Kostenlos und unverbindlich Relatus abonnieren

Therapie News: Multiple Sklerose

Positionspapiere & Expert:innenstatements

Therapie news: Migräne

Erscheinungsdatum:
4.3.2016

Herausgeber:
Österreichische Gesellschaft für Neurologie


Editorial

Editorial 1/16

Reinhold Schmidt 4.3.2016

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Der Schwerpunkt dieses Heftes widmet sich dem Thema Neurorehabilitation. Entsprechend der Gruppe um Prof. Weiller, Freiburg, können anhand des Zweischleifenmodells Aphasiesymptome besser als bisher erklärt werden, und in diesem Zusammenhang wird auf neue Rehabilitationsmöglichkeiten bei Patientinnen und Patienten mit Schlaganfällen hingewiesen. Prof. Dettmers, Konstanz, widmet...

Focus: Neurorehabilitation

Vorwort

Josef Spatt et al. 4.3.2016

Die Neurologie hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen, von einem vormals in vielen Fällen rein diagnostisch begleitenden Fach zu einem auch therapeutisch sehr erfolgreichen Teilbereich der Medizin. In gleicher Weise hat sich auch die Neurorehabilitation weiterentwickelt. So und nur so können in vielen Bereichen Verbesserungen in der Akutneurologie auch zu einem anhaltenden Erfolg für...

Focus: Neurorehabilitation

Therapie von Aphasie nach Schlaganfall: Können neue Erkenntnisse helfen?

Michel Rijntjes et al. 4.3.2016

Ein beträchtlicher Teil der PatientInnen mit Aphasie nach Schlaganfall zeigt nach einem Jahr trotz logopädischer Therapie noch eine relevante Behinderung. Das Zweischleifenmodell ist ein domänenübergreifendes Modell, wie im Gehirn die Analyse von Sequenzen und Strukturen parallel stattfindet. Dieses Modell kann bestimmte Symptome einer Aphasie besser als bis jetzt erklären und bietet die Möglichkeit, auf...

Focus: Neurorehabilitation

Bewegungsvorstellungstraining zur Rehabilitation des Schlaganfalls

Christian Dettmers 4.3.2016

Bisher liegen ungenügend Erfahrungen vor, welche PatientInnen mit Handparese sich in Abhängigkeit von Größe und Lokalisation des Infarktes Bewegung ausreichend gut vorstellen können, um von einem systematischen Bewegungsvorstellungstraining zu profitieren (Einfluss des Infarkts auf das Bewegungsvorstellungsvermögen). Vermutlich bedarf es einer systematischen Vorbereitung und Einführung des Patienten/der...

Focus: Neurorehabilitation

Nichtinvasive Gehirnstimulation (NIBS): transkranielle Magnet- und Gleichstromstimulation

Wolf Müllbacher 4.3.2016

Mittels der nichtinvasiven Gehirnstimulation (Non-invasive Brain Stimulation, NIBS) kann einerseits die Integrität neuronaler Netzwerke untersucht, andererseits durch eine repetitive Stimulation neuromodulatorisch interveniert werden. Zahlreiche Phase-II- und einzelne Phase-III-Studien zur therapeutischen Wirksamkeit der NIBS erscheinen vielversprechend.

Focus: Neurorehabilitation

Behandlung von PatientInnen mit homonymen Gesichtsfeldausfällen

Josef Zihl 4.3.2016

Homonyme Gesichtsfeldausfälle sind eine häufige Folge erworbener Hirnschädigung; wegen der eher geringen Spontanrückbildung und -anpassung stellen sie für die Mehrheit der Betroffenen eine persistierende Sehbehinderung dar. Für die Rehabilitation stehen restitutive und kompensatorische Behandlungsverfahren sowie optische Hilfsmittel zur Verfügung.u Die Verfahren zur Kompensation des Gesichtsfeldausfalls und...

Focus: Neurorehabilitation

Möglichkeiten und Perspektiven für die Rehabilitation von QuerschnittspatientInnen: epidurale Rückenmarkstimulation

Ursula Hofstötter et al. 4.3.2016

Die epidurale Stimulation des lumbalen Rückenmarks kann Lokomotionszentren unterhalb einer Querschnittsverletzung anregen und in der Folge verschiedene Bewegungen in den gelähmten Beinen auslösen. Die Stimulation kann durch ihre neuromodulative Wirkung schwere Formen der Spastizität effektiv kontrollieren.u Selbst bei schwerwiegenden Verletzungen können rudimentäre Willkürbewegungen ermöglicht werden.

