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Therapie News: Multiple Sklerose

Positionspapiere & Expert:innenstatements

Therapie news: Migräne

Erscheinungsdatum:
28.9.2012

Herausgeber:
Österreichische Gesellschaft für Neurologie


Kongress-Highlights

ESC 2012: 21st European Stroke Conference, Lissabon

T. Gattringer 28.9.2012

Die 21. Europäische Schlaganfallkonferenz wurde dieses Jahr Ende Mai in Lissabon abgehalten. Unter der Leitung der Schlaganfallmediziner Jose Ferro, Lissabon, und Michael Hennerici, Mannheim, trafen sich ca. 3.500 TeilnehmerInnen und hatten dabei die Auswahl von über 1.400 Vorträgen und Posterpräsentationen aus einem breiten Spektrum von Gefäßerkrankungen des Zentralnervensystems.

Kongress-Highlights

Highlights vom Movement-Disorders-Kongress 2012 in Dublin

W. Pirker 28.9.2012

Der diesjährige Movement-Disorders-Kongress fand von 17. bis 21. Juni in Dublin statt. Mit über 5.000 TeilnehmerInnen und 1.600 Posterbeiträgen war es der bislang größte Kongress der...

Kongress-Highlights

ENS 2012: 21. Kongress der European Neurological Society, Prag

J. Sellner 28.9.2012

Aktuelle Untersuchungen zur multiplen Sklerose, Neuromyelitis optica und Surfer-Myelopathie zählten zu den wissenschaftlichen Highlights, die beim diesjährigen Kongress der European Neurological Society (ENS) in Prag präsentiert wurden.

Focus: Schlafstörungen

Vorwort zum Schwerpunkt Schlafstörungen

B. Högl et al. 28.9.2012

Schlafstörungen sind ein wichtiges gesundheitliches Thema, weil sie einerseits Befinden sowie Leistungsfähigkeit der PatientInnen massiv beeinträchtigen, andererseits auch zu Störungen der Gesundheit führen können. Die Häufigkeit der Schlafstörungen wird bei Erwachsenen in den Industrieländern mit über 20 % angegeben. Schlafstörungen nehmen mit dem Lebensalter zu: Das bedeutet, dass aufgrund der...

Focus: Schlafstörungen

Insomnien aus neurologischer Sicht

J. Zeitlhofer 28.9.2012

Neurologische Krankheiten werden oft von Insomnien/Hyposomnien begleitet: Bei fast zwei Drittel der Parkinson-PatientInnen treten Schlaf-Wach-Störungen auf. Bei Demenzerkrankungen zeigen sich Abweichungen in der Schlafstruktur, die im Krankheitsverlaufzunehmen.u Schmerzbedingte Schlafstörungen sind z. B. bei Kompressionssyndromen und Neuropathien häufig. Bei neuromuskulären Erkrankungen führt vor allem die...

Focus: Schlafstörungen

Schlafapnoe und Kopfschmerz

S. Seidel 28.9.2012

Morgendliche Kopfschmerzen stellen ein wichtiges klinisches Symptom des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms (OSAS) dar. Die klinische Entität des „Schlaf-Apnoe-Kopfschmerzes“ erscheint nicht abschließend gesichert. Bei morgendlichen Kopfschmerzen handelt es sich um ein multifaktoriell bedingtes Symptom, das neben der schlafbezogenen Atemstörung auch von anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen beeinflusst...

Focus: Schlafstörungen

Schlaganfall und Schlafapnoe

M. Saletu 28.9.2012

Schlafapnoe kann sowohl Ursache (z. B. unabhängiger Risikofaktor obstruktive Schlafapnoe) als auch Folge des Schlaganfalls (z. B. passagere zentrale Schlafapnoe) sein. Klinische Interviews sind bei SchlaganfallpatientInnen vor allem zur Evaluation schlafbezogener Atmungsstörungen nicht ausreichend. Im Sinne eines optimalen Risikofaktormanagements und einer erfolgreichen Neurorehabilitation sollte eine...

