neuro 04|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, MSc, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 4/20
    Die Zeit ist trotz – oder wegen – aller Schwierigkeiten, Wirrnisse, persönlicher und beruflicher Betroffenheiten durch die anhaltende Pandemie seit der letzten Ausgabe von neurologisch rasant vergangen. Ich hoffe, dass Ihnen das Bemühen um die Balance zwischen weitgehender Normalität und ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Kongresstermine 2021

    Alle internationalen und nationalen Neurologie-Kongresse im Überblick. Bei Klick auf das „iCal“ Icon, das bei Mous-Over der jeweiligen Veranstaltung einblendet, können Sie diese automatisch in Ihren Kalender übertragen

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  • Verleihung des 1. Karl-Vass-Multiple-Sklerose-Preises

    Am 9. 12. 2020 fand die Verleihung des Karl-Vass-Multiple-Sklerose-Preises statt. Als 1. Preisträger wurde Dr. Gabriel Bsteh, PhD prämiert. An der Preisverleihung nahmen, coronakonform, der Präsident der Multiple-Sklerose-Forschungsgesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, Univ.-Prof. Dr. Hans Lassmann, Dr. Astrid Müller und Dr. Astrid Kaltenböck von Biogen teil.

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  • Die ÖGN in „Guten Morgen Österreich“

    Der ORF hat – in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie – von 27. bis 31. 10. 2020 den Schwerpunkt „Neuro­logie“ in „Guten Morgen Österreich“ gesetzt.

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  • Sollen Neurolog*innen in der österreichischen Vorsorgeuntersuchung eine Rolle spielen?
    Ich bin auf diese Frage anlässlich einer Diskussion mit einem Kollegen vom österreichischen Cochrane-Zentrum an meiner Universität gestoßen. Ich bin kein Kassenarzt und habe diesbezüglich keine standespolitischen Interessen oder Aufgaben. Ich vertrete im Folgenden nur mich selbst als klinisch und ...Weiterlesen ...

Kongresstermine

  • Kongresstermine 2021

    Alle internationalen und nationalen Neurologie-Kongresse im Überblick. Bei Klick auf das „iCal“ Icon, das bei Mous-Over der jeweiligen Veranstaltung einblendet, können Sie diese automatisch in Ihren Kalender übertragen

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Focus: Neurologische Notfälle (Teil 2)

  • Vorwort 4/20
    Die neurologische Notfallmedizin hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und ist in Schwerpunktkrankenhäusern neben der Unfallchirurgie und Inneren Medizin die drittwichtigste Disziplin in einer modernen zentralen Notaufnahme. Mit den beiden Teilen der Sonderausgabe „Neurologische Notfälle“ von neurologisch soll ...Weiterlesen ...
  • Neurologische Notfälle: Epileptische Anfälle

    Suspekte epileptische Anfälle zählen zu den häufigsten ungeplanten neurologischen Zuweisungen in einer Notfallambulanz.

    Die neuen Klassifikationskriterien des Status epilepticus umfassen 4 Achsen: 1) klinisches Erscheinungsbild (Semiologie), 2) Ätiologie, 3) EEG und 4) Alter.

    Die rasche und dem Stufenschema entsprechende Therapieeinleitung mit Benzodiazepinen und weiteren Antiepileptika ist entscheidend für den Therapieerfolg.

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  • Anfälle – kardiologische Aspekte

    Bei kardial bedingten Synkopen kommen ätiologisch Arrhythmien, strukturelle Herzerkrankungen oder Krankheiten der Lungenstrombahn bzw. der großen Gefäße in Frage.

    Klinische Zeichen, anamnestische Symptome und/oder EKG-Veränderungen, die für das Vorliegen einer Herzinsuffizienz, einer akuten Myokardischämie, einer strukturellen Herzkrankheit oder einer Pulmonalarterienembolie sprechen bzw. ein pathologischer Auskultationsbefund bedingen weiterführende laborchemische Analysen und bildgebende Verfahren.

    Die Behandlung von Synkopen im Rahmen einer strukturellen Herzkrankheit sollte neben einer Prävention von Rezidiven, die häufig eine Form von Schrittmachertherapie miteinschließt, auch auf die kardiale Grundkrankheit abzielen.

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  • Akuter Schwindel

    Die häufigsten Fehler bei der Begutachtung von Patient*innen mit akutem Schwindel reichen von Fehlinterpretationen des berichteten Schwindels in der Anamneseerhebung über mangelnde Kenntnisse in der Okulomotorikprüfung und Fehleinschätzungen von vaskulären Risikofaktoren bis hin zu einem zu starken Sich-Verlassen auf CCT- oder MRT-Befunde.

    Bei der Herangehensweise an akute Schwindelpatient*innen ist es empfehlenswerter, to rule in a peripheral-vestibular disorder than to rule out a central cause“.

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  • Kopfschmerzen als Notfall

    Kopfschmerzen sind neben Schwindel das häufigste Symptom einer akuten ärztlichen Konsultation; dabei handelt es sich zumeist um primäre, nur selten um sekundäre Kopfschmerzen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein sekundärer Kopfschmerz vorliegt, ist bei einer Konsultation in einer Notfallaufnahme am höchsten.

