neuro 01|2021

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, MSc, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 1/21
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Ich begrüße Sie herzlich zur neuesten Ausgabe von neurologisch! Die Redaktionsleitung, der wissenschaftliche Beirat und das Team des MedMedia Verlags haben wieder sehenswerte Arbeit geleistet, um Ihnen eine interessante Ausgabe mit vielen aktuellen Informationen und Themen ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

Kongresstermine

  • Kongresstermine 2021

    Alle internationalen und nationalen Neurologie-Kongresse im Überblick. Bei Klick auf das „iCal“ Icon, das bei Mous-Over der jeweiligen Veranstaltung einblendet, können Sie diese automatisch in Ihren Kalender übertragen

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Focus: Neuromyelitis-optica- Spektrum-Erkrankungen

  • Vorwort
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Autoimmun-demyelinisierende Erkrankungen des zentralen Nervensystems haben in den letzten zwei Jahrzehnten eine Diversifizierung erfahren, und eine Reihe therapeutischer Optionen ist entwickelt worden. In dieser Ausgabe von neurologisch soll der aktuelle Stand der Diagnostik und Therapie der ...Weiterlesen ...
  • Die Geschichte der Neuromyelitis optica

    „Spinale Amaurose“ oder: Wie alles begann …

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  • Diagnostische Kriterien und MR-Bildgebung bei Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD)

    Die MRT nimmt in der Diagnose und Differenzialdiagnose der NMOSD einen hohen Stellenwert ein.

    Zudem wird die MRT zur Beurteilung der Prognose, des natürlichen Verlaufes und im Monitoring des Ansprechens auf therapeutische Strategien herangezogen.

    Die technischen Weiterentwicklungen werden in Zukunft zu einem Einsatz non-konventioneller MR-Techniken führen und eine bessere mikrostrukturelle Charakterisierung der mittels MRT erfassbaren Gewebeveränderungen ermöglichen.

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  • Diagnostische Antikörper: AQP4-IgG und MO-IgG

    Die Abgrenzung zwischen Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) und Multipler Sklerose (MS) ist von großer Bedeutung, da NMOSD eine andere Therapie als MS erfordert.

    Bei der Diagnose der NMOSD spielen die AQP4-IgG eine entscheidende Rolle.

    Nach derzeitigem Wissen sind aber ca. 30 % aller NMOSD-Patient*innen AQP4-IgG- seronegativ, wobei bis zu 50 % dieser Fälle MOG-IgG aufweisen.

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  • MOG-Antikörper-assoziierte Erkrankungen

    Bei der Diagnose von akuter disseminierter Enzephalomyelitis (ADEM), transverser Myelitis (TM), Optikusneuritis (ON), Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) und Multiple Sklerose (MS) kann die Bestimmung der Antikörper gegen neuronale und gliale Antigene hilfreich sein.

    Kinder mit Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörpern (MOG-Ak) zeigen in mehr als 50 % eine ADEM, während bei Jugendlichen und Erwachsenen vor allem eine ON auftritt.

    Eine ON im Rahmen von MOG-Ak-assoziierten Erkrankungen (MOGAD) ist, im Unterschied zu ON bei MS oder NMOSD, häufig bilateral und mit einer guten Erholung der Sehschärfe verbunden.

    Bei MOG-Ak-positiven Patient*innen mit der klinischen Verdachtsdiagnose einer TM zeigt sich im spinalen MRT häufig eine longitudinale extensive transverse Myelitis (LETM).

     

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  • Differenzialdiagnosen der Optikusneuritis

    Die inflammatorische Optikusneuropathie, auch Optikusneuritis (ON) genannt, ist häufig mit Multipler Sklerose assoziiert, jedoch gibt es auch vielfältige andere Ursachen.

    Es ist wichtig, die zugrunde liegende Ätiologie zu ermitteln, da die Prognosen verschieden sind und zudem teilweise unterschiedliche Therapien erforderlich sind.

    An die frühzeitige differenzialdiagnostische Abklärung bei subakutem oder akutem Sehverlust sollte besonders bei atypischer Präsentation der ON gedacht werden.

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  • Therapieprinzip B-Zell-Depletion

    Die B-Zell-Depletion mit Rituximab ist – trotz Off-Label-Anwendung – der derzeitige Therapiestandard in der Behandlung der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen.

    Inebilizumab ist von der FDA zur Schubprophylaxe für Patient*innen mit Anti-Aquaporin-4-Antikörper-positiver NMOSD zugelassen.

    B-Zell-depletierende Therapien beeinflussen die Immunität nach Impfungen.

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  • Therapieprinzip Komplementhemmung

    Eculizumab ist nicht in der Lage, selbst eine Aktivierung des Komplementsystems auszulösen, aber es blockiert an zentraler Stelle die für die Gewebsschädigung bei NMOSD wesentliche Aquaporin-4-AK-mediierte Aktivierung der Komplementkaskade.

