neuro 01|2011

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff, Präsident der ÖGN

Focus: Neuroonkologie

  • Vorwort zum Schwerpunkt Neuroonkologie

    Die Neuroonkologie hat sich in den letzten Jahren in Europa gut entwickelt und ist eine multidisziplinäre und multiprofessionelle Richtung, die sich einerseits primärer zerebraler und spinaler Tumoren, andererseits Auswirkungen von Krebsleiden und deren Therapien auf das Nervensystem annimmt. Metastasen ins Gehirn und Rückenmark, Meningealkarzinosen, Schmerzsyndrome mit Befall des peripheren Nervensystems und vor allem die verschiedenen Nebenwirkungen der Therapien im Sinne von Neurotoxizität sind die Einsatzgebiete der klinischen Neuroonkologie. Unterstützt wird dieses Feld durch zahlreiche theoretische Fächer wie Labor, Neuroradiologie und Neuropathologie sowie auch durch Grundlagenforschung.

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  • The developing role of the neuro-oncology nurse: A Dutch perspective

    CONTEXT: This article describes the role of specialist nurses in care, cure and research for patients with brain tumours in the Netherlands. The responsibility of the specialist nurse is management of care during the disease process and its treatment and includes patient education, symptom management and follow-up. Re-allocation of tasks and responsibilities has led to the function of the nurse practitioner, who is responsible for medical treatment with oral chemotherapy. Nursing research in neuro-oncology is focused on specialist nurse functions, which conclude that most patients and relatives value specialist nurse support highly. This article discusses nursing research in relation to symptom clustering which is defined as symptoms that occur simultaneously, cluster together and, as a result, influence outcome such as quality of life, health status and functional status, important outcomes in neuro-oncology clinical trials. Finally, the development and validation of self-report measure instruments for these symptoms resulted in use in ran – domized controlled trials is explored.

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  • Primäre ZNS-Lymphome – Ändern sich die Therapiestandards aufgrund der G-PCNSL-SG-1-Studie?

    Primäre ZNS-Lymphome sind seltene Tumoren mit einer jährlichen Inzidenz von 0,5 pro 100.000 Einwohner. Sie treten bei immunsupprimierten PatientInnen deutlich gehäuft auf, insbesondere bei PatientInnen nach Organtransplantation und bis zur Einführung effektiverer Therapien im Rahmen der AIDS-Erkrankung. Die Prognose ist insbesondere bei älteren PatientInnen schlecht. Modernere Therapieprotokolle führen hingegen bei jüngeren PatientInnen möglicherweise nicht selten zu einer Heilung.

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  • Neurotoxizität onkologischer Therapien

    Über Jahrzehnte wurde postuliert, dass das reife Nervensystem (NS) aufgrund der vorwiegend postmitotischen Zellen wenig vulnerabel für Strahlen- und Chemotherapie-Nebenwirkungen sei. Heute wissen wir, dass die Langzeittoxizität am NS für beide Therapiemodalitäten beträchtlich sein kann, und die Neurotoxizität sowohl am zentralen (ZNS) als auch am peripheren NS (PNS) ist dosislimitierend für zahlreiche onkologische – einschließlich neuer molekularer – Therapien geworden.

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  • Brain metastases – update on diagnosis and treatment

    Brain metastases represent an important cause of morbidity and mortality for cancer patients, and they are more common than primary brain tumours. The incidence of brain metastases has been increasing with time, as a consequence of the increases in overall survival now available for many types of cancer, and also of the improved detection by MRI.

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  • Hirntumoren und Epilepsie

    Epileptische Anfälle sind eine häufiges Phänomen bei PatientInnen mit Hirntumoren, mindestens ein epileptischer Anfall tritt bei 60–78 % der PatientInnen im Krankheitsverlauf auf. Der entscheidende Faktor für das Auftreten von Anfällen ist die Tumorbiologie. Die Pathogenese von Anfällen bei HirntumorpatientInnen ist multifaktoriell und letztlich nicht völlig geklärt.