Focus: Schlafstörungen

Schlaf und Epilepsie

S. Pirker et al. 28.9.2012

Nächtliche generalisierte tonisch-klonische Anfälle, aber auch multiple fokal-komplexe Anfälle führen ebenso wie der chronische epileptische Zustand (vor allem bei fokalen Epilepsien) zu einer Störung der Schlafarchitektur von EpilepsiepatientInnen. Subjektiv empfundene Schlafstörungen sind bei Epilepsien im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 2–3-mal häufiger. Eine vermehrte Tagesmüdigkeit stellt die...

Focus: Schlafstörungen

Exzessive Tagesschläfrigkeit und Hypersomnie – Ursachen und Diagnostik

C. Sauter 28.9.2012

Zu den häufigsten Ursachen von Hypersomnien zählen Schlafatmungsstörungen, Narkolepsie, das verhaltensinduzierte Schlafmangelsyndrom sowie Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus. Um...

Focus: Schlafstörungen

Update Restless-Legs-Syndrom (RLS)

B. Högl 28.9.2012

In den neuen International RLS Study Group-Diagnosekriterien, die in Vorbereitung sind, wird neben den 4 essenziellen Kriterien der Ausschluss von „Mimics“ gefordert. Levodopa wird wegen der hohen Augmentationsrate nicht mehr für die reguläre Therapie des täglichen RLS empfohlen. Eine 5-Jahres-Open-Label-Studie zeigte eine gute Wirksamkeit des Rotigotin-Pflasters.u Pregabalin und Gabapentin-Enacarbil werden...

Focus: Schlafstörungen

Parasomnien: Arousal- und REM-Schlaf-assoziierte Störungen

B. Frauscher 28.9.2012

Parasomnien stellen eine der 8 großen Gruppen der internationalen Klassifikation für Schlafstörungen dar und erfordern aufgrund des differenzialdiagnostischen Spektrums und Overlaps eine umfassende Abklärung, die über die Anforderungen der Standardpolysomnographie hinausgeht. In einigen Fällen sind zu ihrer Abklärung eine erweiterte EEG-Montage nach dem 10-20-System sowie eine Erweiterung der...

Focus: Schlafstörungen

Schlafstörungen aus psychiatrischer Sicht

G. M. Saletu-Zyhlarz 28.9.2012

Nichtorganische und auch organische Schlafstörungen erhöhen das Risiko, psychische Symptome und Erkrankungen zu entwickeln, aufrechtzuerhalten oder zu aggravieren. Die für die verschiedenen psychischen Erkrankungen charakteristischen Veränderungen der Schlafparameter lassen sich polysomnographisch unterscheiden und sind ausschlaggebend für eine adäquate medikamentöse Behandlung. Das Auftreten von psychischen...

Focus: Schlafstörungen

Über die Auswirkungen von Schlafstörungen auf die PartnerInnen

G. Klösch 28.9.2012

Erst in den letzten 10 Jahren wurde in der Schlafforschung dem Einfluss der Bettpartner auf die Schlafqualität und -quantität mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn PartnerInnen getrennt schlafen, zeigen sie signifikant mehr Tiefschlaf und weniger REM-Schlaf, so eine Studie mit heterosexuellen Paaren. Männer bewegen sich im Schlaf mehr als ihre Partnerinnen, Frauen fühlen sich auch durch die Bewegungen ihrer...

Editorial

Editorial 3/12

R. Katzenschlager 28.9.2012

Zum ersten Mal darf ich Sie in meiner neuen Funktion als Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie begrüßen. Diese Aufgabe habe ich mit Freude und im Bewusstsein der damit verbundenen Verantwortung übernommen. Bei den bisherigen Präsidenten und Vorstandsmitgliedern der ÖGN, auf deren Arbeit und Leistungen die ÖGN jetzt weiter aufbauen kann, möchte ich mich herzlich bedanken. Mein...