Focus: Neurorehabilitation

Trainingstherapie bei Multipler Sklerose

Jens Bansi 4.3.2016

In der Neurorehabilitation hat sich die Bewegungstherapie bei Multipler Sklerose zu einer zentralen Komponente entwickelt. Ausdauertraining ist am besten untersucht und wird innerhalb rehabilitativer Bewegungsprogramme häufig in Kombination mit einem Krafttraining durchgeführt. Personen mit MS sollte geraten werden, gewohnte körperliche Aktivitäten aufrechtzuerhalten oder mit solchen zu beginnen, da sich ein...

Kongress-Highlights

Highlights der 19. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft

Karl Matz 4.3.2016

Bereits zum 19. Mal fand vom 21. bis 23. Jänner 2016 die Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall­gesellschaft statt, dieses Jahr an der Donauuniversität Krems. Rund 200 Besucherinnen und Besucher und über 40 Vortragende konnten dabei ein sehr spannendes und abwechslungsreiches wissenschaftliches Programm erleben.

Schlafstörungen

Obstruktive Schlafapnoe: Revision der EU-Führerscheinrichtlinien

Stefan Seidel et al. 4.3.2016

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für das Auftreten von Verkehrsunfällen, und die Continuous-Positive-Airway-Pressure-(CPAP-)Therapie stellt den Goldstandard in der nichtinvasiven Therapie dieser schlafbezogenen Atmungsstörung dar. Diese Fakten haben zu einer Revision der Führerscheinrichtlinien der EU (Annex III) geführt1, die mit 2016 von allen...

Schlaganfall

Ergebnisse des Österreichischen Stroke-Unit-Registers 2015

Wilfried Lang et al. 4.3.2016

Im Jahr 2015 wurden drei wichtige Arbeiten aus dem Österreichischen Stroke-Unit-Register (ASUR – Austrian Stroke Unit Registry) publiziert bzw. zur Publikation angenommen. In diesem Register, das zunehmend international beachtet wird, sind mehr als 100.000 PatientInnen mit TIA/Schlaganfall dokumentiert.

Schmerzmedizin

Vom neuropathischen Schmerz zu Migräne und Cluster-Kopfschmerz

Christian Lampl et al. 4.3.2016

Die Entwicklung von CGRP-(calcitonin gene-related peptide-)Antikörpern könnte eine Option sein, Migräne­attacken prophylaktisch zu behandeln. Erste Phase-II-Ergebnisse sind vielversprechend, abzuwarten sind die Langzeitergebnisse und das Nebenwirkungsprofil bei Langzeitanwendung.

Neuromuskuläre Erkrankungen

Akademie für Neuromuskuläre Erkrankungen der ÖGN

Anna Grisold et al. 4.3.2016

Von 27. bis 28. November 2015 fand an der Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck die Akademie für Neuromuskuläre Erkrankungen der ÖGN statt. Dabei wurden Myopathien und Myotonien nach Verteilungsmuster vorgestellt sowie eine Einführung in die bildgebende Darstellung und genetische Abklärung gegeben. Darüber hinaus stand eine Vorstellung der Muskelbeteiligung bei systemischen Erkrankungen – allen...

Multiple Sklerose

Konzeptionelle Idee: Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Multipler Sklerose

Jörg Kraus et al. 4.3.2016

Die Fettleibigkeit entwickelt sich in den westlichen Industrienationen zunehmend zu einem gesundheitsökonomischen Problem. Daher wurden in den letzten Jahren aufgrund von intensiven Forschungsbemühungen wertvolle Erkenntnisse über die pathogenetischen Zusammenhänge der Fettleibigkeit gewonnen. Unter anderem zeigte sich, dass es durch die Fettleibigkeit zu einer Hypertrophie, Hyperplasie und Differenzierung von...

