neuro 01|2013

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 1/13
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Die erste Ausgabe von neurologisch im Jahr 2013 soll Ihnen wiederum mit einem Schwerpunktthema und zahlreichen weiteren Beiträgen Wissenswertes und Updates aus unserem Fachgebiet bieten.
    Der Schwerpunkt Epilepsie, redigiert durch Prof. Eugen ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Vienna Hosts World Neurology
    „Neurology in the age of globalization“ is the ambitious theme of the forthcoming World Congress of Neurology held in Vienna, September 21–26, 2013. The theme is appropriate and reflects a new reality. The rising number of neurological diseases forces us ...Weiterlesen ...
  • World Federation of Neurology (WFN)

    Der 21. Weltkongress für Neurologie (WCN) wird von 21. bis 26. September 2013 in Wien stattfinden. Damit ist Wien in der glücklichen Lage, nach 1965 bereits zum zweiten Mal Gastgeber des WCN zu sein.

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Focus: Neues aus der Epileptologie

  • Zum Themenschwerpunkt: Epilepsien, Diagnostik und innovative Therapien
    Epilepsien stellen die häufigste schwere neurologische Krankheit dar, die Folgen für den Betroffenen/die Betroffene hat und manchmal auch tödlich endet, wie wir in einer rezenten Studie anhand von chronischen EpilepsiepatientInnen auch nachweisen konnten. Viele PatientInnen erhalten immer noch nicht die ...Weiterlesen ...
  • Magnetresonanztomografie: State of the Art in der Epileptologie

    In der Diagnostik von Epilepsien ist die Magnetresonanztomografie eine wichtige Untersuchungs­methode, die insbesondere für den postoperativen Outcome bei PatientInnen mit therapieresistenter Epilepsie eine entscheidende Bedeutung hat.

    Im vorliegenden Artikel wird der Beitrag der MRT für die genaue Diagnose beispielsweise der Hippocampussklerose und von Malformationen der kortikalen Entwicklung dargestellt.

    Beschrieben werden auch spezielle und quantitative MRT-Verfahren, wie z. B. Magnetstärke und Oberflächenspule, automatisierte FLAIR-Analyse oder Post-Processing sowie funktionelle MRT-Methoden wie präoperatives Mapping des sensomotorischen Kortex, der Sprachfunktion oder der Gedächtnisfunktion.

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  • Diagnose der Frontallappenepilepsie

    Frontallappenepilepsien unterscheiden sich klinisch von anderen fokalen Epilepsien. So können lateralisierende oder lokalisierende Zeichen fehlen, die semiologischen Merkmale sind teilweise irreführend.

    Die Sensitivität des Oberflächen-EEG ist bei Frontallappenepilepsien begrenzt, sodass für die präoperative Diagnostik weitere elektrophysiologische diagnostische Methoden erforderlich sind.

    Bei Frontallappenepilepsie ist das Outcome nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff ungünstiger als bei Temporallappenepilepsie.

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  • Nuklearmedizinische Diagnostik bei Epilepsie

    Nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden bei Epilepsien kommen vorwiegend in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik zum Einsatz.

    Zur Untersuchung der Schrittmacherzone im iktalen Zustand ist das SISCOM geeignet, zur funktionellen Messung der epileptogenen Zone im interiktalen Zustand – insbesondere bei Temporallappenepilepsie – das FDG-PET.

    Flumazenil-PET ist eine geeignete Methode, den epileptogenen Fokus bei temporalen und extratemporalen Epilepsien funktionell darzustellen, ist aber leider nur an wenigen Orten verfügbar.

    Ökonomische Aspekte werden in Zukunft immer wichtiger und sollten in klinisch-wissenschaftlichen Arbeiten mitbeleuchtet werden.

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  • Neurostimulation in der Epilepsiebehandlung – Eine Standortbestimmung

    Für PatientInnen mit medikamentös therapierefraktärerer Epilepsie mit undurchführbarem oder erfolglosem resektivem epilepsiechirurgischem Eingriff stehen neben der Vagusnervstimulation (VNS) zerebrale Stimulationsverfahren (tiefe Hirnstimulation [„deep brain stimulation“, DBS] sowie „responsive neurostimulation®“, RNS®) zur Verfügung.

    Dieser Artikel zeigt spezifische Phänomene auf und weist kritisch auf mögliche Limitationen insbesondere bei der Interpretation der großen Studien hin.

    Weitere Stimulationsverfahren (transkutane VNS, externe Trigeminus-Nerv-Stimulation, transkranielle Magnetstimulation [tMS], „transcranial direct current stimulation“ [tDCS]) werden angesprochen.