Focus: Schlafstörungen

Behandlung von Schlafstörungen: Psychologische/psychotherapeutische Ansätze

D. Moser 28.9.2012

Für die nichtpharmakologischen Behandlung der primären Insomnie, aber auch der Hypersomnien stehen eine Reihe von wirksamen Ansätzen wie Schlafberatung, Entspannungsmethoden, Methoden zur Strukturierung des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie spezielle psychotherapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Insbesondere führt der Einsatz kognitiv-verhaltenstherapeutischer Strategien zu einer Verbesserung der...

Neurologie in Österreich

Zerebrale Korrelate psychotischer Syndrome bei neurodegenerativen Erkrankungen

K. A. Jellinger 28.9.2012

Psychosen sind als eine häufige Manifestation neurodegenerativer Erkrankungen und als zentrale Erscheinungen von Demenz bekannt, die meist den klinischen Verlauf verschlechtern. Sie umfassen Halluzinationen, illusionäre Verkennungen, aggressives Verhalten, Apathie und andere psychotische Phänomene, die in einem weiten Bereich degenerativer Prozesse einschließlich M. Alzheimer, Synukleinopathien (M. Parkinson,...

Neurologie in Österreich

Interaktion zwischen pathogenen Proteinen bei neurodegenerativen Erkrankungen

K. A. Jellinger 28.9.2012

Fehlerhafte Faltung und fortschreitende Aggregation spezifischer Proteine in ausgewählten Regionen des Nervensystems sind die wesentlichen Grundlagen vieler neurodegenerativer Erkrankungen und die Interaktion zwischen pathologischen/toxischen Proteinen als Ursachen der Neurodegeneration ein wichtiges Problem der aktuellen neurobiologischen Forschung. Trotz klinischer, genetischer und experimenteller Unterschiede...

Neurologie in Österreich

Erhöhte Prävalenz des Restless-Legs-Syndroms bei Kindern und Jugendlichen mit Migräne

S. Seidel 28.9.2012

In der Juli-Ausgabe des Journals „Cephalalgia“ wurde eine Studie der Kopfschmerzgruppe der Universitätsklink für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wien zum Zusammenhang zwischen Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Migräne bei Kindern und Jugendlichen publiziert1 und vom Herausgeber als „Editor’s Choice“ hervorgehoben. Hintergrund: Die Prävalenz des RLS in der Allgemeinbevölkerung liegt zwischen 5 und 15 %....

Schlafstörungen

Schlafstörungen bei PatientInnen mit zerebellärer Ataxie

S. Seidel 28.9.2012

PatientInnen mit einer zerebellären Ataxie leiden unter variablen Kombinationen einer Gang-, Stand- und Extremitätenataxie, einer Störung der Okulomotorik und einer Dysarthrie. Es werden autosomal-dominante (z. B. spinozerebelläre Ataxien), autosomal-rezessive (z.B. Friedreich-Ataxie) und sporadische Formen (z. B. Multisystematrophie [MSA] vom Typ C) unterschieden. Neben den motorischen Symptomen treten häufig...

Neurorehabilitation

Pharmakotherapie und Rehabilitation: Amantadin bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma

B. Voller 28.9.2012

In einer internationalen multizentrischen Studie1 erhielten 184 PatientInnen mit schwerem geschlossenem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) für 4 Wochen randomisiert entweder Amantadin oder Placebo. Die PatientInnen wurden 4 bis 16 Wochen nach dem Akutereignis eingeschlossen und konnten zu Beginn verbale Aufforderungen noch nicht durchgehend befolgen. Amantadin wurde intravenös verabreicht, die ersten 2 Wochen in der Dosis...

Neurorehabilitation

Regeneration vs. Kompensation: Constraint-induced Movement Therapy nach Schlaganfall

B. Voller 28.9.2012

In einer Studie1 an 10 SchlaganfallpatientInnen im Spätstadium wurden kinematische Untersuchungen der oberen Extremität im Zusammenhang mit 2 klinischen Ergebnismessungen untersucht (ARAT = Action Research Arm Test Score für die Armfunktion und UE-FM = Upper Extremity Fugl-Meyer-Score für die Beeinträchtigung). Die PatientInnen wurden an 2 Zeitpunkten vor und einem 3. Zeitpunkt nach 2 Wochen erfolgter...

