neuro 01|2019

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, FRCP, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Endlich ist es soweit, Ihnen die 2. Ausgabe von neurologisch vorzustellen, die dem Schwerpunktthema „Neurointensivmedizin“ gewidmet ist. Die Geschichte der Intensivmedizin an sich hat ihren Ursprung in der Neurointensivmedizin. Die Errichtung der ersten Beatmungsstationen in den ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Epilepsie: neue Diagnose- und Behandlungsoptionen

    Zum Internationalen Tag der Epilepsie am 11. Februar 2019 informierten die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) und die Österreichische Gesellschaft für Epileptologie (ÖGfE) über Innovationen und neue Erkenntnisse.

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  • Über Guidelines, Leitlinien und Konsensuspapiere – eine kritische Sichtweise

    Wir leben im Zeitalter der klinischen Leitlinien oder Guidelines. Den Gastkommentar zum Konsensuspapier dreier europäischer Fachgesellschaften in dieser Ausgabe von neurologisch sowie den in der letzten Ausgabe von neurologisch erschienenen Kommentar zu den Empfehlungen der Europäischen Herzrhythmusgesellschaft möchte ich zum Anlass nehmen, eine kritische Sichtweise zu den generellen Aspekten von Guidelines und den weitreichenden Konsequenzen unserer „Guideline-Gläubigkeit“ einbringen.

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Focus: Neurologische Intensivmedizin, Teil 2

  • Vorwort

    Wir freuen uns, Ihnen den zweiten Teil mit dem Schwerpunktthema „Neurologische Intensivmedizin“ ankündigen zu dürfen!

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  • Neurologische Notfälle an der Schnittstelle zur allgemeinen Intensivmedizin

    ADEM bei Erwachsenen: frühe Diagnose und rasche aggressive Immuntherapie essenziell.

    Durch die notfallmedizinische Aufklärungsarbeit zur Laienreanimation bei Herzstillstand wird die hypoxische Enzephalopathie häufiger und für Neurologinnen/Neurologen wichtiger.

    Die Wernicke-Enzephalopathie (WE) ist ein durchaus häufiger, aber oft unerkannter Grund für eine rasche Progredienz vom Verwirrtheitszustand bis zum Koma.

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  • Spontane Subarachnoidalblutung

    Etwa 10 % aller SAB-PatientInnen werden initial fehldiagnostiziert.

    Die Behandlung von SAB-PatientInnen in spezialisierten neurointensivmedizinischen Zentren mit einer hohen jährlichen Fallzahl verbessert das Langzeit-Outcome.

    Die Versorgung des Aneurysmas sollte innerhalb von 72 Stunden, besser 24 Stunden nach Blutung erfolgen.

    Die sekundär ischämische Schädigung nach SAB wird ursächlich durch den Vasospasmus, aber auch durch Mikrothrombosen und „cortical spreading depolarizations“ verursacht.

    Das intensivmedizinische Management beinhaltet ein adäquates Monitoring, um zerebrale und systemische Sekundärkomplikationen frühzeitig zu erkennen.

    Normothermie, Normokapnie und Normoglykämie sind wichtige Ziele des intensiv-medizinischen Managements.

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  • Die zerebrale Sinusvenenthrombose

    Die Prognose von CSVT hat sich aufgrund der früheren Diagnosestellung, der Verfügbarkeit und der Weiterentwicklung der Neurointensivmedizin deutlich verbessert.

    PatientInnen sollten vorzugsweise an einer Stroke Unit oder Neurologischen Intensivstation behandelt werden, vor allem bei Bewusstseinsstörung, Status epilepticus, kritischer Hirndruckerhöhung, großen Parenchymläsionen etc.

    Bei Vorliegen einer CSVT-assoziierten intrazerebralen Blutung sollte grundsätzlich eine Heparinisierung erfolgen; Ziel: Beseitigung der venösen Abflussstörung als Ursache für Stauungsblutung!

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  • Aktuelle intensivmedizinische Aspekte der bakteriellen Meningitis

    Neuroinfektiologische Erkrankungen wie bakterielle Meningitis erfordern spezifische neurologische Intensivmedizin.

    Die Gesamtmortalität der Meningitis liegt bei ca. 20 %, wobei Listerien neuerdings in den Fokus gerückt sind und eine Mortalität bis zu 46 % aufweisen.

    Goldstandard der Diagnosesicherung ist unverändert der Erregernachweis im Liquor.

    Externe Ventrikeldrainage (EVD) zur Hirndruckbehandlung ist effektiv bei bakterieller Meningitis.

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  • Hirnabszess

    Die klinischen Symptome eines Hirnabszesses hängen von Größe, Lokalisation und zeitlicher Dynamik der Größenprogredienz ab.

    Im Schnitt dauert die Diagnose um die 10 Tage, bei kleinen Abszessen deutlich länger.

    Nur 60–70 % der PatientInnen zeigen erhöhte Entzündungsparameter.

    Die Magnetresonanzuntersuchung (MRT) kann entscheidend zur Intra-vitam-Diagnose beitragen.

    Die Therapie des Hirnabszesses ist heute meist ein kombiniertes antibiotisch-chirurgisches Vorgehen.

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  • Status epilepticus

    Die neue ILAE-Definition und -Klassifikation sieht ein klares Zeitkonzept bezüglich Diagnosestellung und Therapieeinleitung (T1) sowie für die erfolgreiche Behandlung zur Vermeidung von irreversiblen neuronalen Schädigungen vor (T2).

    Mit dem ILAE-2015-Schema wird zunächst die Motorik beurteilt und in einem gedanklich zweiten Schritt (klinisch gleichzeitig!) die Bewusstseinslage.

    Es ist ein nach wie vor ungelöstes Problem, bei SE mit akuter Ätiologie die Folgen der Ursache von jenen des SE selbst valide abgrenzen zu können.

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  • Hirntoddiagnostik

    Bei der klinischen Untersuchung ist auf den vollständigen Ausfall der Hirnstammreflexe zu achten, die Beobachtungsdauer bezüglich einer Reflexantwort ist zu erweitern.

    Spontane Willkürmotorik ist niemals mit dem Hirntodsyndrom vereinbar; die spinale Reflex­motorik in allen Ausprägungen ist jedoch sogar suggestiv für den Ausfall aller Hirnfunktionen.

    Motorik im Gesichtsbereich sind per se nicht mit der Hirntoddiagnose kompatibel.

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  • Translationale Forschung in der Neurointensivmedizin

    Bisher erwies sich keine der präklinisch vielversprechenden Behandlungsansätze in randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) bei SHT-PatientInnen als effektiv hinsichtlich Outcome-Verbesserung.

    In nächster Zeit werden voraussichtlich Serum-Biomarker zur Verlaufsbeobachtung von neuro­inflammatorischen Prozessen, einer synaptischen Schädigung bzw. des Funktionszustandes der Blut-Hirn-Schranke identifiziert werden.

    Computergesteuerte Randomisierungsalgorithmen sollten es künftig ermöglichen, multiple Therapieansätze gleichzeitig in klinischen Studien zu untersuchen.

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Neurologie in Österreich

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