    Die häufigste Ursache für neurologische Defizite in Kombination mit Kopfschmerzen ist die Migräne mit Aura, gefolgt von intrazerebralen Blutungen oder ischämischen Schlaganfällen.

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  • Neurologische Notfälle: Der spezifische Nacken-/Rückenschmerz

    Rückenschmerzen sind in den letzten Jahren auf die Nummer zwei der Ursachen für Arbeits­unfähigkeit und Rehabilitationsmaßnahmen gestiegen.

    In der klinischen Praxis sollte man bei Rückenschmerzen Notfälle und behandlungsbedürftige Ursachen erkennen, um unnötige Untersuchungen zu vermeiden und das Risiko für Chronifizierung zu reduzieren

    Bei Vorliegen eines spezifischen Schmerzes und neurologischer Defizite sollte eine schnellstmögliche Abklärung der Ursache und Einleitung der Behandlung in einem spezialisierten Zentrum erfolgen.

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Neurologie in Österreich

  • Eine Frage der Ätiologie?

    Der zerebrale Kollateralstatus beim akuten Großgefäßverschluss der vorderen Zirkulation

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  • Ergebnisse der NMS-Nab-Studie

    Orales Cannabis-Präparat bei Parkinson-Patient*innen mit störenden nichtmotorischen Symptomen: eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie mit „Withdrawal“-Design.

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Kongress-Highlights

Autonome Störungen

  • Neurogene orthostatische Hypotonie: ein neues Bedside-Screening
    Die orthostatische Hypotonie (OH) bezeichnet ein Absinken des Blutdrucks (BD) im Stehen, welches auf eine gestörte Aktivität der kleinen sympathischen Nervenfasern (neurogene OH, nOH) beziehungsweise auf eine Hypovolämie oder blutdrucksenkende Medikamente zurückzuführen ist. Während eine nichtneurogene OH durch Korrektur der ...Weiterlesen ...

Bewegungsstörungen

  • Palliativmedizin bei Parkinsonerkrankungen

    Aufgrund der hohen Symptomlast und des großen Leides von Patient*innen mit atypischen Parkinsonsyndromen sollte der ganzheitliche Palliative-Care-Ansatz bei der Behandlung dieser Patient*innen integriert werden.

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Epilepsie

  • Moderne Konzepte in der Epilepsiechirurgie
    Einleitung
    Epilepsiechirurgie führt bei durchschnittlich 50–60 % aller operierten Patient*innen zur Anfallsfreiheit.
    Die Indikation zu einem solchen Eingriff richtet sich nach folgenden Punkten:

    Das Anfallsleiden ist medikamentös therapierefraktär,
    die Anfälle schränken die Lebensqualität des Patienten/der Patientin ein, und
    ein ...Weiterlesen ...

Multiple Sklerose

  • Aspekte der Kommunikation über Sexualität bei Multipler Sklerose
    Studienfrage: Wie erleben Betroffene einer Multiplen Sklerose (MS) und deren betreuende Ärzte*Ärztinnen („MSolog*innen“) die Kommunikation über Sexualität?
    Hintergrund: In der Betreuung von Menschen mit MS ist die Kommunikation über Sexualität derzeit weitgehend nicht Teil der klinischen Routine. Ein Grund für ...Weiterlesen ...

Neuromuskuläre Erkrankungen

Neuroonkologie

  • Neuroonkologisches Management von Gliompatient*innen während der COVID-19-Pandemie
    Einleitung
    Die COVID-19-Pandemie stellt uns weltweit vor ungeahnte Herausforderungen. Insbesondere im Gesundheitsbereich muss eine feine Abwägung erfolgen, um Ressourcen zu schonen, das Gesundheitspersonal zu schützen und dennoch eine möglichst gute Patient*innenbetreuung zu gewährleisten.
    Patient*innen mit einem Hirntumor sind häufig als ...Weiterlesen ...

Psychosomatik

  • Rarität oder klinischer Alltag?
    Funktionelle Bewegungsstörungen sind Teil des Spektrums „Funktioneller neurologischer Störungen“, die etwa 6 % der ambulanten neurologischen Kontakte ausmachen1. Laut Schätzungen haben zwischen 2 und 25 % der Pa­tient*innen in Spezialambulanzen eine funktionelle Bewegungsstörung2.
    Diagnostische Unsicherheit
    Funktionelle Bewegungsstörungen sind durch unwillkürliche ...Weiterlesen ...

Schlafstörungen

Schmerzmedizin

  • Kopfschmerz in der Notaufnahme – „red flags“
    Einleitung
    Kopfschmerzen (KS) gehören zu einem weitverbreiteten Krankheitsbild in der Bevölkerung. Sowohl in den ärztlichen Ordinationen als auch in den Notaufnahmen werden Patient*innen mit entsprechenden Beschwerden vorstellig. Die meisten von ihnen leiden unter primären Kopfschmerzen wie Migräne oder Spannungskopfschmerz. Diese ...Weiterlesen ...