Multiple Sklerose

Ganzkörper-Kryostimulation zur Behandlung der Fatigue? Kleinere Studie zeigt einen möglichen positiven Effekt

Jörg Kraus et al. 4.3.2016

In einer polnischen Studie1 wurde der Effekt einer Ganzkörper-Kryostimulation sowohl auf die Fatigue als auch eine breite Batterie an funktionellen Outcome-Parametern untersucht. Dabei wurden die MS-PatientInnen in zwei Gruppen, jeweils mit leicht- (n = 27) bzw. hochgradiger (n = 32) Fatigue, eingeteilt. Die Ergebnisse von jeweils 24 Betroffenen in beiden Gruppen, die alle 10 Anwendungen einer jeweils 3-minütigen...

Multiple Sklerose

Nationale dänische Registerstudie: Ein weiterer Beleg für eine Assoziation zwischen Psoriasis und Multipler Sklerose

4.3.2016

Obwohl es sich bei Psoriasis und MS um entzündliche Erkrankungen mit ähnlichen genetischen Risikofaktoren sowie zum Teil den gleichen pathogenetischen Prozessen handelt, waren bislang die Daten über eine mögliche Koinzidenz Mangelware. Egeberg et al.1 präsentieren die Ergebnisse einer umfassenden nationalen Kohortenstudie, bei der über einen Zeitraum von 15 Jahren alle über 18 Jahre alten...

Demenz

Genetik der Alzheimer-Demenz

Elisabeth Stögmann et al. 4.3.2016

Moderne Technologien wie genomweite Assoziationsstudien und Next-Generation Sequencing haben Fortschritte in der kontinuierlichen Aufarbeitung des genetischen Hintergrundes der Alzheimer-Demenz gebracht und werden dies weiterhin tun.

Autonome Störungen

Die Rolle des Kipptischlabors und der Sprechstunde für Erkrankungen des autonomen Nervensystems

Alessandra Fanciulli et al. 4.3.2016

Ein transienter Bewusstseinsverlust (auf Englisch: transient loss of consciousness – T-LOC) wird durch fehlende Ansprechbarkeit, Tonusverlust und Amnesie des Ereignisses definiert. Transiente Bewusstseinsverluste stellen eine tägliche diagnostische Herausforderung dar. Synkopen, epileptische Anfälle, psychogene Pseudoanfälle bzw. Pseudosynkopen sowie auch seltenere Mimikry sollten in der...

Neurogeriatrie

Nachweis kognitiv und motorisch relevanter mikrostruktureller Gehirngewebsveränderungen im Alter

Gerhard Ransmayr et al. 4.3.2016

Die zerebrale Bildgebung mittels MRT ermöglicht Einblicke in die normalen und krankheitsabhängigen beschleunigten Alterungs­prozesse des Gehirns im Rahmen demenzieller Erkrankungen. Routine-MR-Untersuchungen mittels T1-, T2-, FLAIR- und T2*-gewichteter Aufnahmen zeigen den Großteil der aus gegenwärtiger Sicht klinisch relevanten strukturellen Hirnveränderungen auf (Hirnatrophie, insbesondere Kortex,...

Neuroimaging

Teil 2: Einschätzung der Prognose und Monitoring der Erkrankung – MAGNIMS-Konsensus-Richtlinien zur Anwendung der Magnetresonanztomografie (MRT) im Management der Multiplen Sklerose

Christian Enzinger et al. 4.3.2016

Der Stellenwert der MRT in der Beurteilung der Multiplen Sklerose (MS) geht mittlerweile weit über die Diagnosefindung hinaus. MRT-Techniken werden nun zunehmend auch eingesetzt, um eine Einschätzung der Erkrankungsprogression zu gewinnen. Mit der Einführung einer neuen Generation immunmodulatorischer und/oder immunsupprimierender Therapien der MS hat die MRT zudem eine entscheidende Bedeutung im Monitoring der...

Neuroonkologie

Empfehlungen zur Sonderfachschwerpunktbildung (Modul) „Neuroonkologie“ im Rahmen der Neurologie-Facharztausbildung

Stefan Oberndorfer et al. 4.3.2016

Im Rahmen der veränderten Ausbildung sind neben der „Grundausbildung“ insgesamt 6 Module wählbar, von denen 3 absolviert werden müssen. Mit dem Modul Neuroonkologie trägt die Neurologie dazu bei, die Behandlung von PatientInnen mit neuroonkologischen Erkrankungen zu optimieren. Die Diagnostik und Therapie primärer Hirntumoren und die Auswirkungen von systemischen Tumorerkrankungen auf das Nervensystem sind...

 



Schließen

Inhaltsverzeichnis neuro 01|2016

Kooperationspartner