    PREVENT-Studie zeigt signifikante Schubreduktion bei Eculizumab, aber keinen signifikanten Unterschied in der EDSS-Progression.

    Trotz Meningokokken-Impfungen ist bei einer Behandlung mit Eculizumab das Risiko einer Meningokokken-Infektion weiterhin erhöht.

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  • Therapieprinzip Interleukin-6-Hemmung

    IL-6 nimmt eine zentrale Rolle in der Regulation der Immunantwort bei Patient*innen mit NMOSD ein, indem es u.a. die Produktion der AQP4-Antikörper ankurbelt.

    IL-6 korreliert mit der klinischen Krankheitsaktivität von Patient*innen mit NMOSD.

    Bei Patient*innen mit NMOSD führt die therapeutische IL-6-Rezeptorblockade zu einer Reduktion der Schubrate.

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Neurologie in Österreich

  • Präanalytische Stabilität von Neurofilament-Leichtketten im Serum
    Einleitung
    Neurofilament-Leichtketten durchleben den Aufstieg zu einem der prominentesten Biomarker in der Neurologie. Ihre Fähigkeit, axonalen Schaden in Blut und Liquor zu objektivieren, erlaubt Implikationen für verschiedenste neurologische Erkrankungen. Mit der zunehmenden Anzahl an Studien, die diesen Biomarker klinisch und ...Weiterlesen ...

Kongress-Highlights

Autonome Störungen

Demenz

Epilepsie

  • Cannabidiol in der Epilepsiebehandlung
    Einleitung
    Cannabidiol (CBD) gewann in den letzten Jahren in der Epilepsietherapie zunehmend an Aufmerksamkeit. Es existiert bis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur ein einziges klinisch geprüftes CBD-Präparat (Epidiolex®, GW Pharmaceuticals, London). Die Wirkung von CBD findet über multiple molekulare Ebenen ...Weiterlesen ...

Multiple Sklerose

Neurogeriatrie

  • Demenzprävention: Es ist nie zu früh und nie zu spät!

    Die derzeitigen Möglichkeiten der Demenzprävention können in zwei Gruppen zusammengefasst werden: Zum einen die Reduktion zerebraler neuropathologischer Schädigungen (z. B. durch Amyloid, Tau-Protein, vaskuläre oder entzündliche Prozesse). Zum anderen durch Zunahme und Erhalt der kognitiven Reserve (z. B. durch eine höhere Schulbildung und ausreichend Sozialkontakte).

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Neuroimaging

Neurointensiv

  • Kontinuierliche Elektroenzephalografie in der neurologischen Intensivmedizin
    Rossetti et al.1 verglichen in einer multizentrischen, 1 : 1 randomisierten klinischen Studie (CERTA-Studie) die kontinuierliche Elektroenzephalografie (cEEG) bei kritisch kranken Erwachsenen mit Bewusstseinsstörung ohne klinische Anfallszeichen mit dem Standard-Routine-Elektroenzephalogramm (20 min, rEEG). Vier Universitäten in der Schweiz (Intensivstation und ...Weiterlesen ...

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Neue Therapieansätze für amyotrophe Lateralsklerose

    Die bisherigen therapeutischen Optionen für die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) sind begrenzt. Seit 1994 werden die neuroprotektiven und antiglutamatergenen Eigenschaften von Riluzol zur Behandlung der ALS eingesetzt, die zu einer Verlangsamung des Krankheitsfortschreitens führen.1

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Neuroonkologie

  • Highlights der Neuro-Onkologie
    Ähnlich anderen internationalen Kongressen und Meetings wurde auch die diesjährige Jahrestagung der US-amerikanischen Gesellschaft für Neuro-Onkologie („Society of Neuro-Oncology“, SNO) virtuell abgehalten. Von 19. bis 21. November 2020 tauschte man also einen überdimensionalen Kongresssaal in Austin, Texas, mit dem eigenen ...Weiterlesen ...

Neurorehabilitation

  • Prinzipien der Rehabilitation bei fokaler Dystonie

    Bei fokaler Dystonie spielt die Rehabilitation eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die motorische Kontrolle betroffener Körperabschnitte zu verbessern. Zudem sollen abnormale Bewegungsmuster durch kompensatorische bzw. neue Bewegungsstrategien ersetzt werden.

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Psychosomatik

Schlafstörungen

Schlaganfall

Schmerzmedizin

  • Evaluierung und Therapie von Kopfschmerzen in der Schwangerschaft
    Kopfschmerzen gehören zu einem weitverbreiteten Krankheitsbild in der Bevölkerung. Sowohl in den ärztlichen Ordinationen als auch in den Notaufnahmen werden Patientinnen mit entsprechenden Beschwerden vorstellig. Laut einer norwegischen Studie berichteten ca. 60 % der Unter-40-jährigen Frauen über Kopfschmerzen im Jahr ...Weiterlesen ...