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  • Radiochirurgie und Radiotherapie bei Epilepsie

    Bei pharmakoresistenten, gut operablen PatientInnen ist häufig die Epilepsiechirurgie Therapie der ersten Wahl.

    In bestimmten Fällen, die nichtinvasiv behandelt werden müssen, kommt die Radiochirurgie oder, im Falle des Anfallsursprunges in der eloquenten Kortexregion (z. B. Zentralregion) Erwachsener, die niedrig dosierte fraktionierte Radiotherapie in Betracht.

    Im vorliegenden Artikel werden die verschiedenen Verfahren dargestellt.

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  • Epilepsie – Arbeiten erlaubt!? Fakten statt Vorurteile

    Epilepsie ist auch heute noch ein Diskriminierungsgrund. Die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung 2–3-fach erhöhte Arbeitslosenrate von Menschen mit Epilepsie dürfte mit dem mangelnden Wissen über die Erkrankung und den damit verbundenen Vorurteilen in Zusammenhang stehen.

    Aufgrund der individuell verschiedenen Epilepsieformen ist eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und beruflichen Einsetzbarkeit komplex. Prinzipiell kann es keine generellen Empfehlungen für oder gegen einen Beruf für Menschen mit Epilepsie geben. Für eine Einschätzung werden die Tätigkeit und das Arbeitsumfeld in Beziehung zum individuellen Anfallsgeschehen gestellt und so das etwaige Risiko beurteilt.

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Neurologie in Österreich

  • Aktuelle Studien zu neurodegenerativen Erkrankungen
    Beziehungen zwischen kortikaler und subkortikaler Tau-Pathologie
    Rezente Studien weisen darauf hin, dass die Tau-Pathologie bei der Alzheimer-Krankheit (AD) initial nicht in der Hirnrinde, sondern in ausgewählten subkortikalen Kernen, insbesondere im Locus coeruleus (LC) auftritt. Wir korrelierten die Tau-Pathologie im olfaktorischen ...Weiterlesen ...

Kongress-Highlights

Für die Praxis

  • Die Gesundheitspolitik oder die Abschaffung des freien Berufes Arzt

    „Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte …“ ob der österreichischen Gesundheitspolitik mit der unsäglichen Gesundheitsreform 2012. Mit diesem politisch inkorrekten und unflätigen Statement möchte ich die Aufmerksamkeit nochmals auf das lenken, was sich in den letzten Monaten im Staate Österreich (jenem, in dem mittlerweile mehr als nur etwas faul ist) zentral politikgesteuert im Dienstleistungssektor Gesundheit tut und welche realpolitischen Auswirkungen das auf uns alle haben wird.

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  • Buchrezension: Neurologische Differenzialdiagnostik

    Mit Mai 2012 ist die 6. Auflage des oben genannten Buches erschienen. Die Autoren versprechen uns einen systematischen Ansatz zur neurologischen Diagnostik und eine Begleitung des Lesers anhand von Leitsymptomen und typischen Befundkonstellationen. Das Buch ist in seiner ersten Auflage bereits 1980 erschienen, es stellt sich daher die Frage, ob ein solches Werk auch heute noch zeitgemäß sein kann. In der neuen Auflage wurde das Buch vollständig überarbeitet, es beinhaltet eine neue Systematik der Syndrome und den Einsatz von neuen Abbildungen und Videos.

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Autonome Störungen

  • Blasenstörung in einem transgenen Mausmodell der Multisystematrophie
    Die Multisystematrophie (MSA) ist eine atypische Parkinson-Erkrankung, die im Erwachsenenalter beginnt und durch autonome Dysfunktion charakterisiert ist1. Neuropathologisch finden sich bei der MSA α-synuclein-positive, oligodendrogliale Einschlusskörper (glial cytoplasmic inclusions, GCI), die im gesamten ZNS verbreitet sind und von denen angenommen ...Weiterlesen ...

Bewegungsstörungen

  • Risikofaktoren für das Parkinson-Syndrom
    Das idiopathische Parkinson-Syndrom hat eine Prävalenz von etwa 1 % bei Personen jenseits des 65. Lebensjahres. Neben genetischen Risikogruppen (familiärer Parkinson) wurden in den vergangenen Jahren unterschiedliche Umwelteinflüsse als Risikofaktoren für die Parkinson-Krankheit untersucht.
    Ende 2012 erschien von einer Arbeitsgruppe ...Weiterlesen ...

