysiologisch die Kriterien einer CIDP nicht erfüllen, eine chronische Immunneuropathie diagnostiziert und als solche über Jahre inadäquat gemanagt.

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Neuroonkologie

Neurorehabilitation

  • Botulinumtoxin indiziert – aber wo?

    Das Setting einer Spastikbehandlung mit Botulinumtoxin (BoNT) trägt wesentlich zum Gesamterfolg einer solchen Therapieoption bei. Auch leitlinienseitig wird der Einbettung einer BoNT-Behandlung in interdisziplinäre Behandlungsteams im Rahmen einer rehabilitativen Begleitung ein hoher Stellenwert beigemessen. Im vorliegenden Beitrag werden am Beispiel der Einführung der BoNT-Behandlung in einem Rehabilitationszentrum die Eckpfeiler einer solchen Behandlung im Hinblick auf Planung, Finanzierung, Durchführung, Evaluation und Dokumentation dargestellt.

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Schlaganfall

Schmerzmedizin

  • Cannabis und chronischer Schmerz: Auf Rezept high oder endlich schmerzfrei?
    Cannabis ist die weltweit am häufigsten verwendete – für FreizeitanwenderInnen meist illegale – Pflanze, deren Wirkstoffe psychoaktive, berauschende Effekte erzeugen können. Die bekannteste Cannabis-Pflanze ist Cannabis sativa. Die Pflanze selbst ist ausgesprochen anspruchslos und wächst auf jedem Acker. In unterschiedlichen ...Weiterlesen ...