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Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

Autonome Störungen

Bewegungsstörungen

  • REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD) und Morbus Parkinson: Was gibt es Neues?
    Die REM-Schlaf Verhaltensstörung (REM Sleep Behavior Disorder, RBD) ist eine Parasomnie, die durch Ausagieren von Träumen und den Verlust der im physiologischen REMSchlaf vorliegenden Muskelatonie (Abb. 1) gekennzeichnet ist1. Zur Diagnosestellung ist die Durchführung einer Polysomnographie erforderlich (siehe Diagnosekriterien in ...Weiterlesen ...

Demenz

  • Demenzprävention – Update
    Die Forschung zur Demenzprävention stützt sich zum überwiegenden Teil auf Beobachtungsstudien: Einige groß angelegte Vorsorgestudien laufen zurzeit oder sind bereits abgeschlossen. So wurde etwa die Hormonersatztherapie (HRT) umfassend untersucht; entgegen früheren Vermutungen spielt sie nach aktuellem Wissenstand keine Rolle in ...Weiterlesen ...

Epilepsie

Multiple Sklerose

  • Reality Check: Neutralisierende Antikörper gegen Interferon-beta
    Interferon-beta-(IFNb-)Präparate werden seit mehr als 15 Jahren in der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) verwendet und haben einen wichtigen Stellenwert in der Basistherapie dieser Erkrankung erlangt1. Die Langzeitverträglichkeit scheint gut zu sein, es wurden bisher selbst nach jahrelanger Behandlung keine ...Weiterlesen ...

Neurogeriatrie

  • Optimierte Medikamentenauswahl bei geriatrischen PatientInnen
    Ein Problem in der Geriatrie stellt die Gratwanderung zwischen einer nach Leitlinien orientierten Medikation bei multimorbiden PatientInnen und der daraus resultierenden Polypharmazie dar. Unerwünschte Medikamentenwirkungen wurden bereits 1987 von Geriatrie-ExpertInnen als eines der 5 wichtigsten Probleme in der Geriatrie erkannt1.
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Neuroimaging

Schlafstörungen

  • Jahrestagung der European Restless Legs Syndrome Study Group 2010
    An der Jahrestagung der European Restless Legs Syndrome Study Group EURLSSG (Präsidentin ao. Univ.-Prof. Dr. Birgit Högl) nahmen ca. 70 ForscherInnen aus dem In- und Ausland teil. Das Programm war wie gewohnt außergewöhnlich attraktiv und wartete mit State-of-the-Art-Vorträgen von ausgewiesenen ...Weiterlesen ...
  • Die Funktion des autonomen Nervensystems im Schlaf von Parkinson-PatientInnen
    Die Symptomatik des Morbus Parkinson ist wohl bekannt, oft wird aber den Symptomen des autonomen Nervensystems bei dieser Erkrankung wenig Beachtung geschenkt, nicht zuletzt, weil die Objektivierung und Quantifizierung autonomer Funktionsstörungen keine Routine-Untersuchung ist – vor allem nicht während der ...Weiterlesen ...
  • Neuer Durchbruch in der Genetik der Narkolepsie mit Kataplexie
    Die Narkolepsie mit Kataplexie ist eine neurologische Erkrankung mit einer Prävalenz von 0,5 % in der allgemeinen Bevölkerung. Kardinalsymptome sind erhöhte Tagesschläfrigkeit, imperative Einschlafattacken, Kataplexien, Schlaflähmungen und hypnagoge Halluzinationen. Studien der letzten Jahre erbrachten zunehmend Evidenz, dass die Narkolepsie mit ...Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

  • Botulinumtoxin und der Kopfschmerz
    Ende des letzten Jahrtausends wurde erstmals eine mögliche Wirksamkeit von Botulinumtoxin bei Kopfschmerzen beschrieben. Zahlreiche Untersuchungen bei unterschiedlichen Kopfschmerzsyndromen mit variablen Dosis- und Injektionsparadigmen folgten und ergaben widersprüchliche Ergebnisse. Bis – herige Studien zeigten keine Wirkung bei akuten primären Kopfschmerzformen. ...Weiterlesen ...