Neurorehabilitation

Früheinsatz von Botulinumtoxin nach Schlaganfall: Spastizitätsbehandlung in der Subakutphase

B. Voller 28.9.2012

Die Behandlung einer in der Frühphase der Rehabilitation nach Schlaganfall auftretenden Spastizität stellt eine besondere Herausforderung an das behandelnde neurologische Reha-Team dar. Die therapeutische Breite und Sicherheit von Botulinumtoxin wird dabei kontroversiell diskutiert. In einer asiatischen multizentrischen RCT-Studie1 wurden 163 PatientInnen 2–12 Wochen nach dem Akutereignis einmalig mit 500 U...

Schlaganfall

Das Training zukünftiger interventioneller Neuroradiologen: die europäische Ausbildungscharta

W. Grisold 28.9.2012

Das Europäische Trainingscurriculum der UEMS* soll eine einheitliche und umfassende Ausbildung zum/zur interventionellen Neuroradiologen/Neuroradiologin gewährleisten. Die Ausbildung ist für alle medizinischen Fachrichtungen offen.

Schmerzmedizin

„Para“-neurologische Rückenschmerzsyndrome

B. Lohninger et al. 28.9.2012

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, von denen PatientInnen berichten. Die Lebenszeitprävalenz liegt hierorts zwischen 58 % und 85 %1. Die Ursachen sind vielfältig, die ätiologische Zuordnung ist nicht immer einfach. Obwohl RS langfristig grundsätzlich eine gute Prognose zeigen, führen sie häufig zu einer Arbeitsunfähigkeit und verursachen damit enorme volkswirtschaftliche Kosten. Nach 6...

Neuromuskuläre Erkrankungen

Hirayama-Erkrankung – seltene Form einer Motoneuronerkrankung

W. Löscher et al. 28.9.2012

Die Hirayama-Erkrankung (HE), auch bekannt als „non-progressive, juvenile spinal muscular atrophy of the upper limbs“, „brachial monomelic amyotrophy“ oder benigne fokale Amyotrophie, ist eine seltene fokale Motoneuronerkrankung, die eine Differenzialdiagnose zur ALS darstellt. Im Folgenden möchten wir diese doch wichtige Erkrankung kurz beschreiben.

Autonome Störungen

Neurogene orthostatische Hypotonie: eine Kurzübersicht

F. Krismer et al. 28.9.2012

Der neurogenen orthostatischen Hypotonie (NOH) liegt eine Störung der peripheren und/oder zentralen noradrenergen Neurotransmission zugrunde. Das Kardinalsymptom ist der unmittelbar nach posturaler Belastung einsetzende systolische und diastolische Blutdruckabfall. Dieser ist häufig mit einem nur unzureichenden reflektorischen Herzfrequenz­anstieg assoziiert. Das klinische Bild präsentiert sich mannigfaltig. Es...

Neurogeriatrie

Buchrezension: Verbesserung kognitiver Funktionen bei Depression

J. Spatt 28.9.2012

Der Herbert Utz Verlag ermöglicht es, Dissertationen auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Nicole Szesny hat, in ihrer Dissertationsarbeit „Evaluation eines Aufmerksamkeitstraining zur Verbesserung kognitiver Funktionen bei depressiven Patienten unter besonderer Berücksichtigung der Funktion der Stresshormonachse“ (Ludwig-Maximilians-Universität München) ein wichtiges wissenschaftliches und...

Neuroimaging

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) – ein Fallbericht

R. Krendl et al. 28.9.2012

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) zählt zu den Prionerkrankungen, die bei Mensch und Tier auftreten. Neuropathologisch sind sie durch spongiforme Veränderungen, astrozytäre Gliose, Neuronenverlust und Ablagerung der abnormen Form des Prionproteins charakterisiert. Die CJK des Menschen kommt als sporadische, genetische (familiäre) oder übertragene (iatrogene, vCJK) Form vor.

 



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Inhaltsverzeichnis neuro 03|2012

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