Demenz

  • Die Gedächtnisstörung älterer Menschen – ein diagnostischer Leitfaden

    Gedächtnisstörungen (GS) sind häufige Defizite älterer Personen. Diagnostisch ist zwischen einer objektiven GS und dem „subjective memory impairment“ (SMI) zu unterscheiden. Hauptursachen für die echte GS des Alters sind Demenzen und Demenzvorstadien sowie andere neurologische und internistische Erkrankungen. Die Altersdepression ist eine weitere häufige Ursache. Die Abklärung der GS umfasst die Eigen- und Fremdanamnese und einen neuropsychologischen Befund. Ist die GS neuropsychologisch objektiviert, sind zerebrale Bildgebung und spezielle Laboruntersuchungen angezeigt.

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Multiple Sklerose

  • MS: Medikamentöse Behandlung in der Schwangerschaft – ein No-Go?

    Prinzipiell sind sämtliche immunmodulierende bzw. immunsuppressive Medikamente in der Schwangerschaft nicht zugelassen und es wird empfohlen, diese Therapien elektiv vor einer geplanten Konzeption abzusetzen. Die potenzielle Gefahr von Therapien in der Schwangerschaft spiegeln am besten die Schwangerschaftskategorien der FDA wider (Tab.)1. Therapeutika für Multiple Sklerose liegen größtenteils in den Kategorien C und D, nur Glatiramerazetat wird der Kategorie B zugeordnet.

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Neurochirurgie

  • Gateway to the Surgery of the Future

    Das Treffen der Experten und Expertinnen zum Thema „Intraoperative Bildgebung“ (Intraoperative Imaging Society, IOIS) fand heuer vom 24. bis 27. Februar in St. Louis, Missouri, USA, statt. Es wurde von Prof. R. Bucholz ausgerichtet, der von Anfang an wesentliche Impulse für die Entwicklung diverser intraoperativer bildgebender Verfahren und für die Entwicklung der Neuronavigation gegeben hat und immer noch gibt. Er wirkte auch schon 1997 bei der Gestaltung des Kongresses über Neuronavigation (CIS 97) in Linz mit.

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Neurogeriatrie

  • Schlaganfallinzidenz bei PatientInnen mit Alzheimer-Krankheit
    Die Alzheimer-Erkrankung sowie zerebrovaskuläre Erkrankungen nehmen mit steigendem Alter zu. Häufig kommen beide Phänomene in der älteren Population gemeinsam vor.
    In einer gemeinsamen finnisch-schwedischen Studie1 wurde untersucht, ob Personen mit der klinischen Diagnose Alzheimer-Erkrankung ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, ob das ...Weiterlesen ...

Neuroimaging

  • Diagnostischer Weg bei akuter Myelopathie unter besonderer Berücksichtigung der Bildgebung

    Die Abklärung akuter Erkrankungen des Rückenmarks (RM) stellt uns aufgrund der Heterogenität der möglichen Ätiologien und einer Vielzahl von sich teilweise überschneidenden Begriffsdefinitionen (auch abhängig vom deutschen oder englischen Sprachgebrauch) nicht selten vor größere Herausforderungen. Der aktuelle Artikel bezieht sich auf einen nosologischen Einteilungsversuch und Behandlungsalgorithmus der „Transverse Myelitis Consortium Working Group“ (TMCWG) aus dem Jahr 20021.

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Neuroonkologie

Schlafstörungen

  • Schlafstörungen bei PatientInnen mit neuromuskulären Erkrankungen

    Schlafstörungen sind ein oft unterschätztes und verkanntes Symptom bei neuromuskulären Erkrankungen (NME). Einerseits werden die aus Schlafstörungen resultierenden Beschwerden von den Betroffenen selbst häufig nicht als solche erkannt, zumal sich die Symptome allmählich entwickeln und oft nicht im Vordergrund der Gesamtsymptomatik stehen. Andererseits wird in neuromuskulären Spezialambulanzen viel zu selten nach Schlafstörungen gefragt.

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Schlaganfall

  • Therapie und Prophylaxe des Schlaganfalls – ein Update 2013

    Durch den Film „Amour“ von Michael Haneke, der dieser Tage mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist der Schlaganfall medial in den Mittelpunkt gerückt und hat in der Bevölkerung sehr viel Aufmerksamkeit erfahren. Die Häufigkeit des Schlaganfalls und die damit verbundenen Folgen für Betroffene und Kosten für das Gesundheitssystem werden über die nächsten Jahrzehnte beträchtlich ansteigen, basierend auf den demo­grafischen Entwicklungen (Alterspyramide) und der Zunahme von Übergewicht und Diabetes. Eine effiziente Weiterentwicklung der Schlaganfallakuttherapie und -prävention ist entscheidend, um diesem Trend entgegenzuwirken.

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